Literatur und Kunst

Agitprop in Perfektion - "Friederich der Wüterich"

Agitprop in Perfektion -

06.03.2013: Sie nennen sich schlicht Weber-Herzog Musiktheater, doch der Theatertrupp um Christa Weber (Regisseurin, Texterin, Schauspielerin und Sängerin) und ihren Komponisten und Pianisten Christof Herzog hätte wohl auch gegen die Bezeichnung als Agitproptheater keine Einwände. Weber und Herzog treten seit den späten 1980er Jahren zuerst in München, später in Berlin auf diversen Bühnen, aber auch als Straßentheater bei Demonstrationen mit politisch links engagierten Stücken auf, darunter „Sieben Witwen“, ein Stück über den Bundeswehrkrieg in Afghanistan mit Liedtexten von Erich Mühsam, oder zuletzt 2012 die Kantate „Friede den Hütten – Krieg den Palästen“ nach Georg Büchners Klassiker „Der Hessische Landbote“. Die Besetzung ihrer Stücke rekrutierten die beiden für jede Inszenierung neu, umso mehr erstaunt die hohe Professionalität ihrer oft im a-capella-Gesang vorgetragenen Stücke. In den Berliner Sophiensälen gab es jetzt die Uraufführung ihrer Politkantate „Friederich der Wüterich“, wiederum eine gelungene Mischung aus altem deutschem Kulturgut – diesmal „Struwwelpeter“ und „Max und Moritz“ – und leider allzu brandaktuellem Zeitgeschehen wie dem Treiben der Terroristen des NSU.

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Hanns Eislers Briefe an vier Frauen, szenisch-musikalisch aus Zürich zugestellt

Hanns Eislers Briefe an vier Frauen, szenisch-musikalisch aus Zürich zugestellt

27.02.2013: Vier Berliner Februar-Abende „Von Hollywood nach Pankow – Hanns Eisler und die Frauen“ waren Zugnummern im Friedrichshainer Clavier-Cabinett und in der Schwartzschen Villa Steglitz. Christoph Keller, international geschätzter Eisler-Pianist und langjähriger Musikpro-duzent des Schweizer Radios, rückte nach der ersten Auftrittsserie im Zürcher „Cabaret Vol-taire“ mit sängerdarstellerischem Trio und einem Instrumentalisten den „unbekannten“ Eisler ins Rampenlicht. Musikauswahl und Szene ranken sich um private Eisler-Briefe aus den 1940er und 1950er Jahren, die Keller zusammen mit Maren Köster aus der bei Breitkopf und Härtel erscheinenden Hanns-Eisler-Gesamtausgabe zusammenstellte. Die klingenden Zutaten stammen aus reflexiven Exil-Werken „für die Schublade“, vom elegi-schen „Hollywood-Liederbuch“ und der meisterhaften 3. Klaviersonate bis zur „Römischen Kantate“, Dänemark 1937. Für das erste DDR-Jahrzehnt steht nicht das populäre Brechtlie-der-Repertoire, wie es Ernst Busch, Irmgard Arnold oder Gisela May direkt mit Eisler erarbei-teten, sondern der scharf ausgestellte Kontrast zwischen Eislers kurzlebigen Radio-Tagesliedern und seinem Credo in den „Ernsten Gesängen“.

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Endlich ein freier Mensch sein!

Endlich ein freier Mensch sein!

19.02.2013: So lautete der Titel der Matinee, zu der die 'Ettie und Peter Gingold Erinnerungsinitiative' am 17.02.2013 in das Frankfurter Titania-Theater eingeladen hatte. Anlass war der 100. Geburtstag von Ettie Gingold. Das Freie Schauspielensemble Frankfurt hatte gemeinsam mit der Initiative ein Programm erarbeitet, welches die nahezu 200 Gäste begeisterte. Ettie Gingold, 2001 verstorben, war zeit ihres Lebens eine mutige, kämpferische und außergewöhnlich engagierte Frau: Kommunistin, Jüdin, Antifaschistin und Kriegsgegnerin.

