24. isw-Forum: Digitale Arbeit und Industrie 4.0

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industrie 4 004.06.2016: Am 16. Juli findet das 24. isw-Forum in München statt. Nach Mechanisierung, Elektrifizierung und Informatisierung der Arbeitswelt wird jetzt eine 4. industrielle Revolution ausgerufen: die digitale Vernetzung aller Arbeitsbereiche, von Zulieferern und Kunden über das Internet mit den neuen Möglichkeiten mobil einsetzbarer Hardware und angetrieben durch Konzepte der Künstlichen Intelligenz.

Der Kapitalseite geht es darum, die neuen Technologien als Rationalisierungsstrategie einzusetzen mit der schon heftig diskutierten Perspektive vollautomatisierter Produktionsprozesse und menschenleerer Fabriken. Gewerkschaften und Betriebsräte haben demgegenüber ins Feld zu führen, dass nicht Kostensenkungen oder Produktivitätssteigerungen bei der digitalen Arbeitswelt 4.0 im Vordergrund stehen dürfen, sondern das Interesse der Beschäftigten an der Humanisierung der Arbeitswelt mit Hilfe der neuen Techniken. Digitale Technologien sollen nicht auf die Substituierung lebendiger Arbeit, sondern auf deren „Intelligenzverstärkung“ zielen. Hans Jürgen Urban nennt dies „arbeitskraftzentrierte Digitalisierungsstrategie“, die Technikvorgaben und Marktzwänge nicht ignoriert, aber nicht diesen, sondern den Arbeitskraft- und Subjektinteressen der Beschäftigten den Vorrang einräumt.

Es geht also um Grundfragen unserer menschlichen und sozialen Existenz: Wie werden die Auswirkungen auf Quantität und Qualität der Beschäftigung sein? Wie kann der Abbau und die weitere Prekarisierung von Arbeitsplätzen gestoppt und umgekehrt werden? Wie muss das Bildungssystem gestaltet werden? Wie können die immensen Produktivitäts- und Wohlstandszuwächse umgelenkt werden auf die Finanzierung der anstehenden sozialen Aufgaben, zur Entwicklung eines leistungsstarken Sozialstaates? Wie können die „Subalternen“ zu Subjekten von 4.0 werden und nicht zu Objekten von Algorithmen, die von den Herren der digitalen Kommunikation festgelegt werden?

Die Referenten sind:

  • Dr. Hans-Jürgen Urban – geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall, zuständig für die Funktionsbereiche Sozialpolitik sowie Arbeitsgestaltung und Qualifizierungspolitik: Digitale Arbeit: Rationalisierungsstrategie des Kapitals oder Humanisierungspotential für die Beschäftigten?
  • Thomas Hagenhofer – Mitglied im Verdi-Arbeitskreis Medienberufe: Leere Fabrikhallen? Die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Beschäftigung.
  • Marcus Schwarzbach – Berater für Betriebsräte: Digitalisierung und Arbeitszeit: Work around the clock?

Samstag, 16. Juli 2016, 10 – 17 Uhr.
München, DGB-Haus, Schwanthalerstr. 64

Quelle: isw-München          Grafik: gunnarsohn

 

Sommerakademie 2017

DIE-LINKE Sommeraka2017

Die Sommer-Akademie 2017 findet in Bielefeld vom 14. bis 16 Juli statt.
Hier gehts zum Programm.
Hier kann man sich anmelden


Europäische Bürgerinitiative: Glyphosat verbieten

Glyphosat EBI-Logo

Glyphosat ist wahrscheinlich krebserregend. Und 2017 entscheidet die EU: Darf das Ackergift weiter auf unsere Felder gespritzt werden? Monsanto, Bayer und Co. kämpfen mit aller Macht für ihren Bestseller. Wir halten dagegen – mit einer Europäischen Bürgerinitiative (EBI). Bis Ende Juni brauchen wir eine Million Unterschriften!

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zum Artikel


Logo-Weiloisirgendwiazamhaengd

Das Agrarbündnis BGL/TS will mit diesem Film den Bauern Unterstützung entgegenbringen und aufzeigen, dass die immer intensivere Landwirtschaft, unser Konsumverhalten und falsche politische Weichenstellungen negative Auswirkungen auf die ganze Welt haben.

Filmvorführungen "Weiloisirgendwiazamhängd“
Montag, 5. Juni 2017, 11.00 Uhr,  Breitwand Kino, 82131 Gauting
Montag, 5. Juni 2017, 14.00 Uhr,  Breitwand Kino, 82229 Seefeld
Montag, 25. September 2017, 19.30 Uhr, Pfarrheim St. Severin in Mitterfelden
Dienstag, 17. Oktober 2017, 19.30 Uhr, Kino Herrsching am Ammersee

Trailer zum Film: http://www.weiloisirgendwiazamhaengd.de/


Klimademo-MUC 2

marxistische linke: Jetzt Mitglied werden


Theodor Bergmann ist tot

Theodor Bergmann ist tot

14.06.2017: Die marxistische linke hat einen Freund verloren. Theo hätte am 25. November bei der Bundesmitgliederversammlung der marxistischen linken zum Thema  '100 Jahre Oktoberrevolution  - Der Sozialismus lebt, dort wo er reformfähig war: in China und Cuba' mit uns diskutiert.  Theo war ein hervorragender China-Kenner, der mit kritisch-solidarischem Blick auf die gesellschaftliche und politische Entwicklung in China nie den ungeheuren industriellen und auch rechtsstaatlichen Fortschritt ignorierte, den China seit dem Ende der Kulturrevolution zu verzeichnen hat. Zuletzt arbeitete er an einer erweiterten zweiten Auflage seine Buches 'Der chinesische Weg'.  Leider werden wir ohne ihn weiterarbeiten müssen. Er wird uns fehlen.

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Dossier "Linke Strategien"

Im Dossier "Linke Strategien" sind Artikel zusammengestellt, die auf kommunisten.de in verschiedenen Rubriken erschienen sind und sich mit Fragen linker Strategie, Neuformierung der Linken, etc. befassen.

Zum Dossier


Euklid Tsakalotos: Den Weg für radikalere Lösungen ebnen

Euklid Tsakalotos: Den Weg für radikalere Lösungen ebnen

26.06.2017: Zuerst die schlechte Nachricht. Die letzten Niederlagen der rechtsextremen Populisten in Ländern wie Frankreich und den Niederlanden sollten uns nicht in Sicherheit wiegen. Die soziale Frage, das Gefühl der Ungerechtigkeit in den breiten Bevölkerungsschichten, die weit verbreitete Ansicht, dass normale Menschen die politischen Entscheidungen, die ihren Alltag bestimmen, nicht beeinflussen können - all das wird uns über eine lange Zeit begleiten.

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Effie Achtsioglou: "Es ist die Gesellschaft, die Bewegung, die Partei"

Effie Achtsioglou:

09.06.2017: Die griechische Arbeitsministerin Effie Achtsioglou nimmt Stellung zu den Verhandlungen mit den internationalen Gläubigern und den Perpsektiven linker Politik in Griechenland. Zu den laufenden Verhandlungen und mit Blick auf die Tagung der Euro-Gruppe am 15. Juni meint sie, dass jetzt der Punkt erreicht sei, an dem sich die andere Seite bewegen müsse. Effie Achtsioglou ist überzeugt, dass linke Politik immer eine Mischung aus Widersprüchen, Kompromissen und Schritten nach vorn ist. Jetzt gelte es, die Risse zu erweitern, die die aufgezwungenen Anpassungsprogramme hinterlassen. Entscheidend sei dabei "die Gesellschaft, die Bewegung, die Partei."

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