Analysen

Irak iraqidmVon Farhan Kasim
24.05.2015: Der 11. Mai war der blutigste Tag in der irakischen Hauptstadt seit Jahresbeginn: Bei einer Anschlagserie wurden in Bagdad über 90 Menschen getötet. Doch dieser Anschlag war nur einer von unzähligen. Die UN-Mission für den Irak (UNAMI) zählte allein für den Monat März 1.119 Tote und 1.561 Verwundete durch Terroranschläge. Die Existenz des Landes ist durch "eine starke politische, soziale und Wirtschaftskrise sowie den Terrorismus des Daesh (ISIS) und anderer bewaffneter Gruppen" gefährdet, schätzt die Irakische Demokratische Bewegung ein (siehe Anlage). Doch gleichzeitig entwickelt sich der Kampf gegen die verhängnisvolle Politik der Regierung, gegen Korruption und für einen gesellschaftlichen Wandel. Seit nunmehr neun Monaten finden wöchentliche Demonstrationen für ein Ende der Korruption und die Bildung einer nicht-religiösen Regierung statt. Die Studierenden fordern Veränderungen im Bildungssystem, Arbeiter kämpfen mit ihren Gewerkschaften für höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen und beteiligen sich an den Massenprotesten. Eine zentrale Rolle in diesen Protesten spielt die Irakische Demokratische Bewegung (IDM).

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Weiterlesen: Die soziale und Protest-Bewegung im Irak

isw w info 50 cover30.04.2016: Das isw, Institut für sozial-ökologische Wirtschaftsforschung, hat das das isw-wirtschaftsinfo 50 veröffentlicht. Das jährlich erscheinende isw-wirtschaftsinfo „Bilanz“ untersucht in 16 Stichworten die wirtschaftliche und soziale Entwicklung des vergangenen Jahres und gibt einen Ausblick auf das laufende Jahr 2016. Schwerpunktmäßig befasst es sich mit Fragen der Verteilung/Umverteilung: Einkommensverteilung, Lohnspreizung, Vermögens-verteilung: Reichtum – Armut, Vermögensteuer und Altersarmut. Den einzelnen Kapiteln vorangestellt ist ein Konjunkturbericht von Conrad Schuhler.

Weiterlesen: isw-wirtschaftsinfo 50: Bilanz 2015 – Ausblick 2016

isw Report 10524.04.2016: Das isw, Institut für sozial-ökologische Wirtschaftsforschung hat den isw-report 105 veröffentlicht. Im ersten Teil des Heftes beschreiben die Autoren des Hefts, Thomas Gebel, Thomas Hagenhofer und Kerem Schamberger, die Entstehung und Entwicklung des Internets. Im Mittelpunkt steht dabei die Monopolbildung durch Google, Facebook und Co. Sodann wird der Mythos vom „Mitmachweb“ diskutiert und die wichtigsten heute bekannten Überwachungsprojekte der Geheimdienste dargestellt. Schließlich werden die partizipativen Potentiale des Internets beleuchtet, sowie seine Angebote für mehr Demokratie. Zum Schluss werden einige Eckpunkte für eine demokratische Entwicklung des Internets formuliert.

Weiterlesen: isw-report 105 erschienen - Ausgeträumt? Demokratie und Internet

17.04.2016: Port of PiraeusChina beginnt künftig in Athen-Piräus. Die staatseigene chinesische Reederei Cosco (China Ocean Shipping (Group) Company) übernimmt einen 67-Prozent-Anteil an Griechenlands größtem Hafen Piräus für die kommenden 36 Jahre. Der Vertrag dazu wurde am 8. April 2016 in Athen unterzeichnet. Cosco zahlt zunächst 280,5 Millionen Euro für einen 51-Prozent-Anteil an der bislang mehrheitlich griechisch-staatlichen Hafengesellschaft  OLP (Piraeus Port Authority). Die Übertragung der Aktien soll im Juni erfolgen. Weitere 16 Prozent erhält die viertgrößte Reederei der Welt in fünf Jahren für 88 Millionen Euro. Davor muss sie allerdings versprochene Investitionen im Hafen im Umfang von 350 Millionen Euro nachweisen. Auch Hafenbetreiber aus Dänemark, den Philippinen, aus den USA und den Vereinigten Arabischen Emiraten hatten sich an der Ausschreibung beteiligt.

Weiterlesen: Piräus – Chinas Tor nach Europa

crowdworking16.04.2016: Cloudworking hört sich noch einigermaßen gut an:“ Arbeiten in der Wolke“, crowdsourcing schon bedrohlicher: „Auslagerung traditioneller interner Teilaufgaben eines Unternehmens an eine üblicherweise unbestimmte Menge von Menschen = Schwarmintelligenz – die crowd –, vornehmlich User im Internet“.

Aufträge werden weltweit ins Netz gestellt, wer interessiert ist, kann bieten, einer oder mehrere erhalten den Zuschlag, der Auftraggeber verwertet die Ergebnisse. Bei kleinteiligen Aufgaben - Mikrotasks – wird von Amazon Mechanical Turk ( AMT ) der Durchschnittsverdienst pro Stunde mit zwei Dollar angegeben, für hochqualifizierte Turker – so heißen die Bieter – mit acht Dollar.

Weiterlesen: Cloudworking – Crowdsourcing: Eine neue Unternehmerstrategie – wie darauf reagieren ?

isw report104 cover21.02.2016: Das isw, Institut für sozial-ökologische Wirtschaftsforschung, hat den isw-report 104 mit dem Titel "Auf der Flucht" veröffentlicht. Die isw-Autoren Claus Schreer, Fred Schmid und Conrad Schuhler untersuchen in dem report die Dimensionen der Flüchtlingsströme; ihre Ursachen; die Maßnahmen, mit denen sich der "Westen" gegen die Ströme abschotten will, und wie eine humane Flüchtlingspolitik aussehen müsste. Die Ursachen der Flucht nämlich Krieg, Armut, Umweltkatastrophe lassen sich in einem Wort zusammenfassen: globaler Kapitalismus.

Weiterlesen: Neuer isw-report: Fluchtursachen - Festung Europa - Alternativen

05.02.2016: Kurz vor seiner Pensionierung gewann der scheidende Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn noch eine schwerwiegende Erkenntnis: „Der private Konsum bleibt die Stütze des Aufschwungs, da die Einkommensperspektiven der privaten Haushalte wegen der weiter verbesserten Arbeitsmarktlage gut sind. Hinzu kommen die höheren kreditfinanzierten Staatsausgaben für die Flüchtlinge, die einen temporären Nachfrageschub zu Lasten zukünftiger Perioden bedeuten“[1].

Weiterlesen: Konjunktur: „Der private Konsum bleibt die Stütze des Aufschwungs"

Zum Klimagipfel in Paris.
Von Helmut Selinger, Institut sozial-ökologische Wirtschaftsforschung (isw)

14.01.2016: Vom 30. November bis 12. Dezember 2015 fand in Paris der inzwischen 21. UN-Klimagipfel (Conference of the Parties, COP21) mit 195 Ländern statt. Er endete mit einem sog. „Weltklimavertrag“, dem „Paris agreement“. Dieses Abkommen wurde von vielen beteiligten Staaten und in den mainstream-Medien als „historischer Vertrag“ ja sogar als „Quantensprung“ in der globalen Klimapolitik gefeiert. Ist diese Euphorie gerechtfertigt? Wie ist der sachliche Gehalt des Vertrages einzuschätzen? Wie hat sich die Klimabewegung in Paris präsentiert und wie wurde über sie in den Medien berichtet?

Weiterlesen: "System change, not climate change“

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