Im Interview

05.02.2011: Ich kenne Magdi Gohary noch aus gemeinsamer Zeit in München. Er ist Nahostexperte und Friedensaktivist, er wäre an diesem Wochenende bestimmt auf der Kundgebung gegen die NATO-Sicherheitskonferenz gewesen, auf der er auch schon öfter gesprochen hat. Er ist gebürtiger Ägypter und Kenner von Land und Leuten. Er ist zurzeit in Kairo. Weil das Internet noch immer Probleme macht, konnte ich ihn nur telefonisch erreichen. Am Freitagnachmittag hat er auf meine Fragen antworten können.

Frage: Du warst heute in Kairo auf dem Al-Tahrir-Platz dabei. Was waren Deine persönlichen Eindrücke?

Weiterlesen: Ägypten - Telefonbericht aus Kairo

31.01.2011: Am Rande der Afghanistan-Konferenz der Linksfraktion sprachen wir mit Wolfgang Gehrcke, Bundestagsabgeordneter der LINKEN, der gerade von einer Nahost-Reise zurückgekehrt war.

Frage: Du bist gerade von einer Nahost-Reise zurückgekommen und hast die Entwicklung ion Ägypten hautnah mitbekommen. Was sind Deine Eindrücke

Wolfgang Gehrcke: Ich war in Ägypten, Syrien, Jordanien, Israel und Palästina.

Weiterlesen: Das Mubarak-Regime ist politisch und moralisch verschlissen

30.01.2011: Kurz vor der namentlichen Abstimmung im Bundestag über die Verlängerung des Mandats der Bundeswehr für Afghanistan um ein weiteres Jahr, meldete sich Heike Hänsel, Bundestagsabgeordnet der Linken, mit einer Kurzintervention zu Wort.

Frage: Was hat Dich bewogen, kurz vor der Abstimmung im Bundestag über die Mandatsverlängerung in Afghanistan noch einmal die Abgeordneten so emotional anzusprechen?

Weiterlesen: Die afghanischen Bevölkerung lehnt die Politik der NATO ab

alt22.01.2011:  Vom 13.-21. Dezember 2010 fanden in der südafrikanischen Hauptstadt Tshwane (ehem. Pretoria) die '17. Weltfestspiele der Jugend und Studierenden' statt. Aus Deutschland nahm eine Delegation von etwa 75 Personen aus verschiedenen linken und antifaschistischen Organisationen teil. Aus den Reihen der DKP und SDAJ nahmen u.a. Kerem Schamberger und Johannes Jonic die weite Reise nach Südafrika auf sich. Wir befragten sie nach ihren eigenen Eindrücken dieser weltweit größten Zusammenkunft von antiimperialistischen, antikapitalistischen jungen Menschen.

Weiterlesen: Weltjugendfestspiele - Rückblick auf Südafrika

11.01.2011: Interview mit Bettina Jürgensen, Vorsitzende der DKP, zur Podiumsdiskussion der Rosa Luxemburg Konferenz

Du hast an der Podiumsdiskussion der Rosa Luxemburg Konferenz teilgenommen. Die Fragestellung war: "Wo bitte geht's zum Kommunismus?" Ist die Frage jetzt beantwortet?

Der Weg zum Kommunismus wird nicht am grünen Tisch entwickelt und nicht im Rahmen von Podiumsdiskussionen abgesteckt. Der Kommunismus wird im Ergebnis eines langen gesellschaftlichen Entwicklungsprozesses aufgebaut werden. Ich halte es da mit Marx, der immer wieder darauf hingewiesen hat, dass die Emanzipation ein Akt der Selbstbefreiung sein muss, dass die Emanzipation der Arbeiterklasse durch die Arbeiterklasse selbst erobert werden muss. Wobei sich heute eine Vielfalt sozialer und politischer Akteure auf den Weg machen, um "alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist" (Karl Marx). Im Spektrum der fortschrittlichen und linken Kräfte ist die DKP diejenige Kraft, die in die Kämpfe von heute die Frage nach der kommunistischen Zukunft einbringt.

Weiterlesen: Wege zum Kommunismus

alt21.08.2010:  Anfang August wurde bekannt, dass die Volksrepublik China Japan als Wirtschaftsmacht überholt und den Status der zweitgrößten Wirtschaftsmacht auf der Erde (nach den USA) erlangt hat. Ebenfalls in diesem Jahr konnte die KP Chinas bekannt geben, dass sie Anfang dieses Jahres 78 Mio. Mitglieder mit 3,792 Mio. Grundeinheiten zählte. Etwa soviel Menschen, wie in Deutschland leben, verpflichteten sich dem Statut und Programm der KP Chinas entsprechend, den Aufbau eines starken sozialistischen Landes in den nächsten 50-100 Jahren voranzutreiben. Über Letzteres berichten unsere staatstragenden Medien i.a. nichts, der wirtschaftliche Aufschwung Chinas ist jedoch in fast aller Munde. Dabei hängen beide Entwicklungen untrennbar zusammen.

