Eine vorsichtige Bewertung

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kerem_schambergerEine Woche Kurdistan, eine Woche voller Erlebnisse und Gespräche. Eine abschließende Bewertung kann noch nicht getroffen werden. Natürlich war diese Woche prägend für viele der, meist jungen, Teilnehmer unserer Delegation aus Deutschland. In Kurdistan wird viel offensichtlicher deutlich was Ausbeutung und Unterdrückung im nationalen und kapitalistischen Rahmen bedeuten.

Aber die Frage stellt sich, inwiefern diese Delegationen, die die FreundInnen der BDP viel Anstrengung, Kraft und auch Geld kosten, der kurdischen Sache nützen?

Ich als Delegationsteilnehmer kann das nicht vollständig einschätzen. Natürlich wird durch die Berichterstattung der Delegationen Aufmerksamkeit in Deutschland geschaffen. Es ist auch gut, dass parlamentarische Vertreter an diesen Delegationen teilnehmen. Aber zu welchem Preis? Wie hoch sind die Risiken der FreundInnen, die uns vor Ort begleiten verhaftet zu werden? Und gelingt es uns wirklich, die Polizei durch unser Auftreten zur Zurückhaltung zu zwingen? Bei einer anderen Delegation aus Hamburg, wurde von Polizisten eine Tränengasgranate in deren Bus geworfen – nach Zurückhaltung sieht das nicht aus. Der türkische Staat ist sich der Unterstützung seitens des offiziellen Deutschlands sicher. Zu stark sind die ökonomischen Interessen und Verflechtungen der Bundesrepublik. Und deshalb können ihm auch gelegentliche Negativschlagzeilen egal sein.

Ist die Alternative zu dem Gesagten, dann einfach die Delegationseisen einzustellen? Das kann es auch nicht sein. Solidarität muss auch immer praktisch werden. Im Gespräch mit der BDP-Vorsitzenden von Amed betont diese, dass es wichtig sei, nicht nur zu speziellen Anlässen wie Newroz zu kommen, sondern die kontinuierliche Solidarität zu gewährleisten. Das bedeutet für sie, auch ohne konkreten Anlass in die kurdischen Gebiete zu reisen. Dem kann ich nur zustimmen.

Unsere Solidarität sollte nicht dann am größten sein, wenn uns am meisten Action geboten wird, sondern kontinuierlich, zu jeder Zeit.

Eine abschließende Bewertung muss jedoch von der kurdischen Bewegung getroffen werden, wann und wie am besten Solidarität gezeigt werden muss.

Kerem Schamberger

 

 

Marseille-Forum

Am 10. und 11. November treffen sich die progressiven Kräfte Europas in Marseille zum Marseille-Forum, um eine Alternative Zukunft für Europa zu diskutieren. Die Europäische Linke unterstützt dieses Treffen.
Pierre Laurent, Nationalsekretär der Französischen Kommunistischen Partei (PCF):

EL Marseille-Forum PierreLaurent


 

100 Jahre Oktoberrevolution

marxistische linke lädt ein

Logo-Revolution-Gegenrevolution

Das 20. Jahrhundert war eines der Revolutionen: in Russland, Ungarn, Deutschland, Spanien, China, Mexico, Chile, Cuba und vielen anderen Staaten. Daraus ragen die Oktoberrevolution und Maos Langer Marsch mit dem Sieg der Kommunisten 1949 als epocheprägende Ereignisse heraus. Diese Revolutionen sind Teil des langen Zyklus von Revolution und Gegenrevolution, der mit der französischen Revolution 1789 eröffnet wurde. Ging dieser lange Revolutionszyklus mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion zu Ende?  Was kann Revolution in den Ländern des entwickelten Kapitalismus heute noch heißen?
Wir diskutieren mit

Frank Deppe
Autor des Buches: 1917 | 2017 - Revolution & Gegenrevolution

Sa., 25. November 2017, 15:00 Uhr
Frankfurt a.M.
Gewerkschaftshaus, Wilhelm-Leuschner-Str. 69-71

Hinweis
Mi, 22. November 2017, 20:00 Uhr, Rüsselsheim, Stadtbücherei am Treff
Veranstalter: attac, DGB und Naturfreunden Rüsselsheim


 

Tödliche Agri Kultur - Wie Monsanto die Welt vergiftet

Monsanto-Glifosato

Demnächst entscheidet die EU über die Verlängerung der Zulassung von Glyphosat. Die EU will, dass Monsanto seinen Bestseller weitere zehn Jahre verkaufen darf.

Seit 20 Jahren werden in Argentinien riesige Flächen mit gentechnisch veränderter Soja bepflanzt. In Monokultur. Anfangs war das für die Landwirte, die Saatgutverkäufer und die Chemie-Konzerne ein Freudenfest. Allen voran: Monsanto. Heute ist das Modell Monsanto gescheitert. Nicht für die Investmentfonds, aber für die Landwirte vor Ort und für die Verbraucher in den Städten.

Tödliche Agri Kultur - Wie Monsanto die Welt vergiftet
Ein Film von Gaby Weber

siehe auch


 

wenn die umstaende 300p

marxistische linke: Jetzt Mitglied werden


Sie kommen im Morgengrauen!

Sie kommen im Morgengrauen!

von Bettina Jürgensen

18.11.2017: Am Montag in aller Frühe kam die Nachricht, dass es bei unserem Genossen Kerem Schamberger aus München eine Hausdurchsuchung gegeben hat! Die erste Frage war: Was wollen DIE schon wieder von Kerem? In letzter Zeit wurde immer häufiger seine Facebookseite gesperrt, vor fast genau einem Jahr sollte die Zulassung als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Uni in München verhindert werden, Kerem kämpfte erfolgreich gegen sein drohendes Berufsverbot. Jetzt musste er bei seiner Hausdurchsuchung zusehen und Handy, Laptop, USB-Sticks wurden beschlagnahmt.

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Marsch ins militärische Kerneuropa

Marsch ins militärische Kerneuropa

Kommentar von Leo Mayer
15.11.2017: Am Montag haben die Außen- und Verteidigungsminister von 23 der 28 EU-Staaten mitgeteilt, eine Militärunion zu gründen. "Ein großer Tag für Europa", sagte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) in Brüssel dazu. Ein großer Tag vor allem für die Rüstungsindustrie. Denn jeder EU-Staat, der sich an der Militärunion beteiligen will, muss sich verpflichten, die nationalen Rüstungsausgaben regelmäßig zu steigern.

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Walter Baier: "Forum in Marseille ist ein erster Schritt"

Walter Baier:

Frage: Am 10. und 11. November beraten in Marseille Parteien, Initiativen und Organisationen über neue Formen der Zusammenarbeit . Es gibt bereits verschiedene linke Foren und Denkfabriken, transform! ist eine davon. Warum muss jetzt noch ein weiteres Forum entstehen?

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Dossier "Linke Strategien"

Im Dossier "Linke Strategien" sind Artikel zusammengestellt, die auf kommunisten.de in verschiedenen Rubriken erschienen sind und sich mit Fragen linker Strategie, Neuformierung der Linken, etc. befassen.

Zum Dossier


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