Farkha-Festival 2013 –Tag 2 des Festivals: Gemeinsam arbeiten – Gemeinsam feiern

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Farkha Festival2013 3 kerem 2886 30013.08.2013: Während ich einen Teil dieser Zeile schreibe reibe ich mir ständig die Hände – so voll Schwielen und Blasen sind sie nach nur vier Stunden Arbeit. Es macht sich einfach bemerkbar, dass wir eine Gruppe von StudentInnen aus Deutschland sind, die so gut wie keine Ahnung vom körperlichen Arbeiten haben. Ich denke, dass die AkademikerInnen und StudentInnen in der DDR, die auch mal zum Arbeitseinsatz auf dem Land oder in der Fabrik ausrücken mussten, ganz gut daran taten, um nicht zu vergessen was körperliche Arbeit wirklich bedeutet.

Heute sind wir bereits um sieben Uhr Früh geweckt worden und nach einem reichhaltigen Frühstück bestehend aus pappsüßem Tee und rundlichen Fladenbroten, die mit Tomatenmark, Ei oder Gewürzen belegt waren, ging es los zur Baustelle. Pünktlich um halb acht sind auch schon die Frauen zu uns gestoßen, die getrennt untergebracht werden. Insgesamt ist der Umgang mit Frauen auf dem Festival etwas besonderes. Seit Beginn des Festivals vor mehr als 20 Jahren, arbeiten Frauen als aktiver Part auf dem Festival mit, nicht nur in der Küche, wie es gestern geheißen hat, sondern auch auf der Baustelle. Dies stößt vor allem den islamistischen Organisationen übel auf, denn eine gleichberechtigt arbeitende Frau passt nicht in ihr konservativ-reaktionäres Frauenbild. Deshalb suchen sie seit Jahren mögliche Angriffspunkte gegen das Festival. So muss die YPPP vorsichtig mit dem Thema umgehen: Frauen sind getrennt untergebracht, die Duschen weit voneinander entfernt. Doch, um ehrlich zu sein, auch die anwesenden männlichen Genossen müssen zum Teil noch lernen, Frauen gleichberechtigt zu behandeln. Vor allem bei der schweren Arbeit auf dem Bau versuchen sie den weiblichen Genossinnen immer wieder die Schaufel aus der Hand zu nehmen oder weniger schwere Dinge tragen zu lassen. Erst als sich die Genossinnen vehement durchsetzen und sich ihr Recht erkämpfen genauso wie alle anderen zu arbeiten, zeigen die Männer Respekt und lassen sie gewähren.

Die Jugendlichen arbeiten an verschiedenen Baustellen im Dorf. So soll zum Beispiel eine alte Steinmauer durch eine Betonmauer ersetzt werden, da diese Schlangen und Skorpionen keine Unterschlupfmöglichkeit bietet und somit für die Kinder des Dorfes sicherer ist. Eine andere Gruppe arbeitet daran, einen Pausenhof auf der Schule, in der wir untergebracht sind, zu vergrößern und vor einem Abhang abzusichern. Insgesamt arbeiten wir von acht Uhr Früh bis zwölf Uhr Mittags. Von Zwölf bis Zwei ist Mittagspause und Essenszeit, danach gibt es meistens Workshops oder Diskussionsrunden und am Abend findet dann eine öffentliche Veranstaltung statt.

Farkha Festival2013 3 kerem 2871 300Die heutige Abendveranstaltung ist den palästinensischen Gefangenen in den Gefängnissen Israels gewidmet. Erst vor einigen Monaten wurden Genossen der YPPP in Tul Karem von der israelischen Armee festgenommen und befinden sich seitdem in Haft. Viele Familien, deren Töchter und Söhne sich in Haft befinden, sind mit Bildern ihrer Angehörigen gekommen, die sofort an die Wände der Schule gehängt werden. Die Schwester eines Gefangenen liest einen Brief vor, den dieser an das Festival geschrieben hat, muss aber immer wieder eine Pause machen, da sie so ergriffen ist. Auch aus dem Publikum werden immer wieder Slogans gerufen und die FreundInnen und GenossInnen des Häftlings brechen in Tränen aus. Eine wirklich sehr ergreifende Situation, die uns die Bedingungen in der Westbank zu leben und Widerstand gegen die Besatzung zu leisten deutlich vor Augen führt. Im Anschluss werden Gedichte und Lieder über das Leben in den Gefängnissen vorgetragen und ein Mitglied des Komittees zur Erinnerung an die Nakba erinnert in einer Rede an den seit 1948 stattfindenden Krieg und kritisiert die arabischen Staaten, die sich auf der Seite Israels befinden und die PalästinenserInnen nicht unterstützen würden. Für ihn ist das Rückkehrrecht aller palästinensischen Flüchtlinge nicht an irgendwelche Verhandlungen gebunden, sondern ein, von der UN anerkanntes, unverhandelbares Menschenrecht. Nach einigen weiteren Reden findet die Veranstaltung ihr Ende.

