Im Interview

„Das Bündnis für Arbeit hat uns kaputt gemacht“

„Das Bündnis für Arbeit hat uns kaputt gemacht“

01.06.2011: Die UZ sprach mit Genossen der DKP-Sammelbetriebsgruppe Metall in Hanau über Erfahrungen und Probleme in der Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit

UZ: Könnt ihr etwas zur Geschichte der Sammelbetriebsgruppe sagen?

Jürgen Brandies: Früher in der DKP, war das Ziel immer, jeder Betrieb eine Betriebsgruppe. Wir hier in Hanau, haben das nicht mitgemacht, weil man sich dann nur auf die Probleme eines einzelnen Betriebes bezieht. Das widerspricht dem Gedanken, dass es notwendig ist sich auszutauschen und außerdem waren wir zur damaligen Zeit nicht so stark in den Betrieben.

Heute würde ich unsere Betriebsgruppe, in Anführungszeichen, als eine Gewerkschaftsgruppe in der DKP bezeichnen. Bei uns sind Genossen, die sich über Jahrzehnte kennen. Das ist was Besonderes, vielleicht auch einer der Gründe, warum es uns noch gibt. Wir sind seit der politischen und der gewerkschaftlichen Jugendarbeit zusammen. Wir wollten, nicht wie manche Linke, die die These vertreten, wir gehen nicht in gewerkschaftliche Funktionen, immer Funktionen besetzen, um die dann mit inhaltlichen Positionen zu füllen, um fortschrittliche, interessenorientierte Gewerkschaftsarbeit zu machen. Und dadurch waren wir schon früh Opposition innerhalb des Ortsvorstandes. Wir sind alle verwurzelt in der Gewerkschaftsarbeit der IG Metall. Dadurch läuft sich so eine Betriebsgruppe nicht so schnell tot. Was du diskutierst, erlebst du auch in der realen Welt. Du kannst dich eben beteiligen in der Tarifkommission, in der Bezirkskonferenz, im Ortsvorstand, und nicht nur darüber diskutieren, wie schlecht alle anderen sind in der Gewerkschaft, die nichts machen. Das sind für mich so zwei Gründe, warum es die Betriebsgruppe überhaupt heute noch gibt. Kritisch muss man aber sagen, in der Betriebsgruppe sind nicht mehr viele aus den Betrieben.

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„Bringt eure eigenen Ideen ein, macht etwas!“

„Bringt eure eigenen Ideen ein, macht etwas!“

20.04.2011: Anlässlich der Vorbereitungen des Ostermarsch Rhein/Ruhr sprach die UZ mit dem Ostermarsch-Aktivisten der ersten Stunde Willi Hoffmeister. Der Gewerkschafter, Mitglied der IG-Metall- Delegiertenversammlung in Dortmund, war früher Betriebsrat bei der Hoesch- Westfalenhütte.

UZ: Willi, du kommst gerade von der Pressekonferenz des Ostermarsch- Rhein/Ruhr-Komitees. Wie laufen die Vorbereitungen, was gibt es an aktuellen neuen Informationen?

Willi Hoffmeister: In Düsseldorf beim Ostermarsch Rheinland wird dieses Jahr auf einer großen Kundgebung Horst Schmitthenner sprechen. Horst Schmitthenner ist langjähriges Vorstandsmitglied der IG Metall und hat heute noch bei der IG Metall das Verbindungsbüro Soziale Bewegungen. Er wird zum Afghanistan-Krieg Stellung nehmen und die Frage der Rüstungsproduktion und der Rüstungsexporte ansprechen.

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Nicht den Diktator, sondern die Diktatur beseitigen !

Nicht den Diktator, sondern die Diktatur beseitigen !

09.03.2011:  Als am 27. Februar der Ministerpräsident der tunesischen Übergangsregierung, Mohammed Ghannouchi, von seinem Amt zurücktrat, war das der sichtbare Ausdruck der ungebrochenen Entschlossenheit der demokratischen Kräfte des Landes, nicht nur den Diktator Ben Ali zu entmachten, sondern das System der Diktatur insgesamt. 100.000 protestierende Menschen hatten zwei Tage vorher in Tunis diese Entschlossenheit öffentlich gemacht. In einem kurze Zeit vorher von der Partei der Arbeit Belgiens (PTB) organisierten Interview hatte der Sprecher der Kommunistischen Arbeiterpartei Tunesiens (PCOT), Hamma Hammami, dieses Ziel bereits hervorgehoben. Hier das gesamte Interview, mit grundsätzlichen Aussagen zur tunesischen Revolution.

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Wir müssen weiter kämpfen - Bettina Jürgensen zu 100 Jahre Frauentag

Wir müssen weiter kämpfen - Bettina Jürgensen zu 100 Jahre Frauentag

02.03.2011: UZ: Wir feiern dieses Jahr 100 Jahre Frauentag. 100 Jahre und immer noch kein bisschen weiter, oder wie schätzt du die Situation der Frauen heute ein?

