Regionalgruppe München/SBy

Gelungener Wiederstart in München

Gelungener Wiederstart in München

11.11.2017: Nach längerer Pause hatte die marxistische linke in München wieder zu einer Veranstaltung eingeladen. Frank Deppe referierte entlang der Linien seines Buches '1917 | 2017 - Revolution & Gegenrevolution', das er anläßlich des 100. Jahrestages der Oktoberrevolution erarbeitet hat. [Buch bestellen]

Er stellte in seinen Ausführungen die Oktoberrevolution sowie die Entwicklung der Sowjetunion bis zu ihrem Ende in den Zusammenhang des langen Revolutionszyklus, der mit dem Jahr 1789 eröffnet wurde.  Er ging der Frage nach, welche Bedeutung die »Großen Revolutionen« für die Entwicklung der bürgerlich-kapitalistischen Gesellschaft bzw. der westlichen Moderne (und ihrer Weltordnung) aufgeworfen haben. Er entwickelte, welche Widersprüche die Revolution von 1917 von Anfang an charakterisierten und ihren weiteren Entwicklungsweg immer wieder prägten. Deppe legte dar, wie sich in allen Revolutionen Revolution und Gegenrevolution bedingen und wie die Strategien und die Politik der Gegenrevolution die Revolution beeinflussten. Bei Revolutionen, so Deppe, handelt es sich nicht um einen linearen – ein für allemal festgeschriebenen – Prozess, sondern um ein Terrain von permanenten Auseinandersetzungen, der Veränderung von Kräfteverhältnissen, von Lernprozessen wie von verbrecherischen Gewaltexzessen.

Immer wieder hätten sich Perioden von »Bewährungsproben« eröffnet (zuletzt in den Jahren vor 1968), in denen – auch in der Bearbeitung von Krisen – Fehlorientierungen vergangener Perioden hätten korrigiert werden können und müssen. Sie waren allerdings meist von kurzer Dauer – in ihrem Scheitern reflektiert sich noch die Dialektik von Revolution und Gegenrevolution, die auch immer wieder zur Festigung jener Elemente der Wirtschaftsordnung und des politischen Regimes der Sowjetunion beigetragen haben, die letztlich die Realisierung der Ziele des sowjetischen Staates und des Programms der Partei blockieren mussten. Dies habe auch dazu geführt, dass sich die Revolution und ihre Ausstrahlung "erschöpft" (Enrico Berlinguer) haben. Zum Schluss wurde noch - leider viel zu kurz - die Frage angerissen, ob und wie sich nach dem Ende der Sowjetunion die Frage der »Revolution« in den Ländern des entwickelten Kapitalismus neu stellen wird.

70 TeilnehmerInnen folgten in der fast dreistündgen Veranstaltung mit großem Interesse den Ausführungen Frank Deppe's und der anschließenden regen Diskussion.

Zu Beginn hatte Leo Mayer kurz über die Entwicklung der DKP in München informiert und die marxistische linke vorgestellt. Er lud zu einer Versammlung der Mitglieder und FreundInnen der marxistischen linken ein, bei der beraten wird, wie die marxistische linke in Zukunft in München arbeiten wird (Organisationsform, Themen, Veranstaltungen, … )

Mittwoch, 22. November, 19 Uhr
im Kulturhaus Neuperlach
(Hanns-Seidel-Platz 1 /Flachbau beim Busbahnhof, erreichbar mit U5 / Neuperlach Zentrum)

 

Marseille-Forum

Am 10. und 11. November treffen sich die progressiven Kräfte Europas in Marseille zum Marseille-Forum, um eine Alternative Zukunft für Europa zu diskutieren. Die Europäische Linke unterstützt dieses Treffen.
Pierre Laurent, Nationalsekretär der Französischen Kommunistischen Partei (PCF):

EL Marseille-Forum PierreLaurent


 

