Literatur und Kunst
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gehrcke_werner_papyRossa07.09.2011: Lothar Geisler rezensiert für die nächste Ausgabe der Marxistischen Blätter zwei Bücher aus dem PapyRossa Verlag :

Wolfgang Gehrcke (HG.), „Alle Verhältnisse umzuwerfen…“ – Eine Streitschrift zum Programm der Linken

Harald Werner, Offene Fragen in der geschlossenen Abteilung

Das, was zwölf profilierte, mehrheitlich West-Linke und nicht alle Mitglieder der Partei DIE LINKE „in der Tradition marxistischer Gesellschaftsanalyse“ als Streitschrift zum Parteiprogramm der LINKEN zusammengetragen haben, ist höchst lesenswert. Sie „arbeiten offene Fragen heraus, vertiefen andere, beleuchten Unterbelichtetes“. Um nur einige zu nennen: neue oder neu gestellte alte Fragen zum Eigentum, zum Imperialismus, zu Sozialismus und Freiheit, zur Bedeutung der Demokratisierung der Medien für die Demokratisierung der Gesellschaft, zur Funktion der Nationalstaaten im Zeitalter weltumspannender transnationaler Konzernmacht, zum Geschlechterverhältnis, „Grenzen des Wachstums“  und zur Suche nach dem Subjekt der Veränderung.

Die inhaltlichen Positionen von Elmar Altvater, Christel Buchinger, Dieter Dehm, Frank Deppe, Wolfgang Gehrcke, Ralf Krämer, Christiane Reymann, Rainer Rilling, Eckart Spoo, Sahra Wagenknecht, Andreas Wehr und Harald Werner sind dabei nicht wirklich neu für LeserInnen, die theoretische/ programmatische Grundsatzdebatten der letzten Jahre (auch in den Marxistischen Blättern) ernsthaft und kontinuierlich verfolgt haben - im O-Ton und nicht in der Verzerrung bundesdeutscher Medienkampagnen und politischer Konkurrenten/ Gegner der LINKEN. Aber wer schafft das schon? Der unbestreitbare Wert der Streitschrift liegt in ihrer Kompaktheit, konkreten Vielschichtigkeit und unaufgeregten Grundsätzlichkeit von Kritik.

Wolfgang Gehrckes einleitender Beitrag gibt dabei Einblick in Selbstverständnis, Strömungen und Innenleben einer „jungen Partei in der Entstehung“, die sich „nicht auf eine einzige Weltanschauung (gründet)“, die „nicht marxistisch“ (ist), deren „historische Wurzeln jedoch weit zurück in die Entstehung der Arbeiterbewegung“ reichen und in der „jeder erbitterte Meinungsstreit der Vergangenheit, jede Kampf- und Streitschrift, jede Spaltung noch als Narbe vorhanden“ sei. Die bisherige geschichtliche Erfahrung seit 1914 sei: „Keine linke Partei ohne Spaltung!“, Spaltung in Kommunisten und Sozialdemokraten mit ihren furchtbaren Folgen, die bis heute fortwirken und über lange Jahre übliche Aus- und Abgrenzung von Parteien aus der Arbeiterbewegung gegenüber neuen sozialen Bewegungen.  DIE LINKE sei „Produkt eines tiefen Wunsches und Willens nach Gemeinsamkeit, zugleich haben all jene Spaltungen und Abgrenzungen ein Echo in ihr.“ Vor diesem Hintergrund könne – und hier wird’s ein wenig pathetisch - „die Programmdebatte eine (Wieder-) Vereinigungsbewegung werden, die ihre Stärke aus Unterschiedlichkeit gewinnt, aktuell und fortdauernd immer wieder aufs Neue.“

