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06.09.2010: Wie in vielen anderen Städten gab es auch in München am Samstag, den 4. September - dem Jahrestag des Bundeswehr-Massakers in Kunduz - einen Aktionstag gegen den Krieg in Afghanistan mit einer Unterschriftensammlung unter den bundesweiten Appell "Den Krieg in Afghanistan beenden". Aufgerufen hatten das Münchner Friedensbündnis und das Bündnis gegen Krieg und Rassismus; beteiligt waren auch viele Mitglieder der DKP und der LINKEN.
Das positive Ergebnis: Auf dem Marienplatz wurden mehr als 700 Unterschriften für den bundesweiten Appell gesammelt. Es hat sich als positiv herausgestellt, dass sich der bundesweite Aufruf der Friedensorganisationen auf drei konkrete Forderungen konzentriert


1. Stopp aller Kampfhandlungen
2. Sofortiger Beginn des Abzugs der Bundeswehr aus Afghanistan
3. Einsatz der frei werdenden Gelder zur Verbesserung der Lebensbedingungen der afghanischen Bevölkerung
Eine große Plakatwand zeigte die Namen der beim Massaker Getöteten sowie Fotos von Überlebenden, die Angehörige verloren hatten. (siehe Foto) Viele Passanten, auch Touristen waren beeindruckt und kamen spontan zum Unterschreiben.
Es gab den ganzen Tag über kurze Redebeiträge - u.a. auch von einem Afghanen, der diese Aktion sehr begrüßte - mit denen die Passanten informiert und zum Unterschreiben animiert wurden.
Hilfreich für die Argumentation war die Foto-Ausstellung zur NATO und zum Afghanistankrieg des isw e.V. Die Darstellung der Kriegsfolgen einerseits, als auch der Ursachen - Profit- und Machtinteressen - andererseits machten vieles deutlich, was in einem kurzen Gespräch nicht vermittelt werden kann.
Der Aktionstag bot die Gelegenheit, viele, z.T. kontroverse Diskussionen zu führen. Auffällig oft zu hören war das von den Kriegsbefürwortern und Medien verbreitete Totschlagargument "bei einem Abzug der NATO-Truppen würden die Taliban ihre Schreckensherrschaft wieder errichten".
70 Prozent der Bevölkerung lehnen die deutsche Beteiligung am Afghanistan-Krieg ab. Damit diese Ablehnung Gewicht bekommt, ist für die Friedens- und Antikriegsbewegung noch viel Arbeit zu leisten. Aktionen wie die am 4. September sind dafür unerlässlich.
Den bundesweiten Aufruf der Friedensbewegung kann man auch im Internet nachlesen und hier online unterstützen: www.ippnw.de/aktiv-werden/kampagnen/den-krieg-in-afghanistan-beenden.html


Text: Sonja Schmid
Fotos: Claus Schreer

 

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