100 Jahre Oktoberrevolution

marxistische linke lädt ein

Logo-Revolution-Gegenrevolution

Das 20. Jahrhundert war eines der Revolutionen: in Russland, Ungarn, Deutschland, Spanien, China, Mexico, Chile, Cuba und vielen anderen Staaten. Daraus ragen die Oktoberrevolution und Maos Langer Marsch mit dem Sieg der Kommunisten 1949 als epocheprägende Ereignisse heraus. Diese Revolutionen sind Teil des langen Zyklus von Revolution und Gegenrevolution, der mit der französischen Revolution 1789 eröffnet wurde. Ging dieser lange Revolutionszyklus mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion zu Ende?  Was kann Revolution in den Ländern des entwickelten Kapitalismus heute noch heißen?
Wir diskutieren mit

Frank Deppe
Autor des Buches: 1917 | 2017 - Revolution & Gegenrevolution

Sa., 25. November 2017, 15:00 Uhr
Frankfurt a.M.
Gewerkschaftshaus, Wilhelm-Leuschner-Str. 69-71

Hinweis
Mi, 22. November 2017, 20:00 Uhr, Rüsselsheim, Stadtbücherei am Treff
Veranstalter: attac, DGB und Naturfreunden Rüsselsheim


 

Tödliche Agri Kultur - Wie Monsanto die Welt vergiftet

Monsanto-Glifosato

Demnächst entscheidet die EU über die Verlängerung der Zulassung von Glyphosat. Die EU will, dass Monsanto seinen Bestseller weitere zehn Jahre verkaufen darf.

Seit 20 Jahren werden in Argentinien riesige Flächen mit gentechnisch veränderter Soja bepflanzt. In Monokultur. Anfangs war das für die Landwirte, die Saatgutverkäufer und die Chemie-Konzerne ein Freudenfest. Allen voran: Monsanto. Heute ist das Modell Monsanto gescheitert. Nicht für die Investmentfonds, aber für die Landwirte vor Ort und für die Verbraucher in den Städten.

Tödliche Agri Kultur - Wie Monsanto die Welt vergiftet
Ein Film von Gaby Weber

siehe auch


 

wenn die umstaende 300p

marxistische linke: Jetzt Mitglied werden


Sie kommen im Morgengrauen!

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von Bettina Jürgensen

18.11.2017: Am Montag in aller Frühe kam die Nachricht, dass es bei unserem Genossen Kerem Schamberger aus München eine Hausdurchsuchung gegeben hat! Die erste Frage war: Was wollen DIE schon wieder von Kerem? In letzter Zeit wurde immer häufiger seine Facebookseite gesperrt, vor fast genau einem Jahr sollte die Zulassung als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Uni in München verhindert werden, Kerem kämpfte erfolgreich gegen sein drohendes Berufsverbot. Jetzt musste er bei seiner Hausdurchsuchung zusehen und Handy, Laptop, USB-Sticks wurden beschlagnahmt.

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Marsch ins militärische Kerneuropa

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Kommentar von Leo Mayer
15.11.2017: Am Montag haben die Außen- und Verteidigungsminister von 23 der 28 EU-Staaten mitgeteilt, eine Militärunion zu gründen. "Ein großer Tag für Europa", sagte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) in Brüssel dazu. Ein großer Tag vor allem für die Rüstungsindustrie. Denn jeder EU-Staat, der sich an der Militärunion beteiligen will, muss sich verpflichten, die nationalen Rüstungsausgaben regelmäßig zu steigern.

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Walter Baier: "Forum in Marseille ist ein erster Schritt"

Walter Baier:

Frage: Am 10. und 11. November beraten in Marseille Parteien, Initiativen und Organisationen über neue Formen der Zusammenarbeit . Es gibt bereits verschiedene linke Foren und Denkfabriken, transform! ist eine davon. Warum muss jetzt noch ein weiteres Forum entstehen?

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Dossier "Linke Strategien"

Im Dossier "Linke Strategien" sind Artikel zusammengestellt, die auf kommunisten.de in verschiedenen Rubriken erschienen sind und sich mit Fragen linker Strategie, Neuformierung der Linken, etc. befassen.

Zum Dossier


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