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frauen spanischer krieg edition ost30.10.2016: Frauen, die zwischen 1936 und 1939 die Spanische Republik und die soziale Revolution verteidigten, stehen im Mittelpunkt dieser biografischen Dokumentation von Ingrid Schiborowski und Anita Kochnowski, die am 31.10.2016 im Verlag am Park, edition ost, erscheint. Die biografische Dokumentation ist ein Projekt des Vereins „Kämpfer und Freunde der Spanischen Republik 1936 – 1939“ e. V. mit Sitz in Berlin. Mit ihrer Arbeit holen die Autorinnen den Kampf der mutigen Frauen für Frieden, Freiheit und Demokratie in Spanien, außerhalb Spaniens für die Solidarität mit der spanischen Republik und später im Widerstand gegen den Zweiten Weltkrieg in das Gedächtnis der heute Lebenden. Sie erfassen nach fast einem Jahrzehnt unermüdlicher Recherchearbeit viele Internationalistinnen und Antifaschistinnen aus zahlreichen Ländern, die sich als Milizionärinnen, Krankenschwestern, Ärztinnen, Kraftfahrerinnen, Dolmetscherinnen, Journalistinnen, Fotografinnen für die Republik einsetzten.

Einen großen Raum nehmen die Biografien spanischer Frauen ein, deren historischer Kampf gewürdigt wird. Sie erkämpften sich nach dem Sieg der Volksfront eine völlig neue aktive Rolle in der vom Katholizismus geprägten Gesellschaft. Selbstlos und aufopferungsvoll übernahmen sie in der Landwirtschaft, in den Betrieben, in den Verwaltungen die Arbeit ihrer Männer, die an der Front kämpften. Ihre Emanzipation führte sie auch in die Politik.

Die Sammlung biografischer Daten, gibt Auskunft über die familiäre, geografische, berufliche oder politische Herkunft, über die Tätigkeit im Krieg gegen Franco sowie über das Wohin der Frauen nach ihrem Einsatz in Spanien. In den seltensten Fällen fanden die Autorinnen bisher Angaben zu all diesen Lebensbereichen. Oft blieben nur die Namen. Diese Angaben über 3.331 Frauen offenbaren dennoch, dass die sie ihren eigenständigen Anteil an der Entstehung und Verteidigung eines neuen Spanien hatten und dass es der Mut, die Einsatzbereitschaft, die Kenntnis der Frauen waren, die den Widerstand gegen Franco so lange aufrecht hielten.

„Ich ziehe meinen Hut vor der immensen Recherchearbeit, die hier geleistet worden ist. Es ist mehr als verdienstvoll, eine solche Dokumentation zusammengetragen zu haben. Diese Arbeit wird nie wieder jemand leisten. Aber damit ist der Beitrag von Frauen bei der Verteidigung der Spanischen Republik für alle Ewigkeit festgehalten. Dessen können sich alle rühmen, die zur Erarbeitung des Manuskriptes beigetragen haben.“
Frank Schumann, Verleger, Berlin, Oktober 2016.

Pressemitteilung des Vereins „Kämpfer und Freunde der Spanischen Republik 1936 – 1939“ e. V.

Ingrid Schiborowski (Hrsg.), Anita Kochnowski (Hrsg.).
Frauen und der spanische Krieg 1936 – 1939
Eine biografische Dokumentation
edition ost, Verlag am Park
652 Seiten
ISBN 978-3-945187-75-3
29.99 Euro.

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Für eine offene und freie Gesellschaft – Solidarität statt Ausgrenzung!

Es findet eine dramatische politische Verschiebung statt: Rassismus und Menschenverachtung werden gesellschaftsfähig. Was gestern noch undenkbar war und als unsagbar galt, ist kurz darauf Realität. Humanität und Menschenrechte, Religionsfreiheit und Rechtsstaat werden offen angegriffen. Es ist ein Angriff, der uns allen gilt.
Wir lassen nicht zu, dass Sozialstaat, Flucht und Migration gegeneinander ausgespielt werden. Wir halten dagegen, wenn Grund- und Freiheitsrechte weiter eingeschränkt werden sollen.

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