Regionalgruppe Emsland
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Was ist los in Kurdistan? -Rojava eine gesellschaftliche Alternative?

Unter diesem Titel lud die marxistische linke Emsland am 16. Dezember zu einer Veranstaltung ein. Am Anfang berichtete die Referentin, eine kurdische Sozialistin, über die aktuelle Lage in dieser Region. Sie schilderte die unterschiedlichen Interessen der verschiedenen kurdischen Gruppen und deren gemeinsamen Kampf gegen die Terrormiliz ISIS. Sie sprach auch die Scheinheiligkeit vieler Staaten an, die sich jetzt als Gegner von ISIS ausgeben. So haben gerade Staaten wie die USA, Saudi Arabien und Katar diese Terrormiliz bei ihrem Aufbau und Ausrüstung unterstützt. Und auch die Türkei tut dies, obwohl sie das immer bestreitet.

In der anschließenden Diskussion wendeten sich die Veranstaltungsteilnehmer gegen jegliche Form einer militärischen Intervention. Den Kampf muss das kurdische Volk selbst führen. Bei dem Thema Waffenlieferungen gab es kontroverse Meinungen. So waren einige Anwesende für Waffenlieferungen, aber ohne Bedingungen und an alle Kurden. Es darf keine Unterschiede gemacht werden zwischen „guten“ und „schlechten“ Kurden. Viele jetzige Waffenlieferanten entscheiden das danach, welche Gruppe ihnen am dienlichsten ist. Und das sind erfahrungsgemäß nicht gerade die PKK und die Kurden im Gebiet Rojava, die ein Gesellschaftssystem praktizieren, was antikapitalistisch ist und sich gegen jegliche Einmischung von außen wehrt.

Einig war man sich auch, dass das Verbot der PKK aufgehoben werden muss, und dass es sehr wichtig ist, die humanitäre Hilfe für die Menschen in diesem Krisengebiet zu unterstützen. Es wird auch gern übersehen, dass die angebliche Allianz gegen ISIS nicht mal halb soviel Erfolge vorweisen kann wie die ganz normalen Hausfrauen, die um das nackte Überleben kämpfen, obwohl sie viel zu oft, trotz modernster Aufklärungsinstrumente der Türkischen Armee, bombardiert werden. Es wurde auch hinterfragt, warum  nicht der freie Transfer des Petrodollars, der durch offensichtlich gestohlenes Irakischen Öl in die Hände des Khalifatstaat fällt, unterbunden wird? Vor allem welche Rolle die Internationalen Geldinstitute dabei spielen?

Ein weiterer Informationsaustausch und die Unterstützung von Solidaritätsaktionen wurden am Ende der Veranstaltung verabredet.

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