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Trauer um Dietrich Kittner

Trauer um Dietrich Kittner

15.02.2013: Der Kabarettist und Wahlsteirer Dietrich Kittner ist am 15. Februar 2013 im Alter von 77 Jahren verstorben. Kittner war seit den frühen 1960er-Jahren als Kabarettist tätig und prägte das kulturelle Geschehen in seiner Heimatstadt Hannover entscheidend mit.

Der Träger des Deutschen Kleinkunstpreises (1984) feierte erst vor kurzem sein 50. Bühnenjubiläum. Kittners legendäre Provokationen und Interventionen haben oft eine ungeahnte Wirkung erzielt, z.B. als er 1969 als Mitinitiator der Aktion „Roter Punkt“ eine Art selbstorganisierten öffentlichen Nahverkehr ins Leben rief, um die privaten Hannoveraner Verkehrsbetriebe ÜSTRA– erfolgreich – zu einer Rücknahme von exorbitanten Fahrpreiserhöhungen zu bewegen. Schließlich wurden die Preise drastisch gesenkt und die Verkehrsbetriebe von der Kommune übernommen.

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Renaissance der Klassenfrage

Renaissance der Klassenfrage

Es gibt Bücher, die kann, ja die sollte man parallel lesen, z.B. weil sie ein Thema - obwohl von gleichem Klassenstandpunkt - aus unterschiedlicher Perspektive betrachten.  Und es gibt Bücher, die möchte man (Partei-)Freunden, sozialdemokratischen Gewerkschaftskollegen und linken (Kommunal-)Politikern (m+w) ganz besonders ans Herz legen, z.B. weil sie durch den Blick über den nationalen Tellerrand den eigenen Horizont wie auch den Blickwinkel auf hiesige Verhältnisse erweitern. Im Verlag André Thiele sind zwei solcher Bücher erschienen: „Prolls“ von Owen Jones  und „Auf Rehwildjagd mit Jesus“ von Joe Bageant, beide besonders zu empfehlen, weil sie in bester anglo-amerikanischer Schreibtradition durch Sprache, Stil und Lebensnähe deutlich mehr denk-anstößiges Lesevergnügen bereiten, als die meisten bundesdeutschen Beiträge zum Thema.

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Kraft tanken für den Widerstand

Kraft tanken für den Widerstand

03.01.2013: Am Sonnabend, den 12.1.2013 findet um 19 Uhr im Münzenbergsaal, Franz- Mehring-Platz 1, der Jahresauftakt 2013 der DKP statt.

Auf dieser Veranstaltung werden Peter Schenzer und Dirk Wilke aus Hamburg das Kulturprogramm gestalten. Bekannt wurden beide Musiker in den letzten Jahren durch ihre Auftritte mit der Gruppe „Rotdorn“. Seit 2012 treten Peter und Dirk gemeinsam erfolgreich mit einem eigenen Programm auf. Bei antifaschistischen, antimilitaristischen sowie gewerkschaftlichen Aktionen als auch bei anderen linken Veranstaltungen und Festen: sie sind ein wichtiger Bestandteil des Widerstands in unserem Land. Widerstandskultur ist es, wozu sie beitragen, und doch ist dieser Begriff nicht umfassend genug. Denn ihr kultureller Beitrag kann nicht getrennt werden von Peter und Dirk als Personen und Genossen, die sich ebenso auch ohne ihre Lieder und Instrumente aktiv politisch betätigen und für Veränderungen der Gesellschaft eintreten.

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"Immer noch Sturm" - Peter Handke setzt Partisanen literarisches Denkmal

25.12.2012: In den vergangenen Tagen las ich Peter Handkes "Immer noch Sturm". All denen, die noch einige Tage Muße vor sich haben und mal etwas anderes als Schweden- Dänen- oder Italienkrimis lesen möchten, kann ich nur zuraten, dieses Buch zur Hand zu nehmen – es zu lesen ist sowohl literarisch als auch zeithistorisch ein Gewinn.