Die Partei suche ein „klares politisches Profil“ und „Wir-Identität“. Wobei Gehrcke warnt: „Radikale Formulierungen im Programm schützen nicht davor, sie in der Praxis zu verlassen und zu verraten. Und eine neoliberale Politik verträgt sich sehr wohl mit der Sehnsucht nach programmatischer Radikalität. So bleibt die SPD nach ihrem aktuellen Hamburger Programm von 2007 dem ‚demokratischen Sozialismus’ treu als ‚die Vision einer freien, gerechten und solidarischen Gesellschaft, deren Verwirklichung für uns eine ständige Aufgabe ist’. Was hat’s geholfen? Oder haben die Grünen ihre pseudo-radikalen Programme vor einem Regierungsdeal in Richtung Krieg und Hartz IV abgehalten? Kein Parteiprogramm und keine Haltelinie können DIE LINKE davor schützen, links zu blinken und rechts abzubiegen. Umgekehrt wäre aber ein Programm, das den Ballast der Kapitalismuskritik ganz klein macht oder gar abwirft, die Einladung zur Anpassungspolitik, auf die irgendwann die Umwandlung in eine Allerweltspartei folgen würde.“ „Linke Stabilität jenseits von realpolitischer Anpassung wie realitätsgelöstem Sektierertum“ könne DIE LINKE durch „eine klare Analyse, der Welt, in der wir kämpfen“ gewinnen und „wenn sie Politik als soziale Bewegung und in sozialen Bewegungen macht, wenn sie klare Verpflichtungen gegenüber den Menschen eingeht, ihnen gegenüber Rechenschaft ablegt und wenn sie ihre aktuelle Programmatik in lebendiger innerparteilicher Demokratie überprüft und fortschreibt.“

Gehrcke’s Vision ist eine Partei in der „Reformismus und Revolution, Reformisten und Revolutionäre… keine Antagonismen (sind), sondern zwei Pole in dem guten Vorrat an Gemeinsamkeiten.“ Warum alle bisherigen Versuche einer so breiten, - nennen wie sie mal „Sozialistischen Volkspartei“ bisher scheiterten, bleibt im historischen Nebel. Ob sich Gehrckes Idee einer „Haftungs- und Zugewinngemeinschaft“ der verschiedenen Parteiflügel und -strömungen durchsetzt und die dafür notwendige „harte Übung in gegenseitigem Respekt“ bei der Suche nach tragfähigen Kompromissen erfolgreich ist, werden der kommende Parteitag und der folgende Parteialltag zeigen. Gewitterwolken am Horizont sind unübersehbar und die Neigung, inhaltliche Differenzen durch Personalentscheidungen lösen zu wollen, ist auch in der LINKEN ungebrochen. Gegenüber den „Roll back“ - Versuchen z. B. in der Friedenspolitik, gegenüber dem sich abzeichnenden, verschärften innerparteilichen Hauen, Stechen, Köpferollen, wie man es nach Medienattacken oder Wahlschlappen schon erlebt hat, wirkt Gehrckes richtiger Rat ein wenig hilflos: „Die Kunst … Interessen des Gegenübers verstehen zu wollen, sie in Rechnung zu stellen und darauf zu verzichten, die Anderen hinausdrängen zu wollen. Jede Mehrheit muss Demütigungen der Minderheit, jede Minderheit Erpressungen der Mehrheit vermeiden.“

Allerspätestens bei diesem Satz sieht sich der Rezensent auch voll im rauen Alltag und den heftigen Debatten seiner eigenen Partei, der DKP, angekommen, abgesehen davon, dass wir auf die gleichen großen Weltfragen kollektive kommunistische Antworten suchen. Aber, um ganz ehrlich zu sein, auf diese Streitschrift – sie lag auf dem Stapel „Demnächst mal lesen.“ – war ich bei ihrem Erscheinen im Frühjahr dieses Jahres wenig neugierig, vor allem, weil eine ernsthafte Grundsatzdebatte so sehr weit weg ist vom Leben und Zusammenleben mit der real existierenden Partei DIE LINKE vor Ort, im eigenen Umfeld des Rezensenten. Dort haben ein theorieloser, auf Wahlen und Ratsarbeit reduzierter Pragmatismus, linke Alleinvertretungsansprüche und antikommunistische Ressentiments die Oberhand gewonnen und eine über Jahre erkämpfte, nicht widerspruchsfreie, aber konstruktive Zusammenarbeit von PDS und DKP vorerst auf annähernd Null zurückgefahren.