Bettina Jürgensen: Kein bisschen weiter stimmt nicht. In den letzten hundert Jahren wurde doch schon einiges erreicht, was uns allerdings heute oft selbstverständlich erscheint: das Frauenwahlrecht, die Novemberrevolution 1918 brachte in unserem Land die erste weibliche Ministerin, Anfang der 70er Jahre wurde ein gutes Stück der Selbstbestimmung über den eigenen Körper erkämpft. Frauen sind zumindest auf dem Papier gleichgestellt. Da haben die Frauen in der Geschichte doch schon einige Erfolge errungen. Aber wenn wir die gesamte gesellschaftliche Entwicklung betrachten, ist das Erkämpfte sicher nur der berühmte Tropfen auf den heißen Stein.

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Vor der Hamburger Bürgerschaftswahl am 20. Februar 2011

Vor der Hamburger Bürgerschaftswahl am 20. Februar 2011

16.02.2011: Olaf Harms ist Bezirksvorsitzender der DPK in Hamburg und kandidiert auf der Liste der Partei "Die Linke" für die Bezirksversammlung Billstedt-Wilhelmsburg-Finkenwerder. Die Wahl, die erste im Jahr 2011, findet am 20.2.2011 statt.

UZ: An diesem Wochenende stehen in Hamburg Wahlen an. Das Hamburger Abendblatt hat Deine Kandidatur auf der Liste der Partei "Die Linke" für die Bezirksversammlung Billstedt-Wilhelmsburg- Finkenwerder vor einiger Zeit zum Anlass für eine kleine antikommunistische Kampagne genommen. Spürst Du davon etwas im Wahlkampf?

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Ägypten - Wir wollen Brot und Würde

Ägypten - Wir wollen Brot und Würde

10.02.2011: In einem weiteren Telefongespräch schildert Magdi Gohary aus Kairo seine Eindrücke.

Frage: Vizepräsident Suleiman hat nun mit der Opposition verhandelt. Ist auch die neue Opposition vom Tahrir-Platz in diese Verhandlungen einbezogen?

Magdi: Nein. Mubarak selber hatte ja einen Dialog gefordert und jetzt erfüllt sein Vizepräsident Omar Suleiman diesen Wunsch. Er hat also begonnen, mit der sogenannten etablierten Opposition zu sprechen, und er hat dazu auch 3 Jugendliche hinzugezogen, von denen aber keiner weiß, woher sie kommen und wen sie repräsentieren.

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Ägypten - Telefonbericht aus Kairo

Ägypten - Telefonbericht aus Kairo

05.02.2011: Ich kenne Magdi Gohary noch aus gemeinsamer Zeit in München. Er ist Nahostexperte und Friedensaktivist, er wäre an diesem Wochenende bestimmt auf der Kundgebung gegen die NATO-Sicherheitskonferenz gewesen, auf der er auch schon öfter gesprochen hat. Er ist gebürtiger Ägypter und Kenner von Land und Leuten. Er ist zurzeit in Kairo. Weil das Internet noch immer Probleme macht, konnte ich ihn nur telefonisch erreichen. Am Freitagnachmittag hat er auf meine Fragen antworten können.

Frage: Du warst heute in Kairo auf dem Al-Tahrir-Platz dabei. Was waren Deine persönlichen Eindrücke?

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Das Mubarak-Regime ist politisch und moralisch verschlissen

Das Mubarak-Regime ist politisch und moralisch verschlissen

31.01.2011: Am Rande der Afghanistan-Konferenz der Linksfraktion sprachen wir mit Wolfgang Gehrcke, Bundestagsabgeordneter der LINKEN, der gerade von einer Nahost-Reise zurückgekehrt war.

Frage: Du bist gerade von einer Nahost-Reise zurückgekommen und hast die Entwicklung ion Ägypten hautnah mitbekommen. Was sind Deine Eindrücke

Wolfgang Gehrcke: Ich war in Ägypten, Syrien, Jordanien, Israel und Palästina.

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Die afghanischen Bevölkerung lehnt die Politik der NATO ab

Die afghanischen Bevölkerung lehnt die Politik der NATO ab

30.01.2011: Kurz vor der namentlichen Abstimmung im Bundestag über die Verlängerung des Mandats der Bundeswehr für Afghanistan um ein weiteres Jahr, meldete sich Heike Hänsel, Bundestagsabgeordnet der Linken, mit einer Kurzintervention zu Wort.

Frage: Was hat Dich bewogen, kurz vor der Abstimmung im Bundestag über die Mandatsverlängerung in Afghanistan noch einmal die Abgeordneten so emotional anzusprechen?

