Das Lager Moria auf der Insel Lesbos fast vollständig abgebrannt

Tools
PDF

Moria Brand 2020 09 0810.09.2020: Am Dienstagabend (8.9.) ist das Lager von Moria fast vollständig abgebrannt ++ 13.000 Geflüchtete obdachlos ++ Stellungnahmen von SYRIZA, Europäische Linke, Pro Asyl, medico international

Am Dienstagabend (8.9.) ist das Lager von Moria in Brand geraten und ein großer Teil davon ist vollständig zerstört. Die 13.000 Flüchtlinge, die in dem EU-Hotspot-Lager untergebracht waren, verbrachten eine wilde Nacht des Terrors. Zeugenaussagen besagen, dass "sie versuchten, auf nahegelegene Felder zu fliehen, wobei es anfangs Angst um Tote gab".

 

Eigentlich ein Wunder, dass diese Katastrophe nicht schon früher geschehen ist. Seit vielen Jahren werden Bilder, Anträge, Forderungen von Menschen und Organisationen veröffentlicht, die in Moria arbeiten, aber auch von den Menschen, die dort leben und auf den Moment warten, an dem ihr Asylantrag von den griechischen oder europäischen Asylbehörden geprüft wird. Die katastrophalen Zustände sind seit langem bekannt: Die Schutzsuchenden müssen in einem völlig überfüllten Lager leben, unterernährt, ohne Heizung und ausreichende medizinische Versorgung. Selbst während der Pandemie sind sie engzusammen gepfercht, obwohl diese Bedingungen unter Missachtung der Hygienevorgaben eigentlich verboten sind.

Das Einzige, was der griechische Staat seit dem Auftreten von Covid-19 in Griechenland unternommen hat, war die Bewegungsfreiheit der im Lager lebenden Menschen durch den fortwährende Erlass von Anordnungen – entgegen den Empfehlungen der europäischen Gesundheitsbehörden und der Weltgesundheitsorganisation – zunehmend einzuschränken.

"Wenn das Auffanglager von Moria 5.000 bis 6.000 Bewohner gehabt hätte, wären sowohl die festgestellten Coronafälle als auch die Quarantäne zu managen gewesen. Stattdessen hatte die Regierung vor wenigen Tagen offiziell entschieden, das Camp Moria zu einem großen geschlossenen Camp zu machen“, kritisiert der aus Lesbos stammende Parlamentsabgeordnete Giannis Bornous (SYRIZA).

SYRIZA fordert Rücktritt des Migrationsministers

Im Syriza-nahen Radiosender Sto Kokkino sprach Giannis Bornous von einem "geplanten politischen Verbrechen" seitens der Regierung Mitsotakis, die es zugelassen habe, dass die Zahl der Geflüchteten im Camp von knapp 6.000 Menschen kurz vor den Wahlen letzten Jahres auf über 21.000 im Februar 2020 angewachsen sei. Außerdem beklagte er, dass die Regierung sehr spät damit angefangen habe, Menschen aus Moria aufs Festland zu bringen. Giannis Bornous forderte den Rücktritt des konservativen Migrationsministers Notis Mitarakis.

Europäische Linke: Dublin-Verordnungen aufheben und humanitäre Korridore einrichten

′′Es ist schrecklich, dass die Situation so weit eskaliert ist. Wir können nicht gleichgültig bleiben! Die EU ist für die Eskalation der Situation verantwortlich, sie muss jetzt handeln und Moria evakuieren "- kommentiert der Vorsitzende der Europäischen Linken, Heinz Bierbaum. "Die Europäische Linke fordert die Aufhebung der Dublin-Verordnungen und die Einrichtung von rechtlichen und sicheren humanitären Korridoren. Wir brauchen eine europäische Lösung, die alle EU-Mitgliedstaaten umfasst. Die Inseln dürfen nicht länger als Aufnahmelager dienen, in dem Flüchtlinge unter erschreckenden Bedingungen unbestimmte Zeit untergebracht werden. Die Europäische Linke verurteilt die unmenschliche Politik gegenüber Migranten. Wir schlagen eine Aufnahmepolitik für Asylbewerber und Flüchtlinge vor, die Menschenrechte respektieren und das Recht auf Mobilität und Bewegungsfreiheit als Recht aller berücksichtigen!"

PRO ASYL: Konzertierter europäischer Rettungsplan, sofortige Evakuierung der Flüchtlinge und Aufnahme in Deutschland und anderen europäischen Staaten

PRO ASYL erinnert in einer aktuellen Stellungnahme daran, dass die unmenschlichen Lebensbedingungen in Moria zur Abschreckungsstrategie der EU gehören. "Das Konzept hinter diesen Lagern ist der EU-Türkei-Deal, auf dessen Grundlage Geflüchtete auf griechischen Inseln festgehalten und in die Türkei zurückgeschickt werden sollen."