Handke, im Dezember 70 Jahre alt geworden, wurde in den siebziger Jahren als einer der Superstars des bürgerlichen Feuilleton gefeiert und als Gegenpart zu den gesellschafspolitisch engagierten Literaten (wie z.B. Peter Weiss, Heinar Kipphardt, Uwe Timm oder Gerd Fuchs) als Repräsentant einer "neuen Innerlichkeit" und des "apolitischen" hochstilisiert. Lassen wir einmal dahin gestellt, dass diese Etikettierung schon damals mehr eine Wunschvorstellung war, als dass sie den Texten Handkes gerecht wurde. In den 90er Jahren wurde Handke dann vom bürgerlichen Literaturbetrieb unisono mit einem Bann belegt – hatte er es doch gewagt, im NATO-Krieg gegen Jugoslawien Partei für den angegriffenen Staat zu ergreifen. "Serbenfreund" und "jugophil" sind noch die harmloseren Attribute, mit denen er sich seither tituliert sieht.

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Fotogalerie zu Verbrechen der deutschen Wirtschaft 1933-1945 eröffnet

24.12.2012: Im 80. Jahr nach 1933 setzt die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/Bund der Antifaschisten ihre Spurensuche „Verbrechen der Wirtschaft 1933-1945“ mit einer neuen Bewegung für die Kenntlichmachung von Tatorten der Verbrechen der ökonomischen Eliten fort. Wurden bisher solche Orte gekennzeichnet und recherchiert und dann in einem Buch sowie auf einer Website dokumentiert, so geht es nunmehr darum, eine Fotosammlung solcher Orte anzufertigen.

Die Vereinigung von antifaschistischen Fotografen „r-mediabase“ dokumentiert ab sofort in einem Dauerprojekt mit der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/Bund der Antifaschisten (VVN-BdA NRW) Fotografien zum Thema „Verbrechen der Wirtschaft in der Zeit von 1933 bis 1945“. Dieses Projekt wurde vor wenigen Wochen gestartet und fand schon erheblichen Zuspruch.

Mit den Stolpersteinen des Künstlers Gunter Demnig werden bekanntlich die Opfer geehrt. Es sollten – so meinen wir - aber auch Täter und Tatorte öffentlich bekannt werden. Rund 30 dieser Tatorte hat die VVN-BdA 2012 in einer Zwischenbilanz in dem Buch „Von Arisierung bis Zwangsarbeit – Verbrechen der Wirtschaft“ dokumentiert. Denn auch heute noch werden die damaligen Täter ökonomischer Eliten öffentlich geehrt, wo eine schonungslose öffentliche Auseinandersetzung mit ihnen nötig wäre. Mit einer virtuellen Gedenk- und Aufklärungsgalerie sollen Lehren aus der Geschichte im örtlichen und regionalen Umfeld gezogen werden.

Politisch engagierte Menschen und Fotoaktivisten sind aufgefordert, sich zu beteiligen. Beispielsweise mit dem Ablichten von Tafeln von Straßenschildern, Plätzen und Orten von Zwangsarbeit, Deportation oder Arisierung. Es sollen die Opfer, aber auch die Täter nicht vergessen sein. So entstehen Mahntafeln ganz neuer Art.

Aufruf zur Spurensuche 80 Jahre nach der Machtübertragung an die Nazis

Interessenten wenden sich bitte an: post@r-mediabase.eu und erhalten dann Informationen über den weiteren Ablauf. Die Exponate in diesem Fotoprojekt des Medienportals http://www.r-mediabase.eu/ sind unter der Rubrik "Politik und Gesellschaft", "Verbrechen der Wirtschaft 1933-1945" zu finden.

Der Link und damit direkte Zugang ist hier

Bitte unterstützen Sie dieses Erinnerungsprojekt, wie es dies bisher noch nicht gab.

Quelle: r-mediabase und VVN-BdA NRW

Seite 10 von 14

Pro-Asyl Familiennachzug

" .. Wir fordern alle Abgeordneten des Deutschen Bundestags dazu auf, die erzwungene Trennung von Flüchtlingsfamilien zu beenden. .."