Das Interesse an der Streitschrift wuchs allerdings, nachdem ich Harald Werners (Teil-) Biografie: „Offene Fragen in der geschlossenen Abteilung“ gelesen hatte, vor allem den gemeinsamen Epilog mit Wolfgang Gehrcke. Der Autor, ebenfalls ein profilierter Vertreter der so genannten Erneuerungsströmung der DKP der End-80er Jahre, reflektiert  – wie der Untertitel verspricht – „Das erfolgreiche Scheitern einer Kaderperspektive“, sein als „schöpferische Zerstörung“ interpretiertes persönlich-politisches Scheitern als hauptamtlicher DKP-Funktionär. Werner geht – als mittlerweile über 70jähriger Alt-68er – der sehr speziellen Frage nach „was uns wirklich bewegt hatte, eine so genannte bürgerliche Karriere auszuschlagen, Mitglieder einer Partei zu werden, die von der DDR subventioniert wurde, die wir, obwohl wir dort nicht hätten leben wollen, trotzdem leidenschaftlich verteidigten… ? Wir nahmen Berufsverbote hin und wurden hauptamtliche Funktionäre, so genannte Berufsrevolutionäre, was eine schlechte Umschreibung für grenzenlose Arbeitszeiten, miserable Bezahlung und meistens auch fehlende Rentenansprüche war (was man schon vorher wusste und akzeptierte!). Die meisten von uns hatten exzellente Studienergebnisse oder waren überdurchschnittlich qualifizierte Facharbeiter und trotzdem mühten wir uns mit einem politischen Tagesgeschäft ab, das mehr Hohn und Spott als wirkliche Erfolge brachte. Wobei viele von uns aus der 68er Bewegung zur DKP gefunden hatten, antiautoritär politisiert wurden und sich im Laufe der Jahre immer stärker fragten, wie weit sie den Kurs dieser Partei noch rechtfertigen könnten, ohne ihre eigene Identität zu verlieren. Niemals stellten sich mir diese Fragen so eindringlich wie in Biesdorf.“  

Biesdorf  1987 – konkret sein damaliger als „Bewährungsaufenhalt“ (etwas arg dramatisch!) empfundener einjähriger Studienaufenthalt an der dortigen Franz-Mehring-Schule ist der Mikrokosmos von Harald Werners „autobiografischer Erzählung“ über den „Erneuerungsstreit“ der DKP. „Erzählung“ - das sei betont! Es geht um erzählte Geschichte in Geschichtchen, wobei der Erzähler für sich „die literarische Freiheit in Anspruch genommen (hat), um mit konstruierten, aber nie frei erfundenen Dialogen auch theoretische Probleme des marxistischen Diskurses in dieser Zeit verständlich zu machen.“ In den Jahrbänden des IMSF und der Marxistischen Blätter ist das mit weniger „literarischer Freiheit“ nachzulesen. Ob und wie wahrhaftig – sprich: der Wahrheit verhaftet – das von Werner erzählt Erlebte ist, können die direkt Beteiligten am besten beurteilen. Und mehr als eine/r – vor allem, wenn er oder sie der DKP treu geblieben ist – wird sich an der einen oder anderen Stelle von Inhalt und Stil mit Recht verletzt fühlen und der subjektiven Sicht des Erzählers heftig widersprechen. Nicht nur, weil die Existenz der DKP für Werner offensichtlich, aber wirklichkeitsfern mit dem Ende der DDR und ihrer Subventionierung endet.

Der Buchtitel strapaziert bei aller Originalität die nur räumliche Nähe der Parteischule in Biesdorf zum Griesinger-Krankenhaus. Der „weitgehend offenen Klinik für psychisch kranke Menschen“ wird die „Kaderschmiede“ als „geschlossene Abteilung“ gegenübergestellt. Das hält Werner für „insofern gerecht, als sie nicht nur hermetisch von der Außenwelt abgeschlossen war, sondern auch ein geschlossenes Weltbild zu vermitteln suchte.“ Das eine wie das andere hat nicht nur der Rezensent wirklich ganz anders erlebt – wenn auch etliche Jahre vor Gorbatschows Perestroika und Harald Werners Ost-Berliner Studienjahr. Immerhin gesteht Werner auch für das Jahr 1987 ein, dass „sich der Lehrkörper als wesentlich flexibler erwies, als der größere Teil der Lernenden.“

