Literatur und Kunst

Woody-Guthrie03.10.2017: 
zum 50. Todestag von Woody Guthrie | 14. Juli 1912 ~ 3. Oktober 1967

"Ich denke / der alte Trump weiß / wie viel / Rassenhass / er aufgewühlt hat / in den Herzen der Menschen / als er eine Linie zog / zwischen Schwarz und Weiß / rund um seinen / Wohnkomplex für achtzehnhundert Familien / Beach Haven sieht aus wie der Himmel / in dem es heißt: Schwarze raus! / Nein, nein, nein! Old Man Trump! / Beach Haven ist nicht mein Zuhaus’!"

Weiterlesen: "Nein, nein, nein! Old Man Trump!"

Vor 150 Jahren erscheint "Das Kapital. Erster Band"

Karl-Marx DAS-KAPITAL12.09.2017: Seit Mittwoch (7. September) würdigt das Hamburger "Museum der Arbeit" in einer umfangreichen Ausstellung "Das Kapital", das vor 150 Jahren im Hamburger Verlagshaus Otto Meissner veröffentlicht wurde. Zu bestaunen ist auch eine "Kapital"-Erstausgabe von 1867 – und diese ist nicht nur zu sehen, sondern man kann sie auch käuflich erwerben. Der Besitzer, ein Wiener Antiquariat, bietet das Exemplar für 1,5 Millionen zum Verkauf an.

Weiterlesen: Marx veröffentlicht seinen "Faust"

Lenin-mit-Laptop08.08.2017: "Lenins Imperialismustheorie, geschrieben vor nunmehr einhundert Jahren, hatte klar vor Augen, dass das relativ privilegierte Leben der Lohnarbeiterschaft in den kapitalistischen Metropolen maßgeblich den geradezu märchenhaften Profiten geschuldet war, die durch die außereuropäische Kolonialherrschaft  erwirtschaftet und und in die europäischen Herrenländer zurück geschleust wurden. Aber wer liest heute noch Lenin?" stellt bedauernd Stephan Lessenich, Direktor des Instituts für Soziologie an der Universität München und Ko-Vorsitzender der Partei 'mut' in seinem aktuellen Buch "Neben uns die Sintflut" fest. (1)

Weiterlesen: "Aber wer liest heute noch Lenin?"

Kaethe-Kollwitz-und-Berlin24.07.2017: Aus Anlass des 150. Geburtstages der Grafikerin und Bildhauerin Käthe Kollwitz wird ihr künstlerisches Schaffen und politisches Wirken in Berlin derzeit an verschiedenen Ausstellungs-Orten gewürdigt. Und gleichzeitig wird – wie augenblicklich über vieles in der Berliner Kulturszene (erinnert sei nur an die umstrittenen neuen Theater-Intendanzen an der Berliner Volksbühne und dem Berliner Ensemble) - leidenschaftlich diskutiert. Auch über Käthe Kollwitz. Dabei geht es weniger um die große Aktualität ihres Werkes sondern um die Frage, wie und vor allem wo dieses Werk, das aufs Engste mit dem "proletarischen Milieu" Berlins verbunden ist, in eben dieser Stadt "präsentiert und repräsentiert" wird.

Weiterlesen: Käthe Kollwitz und Berlin

kaethe kollwitz nie wieder Krieg s08.07.2017: Aus vielen Selbstporträts der Käthe Kollwitz (08.07.1867 - 22.04.1945) schaut uns ein ernstes, herbes Gesicht an. Aber hatte sie denn nicht viel Glück in ihrem Leben? Sie wusste früh, dass sie Künstlerin werden wollte – ein verwegener Wunsch für ein junges Mädchen in der Kaiserzeit. Doch ihre fortschrittlichen Eltern ermöglichten ihr eine Kupferstecher-Lehre und den Besuch von zwei Künstlerinnenschulen. 1888 schloss sie sich der Berliner „Sezession“ an, der einzigen Künstlergruppe, die überhaupt Frauen aufnahm.

Weiterlesen: „Denn ohne Kampf ist kein Leben“ - Vor 150 Jahren wurde Käthe Kollwitz geboren

Tuerkei-Buch-Das-Scheitern

08.06.2017: Noch vor einigen Jahren wurde das 'türkische Modell' auf der ganzen Welt gepriesen. Recep Tayyip Erdogan und seiner AKP schien es gelungen zu sein, Islam, Demokratie und eine florierende Wirtschaft harmonisch zu vereinen und so die Türkei zum Vorbild in der ganzen arabischen Welt und zur Hoffnung des 'Westens' zu machen. Davon kann inzwischen keine Rede mehr sein. Das türkische Modell ist in der Türkei selbst gescheitert, und die Dynamiken der arabischen Welt erschweren es zunehmend, es als politische Schablone zu exportieren. In seiner prägnanten Analyse argumentiert Cihan Tugal (Professor für Soziologie an der University of California in Berkley), dass die Probleme dieses Modells des islamischen Liberalismus viel tiefer gehen als Erdogans zunehmender Autoritarismus.

Weiterlesen: Passive Revolution und das "Türkische Modell"

elsner veranstaltung hof petermann koehler13.05.2017: „Wegbereiterin einer weiblichen Tradition moderner Satire“ - so lautet das Fazit eines Features des Bayerischen Rundfunks am 29. April, also wenige Tage vor Gisela Elsners Geburtstag. Trotz einiger Brüche in ihrem Werk bestreitet heute, 25 Jahre nach ihrem Suizid, niemand mehr den hohen literarischen Rang dieser unbequem-schrägen Autorin aus Bayern. Auf der Veranstaltung der Marx-Engels-Stiftung in Hof „Erinnerung an Gisela Elsner“, die von der DKP Hof unterstützt wurde, stellte der Berliner Literaturwissenschaftler Dr. Kai Köhler wichtige Stationen aus Leben und Werk der in Nürnberg geborenen Schriftstellerin vor. Eva Petermann, Vorstandsmitglied der MES, trug Auszüge aus Elsners stark autobiografisch geprägter Erzählung „Die Zerreißprobe“ sowie aus „Fliegeralarm“ vor.

Weiterlesen: Gisela Elsner : Erkenntnis mit satirischen Mitteln

Buch Rueckkehr-nach-Reims07.05.2017: Bereits 2009 in Frankreich erschienen, ist das Buch "Rückkehr nach Reims" des französischen Soziologen Didier Eribon jetzt auch in Deutschland zum Renner geworden. Innerhalb weniger Monate hat es im deutschsprachigen Raum seine zehnte Auflage erreicht. Die außergewöhnliche Aufmerksamkeit genießt das Buch vor dem Hintergrund der Diskussionen über Merkmale und Ursachen des erstarkenden Rechtspopulismus. In der aktuellen Ausgabe der "Zeitschrift Marxistische Erneuerung Z." rezensiert Lothar Peter die "Rückkehr nach Reims":

Weiterlesen: Eribons "Rückkehr nach Reims" und die Arbeiterklasse

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