Literatur und Kunst

kiel dgb arbeiterfotografie 2013 gst 444805.12.2013: Am 3. Dezember eröffnete DGB-Regionsgeschäftsführer Frank Hornschu im Emma-Sorgenfrei-Forum, dem Foyer des Kieler Gewerkschaftshauses, eine sehenswerte Werkschau der  AG Arbeiterfotografie bei der IG Metall Kiel-Neumünster. Seit 2008 machen 15 Arbeiterfotografen, aktive Gewerkschafter aus Kiel, gemeinsam Bilder. "Sie versuchen den Menschen nah zu sein und bewegen sich zwischen emphatischer Dokumentation und konkreter Anklage sozialer Ungleichheit und stehen in der Tradition der alten Arbeiterfotografie. Als Mitglieder der Einheitsgewerkschaften und Mitglieder unterschiedlicher Parteien und sozialer Bewegungen wollen sie mit ihren Mitteln Einfluss nehmen und Mut zur Veränderung machen." heißt es in ihrer Werkschau-Ankündigung.

Weiterlesen: Kieler Arbeiterfotografen mit kleiner Werkschau im Gewerkschaftshaus

das neue europa cover16.08.2013: Das von Diether Dehm, Liedermacher und Romanautor, Bundestagsabgeordneter der Partei „Die Linke“ und Schatzmeister der Europäischen Linkspartei herausgegebene Buch ist eine Sammlung von Artikeln, Reden und Ausarbeitungen führender Politiker und Autoren aus dem Spektrum der deutschen Linkspartei und der Partei der Europäischen Linken (EL), verfasst im Zeitraum von 2007 bis heute. Wer sich über die europapolitischen Ansichten der führenden Personen des in der EL vereinten Teils der europäischen Linken informieren möchte – und sei es auch nur, um sich sachkundig in die Diskussion einzuschalten – tut gut daran, diese Texte zu lesen. Er findet ein Kompendium der von diesem Teil der Linken heute geäußerten grundsätzlichen Kritik an der EU vor dem Hintergrund der anhaltenden Euro- Krise. Es lässt sich ersehen, dass die Kritik an der EU-Entwicklung in diesem Spektrum mittlerweile nicht nur von „politischen Fehlentscheidungen“ spricht, sondern von deutlich systemkritischen und antikapitalistischen Aussagen geprägt wird.

Weiterlesen: Revolution für Europa? - Linke Zukunftsvorstellungen zur EU-Politik

arbeiterfotografie exponat 0114.08.2013: Dass es in der Zeit von Handy- und sonstiger digitaler Massenbilderfassung überhaupt noch eine „Arbeiterfotografie“ gibt, mag viele verwundern. Klingt allein nicht der Begriff in mehrfacher Hinsicht überholt? - Wer bekennt sich heute zum Beispiel noch selbstbewusst dazu, Arbeiter zu sein? Selbst Arbeitslose zählen sich ja oft nicht mehr zur Arbeiterklasse, sondern streben danach, den fließenden Aufschwung vom Hartz IV-Empfänger über die Ich-AG zum selbständigen Unternehmer in einem Jahr zu schaffen. - Das endet allerdings meistens im Absturz. Und „Fotografie“ ist zunächst ein ähnlich angestaubter Begriff, der allenfalls an die Fünfziger des letzten Jahrhunderts erinnert.

Weiterlesen: Über 80 Jahre Arbeiterfotografie Deutschland – 35 Jahre Verband Arbeiterfotografie

Rodtschenko HH gst 372508.08.2013: Direkt neben den Machtinsignien der Hamburger Pfeffersäcke, der Börse und dem Rathaus, ist revolutionäre Kunst Sowjetrusslands zu bewundern. Noch bis zum 15. September 2013 kann  man  im Bucerius Kunst Forum in der Ausstellung 'Rodtschenko. Eine neue Zeit' in die revolutionäre Zeit der ersten Jahre nach der Oktoberrevolution eintauchen.

Alexander Rodtschenko (1891–1956) gehörte zu den treibenden Kräften der revolutionären, russischen Kunstszene.

Weiterlesen: Revolutionärer Atem einer neuen Zeit

bob dylan freewheelin FOTOROCK ROLL02.08.2013: Vor 50 Jahren, Mitte 1963, erscheint das zweite Album von Bob Dylan. The Freewheelin’ Bob Dylan wird sein künstlerischer und kommerzieller Durchbruch. Das Album, durch das Dylan erstmalig das einer breiten Öffentlichkeit zum ersten Mal bekannt wird, beginnt mit dem Lied Blowin’ in the Wind, welches das meistgespielte seiner Karriere werden sollte. Dieses Lied, zusammen mit Masters of war und Times are a-changing (das ein Jahr später auf seinem 3. Album erscheint) werden zu Hymnen des geselllschaftlichen Aufbruchs der Bürgerrechts- und Friedensbewegung in den USA und in Europa.