Trotz alledem: Das Buch von Harald Werner ist bei allen Mängeln im Detail, weißen Flecken und Aufregern der erste – dem Rezensenten bekannte – ernsthaftere Ansatz eines Versuches, die Geschichte der DKP nicht nur aus der Sicht eines „Erneuerers“ darzustellen, sondern den höchst kritischen Blick auch auf die „gescheiterte Erneuererströmung“ selbst zu richten. Werner rechnet nicht pauschal mit der DKP ab, sondern bleibt meist differenziert in Darstellung und Urteil, was niemand als „Wiederannäherung“ missverstehen sollte. Bei unaufgeregter Lektüre öffnet sein Buch aber auch DKP-Mitgliedern den Blick auf (vergangene) Stärken und Ausstrahlungskraft der DKP und auf die Frage, wie aus Menschen in Bewegung KommunistInnen geworden sind bzw. werden, warum und unter welchen Bedingungen sie aktive KommunistInnen bleiben oder auch wieder gehen.

Interessant und enttäuschend zugleich ist der Epilog „Zwei Jahrzehnte später“. Denn irgendwie hört das Buch genau da auf, wo es erst wirklich spannend wird bezüglich der organisationspolitischen Erfahrungen von West-Linken bzw. ehemaligen DKP-Hauptamtlichen, die nicht ins Privatleben, ins bürgerliche Feuilleton oder zu den Grünen bzw. bundesdeutschen NGO’s geflüchtet sind, sondern in die PDS oder später DIE LINKE. Dieser Teil linker Biografien muss noch geschrieben werden. Über dem (zu) kurzen Epilog von Wolfgang Gehrcke und Harald Werner könnte – ohne alle Häme – auch stehen „Vom Regen in die Traufe“. Da ist viel von neuer „Fremdheit“ die Rede, „die fortzuleben scheint im häufig thematisierten Ost-West-Konflikt der LINKEN“, von Desillusionierung und mangelnder Lernfähigkeit oder -bereitschaft. Doch wichtiger für die Zukunft der gesamtdeutschen Linken (nicht nur der Partei in Großbuchstaben) scheint mir das unübersehbare Bemühen zumindest dieser beiden Genossen zu sein, sich und ihrer neuen politischen Heimat über die aktuelle Programmdebatte hinaus auch das spezifische westdeutsche Erbe von KPD/DKP und der Vor-Godesberg-SPD anzueignen, die 1959 endgültig mit dem Marxismus gebrochen hat. Gehrcke erinnert an seinen Ausschluss bei Falken/ SPD und seinen Weg zur 1961 noch illegalen KPD und stellt allgemein fest: „Zur Geschichte der Kommunisten im Westen wurde bisher zu wenig geschrieben. Und das Wenige dann auch noch verzerrt durch die Brille des Antikommunismus und häufig mit einem Ost-Blick. Diese Arbeit wird noch zu leisten sein.“ Letzteres gilt auch für die real existierende DKP, die vor der Herausforderung steht, ihr kommunistisches Erbe zu sichern, Lehren auch aus ihrer jüngsten Geschichte zu ziehen und auch nach den Ursachen ihres weitestgehenden Scheiterns im Osten zu suchen.

Vor diesem Hintergrund gehört für mich ganz persönlich – damit bin ich wieder bei der eingangs kurz umrissenen Streitschrift – der Beitrag von Harald Werner über „Verschüttete Quellen, vergessene Wurzeln und das ungeliebte (DKP-) Erbe der LINKEN“ neben Andreas Wehrs Betrachtung der „Imperialismusfrage heute“ zu den anregendsten, selbst wenn der Autor hier und da mit überspitzten (negativen) Urteilen z.B. über die DDR weit übers Ziel hinaus schießt, während er die (zeitlich begrenzte) vielschichtig positive Ausstrahlung der DDR, z.B. ihres antifaschistischen Grundkonsenses, ihres Bildungssystems, ihrer Sozialpolitik, ihrer Künstler, Schriftsteller und marxistischen Wissenschaftler auf die Westlinke, auf die Arbeiter- und Studentenbewegung, völlig unterbewertet. Von dieser Ausstrahlung hat auch die DKP profitiert und die ihr nahestehenden Verlage, Buchhandlungen, Reisebüros etc. Mit „Subventionierung“ oder „Fremdfinanzierung“ allein, ist das alles nicht zu erklären. Dem Rezensenten der Süddeutschen Zeitung stößt die „Verteidigung des kommunistischen und radikalsozialistische Erbes der alten Bundesrepublik und der Verdienste der DKP im Kampf gegen den deutschen ‚Imperialismus’ und für den Erfolg der Friedensbewegung“ besonders übel auf. Der bürgerlichen Geschichtsschreiberzunft winkt er mit dem Zaunpfahl: „In der Tat wäre es für Zeithistoriker ein reizvolles Unterfangen, dieses linke Milieu mit seinen gebrochenen Lebensläufen genauer zu untersuchen – und sich nicht damit zu bescheiden, mit antikommunistischer Emphase über deren historische Irrtümer die Nase zu rümpfen.“ (SZ, 6.6.2011)

