Frankreichs Gewerkschafter wieder auf der Straße

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manifestation 9 avril bordeaux cgt20.04.2015: Während in den deutschen Medien vorrangig vom Streik der französischen Fluglotsen zu hören war, wurde von der größten landesweiten Gewerkschaftsaktion in Frankreich seit langem am gleichen Tag fast nichts berichtet. Dabei war der gemeinsame Gewerkschaftsaktionstag mehrerer Gewerkschaftsbünde Anfang April ohne Zweifel der politisch gewichtigere Vorgang. Zehn Tage nach den Departementswahlen, die durch hohe Nichtwählerzahlen und eine Hinwendung vieler Wählerinnen und Wähler zu den Rechten und Rechtsextremisten gekennzeichnet waren, setzten die französischen Gewerkschafter am 9. April ein Zeichen dafür, dass auf der Linken nun keineswegs Resignation und Niedergeschlagenheit herrscht und dass der Widerstand gegen den Sparkurs der „sozialistischen“ Regierung und die vom Unternehmerverband MEDEF durchgesetzte neoliberale Wirtschafts- und Sozialpolitik nicht nachlässt.

 

Auf 86 Kundgebungen und Demonstrationen in den regionalen Zentren versammelten sich rund 300 000 Menschen, davon 120 000 bei außerordentlich eindrucksvollen, bunten und vielgestaltigen zentralen Demonstration in Paris. Da die Aktionen an einem gewöhnlichen Werktag (einem Donnerstag) stattfanden, verband sich die Teilnahme für mehrere zehntausend Arbeiter und Angestellte mit einem mehrstündigen Streik oder vorzeitiger Beendigung der Arbeit. In Paris mussten wegen des Streiks des Personals sogar erstmals seit langem wieder herausragende Touristenattraktionen wie der Eiffelturm und das berühmte Museum Louvre ihre Pforten schließen. Darüberhinaus waren die Aktionen von rund 800 betrieblichen Streikaufrufen begleitet, die sich jeweils konkret auf Betriebsebene gegen angedrohte Entlassungen oder Stilllegungen oder Kürzungen sozialer Leistungen und Verschlechterung der Arbeitsbedingungen richteten. Mit einem eigenen Block nahmen Beschäftigte von Radio France an der Pariser Demo teil, deren Streik gegen Sparmaßnahmen und Stellenstreichungen an diesem Tag seit 21 Tagen andauerte. <Im landesweiten Durchschnitt streikten 25 Prozent die Lehrer und Beschäftigten der Vor- und Grundschulen, im Großraum Paris waren es sogar 50 Prozent . Das boulevardbreite Spitzentransparent der Pariser Demonstration lautete: „Gegen den Sparkurs, für die Löhne, die öffentlichen Dienste, die Arbeit und soziale Absicherung“.

Zu dem Aktionstag aufgerufen hatten die vier Gewerkschaftsbünde CGT (früher „kommunistisch“), Force Ouvrière (FO - früher „sozialistisch“), FSU (Föderation der Lehrergewerkschaften und des Bildungswesens) sowie Solidaires (lose Vereinigung „autonomer“ Gewerkschaften), die innerhalb der französischen Gewerkschaftsbewegung zu deren stärker kämpferisch ausgerichtetem linkem Teil gehören. Die eher auf sozialpartnerschaftliche Verhandlungen mit Unternehmerverbänden und Regierung orientierten „reformistischen“ Gewerkschaftsverbände CFDT, CFTC (christliche Gewerkschaften), UNSA und CFE-CGG (Angestelltengewerkschaft) waren nicht für eine Beteiligung zu gewinnen gewesen.

Die CGT fasste das Ergebnis und die Bedeutung des Aktionstages so zusammen: „Die Demonstrationsteilnehmer haben mit Enthusiasmus und Entschlossenheit ihre Forderungen in Sachen Löhne und Renten, Arbeit, Verbesserung der Arbeitsbedingungen und der sozialen Absicherung, aber auch für eine Entwicklung der öffentlichen Dienste, die den Bedürfnissen der Bevölkerung entspricht, zum Ausdruck gebracht. Sie haben heute klar ihre Opposition zur Sparpolitik bekundet, die von der Regierung betrieben wird und von der Unternehmerschaft mit MEDEF an der Spitze inspiriert ist. Regierung und Unternehmer müssen die heute zum Ausdruck gebrachte Botschaft und die sozialen Forderungen hören… Die Mobilisierung von heute Muss bis zum nächsten Aktionstag und am 1. Mai ausgeweitet werden.“ Die CGT werde alles tun, um die besten Bedingungen für ein möglichst einheitliches Vorgehen und die Zusammenführung aller Arbeitenden, Rentner und Arbeitslosen zu schaffen.

Text: Pierre Poulain       Foto: cgt

Internationales

Der kubanische Impfstoff ist da. Und dann kommt das Nasenspray Mambisa

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Europa

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Linke / Wahlen in Europa

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Kapital & Arbeit

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Analysen

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Meinungen

"Diese verfallene Ruine der bürgerlich-demokratischen Herrlichkeit schützen"

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05.03.2021: Neben der Corona-Pandemie wird das Jahr 2021 sicher auch im Zeichen der sechs Landtagswahlen (Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern) und vor allem der Bundestagswahl am 26. September stehen, der sich daraus ergebenden Zusammensetzungen der Parlamente und der Fragen nach möglichen Regierungskonstellationen. Günther Stamer (Kiel) nimmt den 150. Geburtstag von Rosa Luxemburg am 5. März zum Anlass, an ihren Blick auf demokratisches Wahlrecht, Parlamentarismus und Rätedemokratie zu erinnern.