PRO ASYL fordert einen konzertierten europäischen Rettungsplan, die sofortige Evakuierung der Flüchtlinge und die Aufnahme in Deutschland und anderen europäischen Staaten. "In Deutschland haben die Bundesländer Berlin und Thüringen ein Landesaufnahmeprogramm geplant, hunderte weitere Kommunen haben sich zur freiwilligen Aufnahme von Geflüchteten aus den Elendslagern oder von auf dem Mittelmeer Geretteten bereit erklärt. All das wird von den politisch Verantwortlichen aber mit dem Hinweis auf eine angestrebte »gesamteuropäische Lösung« blockiert, der Start der Landesaufnahmeprogramme von Bundesinnenminister Seehofer gar untersagt. Gleichzeitig ist in den vergangenen Monaten nichts hinsichtlich einer europäischen Lösung passiert, die Aufnahme von einigen hundert besonders vulnerablen Personen aus den Elendslagern ist nicht mehr als ein Feigenblatt. PRO ASYL fordert den Zugang zu fairen Asylverfahren und die Aufnahme in Deutschland und anderen EU-Staaten."

Im Newsletter von medico international vom 9. September heißt es:

Moria ist abgebrannt, es braucht jetzt eine humanitäre Lösung

In der vergangenen Nacht brannten große Teile des Flüchtlingslagers Moria auf Lesbos nieder. In den letzten Tagen war ein Anstieg der Corona-Fälle im mit über 13.000 Menschen vollkommen überbelegten Lager zu verzeichnen, das daraufhin abgeriegelt worden ist. Tausende Menschen haben sich vor den Flammen in Sicherheit gebracht und irren über die Insel. Berichte über Verletzte oder Tote gibt es noch nicht.

Dem Brand an verschiedenen Stellen des Lagers waren Proteste von Geflüchteten gegen Ihre inhumane Unterbringung und Versorgung sowie gegen unzureichende Maßnahmen zum Schutz vor einer Ansteckung mit Covid-19 vorausgegangen. Seit dem ersten offiziellen Covid-19-Fall im Flüchtlingslager am 2. September ist die Zahl der bestätigten Fälle auf 35 angestiegen.

"Seit Monaten warnen wir vor einem Corona-Ausbruch im Lager", sagt Raid Al Obeed aus Syrien, der das Moria Corona Awareness Team mitgegründet hat. Das von medico unterstützte Team besteht aus Geflüchteten, die im Lager leben und seit März die Corona-Prävention und weitere Maßnahmen zur Verbesserung der hygienischen Verhältnisse im Lager selbst in die Hand genommen haben. "Wir haben es lange Zeit geschafft, das Virus fern zu halten. Immer wieder haben wir jedoch gesagt, dass etwas geschehen muss, damit Corona das Lager nicht doch noch erreicht. Doch die EU hat uns allein gelassen. Nun ist das Virus da, die Covid-19-Fälle steigen mit jedem Tag, genauso wie die Angst und die Wut im Lager."

Die Verantwortung trägt die EU, sie muss jetzt handeln und Moria evakuieren.

"Die Menschen sind enorm aufgebracht darüber, dass es soweit kommen musste", ergänzt Ramona Lenz, Referentin für Flucht und Migration bei medico international. "Man kann Menschen nicht jahrelang im Dreck leben lassen, ihnen Rechte vorenthalten, sie schließlich ungeschützt einer Pandemie aussetzen und dann überrascht sein, wenn sie gegen ihre Lebensbedingungen aufbegehren." Dass die Lage derart eskaliert, hätte die EU verhindern können, indem sie sämtliche Risikopatient*innen aus dem Lager evakuiert und für die verbleibenden Flüchtlinge bessere Bedingungen schafft, bis auch sie das Lager verlassen dürfen.

Die Verantwortung für die Eskalation sieht Lenz bei der Europäischen Union. "Die EU entzieht sich seit vielen Jahren der Verantwortung für die Menschen an ihren Außengrenzen", so Ramona Lenz. Jetzt müsse die EU endlich handeln und sofort eine humanitäre Lösung für die Geflüchteten schaffen. "Nach diesem verheerenden Brand darf Europa nicht länger die Augen verschließen und muss Moria und die anderen Lager auf den griechischen Inseln endlich evakuieren."

