Literatur und Kunst

PapyRossa krisenkapitalismus cover12.06.2014: In einem Beitrag für das „Neue Deutschland“ stellt Hans-Jürgen Urban fest  „Auch die deutschen Gewerkschaften konnten (oder wollten?) keinen markanten Beitrag zur Stabilisierung oder gar Reaktivierung einer dezidierten Kapitalismuskritik leisten.“ (1)

Will man in den Gewerkschaften dieses Defizit ernsthaft beheben, muss man auch die Frage beantworten, welchen Stellenwert dort die politische Bildungsarbeit seit Ende der 1980er Jahre eingenommen hat und welche Rolle dabei die Vermittlung des nach wie vor vorhandenen Grundwiderspruchs zwischen Kapital und Arbeit spielte. Kapitalismuskritik ohne grundlegende Kenntnisse der politischen Ökonomie und deren Vermittlung in den haupt- und ehrenamtliche Funktionärsapparat der Gewerkschaften findet ihren Ausgangs- und Endpunkt in der Standortlogik des Kapitals und im dazugehörigen Co-Management.

Weiterlesen: Anregungen für eine Revitalisierung politischer Bildungsarbeit in den Gewerkschaften

unser leben klartext verlag07.06.2014: Udo Achten, Autor zahlreicher Veröffentlichungen zur Geschichte der Arbeiterbewegung und der Fotograf Klaus Rose haben gemeinsam das Bilderlesebuch "Unser Leben" verfasst. In diesem Buch werden die  strukturelle Veränderungen und politischen Auseinandersetzungen von 1965 bis 1989 in zahlreichen Städten des Ruhrgebiets dokumentiert.

Weiterlesen: Unser Leben - Soziale Bewegungen und Arbeitskämpfe im Ruhrgebiet 1965-1989

Christian Friedrich Daniel Schubart25.04.2014: Im Juli jährt sich zum 225. Mal die Erstürmung der Bastille in Paris und damit der Beginn der Französischen Revolution, des „herrlichen Sonnenaufgangs“ (Hegel). Einer, der in einem deutschen Land publizistisch für die Ideen der Aufklärung wirkte und dies auf Geheiß des württembergischen Herzogs mit zehnjähriger Kerkerhaft bezahlen musste war Christian Friedrich Daniel Schubart, dessen 275. Geburtstag ( am 26.3.) kaum zur Kenntnis genommen wurde.

Weiterlesen: Der berühmteste politische Gefangene seiner Zeit

die verschwundene tochter cover18.04.2014: Ist in diesen Wochen von Brasilien die Rede, so denkt fast jeder unwillkürlich an die bevorstehende Fußballweltmeisterschaft und man assoziiert Sommer und Lebensfreude. Schon nach nur einem Jahr in den Hintergrund geraten sind die großen Sozialproteste vom Sommer letzten Jahres, auf denen hunderttausende Demonstranten gegen die Milliarden- Kosten der Fußball-WM, gegen Korruption und gestiegene Lebenshaltungskosten auf die Straße gingen. Und kaum noch im Bewusstsein ist die über zwanzigjährige Militärdiktatur von 1964 bis 1985.

Weiterlesen: "Die verschwundene Tochter": Aufrüttelndes Buch über die Zeit der Militärdiktatur in Brasilien

Musical Goodbye Barcelona HH25.03.2014: Am Sonntag, den 23. April, fand in Hamburg die deutsche Uraufführung, der Musicalfilm „Goodbye Barcelona“ statt. In dem Einladungstext dazu heißt es:“ Im Jahre 1936 stoppten Hunderttausende in London den Marsch der britischen Faschisten durch das Arbeiterquatier Eastland, berühmt geworden als “Cable Street Battle”. Hier beginnt das Musical. Wochen vorher putschte in Spanien das Militär gegen die rechtsmäßig gewählte Regierung. Antifaschisten aus über 50 Ländern eilten nach Spanien und kämpften auf Seiten der Republik als “Freiwillige der Freiheit” gegen die Faschisten“.

Weiterlesen: Deutsche Uraufführung: Antifa Musical „Goodbye Barcelona“

Pete seeger cc devanpgh31.01.2014: Pete Seeger ist tot. Der 94-Jährige Folksänger starb am 28. Januar in New York, ein halbes Jahr, nachdem seine geliebte Frau Toshi Ohta, mit der er 70 Jahre durch drei Kinder und in gemeinsamer Arbeit verbunden war, starb.

Pete Seeger? Jüngere kennen ihn kaum. Oder doch? Wie ist es mit "Sag mir, wo die Blumen sind", einem der bekanntesten und ergreifendsten Antikriegslieder aller Zeiten?  Mit dem spanischen "Guantanamera", das auf den kubanischen Nationaldichter José Marti zurückgeht? Mit dem Hit "If I had a hammer", mit dem er die Kommunistische Partei der USA Anfang der 50er gegen die Hexenjagd McCarthys verteidigte? Oder mit "We shall overcome", der weltbekannten Hymne der schwarzen Bürgerrechtsbewegung in den USA?

Weiterlesen: Zur Erinnerung an Pete Seeger – Humanist, Musiker, Kämpfer gegen Unterdrückung und Krieg

felixmueller gst 474423.01.2014: Ein rußgeschwärzter Arbeiter steht vor einem brodelnden Stahlungetüm; hinter ihm sprühen einem Feuerwerk gleich die Funken. Der "Hochofenarbeiter " aus dem Jahr 1927 ist eins der Gemälde von Conrad Felixmüller (1897-1977), das gegenwärtig in einer großen Werkschau im Ernst-Barlach-Haus in Hamburg zu sehen ist. Mit seinen Bildern aus der Arbeitswelt, die überwiegend im Ruhrgebiet und im Erzgebirge entstanden sind, war Felixmüller in den zwanziger Jahren ein stilprägender bildender Künstler, der sich einer proletarisch- realistischen Darstellungsweise verpflichtet fühlte und seine politische Heimat in der KPD fand.

Weiterlesen: "Glückseligkeit und Kampfesmut" - Proletarischer Kampfruf an der Elbchaussee

muenchen make art not war 25005.01.2014: Mit einer Vernissage der Ausstellung "Make ART not WAR" begann am 2.Januar im Münchner EineWeltHaus die Serie von Aktionen und Veranstaltungen gegen die NATO-"Sicherheits"-konferenz 2014, die am ersten Februarwochenende in München stattfinden wird. Antikriegsgrafiken, Zeichnungen, Bilder, Plakate und "Grafik gegen den Krieg von Goya bis heute" lockten über hundert Besucher an. Die Ausstellung dauert noch bis zum 30.Januar, zwei Tage vor der großen Antikriegsdemo gegen die "Siko".

Weiterlesen: Make ART not WAR – Ausstellungseröffnung in München

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Der Kommentar

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