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18.10.2009: Unter diesem Motto stand am 17. Oktober eine erfolgreiche Tagung der DKP in Leipzig, zu der der Parteivorstand der DKP, die DKP in Sachsen und die DKP-Gruppe Leipzig anlässlich der 60. Jahrestage der Gründung der BRD und der DDR eingeladen hatten und zu der – neben DKP-Mitgliedern aus Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, NRW, Nordbayern usw. – unter anderem auch Wissenschaftler der früheren Karl-Marx-Universität Leipzig gekommen waren. Diskutiert wurde nicht nur über Errungenschaften der DDR, sondern auch über eigene Fehler und Lehren aus dem Sieg der Konterrevolution.

Gerd Deumlich sprach als erster Redner über die Ursachen der Spaltung Deutschlands sowie über die Folgen für die Entwicklung in der Bundesrepublik und machte darauf aufmerksam, wie sehr der Antikommunismus bis heute wirkt.

Nina Hager verwies unter anderem auf die Folgen der Wirtschafts- und Währungsunion Anfang Juli 1990 und die Herstellung der politischen Einheit für die Arbeiterklasse in Ost wie West. Die nicht auszulöschende Erinnerung an die sozialen Errungenschaften der DDR, an ihre Friedenspolitik, ihren Antifaschismus sollte Mut machen für heutige und künftige Kämpfe.

Götz Dieckmann und Klaus Hesse sprachen zu ökonomischen Fragen, Klaus Eichner zu Strategien des Gegners Ende der 80er Jahre – vor allem der USA – zur Beseitigung des Sozialismus in Europa. Friedemann Munkelt verglich die Entwicklungen und den Klassencharakter von Bundeswehr und NVA. Nach dem Ende der DDR – vor allem seit 1999 - werden Kriegseinsätze der Bundeswehr in aller Welt „zur Normalität“.

Besonders zu Fragen der Ökonomie, der Einschätzung der Neuen Ökonomischen Politik und der folgenden Politik der Hauptaufgabe gab es eine spannende, aber leider zu kurze Diskussion. Auch die Frage wäre weiter zu diskutieren: Was müssen wir für einen künftigen sozialistischen Anlauf aus der Tatsache lernen, dass der Sozialismus offensichtlich kein relativ kurzzeitiges Übergangsstadium auf dem Weg zum Kommunismus ist?

Vor allem junge Genossen fragten aber konkret nach: Wie ist das heute mit der Arbeiterklasse? Wie kann es gelingen, dass Bewegung zur Veränderung entsteht? Was können wir selber tun?
Heinz Stehr verwies in seinem Schlusswort auf die Verbundenheit der DKP mit DDR und dem Sozialismus. Die DKP wird die Debatte zur Geschichte fortführen.

Wir müssen aus der Geschichte lernen, aber aktuell mit diesem Wissen und der Überzeugung, dass Sozialismus möglich und nötig ist, die gesellschaftliche Situation und den Bewusstseinsstand vor allem in der Arbeiterklasse analysieren und in die Kämpfe gehen - vor allem aktiv die Kämpfe der Belegschaften und Gewerkschaften unterstützen.

Text: nh  Fotos: Klaus-Dieter Lange

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