Anschließend findet in den späten Abendstunden ein gegenseitiges Kennen lernen statt. Es wird getanzt, gesungen und die bedrückte Stimmung wandelt sich ziemlich schnell in Freude und Widerstandsgeist um. Ich denke die Bilder zeigen dies deutlich.

Kerem Schamberger


 

Farkha Jugend Festival 2017

Demo-in-SalfitVom 23. – 30. Juli findet das International Youth Festival der Jugendorganisation der Palästinensischen Volkspartei (PPP) in Farkha statt. Auch dieses Mal sind wir wieder mit einer Delegation aus Deutschland dabei. Max van Beveren berichtet regelmäßig vom Festival.


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G20 wirkt nach …..

G20 wirkt nach …..

10.08.2017: Vor einem Monat haben parallel zu dem G20 Treffen in Hamburg viele Aktionen, ein Alternativ-Gipfel, sowie Demonstrationen stattgefunden. Die Staatschefs sind schon lange abgereist. Ergebnisse ihrer "Arbeitstreffen" müssen mit der Lupe gesucht werden. Sie erzielten weder in den Medien, noch konkrete politische Wirkung. Viele  meinen zudem: "Trump und Putin hätten auch in ihren Residenzen über Syrien reden können." Doch G20 wirkt nach.

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Das Agrarbündnis BGL/TS will mit diesem Film den Bauern Unterstützung entgegenbringen und aufzeigen, dass die immer intensivere Landwirtschaft, unser Konsumverhalten und falsche politische Weichenstellungen negative Auswirkungen auf die ganze Welt haben.

Filmvorführungen "Weiloisirgendwiazamhängd“
Montag, 5. Juni 2017, 11.00 Uhr,  Breitwand Kino, 82131 Gauting
Montag, 5. Juni 2017, 14.00 Uhr,  Breitwand Kino, 82229 Seefeld
Montag, 25. September 2017, 19.30 Uhr, Pfarrheim St. Severin in Mitterfelden
Dienstag, 17. Oktober 2017, 19.30 Uhr, Kino Herrsching am Ammersee

Trailer zum Film: http://www.weiloisirgendwiazamhaengd.de/


Ver.di baut um

Ver.di baut um

12.08.2017: Ver.di will umbauen. Nach der Zusammenlegung von Bezirken sollen nun aus 13 Fachbereichen (FB) 4 werden. Dazu einige Gedanken von mir als Ehrenamtlichem aus dem FB 9 und dem Ortsvorstand in einer 50.000-Einwohner-Stadt mit ländlichem Hinterland. Dies sei erwähnt, da andere Umfelder auch zu anderen Gedanken führen mögen.

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Mit mut zu etwas Neuem

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Interview mit Claudia Stamm und Stephan Lessenich zur Gründung der neuen Partei

Frage: Warum habt Ihr die Initiative zur Gründung einer neuen Partei ergriffen?

Stephan Lessenich: Ich habe wahrgenommen, dass sich der Wind in der Welt und auch hier in Bayern dreht. Dass politische Parteien gerade hier im Freistaat im Angesicht der rechtspopulistischen Entwicklungen nach und nach Positionen geräumt haben, die früher selbstverständlich gewesen wären. Die Fluchtbewegungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass wir gesellschaftlich vor großen Herausforderungen stehen.

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Dossier "Linke Strategien"

Im Dossier "Linke Strategien" sind Artikel zusammengestellt, die auf kommunisten.de in verschiedenen Rubriken erschienen sind und sich mit Fragen linker Strategie, Neuformierung der Linken, etc. befassen.

Zum Dossier


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