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14.03.2011: "Wutbürger" wurde zum Wort des Jahres gekürt. Wenn man wissen wollte, was darunter zu verstehen ist, dann konnte man dies gestern, Montag, auf dem Münchner Karlsplatz/Stachus sehen. Die Münchner Abendzeitung schreibt, dass 3000 Menschen gekommen waren, um ihre tiefe Bestürzung über die Katastrophe in Japan, aber auch ihre Wut über die Ignoranz der Atompolitiker hierzulande auszudrücken. Nach der Kundgebung gab es eine spontane Demonstration vorbei an der EON-Zentrale zur Bayerischen Staatskanzlei. Dort versammelten sich wieder 3000, um den Ausstieg aus der Kernenergie zu fordern.

In München erklärten alle SprecherInnen auf der Kundgebung: Wir werden uns nicht mit einem dreimonatigem Moratorium zufrieden geben. Das ist nichts als Augenwischerei und Wahlkampftaktik. Abschalten jetzt! Das war der gemeinsame Nenner aller Demonstrierenden in München. "AKW`s sofort abschalten - Energiekonzerne enteignen" hieß es auf einem Transparent der DKP und "Mit abschalten war nicht euer Gehirn gemeint"  auf einem selbstgemalten Plakat eines Demonstranten.

Wie in München haben in über 20 Städten und Gemeinden in Bayern Mahnwachen stattgefunden. Zahlreiche Anti-Atom-Initiativen, das Münchner Umweltinstitut, viele Einzelpersonen aus unterschiedlichen politischen Richtungen,  Organisationen und Parteien hatten vor allem über elektronische Medien zum Protest aufgerufen.

Für Samstag, den 26. März soll es in mehreren Großstädten, darunter Berlin und Hamburg,  Großdemonstrationen geben.

KettenReaktion Bayern hat schon begonnen, die Umzingelung von Isar 1 am 4. Juni 2011 zu organisieren. Die DKP unterstützt diese Vorbereitungen und wird sich an den Aktionen beteiligen.

Text: Walter Listl    Foto: Sosch

Am Dienstag, den 14.03.2011, kamen in Nürnberg 1200 Menschen zu einer Mahnwache zusammen.
Eine Kundgebung ist für Freitag 18:00 Uhr geplant und eine weitere Mahnwache  findet am kommenden Montag statt.

Fotos: Klaus Wazansky

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