Weiterlesen: "Blowin' in the Wind" wird 50

Peter Hetzler Hartz V cover13.07.2013: „Sie rauben  mit dem Füller und sie rauben mit dem Colt“, heißt es schon bei Woody Guthrie über die Ausbeuter und ihre Spießgesellen in Regierung und Polizei. Der jahrelange Widerstand gegen die räuberischen Hartz-IV-Gesetze bietet Stoff für mindestens einen Roman. Das soeben erschienene Erstlingswerk des Journalisten Peter Hetzler „Hartz V“ ist eine Art  „Hartz-IV-Roman“ im Zeitraffer geworden. Die große Stärke dieser 153 Seiten umfassenden Erzählung aus „Facts“ und „Fiction“, wie der Autor schreibt, ist ihre Authentizität, verbunden mit hingetupfter Detailfreude und Leichtigkeit der Darstellung. Als langjähriger Kopf einer Erwerbsloseninitiative weiß Peter Hetzler, wovon er redet. (Übrigens: Wer sich in der politischen Landschaft Südhessens auskennt, erkennt mit Freude einiges wieder.)     

Nicht die brutal-naturalistischen Milieuschilderungen eines Charles Dickens oder Emile Zola haben literarisch Pate gestanden, eher der Werkkreis Literatur der Arbeitswelt. In dieser Erzählung über „die im Dunkeln“ kommt das moderne Doppel-Elend aus Bedürftigkeit und Entmündigung  ganz unspektakulär daher. Wir erhalten Einblicke in die Praxis einer kleinen, aber agilen und findigen Selbsthilfegruppe namens „Hartz V“. 

Weiterlesen: Wer zuletzt lacht…. / Wie wenige viel erreichen können

Angela Davis The Meaning24.06.2013: Angela Davis: "Wir fechten dieselben Kämpfe jedes Jahr neu aus. Sie werden nie für die Ewigkeit gewonnen, aber in dem Prozess, in dem wir gemeinsam kämpfen, lernen wir neue Möglichkeiten zu erkennen, die wir sonst nie gesehen hätten, und so bereichern wir unsere Vorstellung von Freiheit."

Ein Buchtipp von Jürgen Köster

Vor nun über 40 Jahren setzten sich Hunderte von Millionen Menschen in der ganzen Welt für das Leben der US-amerikanischen Bürgerrechtskämpferin Angela Davis ein, die wegen Mordes, Kidnapping und Verschwörung zum Tode verurteilt werden sollte. Die Solidaritätsbewegung hatte schließlich Erfolg - Angela Davis musste von allen Anklagepunkten 1972 freigesprochen und freigelassen werden.

Weiterlesen: Angela Davis heute - ihre Studien über Freiheit

Schwarzbuch Waffenhandel cover heyne07.06.2013: Ein Aufschrei! Erst Irak, Afghanistan, Libyen, Syrien, Mali – und bald auch noch Iran? „Neuerliche Kriege und Bürgerkriege, neuerliche Schlachten und Massaker, Exekutionen und weitere Menschenrechtsverletzungen schlimmster Art werden folgen, wenn die Weltgemeinschaft nicht endgültig handelt.“ Das steht geschrieben auf Seite 573 in dem soeben veröffentlichten Buch von Jürgen Grässlin mit dem Titel „Schwarzbuch Waffenhandel. Wie Deutschland am Krieg verdient“.

Jürgen Grässlin ist ein mutiger Publizist und ein Missionar. Wie es heißt, zählt er zu den profiliertesten Rüstungsgegnern Deutschlands. Er ist Bundessprecher der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) und u.a. Sprecher der Kampagne „Aktion Aufschrei: Stoppt den Waffenhandel!“ Er ist Autor zahlreicher kritischer Sachbücher über Rüstungsexporte sowie Militär- und Wirtschaftspolitik. Er wurde mit dem »Aachener Friedenspreis« ausgezeichnet. Er ist ein Mann der gründlichen Recherche und der Tat. Auch der juristischen Auseindersetzung. Er spricht von erfolgreichen Kampagnen aus der Friedens-, Frauen, Menschenrechts- und Entwicklungsarbeit, aus Kirchen und Gewerkschaften und von solchen Aktivisten, die sich „gegen die Produktion und den Export besonders verwerflicher Waffensysteme – wie Landminen oder Streumunition – oder gegen den Waffenhandel als  solchen“ wenden.

Weiterlesen: Mord(s)geschäfte im Visier - Buchtipp von Harry Popow

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Der Kommentar

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