Protestmusiker blockieren Fliegerhorst Jagel

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Jagel blockiert23.08.2017: Seit 5.30 Uhr blockierten am Montag (21.8.) etwa 100 Sänger und Orchestermusiker der Gruppe "Lebenslaute" mit Unterstützung von Aktivisten der DFG-VK zeitweise alle elf Zufahrten zu dem Luftwaffenstützpunkt Fliegerhorst Schleswig-Jagel. Kein Fahrzeug konnte den Bundeswehrstützpunkt erreichen oder verlassen. Die aus der nahe gelegenen Kaserne und dem Umland anfahrenden SoldatInnen blieben für Stunden "ausgesperrt". Um 11 Uhr fand vor dem Haupttor das Abschlusskonzert unter dem Motto "Von Bass bis Sopran – gemeinsam gegen Rüstungswahn"statt.

 

Mit dieser öffentlichkeitswirksamen Aktion, die ein lebhaftes Echo in den Medien Schleswig-Holsteins fand, sollte "Sand in die tödliche Maschinerie der Tornado- und Drohnenaufklärung und die direkte Kriegsbeteiligung" gestreut werden, wie die Initiatoren in ihrer Presseerklärung verbreiteten.

Darin heißt es u.a.: "Fliegerhorst Jagel: Hier in Schleswig-Holstein ist das 'Taktische Luftwaffengeschwader 51 Immelmann' stationiert.

  • Von hier aus starten Tornados in den Krieg nach Syrien. Sie liefern Ziele zur Bombardierung und Zerstörung.
  • Hier werden Drohnenpilot*innen für ihren Einsatz in Afghanistan und Mali ausgebildet.
  • Hier werden Drohnenbilder ausgewertet, die in Mali aufgenommen wurden.
  • Ab 2019 soll Jagel der zentrale Stationierungsort für Bundeswehr-Kampfdrohnen werden.

Jagel wird Luftwaffen-Ausbildungszentrum für die Tornado-Kampfflugzeuge.

Wir fordern:

  • Keine Kampfdrohnen für die Bundeswehr!
  • Keine Ausbildung zum Töten in Jagel
  • Ende der Auslandseinsätze der Bundeswehr
  • Zivile Konfliktlösungen statt immer neuer Kriegseinsätze
  • Keine Abschiebungen nach Afghanistan und nirgendwohin"

"Lebenslaute" aktiv für Frieden und Menschenrechte

Seit 1986 kommen MusikerInnen und UnterstützerInnen aus ganz Deutschland einmal im Jahr zusammen und führen klassische Musik als Aktionen zivilen Ungehorsams auf. Konzertaktionen führten die Gruppe "Lebenslaute" zur US Kommandozentrale AFRICOM in Stuttgart, in den Braunkohletagebau Hambach Lebenslaute(2015), auf die Baustelle des Atommüll-Endlagers bei Gorleben (2009) oder zum Bundesinnenministerium (2012), um für die Rechte von Geflüchteten einzutreten. 

Für ihr Engagement für Frieden und Menschenrechte erhielt Lebenslaute 2014 den Aachener Friedenspreis.

Am Samstag (19.8.) hatte die Gruppe "Lebenslaute" in der Theaterschule Flensburg vor hundert begeisterten ZuhöhrerInnen ein Konzert gegeben. Chor und Orchester spannten dabei einen musikalischen Bogen von afghanischen Weisen über Maurice Ravel bis zu Tänzen von Beethoven. Den Bühnenhintergrund bildete das Bild "Guernica" von Picasso, welches die Kriegsgräuel des Einsatzes einer deutschen Fliegerstaffel im spanischen Bürgerkrieg thematisiert. Der Tenor Gerd Büntzly sang die auch heute noch aktuelle Arie aus dem Oratorium von Händel "Waffenhandwerk schafft nur Unheil". Neben nachdenklichen Liedern über verstümmelte Kriegsteilnehmer ("Johnny, I Hardly Knew Ye") oder den Verlust der Liebsten im Krieg ("Trois beaux oiseaux du paradis", Ravel) führte das selbst arrangierte Lied "Die letzte Schlacht" von Ton Steine Scherben in die Gegenwart, wo die Notwendigkeit der Beharrlichkeit im antimilitaristischen Engagement betont wurde: "Den langen Atem haben wir!"

text: gst / fotos: Lebenslaute


 