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Literatur und Kunst

Revolutionäre Frauen

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08.03.2021: "Revolutionäre Frauen", ein Buch, das Text und Bild ebenso wie Handeln und Denken vereint: Mit Stencils (Schablonen für Graffiti) und Kurzbiografien von dreißig revolutionären Frauen können Straßenzüge und kollektive linke Wissensbestände in neuem Glanz leuchten. In "Revolutionäre Frauen" sind keinesfalls nur Frauen porträtiert, die frei von Widersprüchen sind. Dennoch verbindet all die unterschiedlichen Biografien in dem Buch der Feminismus, wenn er auch in unterschiedlicher Form auftaucht. Eine Buchbesprechung von Sebastian Friedrich:

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Der Kommentar

SPD blinkt links

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ein Kommentar von Leo Mayer zum Bundestagswahlprogramm der SPD      

04.03.2021: Die SPD hat am Montag den Entwurf für ihr Wahlprogramm präsentiert, mit dem sie im September bei der Stimmabgabe möglichst viele Wähler*innen hinter sich bringen will - und zu diesem Zwecke blinkt sie links. Die SPD verspricht, dass sie, vorausgesetzt sie ist in der kommenden Legislaturperiode wieder an der Bundesregierung beteiligt, alles besser machen wird: Dann wird der Sozialstaat gestärkt, die Umwelt geschützt und die Reichen werden zur Kasse gebeten.

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marxistische linke - Partnerin der Europäischen Linken

Internationaler Frauentag vs. FLINT*?

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08.03.2021: Seit 110 Jahren gehen Frauen am 8. März für ihre Rechte auf die Straße. Die Aktivitäten sind so unterschiedlich wie die Frauen, die sie organisieren, wie die Staaten, in den denen sie stattfinden und wie die dort aktuell anstehenden Themen und Forderungen. Bettina Jürgensen zum Internationalen Frauentag.

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Initiative 19. Februar Hanau: Wir klagen an! Ein Jahr nach dem rassistischen Terroranschlag

Initiative 19. Februar Hanau: Wir klagen an! Ein Jahr nach dem rassistischen Terroranschlag

20.02.2021: Angehörigen, Überlebenden und die Initiative 19. Februar legen die Ergebnisse ihrer Recherche offen und zeichnen die Kette des Versagens nach.
Wir klagen an und klären auf!
Wir fordern politische Konsequenzen!

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Im Land des Sandes. In der Westsahara

Westsahara: In den befreiten Gebieten

Westsahara: In den befreiten Gebieten

Bericht von Kerem Schamberger |

19.02.2019: Die letzten Tage in der Westsahara waren geprägt von Sand. Überall Sand, wie schon im ersten Blogeintrag beschrieben. In jeder Ritze, in jeder Pore. Warum? Weil wir in die von der Polisario befreiten Gebiete gefahren sind und dort noch mehr Wüste ist, als schon in den Flüchtlingslagern um Tindouf.

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Der Kampf für das Recht der Frauen, über ihren Körper zu entscheiden, ist international.
Europäische Linke unterstützt das Recht auf Abtreibung
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Pariser Commune h 600phttps://youtu.be/r1lREQYzNfo

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04.03.2021: Die SPD hat am Montag den Entwurf für ihr Wahlprogramm präsentiert, mit dem sie im September bei der Stimmabgabe...

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08.03.2021: Seit 110 Jahren gehen Frauen am 8. März für ihre Rechte auf die Straße. Die Aktivitäten sind so unterschiedlich wie die Frauen, die sie organisieren, wie die Staaten, in den denen sie stattfinden und wie die d...

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Initiative 19. Februar Hanau: Wir klagen an! Ein Jahr nach dem rassistischen Terroranschlag

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20.02.2021: Angehörigen, Überlebenden und die Initiative 19. Februar legen die Ergebnisse ihrer Recherche offen und zeichnen die Kette des Versagens nach.
Wir klagen an und klären auf!
Wir fordern politische Konsequenzen!

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Zum Vormerken: 50 Jahre MSB Spartakus - 12. Juni 2021 in KölnMSB konstituiert

Liebe Freundinnen und Freunde, wir möchten Euch einladen:

Am 22. Mai 1971 wurde der Marxistische Studentenbund Spartakus (MSB) in Bonn gegründet. Er war in den 1970ern und 1980ern einer der einflussreichsten Studierendenverbände, in dem sich mehrere tausend Studentinnen und Studenten organisierten. Im Mai 2021 wird dieses Ereignis fünfzig Jahre her sein. Wir nehmen es zum Anlass, zu einer Wiederbegegnung einzuladen.
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Dossier "Linke Strategien"

Im Dossier "Linke Strategien" sind Artikel zusammengestellt, die auf kommunisten.de in verschiedenen Rubriken erschienen sind und sich mit Fragen linker Strategie, Neuformierung der Linken, etc. befassen.

Zum Dossier


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