Analysen

Bitcoin-Zwiebel29.12.2017: Bitcoin heißt das neue Spekulationswunder. Doch kurz vor Weihnachten erlebten die Bitcoin-Spekulanten eine böse Überraschung: Der Preis der digitalen Münzen rauschte in die Tiefe. Hat die Kryptowährung ihre besten Zeiten schon hinter sich - bevor sie richtig begonnen haben? Franz Garnreiter vom Institut für sozial-ökologische Wirtschaftsforschung isw erklärt, worum es sich bei Bitcoin handelt. Sein Fazit: Das Bitcoin-Fieber ähnelt dem Tulpen-Fieber in Holland im 17. Jahrhundert. Mit dem Unterschied: Auch nach dem Platzen der Spekulationsblase mit Tulpenzwiebeln konnte man wenigstens aus den Zwiebeln schöne Blumen züchten, Holland wurde zum 'Tulpenland', aus diesem Bitcoin-Netzwerk aber entsteht an Wertvollem: nichts.

Weiterlesen: Bitcoin – die Tulpenzwiebel des 21. Jahrhunderts

China-Parteitag19.12.2017: Chinas erfolgreicher Entwicklungsprozess, ganz anders als in den neoliberalen Modellen vorgesehen, verlangt Erklärungen ebenso wie den Systemvergleich. Die westliche Geschichtserwartung, dass sich entwickelnde Länder mit wachsendem Wohlstand auch eine Demokratie nach westeuropäischem oder nordamerikanischen Muster einführen und ihre Märkte weitgehend liberalisieren, ist schon länger blamiert und spätestens seit Trump, Brexit und dem Vormarsch rechtspopulistischer und rechtsextremer Parteien im Westen nicht mehr unumstritten.

Weiterlesen: Anmerkungen zum 19. Parteitag der KP Chinas

PKW-Schrotthalde24.11.2017: Klimapolitik: Priorität hat der Ausstieg aus der Kohle ++ Aber: Auf den Verkehrssektor entfallen ein Fünftel der Treibhausgasemissionen ++ "Umsteuern erforderlich" überschreibt der Umweltrat seine neue Studie zur Verkehrspolitik

Weiterlesen: Umsteuern!

Grafik-Kurssturz10.11.2017: Während in der Großen Halle des Volkes in Peking der Parteitag der KP Chinas tagte, warnte der Gouverneur der chinesischen Zentralbank, Zhou Xiaochuan, vor dem Ausbruch einer neuen Finanzkrise. Der derzeit an den Finanzmärkten zu beobachtende "exzessive Optimismus" könnte sich in einem "Minsky-Moment" entladen, so Zhou.

Weiterlesen: Kommt der 'Minsky-Moment'?

klimawandel flickr bierlos30.10.2017: Wieder einmal treffen sich Politiker zur UN-Klimakonferenz. Diesmal in Bonn vom 6. bis zum 17. November. Von Tagung zu Tagung rückt die Welt näher an die Klimakatastrophe. "Das Klima wird zum Kollaps getrieben, und zwar durch die der kapitalistischen Gesellschaftsformation eigenen systemischen Antriebsmechanismen, die daher als Ursachen auf die Agenda des politischen Handelns gesetzt werden müssen", schreibt Elmar Altvater, und stellt fest, dass auch unter "der Drohung der Klimakatastrophe eher die Existenz des Planeten in Frage gestellt wird als die des kapitalistischen Wirtschaftssystems". Altvater schlussfolgert, dass "sich die bedrohlichen Probleme des Anthropozän nur durch Umwälzung der kapitalistischen Produktionsweise und ihrer Machtverhältnisse bewältigen" lassen.

Weiterlesen: Die kapitalistische Produktionsweise treibt das Klima zum Kollaps

VE Chavez-Wandmalerei resumenlatinoamericano24.10.2017: Vor kurzem (15.10.) fanden in Venezuela die Regionalwahlen statt, mit denen die Gouverneure für die 23 Bundesstaaten des südamerikanischen Landes bestimmt wurden. Die Kandidaten der regierenden Vereinten Sozialistischen Partei Venezuelas (PSUV) konnten 18 von 23 Gouverneursposten für sich entscheiden. Das Ergebnis ist ein großer Sieg für den Chavismus und bringt ihn - nachdem er drei Jahre lang mit dem Rücken zur Wand stand - in eine Position der Stärke. Dario Azzellini über einige Ursachen des überraschenden Erfolges:

Weiterlesen: Analyse der Regionalwahlen in Venezuela 2017

Irak-Kirkuk-118.10.2017: Im Irak haben die irakischen Regierungstruppen eine Offensive gegen die kurdischen Kräfte in Kirkuk begonnen. Kirkuk zählt zu den sog. 'umstrittenen' Gebieten.  Dastan Jasim schreibt zu einigen Hintergründen des Konflikts.

Weiterlesen: Kirkus Lehre über das Recht, Geschichte schreiben zu können

Syrien-Raqqa-frei Rojava-Defense-Units15.09.2017: Die kurdisch-geführten Syrisch Demokratischen Kräfte SDF haben Raqqa, die "Hauptstadt" des Islamischen Staates, in einem erbitterten Kampf nahezu vollständig befreit. Syrische Regierungstruppen haben den IS-Belagerungsring um Deir ez-Zor im Südosten von Raqqa gesprengt. Die SDF rücken ebenfalls nach Deir ez-Zor vor. Jetzt werden die Weichen für die Zukunft Syriens gestellt. Die SDF ist militärisch im Moment zwar mit der US-geführten internationalen Anti-IS-Koalition alliiert, allerdings agiert sie sowohl innen- als auch außenpolitisch unabhängig von den Groß- und Regionalmächten. Dies stellt in einer Region, die von Stellvertreterpolitik geprägt ist, ein potentielles Hindernis für die geopolitischen Pläne aller Seiten des Konfliktes dar. Memed Aksoy analysiert, weshalb die SDF diesen Kampf so weit von Rojava aufgenommen hat und was dies für die Zukunft Syriens bedeuten kann.

Weiterlesen: Der Kampf um Raqqa. Weshalb die kurdische YPG so weit vorrückt

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