Ich empfehle: den Beitrag von Harald Werner und die ganze Streitschrift selber lesen und eine eigene kommunistische Meinung bilden, – allein oder zusammen mit anderen GenossInnen. Der Rezensent hält sich an dieser Stelle zurück – nicht aus Feigheit oder mangels Meinung, sondern aus methodischen Gründen. Das Grundanliegen von Gehrcke und Werner kann man ja nur unterstützen: Stärkung des „marxistischen Flügels“ der LINKEN. Eine wieder erstarkende DKP, die ihre eigene reale Geschichte als Lehrmeister schätzt, ihr eigenes Erbe, ihre Quellen und Wurzeln nicht vernachlässigt, an ihrer Streitkultur und innerparteilichen Demokratie arbeitet, weder in „gedankenlose Orthodoxie noch in theorielosen Pragmatismus“ verfällt und auch im theoretischen und programmatischen Streit mit sich und anderen in den außerparlamentarischen Bewegungen wieder mehr Ausstrahlungskraft gewinnt, mehr „Druck von links“ macht , wäre ja auch ein Beitrag dazu. Und wenn (berechtigte) Kritik am Grundsatzprogramm der LINKEN lautet „Noch wird aus einer national begrenzten eurozentrierten Perspektive auf unsere Gesellschaft geblickt“ (W.Gehrcke) und „Früher war mehr Marxismus“ (H.Werner sinngemäß), dann haben wir DKP-Mitglieder überhaupt keinen Grund, uns wie die „Schmuddelkinder“ behandeln zu lassen und uns zu verstecken, auch nicht mit unserem Parteiprogramm. Frank Deppe hat der LINKEN ins Streitbuch geschrieben: „Es gibt keinen plausiblen Grund ‚den aufrechten Gang’ (Bloch) durch einen subalternen Habitus gegenüber den vermeintlichen Siegern der Geschichte zu ersetzen. Auch die Gespräche mit den Sozialdemokraten, deren Geschichte ihrerseits voll von Opportunismus und Schandtaten gegen die Linke ist, müssen auf gleicher Augenhöhe stattfinden.“ Gleiche Augenhöhe in einer Erben- und Aktionsgemeinschaft von linken SozialdemokratInnen, SozialistInnen und KommunistInnen – ach, was wär’ das prima!

Text: Lothar Geisler

Wolfgang Gehrcke (HG.), „Alle Verhältnisse umzuwerfen…“ – Eine Streitschrift zum Programm der Linken, PapyRossa 2011, 234 S., 12,- Euro; ISBN 978-3-89438-459-3
Harald Werner, Offene Fragen in der geschlossenen Abteilung, PapyRossa 2011, 155 S., 14,- Euro, ISBN 978-3-89438-478-4


 

MB_5_11_TitelDie Marxistischen Blätter 5/11 erscheinen ab dem 10. Oktober 2011

Die erste Ausgabe der Marxistischen Blätter erschien im November 1963. Sieben Jahre nach dem Verbot der KPD und lange vor 68er-Bewegung, "Mehr Demokratie wagen", neuer Ostpolitik und Neukonstituierung der DKP fanden bundesdeutsche Marxisten einen Weg, das mutige Projekt - eine "Zeitschrift für wissenschaftlichen Sozialismus" - zu gründen.

Die Marxistischen Blätter erscheinen alle 2 Monate. Sie sind an den Büchertischen ,Infoständen und manchen Buchhandlungen erhältlich oder können direkt über den Verlag bezogen werden. Noch besser ist ein Abonnement.

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