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Marseille-Forum

Am 10. und 11. November treffen sich die progressiven Kräfte Europas in Marseille zum Marseille-Forum, um eine Alternative Zukunft für Europa zu diskutieren. Die Europäische Linke unterstützt dieses Treffen.
Pierre Laurent, Nationalsekretär der Französischen Kommunistischen Partei (PCF):

EL Marseille-Forum PierreLaurent


 

100 Jahre Oktoberrevolution

marxistische linke lädt ein

Logo-Revolution-Gegenrevolution

Das 20. Jahrhundert war eines der Revolutionen: in Russland, Ungarn, Deutschland, Spanien, China, Mexico, Chile, Cuba und vielen anderen Staaten. Daraus ragen die Oktoberrevolution und Maos Langer Marsch mit dem Sieg der Kommunisten 1949 als epocheprägende Ereignisse heraus. Diese Revolutionen sind Teil des langen Zyklus von Revolution und Gegenrevolution, der mit der französischen Revolution 1789 eröffnet wurde. Ging dieser lange Revolutionszyklus mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion zu Ende?  Was kann Revolution in den Ländern des entwickelten Kapitalismus heute noch heißen?
Wir diskutieren mit

Frank Deppe
Autor des Buches: 1917 | 2017 - Revolution & Gegenrevolution

Sa., 25. November 2017, 15:00 Uhr
Frankfurt a.M.
Gewerkschaftshaus, Wilhelm-Leuschner-Str. 69-71

Hinweis
Mi, 22. November 2017, 20:00 Uhr, Rüsselsheim, Stadtbücherei am Treff
Veranstalter: attac, DGB und Naturfreunden Rüsselsheim


 

Tödliche Agri Kultur - Wie Monsanto die Welt vergiftet

Monsanto-Glifosato

Demnächst entscheidet die EU über die Verlängerung der Zulassung von Glyphosat. Die EU will, dass Monsanto seinen Bestseller weitere zehn Jahre verkaufen darf.

Seit 20 Jahren werden in Argentinien riesige Flächen mit gentechnisch veränderter Soja bepflanzt. In Monokultur. Anfangs war das für die Landwirte, die Saatgutverkäufer und die Chemie-Konzerne ein Freudenfest. Allen voran: Monsanto. Heute ist das Modell Monsanto gescheitert. Nicht für die Investmentfonds, aber für die Landwirte vor Ort und für die Verbraucher in den Städten.

Tödliche Agri Kultur - Wie Monsanto die Welt vergiftet
Ein Film von Gaby Weber

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wenn die umstaende 300p

marxistische linke: Jetzt Mitglied werden


Sie kommen im Morgengrauen!

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von Bettina Jürgensen

18.11.2017: Am Montag in aller Frühe kam die Nachricht, dass es bei unserem Genossen Kerem Schamberger aus München eine Hausdurchsuchung gegeben hat! Die erste Frage war: Was wollen DIE schon wieder von Kerem? In letzter Zeit wurde immer häufiger seine Facebookseite gesperrt, vor fast genau einem Jahr sollte die Zulassung als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Uni in München verhindert werden, Kerem kämpfte erfolgreich gegen sein drohendes Berufsverbot. Jetzt musste er bei seiner Hausdurchsuchung zusehen und Handy, Laptop, USB-Sticks wurden beschlagnahmt.

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Marsch ins militärische Kerneuropa

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15.11.2017: Am Montag haben die Außen- und Verteidigungsminister von 23 der 28 EU-Staaten mitgeteilt, eine Militärunion zu gründen. "Ein großer Tag für Europa", sagte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) in Brüssel dazu. Ein großer Tag vor allem für die Rüstungsindustrie. Denn jeder EU-Staat, der sich an der Militärunion beteiligen will, muss sich verpflichten, die nationalen Rüstungsausgaben regelmäßig zu steigern.

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Walter Baier: "Forum in Marseille ist ein erster Schritt"

Walter Baier:

Frage: Am 10. und 11. November beraten in Marseille Parteien, Initiativen und Organisationen über neue Formen der Zusammenarbeit . Es gibt bereits verschiedene linke Foren und Denkfabriken, transform! ist eine davon. Warum muss jetzt noch ein weiteres Forum entstehen?

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Dossier "Linke Strategien"

Im Dossier "Linke Strategien" sind Artikel zusammengestellt, die auf kommunisten.de in verschiedenen Rubriken erschienen sind und sich mit Fragen linker Strategie, Neuformierung der Linken, etc. befassen.

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