 


Refugees Lesbos 2020 03 01"Weiß eigentlich jeder, wie man in einem Lager lebt? Wie sich Schlamm, Kälte, Schmutz anfühlen? Hat jeder schon mal versucht, einen anderen unter einer klammen Decke zu wärmen? Wie es sich anfühlt, wenn man allmählich begreift, man wurde aus dem Gedächtnis der Öffentlichkeit getilgt? Wenn man glaubt, man hat vielleicht doch die falsche Entscheidung getroffen? Wie man sich dann auffrisst vor Selbsthass, Trauer, Depression? Auf der anderen Seite erzählt einem niemand, dass man, in Europa angekommen, eingesperrt wird. Die Selbstmordrate unter Kindern auf Moria stiegt kontinuierlich, Ärzte ohne Grenzen berichten seit Bestehen des Lagers darüber. Zweijährige reißen sich die Haare aus.
Ein Lager bedeutet immer, dass man als Mensch reingeht und als irgendwer endet. Die europäischen Länder geben sich große Mühe, diese Menschen vergessen zu machen. Sie bauen Zäune, lassen die Grenzen bewachen und sorgen dafür, dass Journalisten, Anwälten, Menschenrechtsorganisationen der Zutritt erschwert wird. Hin und wieder melden sich einzelne deutsche Kommunen und signalisieren, dass sie bereit sind, ein paar Hundert Menschen aufzunehmen, und ausgerechnet der Heimatminister der Christenpartei verbietet es."

aus Kiyaks Deutschstunde: Es brennt, 09.09.2020

 

 

Foto oben von social Media, Exiled Arizona (übernommen von Pressenza Athens)


mehr zum Thema

 

 

Internationales

Seit 15 Jahren in Gaza gefangen

Seit 15 Jahren in Gaza gefangen

28.06.2022: In diesen Tagen sind es 15 Jahre seit Beginn der israelischen Blockade des Gazastreifens ++ Eine ganze Generation junger Palästinenser*innen hat ihr ganzes Leben in diesem Freiluftgefängnis verbracht, ohne etwas anderes zu kennen. ++ Oxfam: Der UN-Generalsekretär muss die sofortige Aufhebung der Blockade des Gazastreifens zu einer Priorität machen ++ Kampagne #OpenUpGaza15 möchte einer Generation, die die Bedeutung dieses Wortes verloren hat, das Wort Hoffnung zurückgeben

weiterlesen

Europa

Massaker an Flüchtlingen an der spanischen Grenze

Massaker an Flüchtlingen an der spanischen Grenze

27.06.2022: Die Migrationspolitik der Europäischen Union hat an der Südgrenze eine neue Tragödie ausgelöst ++ Mindestens 37 Flüchtlinge starben am Freitag (24.6.) an der Grenze von Marokko zur spanischen Enklave Melilla ++ Spaniens Regierungspräsident Pedro Sánchez lobt die Arbeit der marokkanischen Gendarmerie und der Guardia Civil ++ linke Regierungspartner fordern internationale Untersuchung, Bestrafung der Verantwortlichen für das Massaker und humanitäre Migrationspolitik.

weiterlesen

Linke / Wahlen in Europa

Frankreich: Macron verlor seine Mehrheit – Erfolg für die vereinte Linke

Frankreich: Macron verlor seine Mehrheit – Erfolg für die vereinte Linke

21.06.2022: Negativrekord der Nichtbeteiligung ++ Niederlage für Macron mit erheblichen Folgen ++ Erfolg für die Linken: es fehlen nur sechzehntausend Stimmen, um die relative Mehrheit vor den Macronisten zu erreichen ++ keine gemeinsame Linksfraktion ++ Anwachsen des Rechtsextremismus

weiterlesen

Deutschland

Bundestag: Rüstung, Rüstung über Alles, über Alles …

Bundestag: Rüstung, Rüstung über Alles, über Alles …

07.06.2022: Am Freitag (3.6.) hat der Deutsche Bundestag mit den Stimmen von SPD, Bündnis 90/Die Grünen, FDP, CDU/CSU und auch der AfD das größte Aufrüstungsprogramm und die dauerhafte Hochrüstung der Bundeswehr per Gesetz beschlossen ++ So stimmten die Abgeordneten

weiterlesen

Wirtschaft

Übergewinnsteuer: Profitgetriebene Inflation verhindern!

Übergewinnsteuer: Profitgetriebene Inflation verhindern!

