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31.05.2010: Am Samstag, den 29.05.2010, demonstrierten mehr als 2000 Menschen in Fürth und Nürnberg gegen rechte Gewalt, gegen die Verharmlosung und Vertuschung von Nazi-Angriffen - für Zivilcourage. Aufgerufen hatte ein Solikomitee gegen Rechts dem sich über 40 Organisationen darunter auch ver.di, GEW, OJA-der IGM Fürth, OA, DKP, KOMKAR, DIDF, VVN, DIE LINKE, angeschlossen hatten.

Aus dem Aufruf des Soli-Komitees gegen Rechts:

Brutaler Nazi-Angriff auf 17-Jährigen

Am 28. April wurde im U-Bahnhof Plärrer ein 17-Jähriger von einem Nazi halb tot geprügelt. Der Angegriffene musste mehrfach wiederbelebt werden und wurde auf der Intensivstation in ein künstliches Koma versetzt, aus dem er erst nach mehreren Tagen erwachte.

Der Täter ist ein für seine Brutalität bekannter Fürther Neonazi, der zunächst vom Tatort geflüchtet war, sich aber einen Tag später den Behörden stellte. Er ist dem sogenannten „Freien Netz Süd“ zuzuordnen, einem Zusammenschluss bekennender Nationalsozialisten. Wie andere Nazis aus dem Umfeld des „Freien Netz Süd“ hat auch der Täter bereits in der Vergangenheit NazigegnerInnen angegriffen.

Skandalöses Verhalten der Polizei

Spätestens nachdem der Täter sich gestellt hatte, wusste die Polizei, dass es sich bei ihm um einen bekannten Nazi-Schläger handelt. Trotzdem hat die Polizei diese Tatsache der Öffentlichkeit weitere zwei Tage verheimlicht. Auch, dass der zusammengeschlagene junge Mann einen Migrationshintergrund hat, teilte die Polizei nicht mit.

Am 1. Mai musste die Polizei aufgrund des öffentlichen Drucks den faschistischen Tathintergrund schließlich zugeben.

Völlig inakzeptabel ist es, wenn jetzt die Polizei, allen voran der Fürther Polizeichef Roman Fertinger, versucht, auch diesen Nazi-Übergriff zu verharmlosen, indem sie davon spricht, ein Rechter und ein Linker seien eben "aneinandergeraten". Wir fordern die Polizei und die politisch Verantwortlichen auf, diese gefährliche Verharmlosung brutaler Nazigewalt zu unterlassen. Wir werden es auch nicht hinnehmen, wenn versucht wird, Nationalsozialisten und aktive GegnerInnen der Naziideologie in einen Topf zu werfen.

Gewalttätige Naziszene in Fürth

Seit Monaten weisen GewerkschafterInnen und AntifaschistInnen in Fürth darauf hin, dass sich in der Stadt eine äußerst gewalttätige Naziszene breitmacht. Ziel der zahlreichen faschistischen Angriffe sind Menschen, die nicht in das verquere Weltbild der Nazis passen. Auch die Anschläge auf Wohnungen und Fahrzeuge von AntifaschistInnen, auf gewerkschaftliche Einrichtungen und Stadtteilläden werden häufiger.

Der Chef der Fürther Polizei leugnet jedoch das massive Problem der Naziübergriffe in Fürth. Konsequenterweise hat die Fürther Polizei nahezu keine der von Nazis verübten Straftaten aufgeklärt.

Wir fordern: MigrantInnen, GewerkschafterInnen, Antifas und alle Menschen, die zeigen, dass sie etwas gegen Nazis haben, müssen sich wieder sicher in Nürnberg und Fürth bewegen können.

Fotos: Horst Rupp

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