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Weltjugendfestspiele - Rückblick auf Südafrika

Weltjugendfestspiele - Rückblick auf Südafrika

22.01.2011:  Vom 13.-21. Dezember 2010 fanden in der südafrikanischen Hauptstadt Tshwane (ehem. Pretoria) die '17. Weltfestspiele der Jugend und Studierenden' statt. Aus Deutschland nahm eine Delegation von etwa 75 Personen aus verschiedenen linken und antifaschistischen Organisationen teil. Aus den Reihen der DKP und SDAJ nahmen u.a. Kerem Schamberger und Johannes Jonic die weite Reise nach Südafrika auf sich. Wir befragten sie nach ihren eigenen Eindrücken dieser weltweit größten Zusammenkunft von antiimperialistischen, antikapitalistischen jungen Menschen.

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Pro-Asyl Familiennachzug

" .. Wir fordern alle Abgeordneten des Deutschen Bundestags dazu auf, die erzwungene Trennung von Flüchtlingsfamilien zu beenden. .."

Zur Petition »Familien gehören zusammen!«


Tödliche Agri Kultur - Wie Monsanto die Welt vergiftet

Monsanto-Glifosato

Die EU hat für weitere fünf Jahre die Zulassung von Glyphosat verlängert. Der deutsche Agrarminister Christian Schmidt (CSU) gab mit seiner Zustimmung den Ausschlag.(siehe Der Monsanto-Mann)

Seit 20 Jahren werden in Argentinien riesige Flächen mit gentechnisch veränderter Soja bepflanzt. In Monokultur. Anfangs war das für die Landwirte, die Saatgutverkäufer und die Chemie-Konzerne ein Freudenfest. Allen voran: Monsanto. Heute ist das Modell Monsanto gescheitert. Nicht für die Investmentfonds, aber für die Landwirte vor Ort und für die Verbraucher in den Städten.

Tödliche Agri Kultur - Wie Monsanto die Welt vergiftet
Ein Film von Gaby Weber

siehe auch


 

wenn die umstaende 300p

marxistische linke: Jetzt Mitglied werden


Stadt Lingen: Sozialpass durchgesetzt

Stadt Lingen: Sozialpass durchgesetzt

04.12.2017: marxistische linke Emsland brachte mit Initiative "Lingener Bürger für die Einführung eines Sozialpasses“ und der Vorbereitung eines Bürgerbegehrens den Stein ins Rollen ++ im Oktober stimmte der Stadtrat dem Vorschlag der Initiative zu ++ ab 1. Januar 2018 gibt es mit dem "Lingenpass" auch in Lingen (Emsland) einen Sozialpass ++  Christian Weinstock (marxistische linke): "Der Ausbau von Demokratie ist eng verbunden mit einer Kommunalisierung der Politik ..., dass sich Menschen selbstverwaltend und aus freiwilligem Entschluss in kommunalen Initiativen zusammenschließen, um gemeinsame Ziele zu formulieren und nach Wegen suchen diese auch zu erreichen."

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Marsch ins militärische Kerneuropa

Marsch ins militärische Kerneuropa

Kommentar von Leo Mayer
15.11.2017: Am Montag haben die Außen- und Verteidigungsminister von 23 der 28 EU-Staaten mitgeteilt, eine Militärunion zu gründen. "Ein großer Tag für Europa", sagte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) in Brüssel dazu. Ein großer Tag vor allem für die Rüstungsindustrie. Denn jeder EU-Staat, der sich an der Militärunion beteiligen will, muss sich verpflichten, die nationalen Rüstungsausgaben regelmäßig zu steigern.

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Rojava: im globalen kapitalistischen System einen Freiheitsraum eröffnen

Rojava: im globalen kapitalistischen System einen Freiheitsraum eröffnen

Interview mit Riza Altun , Mitglied des KCK-Exekutivrats, über die Frage, wie es möglich ist, gleichzeitig mit den USA zusammenzuarbeiten und dabei die Ideale des Sozialismus zu vertreten.

05.12.2107: Kobané wurde Ende 2014 beinahe vom sogenannten Islamischen Staat eingenommen, konnte jedoch durch die Entschlossenheit tausender junger Kurdinnen und Kurden verteidigt und gehalten werden. Der Sieg in Kobané im Januar 2015 war die erste schwere Niederlage des sogenannten Islamischen Staat und markiert einen Wendepunkt des Kriegs in Syrien. Mit Kobané war die kurdische Befreiungsbewegung in der deutschen Linken plötzlich »in«. Mittlerweile dominieren Romantisierung einerseits, Verunglimpfung als imperialistischer Trojaner andererseits. Riza Altun , Mitglied des KCK-Exekutivrates, über die Situation...

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Dossier "Linke Strategien"

Im Dossier "Linke Strategien" sind Artikel zusammengestellt, die auf kommunisten.de in verschiedenen Rubriken erschienen sind und sich mit Fragen linker Strategie, Neuformierung der Linken, etc. befassen.

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