10.06.2022: Tankrabatt, ein milliardenteures Subventionsprogramm für die Ölmultis ++ Angesichts der horrenden Spritpreise auch nach der Steuersenkung mehren sich kritische Stimmen, die die Vergünstigung für einen Fehler halten. Gleichzeitig wird der Ruf nach einer Übergewinnsteuer lauter ++ Unterstütze die IG Metall-Kampagne: Krisengewinne abschöpfen - Preistreiber zur Kasse bitten

weiterlesen

Aus Bewegungen und Parteien

Globale Gerechtigkeit statt G7 – Klima schützen statt aufrüsten

Globale Gerechtigkeit statt G7 – Klima schützen statt aufrüsten

23.06.2022: Vom 26.-28. Juni 2022 tagt der G7-Gipfel im bayerischen Elmau ++ Ein Bündnis aus klimaktivistischen, EineWelt-engagierten, ökologischen, kapitalismuskritischen, antirassistischen, feministischen und antimilitaristischen Gruppen organisiert vielfältige Aktionen, Demonstrationen, Debatten und Proteste anlässlich des G7-Treffens

weiterlesen

Analysen

100 Milliarden Sondervermögen für die Bundeswehr machen die Welt nicht sicherer und friedlicher

100 Milliarden Sondervermögen für die Bundeswehr machen die Welt nicht sicherer und friedlicher

von Dr. Ingar Solty, Referent im Institut für Gesellschaftsanalyse der Rosa-Luxemburg-Stiftung     

Am 9. Mai 2022 fand im Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages eine Anhörung von Expert*innen zum "Sondervermögen Bundeswehr" statt. Wir dokumentieren die schriftliche Stellungnahme von Ingar Solty (vollständiger Text in der pdf-Datei im Anhang) und die mündliche Stellungnahme (Video).

weiterlesen

Meinungen

Sultan Erdoğan und sein Donbass

Sultan Erdoğan und sein Donbass

02.06.2022: Im Schatten des Kriegs in der Ukraine plant Erdogan einen erneuten Angriff in Nordsyrien. Die Kriegspolitik der Türkei beweist, dass die NATO nicht Freiheit und Demokratie, sondern vor allem die eigenen imperialen Interessen verteidigt.

Von Kerem Schamberger

weiterlesen

Im Interview

Walter Baier: »Wir dürfen uns nicht in die Kriegslogik hineinziehen lassen«

Walter Baier: »Wir dürfen uns nicht in die Kriegslogik hineinziehen lassen«

17.06.2022: Unter dem Titel »An alle Zivilist*innen« ist gerade ein von Walter Baier und Marlene Streeruwitz verfasster Friedensbrief erschienen. Der Brief kann unter www.friedensbrief.at auch öffentlich unterschrieben werden. Grund genug für ein kurzes Interview mit Walter Baier zu Motivation hinter dem Brief, den Unterschieden zwischen alter und neuer Friedensbewegung sowie der aktuellen Debatte in der Linken. Die Fragen stammen von Rainer Hackauf.

weiterlesen

Der Kommentar

Am vergangenen Freitag haben wir Melike Akbaş begraben.

Am vergangenen Freitag haben wir Melike Akbaş begraben.

22.06.2022: Am vergangenen Freitag haben wir Melike Akbaş in München begraben. Sie wurde nur 15 Jahre alt. Gestorben ist sie auf der Flucht in ein besseres Leben. Ihr Wunsch war es hier zu studieren. Als sie nach tausenden Kilometern angekommen zu sein glaubte, starb sie auf einem Güterbahnhof bei München.

weiterlesen

marxistische linke - Partnerin der Europäischen Linken

marxistische linke zum Krieg Russlands gegen die Ukraine

marxistische linke zum Krieg Russlands gegen die Ukraine

Die Waffen nieder! Nein zum Krieg!  

marxistische linke zum Krieg Russlands gegen die Ukraine  

Mit dem barbarischen Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine ist etwas passiert, das wir nicht für möglich halten wollten.

Wir konnten uns nicht vorstellen, dass die Regierung eines Landes, das so unter einem Weltkrieg gelitten hat, diesen Krieg beginnen würde. Die russischen Panzer werden von den Enkeln der Frauen und Männer gesteuert, die gemeinsam mit ihren ukrainischen Kampfgenoss*innen damals unter unvorstellbaren Opfern die Sowjetunion verteidigten, die Hitler-Wehrmacht niederrangen und Europa vom Faschismus befreiten. Jetzt töten sie ihresgleichen.

weiterlesen

Videos

Norman Paech: Die Globalen Regeln der NATO – und wo bleibt das Völkerrecht?

Norman Paech: Die Globalen Regeln der NATO – und wo bleibt das Völkerrecht?