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Weiterlesen: Deng Xiaoping (1980) über den Kurs Chinas

alt13.06.2010: Die brutale Militäraktion der israelischen Marine mit der Ermordung von 9 Aktivisten auf dem Hauptschiff 'Mavi Marmara' der Freiheits-Flotte am 31. Mai hat in aller Welt heftigste Proteste ausgelöst. Der Forderung nach dem Ende der Gaza-Blockade hat das Ereignis neue und erweiterte Öffentlichkeit und zusätzlich Druck verliehen. Immer mehr Menschen distanzieren sich von der Politik Israels gegenüber der palästinensischen Nation im Gaza-Streifen, im Westjordanland und in Ostjerusalem. Zwei Beispiele aus der letzten Woche seien hier hervorgehoben. So konnte zum Ersten am 11.6. eine israel-kritische Anzeige in der Süddeutschen Zeitung erscheinen (siehe Anlage), die so vor einem Jahr noch keine Chance hatte. Zum zweiten gab der weltberühmte Dirigent und Pianist Daniel Barenboim in "Die Zeit" ein Interview, das wirklich bemerkenswert ist und etwas bisher Einmaliges darstellt.

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Weiterlesen: Daniel Barenboim - ein grosser Humanist über Gaza, Israel, Palästina

alt29.04.2010:  Am letzten Wochenende ergab die zweite Runde der ungarischen Parlamentswahl einen Erdrutschsieg der rechtsnationalen Oppositionspartei FIDESZ (Bund junger Demokraten). FIDESZ erhielt mit 263 Sitzen eine zweidrittel Mehrheit im Parlament, während die seit acht Jahren regierenden 'Sozialisten' der MSZP mit 59 Sitze aus jeder Regierungsverantwortung geschleudert wurden. Die bisher nicht im Parlament vertretene halbfaschistische JOBBIK-Partei erhielt 47 Sitze, als vierte Kraft konnte die grün-alternative Reformpartei LMP mit 16 Sitze ins Parlament einziehen. Die Wahlbeteiligung war mit 44% extrem niedrig. Attila Vajnai, Vorsitzender der Arbeiterpartei Ungarns (UAP-2000) mit ersten Anmerkungen zum Wahlergebnis.

Weiterlesen: Attila Vajnai zum Wahlergebnis in Ungarn

alt30.03.2010:  "Staaten wollen ihre Unabhängigkeit, Nationen ihre Befreiung" - das zeigt sich in den letzten zehn bis fünfzehn Jahren besonders in Latainamerika als starke Strömung gegen imperialistische Ausbeutung und Unterdrückung. In Ecuador nahm dieser Prozess politische Gestalt an, als Ende 2006 der indigene Wirtschaftswissenschaftler Rafael Correa die Präsidentschaftswahlen gewann. Eines seiner wichtigsten Vorhaben war die Einberufung einer Verfassunggebenden Versammlung und nach der überwältigenden Zustimmung der Bevölkerung zu diesem Auftrag die Erarbeitung und Verabschiedung einer neuen Verfassung (Sept./Okt. 2008).

Weiterlesen: Interview mit Tania Narvaez Ruíz (Ecuador)

alt08.03.2010:  Die französische kommunistische Tageszeitung "Humanité" veröffentlichte am 20. Februar das nachfolgende, geringfügig gekürzte Interview mit Malalai Joya. Die 31-Jährige lebt wie ein Flüchtling im eigenen Land. Sie stammt aus der Provinz Farah im Westen Afghanistans. Bei der Parlamentswahl 2005 war sie mit der zweithöchsten Stimmenzahl in dieser Provinz zur jüngsten Abgeordneten des afghanischen Parlaments gewählt worden. Doch im Mai 2007 wurde sie wieder ausgeschlossen - wegen ihrer scharfen Kritik an den 'Warlords' der Nordallianz, an Staatspräsident Karsai, und an der Kriegsführung der USA. Vier Anschläge auf ihr Leben hat sie überlebt. Heute muss sie deswegen unter Personenschutz leben und alle zwei Tage ihren Aufenthaltsort wechseln.

Weiterlesen: Die Nato-Kumpanei mit den Reaktionären wird Afghanistan nicht befreien

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