Sabine Leidig: Warum am Sonntag wählen gehen?

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altKommentar von Sabine Leidig, Vorstandsmitglied von marxistische linke, MdB

19.05.2014: Die bevorstehende Europawahl ist an Langeweile kaum zu überbieten. So vorhersehbar das Ergebnis: der große Block der Kapital-begünstigenden und NATO-verbündeten Parteien wird nicht wesentlich erschüttert werden; ein große Menge Klein-und Kleinstparteien wird nichts verändern; das Erstarken der nationalchauvinistischen, rechtspopulistischen bis ultrarechten  Parteien ist kaum zu verhindern; und ob Jean-Claude Juncker oder Martin Schulz Kommissionspräsident wird, macht weder einen deutlichen Unterschied, noch diese Institution einen Deut demokratischer.

Selbstverständlich ist es nicht egal, wie gut die linken Parteien abschneiden. Etwas Einfluss auf die Kräfteverhältnisse hat es schon, dass Fraktionen für Abrüstung und Kapitalkontrolle, gegen TTIP und NATO-Strategien, für Vermögensabgaben und gegen Frontex größer werden – wie bei jeder Wahl eben.
Allerdings: wenn Alexis Tsipras, der Spitzenkandidat der Europäischen Linken den Kommissionsvorsitz gewönne, dann wäre das eine wirklich bedeutsame Wahl gewesen.

Das ist nicht zu erwarten. Noch nicht. Dennoch ist die Entwicklung und das Abschneiden von SYRIZA, der Partei der radikalen Linken in Griechenland, wohl die wichtigste Neuigkeit dieser Europawahl. Vor allem, weil damit ein wirklich alternatives Programm gegen die europäische Krise verbunden ist, das buchstäblich die Menschen vor den Profit stellt. Sollte SYRIZA am nächsten Sonntag der griechische Wahlsieger werden, sind Neuwahlen dort wahrscheinlich und es ist denkbar, dass Alexis Tsipras dann Regierungschef in Griechenland würde.

Um dieses "Möglichkeitsfenster" aufstoßen zu können, muss in dieser Europawahl die Europäische Linke gestärkt werden. Eine Linksregierung in Griechenland kann ohne Rückenwind und aktive Unterstützung der europäischen Linken nicht wirkmächtig werden. Da braucht es Solidaritätskomitees für breite gesellschaftliche Unterstützung usw. Aber es braucht auch parlamentarische Ressourcen: Jedes Mitglied der Fraktion der Vereinten Europäischen Linken im Europäischen Parlaments bedeutet fachliche und organisatorische Verstärkung; jede zusätzliche Wählerstimme bedeutet politische und finanzielle Unterstützung. Die griechischen Genoss*innen hoffen sehr darauf, dass DIE LINKE in Deutschland zulegt bei der Europawahl, weil sie eine wichtige Stütze ist.

Ich bitte alle Mitglieder und Freunde marxistischen linken am Sonntag wählen zu gehen und viele zu überzeugen, das auch zu tun - für die Möglichkeit in Europa ein Gegenmodell zu befördern, lohnt sich dieser kleine Aufwand!

Sabine Leidig, Vorstandsmitglied der marxistischen linken, MdB

 

Sommerakademie 2017

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Die Sommer-Akademie 2017 findet in Bielefeld vom 14. bis 16 Juli statt.
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Europäische Bürgerinitiative: Glyphosat verbieten

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Glyphosat ist wahrscheinlich krebserregend. Und 2017 entscheidet die EU: Darf das Ackergift weiter auf unsere Felder gespritzt werden? Monsanto, Bayer und Co. kämpfen mit aller Macht für ihren Bestseller. Wir halten dagegen – mit einer Europäischen Bürgerinitiative (EBI). Bis Ende Juni brauchen wir eine Million Unterschriften!

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Das Agrarbündnis BGL/TS will mit diesem Film den Bauern Unterstützung entgegenbringen und aufzeigen, dass die immer intensivere Landwirtschaft, unser Konsumverhalten und falsche politische Weichenstellungen negative Auswirkungen auf die ganze Welt haben.

Filmvorführungen "Weiloisirgendwiazamhängd“
Montag, 5. Juni 2017, 11.00 Uhr,  Breitwand Kino, 82131 Gauting
Montag, 5. Juni 2017, 14.00 Uhr,  Breitwand Kino, 82229 Seefeld
Montag, 25. September 2017, 19.30 Uhr, Pfarrheim St. Severin in Mitterfelden
Dienstag, 17. Oktober 2017, 19.30 Uhr, Kino Herrsching am Ammersee

Trailer zum Film: http://www.weiloisirgendwiazamhaengd.de/


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marxistische linke: Jetzt Mitglied werden


Theodor Bergmann ist tot

Theodor Bergmann ist tot

14.06.2017: Die marxistische linke hat einen Freund verloren. Theo hätte am 25. November bei der Bundesmitgliederversammlung der marxistischen linken zum Thema  '100 Jahre Oktoberrevolution  - Der Sozialismus lebt, dort wo er reformfähig war: in China und Cuba' mit uns diskutiert.  Theo war ein hervorragender China-Kenner, der mit kritisch-solidarischem Blick auf die gesellschaftliche und politische Entwicklung in China nie den ungeheuren industriellen und auch rechtsstaatlichen Fortschritt ignorierte, den China seit dem Ende der Kulturrevolution zu verzeichnen hat. Zuletzt arbeitete er an einer erweiterten zweiten Auflage seine Buches 'Der chinesische Weg'.  Leider werden wir ohne ihn weiterarbeiten müssen. Er wird uns fehlen.

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Dossier "Linke Strategien"

Im Dossier "Linke Strategien" sind Artikel zusammengestellt, die auf kommunisten.de in verschiedenen Rubriken erschienen sind und sich mit Fragen linker Strategie, Neuformierung der Linken, etc. befassen.

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Euklid Tsakalotos: Den Weg für radikalere Lösungen ebnen

Euklid Tsakalotos: Den Weg für radikalere Lösungen ebnen

26.06.2017: Zuerst die schlechte Nachricht. Die letzten Niederlagen der rechtsextremen Populisten in Ländern wie Frankreich und den Niederlanden sollten uns nicht in Sicherheit wiegen. Die soziale Frage, das Gefühl der Ungerechtigkeit in den breiten Bevölkerungsschichten, die weit verbreitete Ansicht, dass normale Menschen die politischen Entscheidungen, die ihren Alltag bestimmen, nicht beeinflussen können - all das wird uns über eine lange Zeit begleiten.

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Effie Achtsioglou: "Es ist die Gesellschaft, die Bewegung, die Partei"

Effie Achtsioglou:

09.06.2017: Die griechische Arbeitsministerin Effie Achtsioglou nimmt Stellung zu den Verhandlungen mit den internationalen Gläubigern und den Perpsektiven linker Politik in Griechenland. Zu den laufenden Verhandlungen und mit Blick auf die Tagung der Euro-Gruppe am 15. Juni meint sie, dass jetzt der Punkt erreicht sei, an dem sich die andere Seite bewegen müsse. Effie Achtsioglou ist überzeugt, dass linke Politik immer eine Mischung aus Widersprüchen, Kompromissen und Schritten nach vorn ist. Jetzt gelte es, die Risse zu erweitern, die die aufgezwungenen Anpassungsprogramme hinterlassen. Entscheidend sei dabei "die Gesellschaft, die Bewegung, die Partei."

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