29.05.2022: In seinem Beitrag beim Kongress "Ohne NATO leben – Ideen zum Frieden" am 21. Mai 2022 erschließt Norman Paech bislang kaum bekannte bzw. wenig beachtete Einschätzungen und Urteile – bis zu seinem verblüffenden Schlußsatz: “Die Frage ist also nicht, wo bleibt das Völkerrecht, sondern wohin mit der NATO.“

weiterlesen

Farkha Festival

Aufruf zur Teilnahme am Farkha-Festival 2022 in Palästina

Aufruf zur Teilnahme am Farkha-Festival 2022 in Palästina

Einladung zum 27. Farkha-Festival in Palästina vom 31. Juli – 07. August 2022 in Farkha/Westbank   

Liebe GenossInnen und FreundInnen,

das Festivalkomitee, die Jugend der Palästinensischen Volkspartei (PPP) und das Albad-Kulturzentrum laden euch herzlich ein, eine Woche lang an Freiwilligenarbeit, politischen Diskussionen und Workshops zum palästinensischen Befreiungskampf, zu den Kämpfen palästinensischer Frauen, zu linken Perspektiven und kulturellen Aktivitäten im Dorf Farkha in Palästina teilzunehmen. Darüber hinaus werden wir an den drei Tagen vor Beginn des Festivals (Freitag, 29.7.22 bis Sonntag 31.7.22; offizieller Festivalbeginn ist Sonntagabend 31.7.) politische Tagesausflüge zu Orten des Widerstands in Palästina organisieren – die Idee dabei ist, mehr über die konkreten lokalen Kämpfe von politischen AktivistInnen und Organisationen vor Ort zu erfahren.

weiterlesen

Im Land des Sandes. In der Westsahara

Westsahara: In den befreiten Gebieten

Westsahara: In den befreiten Gebieten

Bericht von Kerem Schamberger |

19.02.2019: Die letzten Tage in der Westsahara waren geprägt von Sand. Überall Sand, wie schon im ersten Blogeintrag beschrieben. In jeder Ritze, in jeder Pore. Warum? Weil wir in die von der Polisario befreiten Gebiete gefahren sind und dort noch mehr Wüste ist, als schon in den Flüchtlingslagern um Tindouf.

weiterlesen

Globale Gerechtigkeit statt G7 –
Klima schützen statt aufrüsten

Logo G7 Proteste2022Infos hier
++++++++++++++++++++++++++++++++

Demokratie und Sozialstaat bewahren -
Keine Hochrüstung ins Grundgesetz!

Logo Der Appell 1hier unterzeichnen: https://derappell.de/

++++++++++++++++++++++++++++++++

Der Kommentar

Am vergangenen Freitag haben wir Melike Akbaş begraben.

Am vergangenen Freitag haben wir Melike Akbaş begraben.

22.06.2022: Am vergangenen Freitag haben wir Melike Akbaş in München begraben. Sie wurde nur 15 Jahre alt. Gestorben ist sie auf der Flucht in ein besseres Leben. Ihr Wunsch war es hier zu studieren. Als sie nach tausend...

weiterlesen

Im Interview

Walter Baier: »Wir dürfen uns nicht in die Kriegslogik hineinziehen lassen«

Walter Baier: »Wir dürfen uns nicht in die Kriegslogik hineinziehen lassen«

17.06.2022: Unter dem Titel »An alle Zivilist*innen« ist gerade ein von Walter Baier und Marlene Streeruwitz verfasster Friedensbrief erschienen. Der Brief kann unter www.friedensbrief.at auch öffentlich unterschrieben wer...

weiterlesen

marxistische linke - Partnerin der Europäischen Linken

marxistische linke zum Krieg Russlands gegen die Ukraine

marxistische linke zum Krieg Russlands gegen die Ukraine

Die Waffen nieder! Nein zum Krieg!  

marxistische linke zum Krieg Russlands gegen die Ukraine  

Mit dem barbarischen Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine ist etwas passiert, das wir nicht für möglic...

weiterlesen

Videos

Norman Paech: Die Globalen Regeln der NATO – und wo bleibt das Völkerrecht?

Norman Paech: Die Globalen Regeln der NATO – und wo bleibt das Völkerrecht?

29.05.2022: In seinem Beitrag beim Kongress "Ohne NATO leben – Ideen zum Frieden" am 21. Mai 2022 erschließt Norman Paech bislang kaum bekannte bzw. wenig beachtete Einschätzungen und Urteile – bis zu seinem verblüffende...

weiterlesen

Dossier "Linke Strategien"

Im Dossier "Linke Strategien" sind Artikel zusammengestellt, die auf kommunisten.de in verschiedenen Rubriken erschienen sind und sich mit Fragen linker Strategie, Neuformierung der Linken, etc. befassen.

Zum Dossier


EL Star 150

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.