„Wir zahlen nicht für Eure Rente“

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volker metzroth mv 201414.10.2016: So schallte es aus Konzern- und Bankzentralen, nachdem Arbeitsministerin Nahles bei einen Spitzengesprächen Gewerkschaftern und Unternehmerverbänden ihre rentenpolitischen Vorstellungen offenbarte. Auf den DGB und dessen Verlangen „Rente muß zum Leben reichen“ zugehend, stellte sie u.a. eine Beitragshöhe bis zu 22% in Aussicht. Da jeder weiß, dass daraus vor der Bundestagswahl nichts mehr werden wird, sei daran erinnert, daß Nahles ggf. nicht die erste SPD-Politikerin wäre, die es unverschämt fände, später an Wahlversprechen gemessen zu werden.

Mehr zahlen wollen die Unternehmer keinesfalls und fordern die Förderung von Betriebsrenten, mehr „Eigenvorsorge“ und ein höheres Renteneintrittsalter. Klar, alles Lösungen, für die entweder der Staat mit Steuergeldern aufkäme oder die Arbeitenden mit höheren Beiträgen, niedrigeren Renten und ihrer Gesundheit. Mit 69 kann man zwar noch in Aufsichtsräten parlieren, aber kein Dach mehr decken oder Kranke umbetten.

Den Vogel schießt ein sog. Rentenexperte ab: „Die Babyboomer-Generation hat es verpasst, die erforderliche Anzahl von Kindern zu bekommen, die nötig gewesen wäre, um das Rentensystem hoch zu halten. Wenn man demographisch versagt, muss man auch mit den Folgen leben.“ Ob er intellektuell versagt oder schlicht einen an der Raffel, sorry, Waffel hat? Wer von steigender Produktivität nicht redet, sollte über Demographie schweigen. Auch deshalb, weil von den 25- bis 35-jährigen jede(r) Siebte keinen berufsbefähigenden Abschluss hat, da Kapital und Staat nicht mal in der Lage waren, die Ausbeutung von deren Arbeitskraft durch deren Qualifizierung zu organisieren. Mehr Kinder bedeutet nicht automatisch mehr Beiträge, vor allem wenn man die Jugend schlecht bezahlt und prekär beschäftigt.

Auf 1.000 € Brutto kommen ca. 1.250 € „Lohnkosten“ in die Bilanzen und 187 € in die Rentenkasse, 93,50 € davon als „Arbeitgeberbeitrag“. Ein Prozentpunkt mehr schmälert den Profit mal gerade um 5 €, um 0,4% der „Lohnkosten“. 22% Beitrag hieße gegenüber heute minus 16,50 € Profit pro 1.000 € Brutto. Daran stürbe kein Kapitalist. Schon gar nicht in Großindustrie, Banken usw., wo Lohnkostenanteile oft nicht mal die 10-%-Marke weit überschreiten. Letztlich nimmt der Kapitalist weder die Bruttolöhne noch die „Arbeitgeberanteile“ aus dem Sparstrumpf seiner Oma, sondern aus dem, was seine Arbeiter und Angestellten erarbeitet haben. Ihre Lohnarbeit ist auch ihre permanente Eigenvorsorge für das Alter. In soweit stimmt die Aussage „Wir zahlen nicht für Eure Rente!“, das machen die Beschäftigten eh zu 100% selbst.  

Text: Volker Metzroth

 

Farkha Jugend Festival 2017

Demo-in-SalfitVom 23. – 30. Juli findet das International Youth Festival der Jugendorganisation der Palästinensischen Volkspartei (PPP) in Farkha statt. Auch dieses Mal sind wir wieder mit einer Delegation aus Deutschland dabei. Max van Beveren berichtet regelmäßig vom Festival.


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G20 wirkt nach …..

G20 wirkt nach …..

10.08.2017: Vor einem Monat haben parallel zu dem G20 Treffen in Hamburg viele Aktionen, ein Alternativ-Gipfel, sowie Demonstrationen stattgefunden. Die Staatschefs sind schon lange abgereist. Ergebnisse ihrer "Arbeitstreffen" müssen mit der Lupe gesucht werden. Sie erzielten weder in den Medien, noch konkrete politische Wirkung. Viele  meinen zudem: "Trump und Putin hätten auch in ihren Residenzen über Syrien reden können." Doch G20 wirkt nach.

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Das Agrarbündnis BGL/TS will mit diesem Film den Bauern Unterstützung entgegenbringen und aufzeigen, dass die immer intensivere Landwirtschaft, unser Konsumverhalten und falsche politische Weichenstellungen negative Auswirkungen auf die ganze Welt haben.

Filmvorführungen "Weiloisirgendwiazamhängd“
Montag, 5. Juni 2017, 11.00 Uhr,  Breitwand Kino, 82131 Gauting
Montag, 5. Juni 2017, 14.00 Uhr,  Breitwand Kino, 82229 Seefeld
Montag, 25. September 2017, 19.30 Uhr, Pfarrheim St. Severin in Mitterfelden
Dienstag, 17. Oktober 2017, 19.30 Uhr, Kino Herrsching am Ammersee

Trailer zum Film: http://www.weiloisirgendwiazamhaengd.de/


Ver.di baut um

Ver.di baut um

12.08.2017: Ver.di will umbauen. Nach der Zusammenlegung von Bezirken sollen nun aus 13 Fachbereichen (FB) 4 werden. Dazu einige Gedanken von mir als Ehrenamtlichem aus dem FB 9 und dem Ortsvorstand in einer 50.000-Einwohner-Stadt mit ländlichem Hinterland. Dies sei erwähnt, da andere Umfelder auch zu anderen Gedanken führen mögen.

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Mit mut zu etwas Neuem

Mit mut zu etwas Neuem

Interview mit Claudia Stamm und Stephan Lessenich zur Gründung der neuen Partei

Frage: Warum habt Ihr die Initiative zur Gründung einer neuen Partei ergriffen?

Stephan Lessenich: Ich habe wahrgenommen, dass sich der Wind in der Welt und auch hier in Bayern dreht. Dass politische Parteien gerade hier im Freistaat im Angesicht der rechtspopulistischen Entwicklungen nach und nach Positionen geräumt haben, die früher selbstverständlich gewesen wären. Die Fluchtbewegungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass wir gesellschaftlich vor großen Herausforderungen stehen.

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Dossier "Linke Strategien"

Im Dossier "Linke Strategien" sind Artikel zusammengestellt, die auf kommunisten.de in verschiedenen Rubriken erschienen sind und sich mit Fragen linker Strategie, Neuformierung der Linken, etc. befassen.

Zum Dossier


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