Zur Petition »Familien gehören zusammen!«


Tödliche Agri Kultur - Wie Monsanto die Welt vergiftet

Monsanto-Glifosato

Die EU hat für weitere fünf Jahre die Zulassung von Glyphosat verlängert. Der deutsche Agrarminister Christian Schmidt (CSU) gab mit seiner Zustimmung den Ausschlag.(siehe Der Monsanto-Mann)

Seit 20 Jahren werden in Argentinien riesige Flächen mit gentechnisch veränderter Soja bepflanzt. In Monokultur. Anfangs war das für die Landwirte, die Saatgutverkäufer und die Chemie-Konzerne ein Freudenfest. Allen voran: Monsanto. Heute ist das Modell Monsanto gescheitert. Nicht für die Investmentfonds, aber für die Landwirte vor Ort und für die Verbraucher in den Städten.

Tödliche Agri Kultur - Wie Monsanto die Welt vergiftet
Ein Film von Gaby Weber

siehe auch


 

wenn die umstaende 300p

marxistische linke: Jetzt Mitglied werden


Stadt Lingen: Sozialpass durchgesetzt

Stadt Lingen: Sozialpass durchgesetzt

04.12.2017: marxistische linke Emsland brachte mit Initiative "Lingener Bürger für die Einführung eines Sozialpasses“ und der Vorbereitung eines Bürgerbegehrens den Stein ins Rollen ++ im Oktober stimmte der Stadtrat dem Vorschlag der Initiative zu ++ ab 1. Januar 2018 gibt es mit dem "Lingenpass" auch in Lingen (Emsland) einen Sozialpass ++  Christian Weinstock (marxistische linke): "Der Ausbau von Demokratie ist eng verbunden mit einer Kommunalisierung der Politik ..., dass sich Menschen selbstverwaltend und aus freiwilligem Entschluss in kommunalen Initiativen zusammenschließen, um gemeinsame Ziele zu formulieren und nach Wegen suchen diese auch zu erreichen."

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Ein Versuch, das Desaster zu lesen

Ein Versuch, das Desaster zu lesen

18.12.2017: Sebastian Kurz hat der FPÖ, des Geschäftes wegen, alle die Identität eines Staats definierenden Ressorts -- Innen-, Außen-, Verteidigungs und Sozialministierium -- überlassen. Man muss präzise sein: Die neue Regierung ist keine neofaschistische Regierung, aber eine Regierung unter Einschluss von Neofaschisten, und die FPÖ ist keine faschistische Partei, sondern eine von Neofaschisten geführte Partei.

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Rojava: im globalen kapitalistischen System einen Freiheitsraum eröffnen

Rojava: im globalen kapitalistischen System einen Freiheitsraum eröffnen

Interview mit Riza Altun , Mitglied des KCK-Exekutivrats, über die Frage, wie es möglich ist, gleichzeitig mit den USA zusammenzuarbeiten und dabei die Ideale des Sozialismus zu vertreten.

05.12.2107: Kobané wurde Ende 2014 beinahe vom sogenannten Islamischen Staat eingenommen, konnte jedoch durch die Entschlossenheit tausender junger Kurdinnen und Kurden verteidigt und gehalten werden. Der Sieg in Kobané im Januar 2015 war die erste schwere Niederlage des sogenannten Islamischen Staat und markiert einen Wendepunkt des Kriegs in Syrien. Mit Kobané war die kurdische Befreiungsbewegung in der deutschen Linken plötzlich »in«. Mittlerweile dominieren Romantisierung einerseits, Verunglimpfung als imperialistischer Trojaner andererseits. Riza Altun , Mitglied des KCK-Exekutivrates, über die Situation...

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Dossier "Linke Strategien"

Im Dossier "Linke Strategien" sind Artikel zusammengestellt, die auf kommunisten.de in verschiedenen Rubriken erschienen sind und sich mit Fragen linker Strategie, Neuformierung der Linken, etc. befassen.

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