Israels Regierung torpediert Zwei-Staaten-Lösung

Tools
PDF

Israel Poster-gegen-Hausabriss10.02.2017: Israelisches Parlament beschloss Gesetz, das die Annexion palästinensischer Gebiete weiter vorantreibt * PLO: rassistische Regierungskoalition zerstört die Möglichkeit der Zwei-Staaten-Lösung * internationalen Druck für friedliche Lösung verstärken – Palästina anerkennen


"Heute wurde klar, dass Netanjahu gewillt ist, die Zukunft sowohl der Israelis wie der Palästinenser aufs Spiel zu setzen, um eine kleine Gruppe von extremen Siedlern zufriedenzustellen, um seines eigenen politischen Überlebens willen." So beurteilte die israelische Friedensorganisation "Peace Now" ("Frieden jetzt") die endgültigen Verabschiedung des sogenannten "Regularisierungs-Gesetzes" am 6. Februar in der Knesset, dem israelischen Parlament. "Mit der Verabschiedung dieses Gesetzes macht Netanjahu Diebstahl zu einer offiziellen israelischen Politik und beschmutzt er Israels Gesetzbücher. Indem er den Siedlern grünes Licht gibt, illegal auf privatem palästinensischen Land zu bauen, ist das Legalisierungsgesetz ein weiterer Schritt zur Annexion und weg von einer Zwei-Staaten-Lösung", heißt es weiter in dieser Stellungnahme.

Die im israelischen Parlament mit 13 Abgeordneten vertretene "Vereinte Liste", mit 10,6 Prozent die drittstärkste israelische Parteienformation, zu der auch die Abgeordneten der israelischen Kommunistischen Partei gehören, erklärte in einer Stellungnahme, das umstrittene Gesetz "legitimiert die Besatzungsverbrechen und den Diebstahl von palästinensischem Land, tötet eine diplomatische Lösung und blockiert jeder Friedenschance". Trotz der Tatsache, dass dieses Gesetz völkerrechtswidrig ist, beharre die israelische Rechtsregierung darauf, "langsam ihren Plan umzusetzen, die besetzten Palästinenser-Gebiete zu annektieren". Das werde die ganze Region "über eine Klippe in den Abgrund stürzen und den Konflikt, Hass und Blutvergießen in der Region verewigen".

Knesset beschließt umstrittenes Landraub-Gesetz

In der Tat ist das am Abend des 6. Februar mit einer Mehrheit von 60 zu 52 Stimmen in der Knesset verabschiedete "Regularisierungs-Gesetz" ein schwerwiegender Schritt über die Grenzen hinaus, die bisher von der israelischen Staatspolitik und speziell bei der Siedlungspolitik eingehalten worden sind.. Denn mit diesem Gesetz erhebt der israelische Staat zum ersten Mal den Anspruch, Gesetze erlassen zu können, die außerhalb seiner Staatsgrenzen für nicht zu Israel gehörende Gebiete und ihre Bewohner gelten sollen.

Israel KnessetDas Gesetz sieht vor, dass die etwa 55 "wilden" Siedlungen mit annähernd 4.000 Häusern und 800 Hektar Land, die extremistische Siedler in den letzten Jahren ohne vorherige Zustimmung der israelischen Regierung auf palästinensischen Territorium im besetzten Westjordanland errichtet haben, noch dazu auf Grundstücken, die sie einfach besetzt haben, obwohl sie im Besitz palästinensischer Privatpersonen waren, nachträglich als israelischer Besitz anerkannt werden. Siedler, die in solchen illegal errichteten "Außenposten" auf palästinensischem Land ihre Wohnhäuser gebaut haben, können ihren Besitz vom israelischen Staat nachträglich für rechtmäßig erklären lassen, wenn sie geltend machen, dass sie "in gutem Glauben" gehandelt haben und nicht wussten, dass sie privates palästinensisches Land in Besitz nehmen. Dann können die betreffenden Grundstücke und Siedlungen im besetzten Westjordanland jetzt vom israelischen Staat als "von Amts wegen enteignet" erklärt werden. Die bisherigen palästinensischen Eigentümer sollen eine "Abfindung" erhalten, aber nur, wenn sie darauf verzichten, die Justiz gegen die unrechtmäßige Beschlagnahme anzurufen.

Das verstößt natürlich nicht nur gegen die seit Jahrzehnten immer wieder bekräftigten UNO-Resolutionen, in denen die Aufrechterhaltung der israelischen Besetzung in der "Westbank" für völkerrechtswidrig erklärt worden sind,. Es verstößt darüber hinaus gegen die elementare Norm des Völkerrechts, dass Staaten Gesetze nur für ihr eigenes Staatsgebiet erlassen können. Zudem wird damit ein Grundpfeiler des bürgerlichen Rechtssystems verletzt, nämlich der Schutz privaten Eigentums.

Das Gesetz war auch in der israelischen Öffentlichkeit und innerhalb des israelischen Establishments stark umstritten. Dafür stimmten in der Knesset Netanjahus "rechtskonservative" Regierungspartei "Likud" und ihre Verbündeten in der Regierungskoalition, die rechtsextreme Siedlerpartei "Jüdisches Heim" mit Bildungsminister Naftali Bennett an der Spitze und die ultraorthodoxen "religiösen" Parteien "Schas" und "Vereinigtes Thora-Judentum".

Zu den Gegnern gehörten neben der linken "Vereinten Liste" auch die stärkste Oppositionspartei im Parlament, das Bündnis "Zionistische Union", bestehend aus der sozialdemokratischen "Arbeitspartei" unter Jitzchak Herzog und den Liberalen von "Ha Tnua" unter Ex-Außenministerin Tzipi Livni, ebenso die "linksozialdemokratische" Partei "Meretz".

Sogar der israelische Generalstaatsanwalt Avichai Mandelblit, früher General der israelischen Streitkräfte, hatte öffentlich vor der Verabschiedung des Gesetzes gewarnt und erklärt, dass er es bei einer Klage vor dem Obersten Gerichtshof nicht verteidigen werde. Er hält es für einen Verstoß gegen das internationale Recht und befürchtet wie andere Experten, dass die Palästinenser damit eine erfolgversprechende Option in die Hand bekommen, vor dem Internationale Strafgerichtshof gegen israelische Staatsorgane Klage einzureichen.

Selbst Regierungschef Netanjahu erweckte zeitweise den Eindruck, dass er diesem von der Siedler-Partei vorangetriebenen Gesetzesvorhaben skeptisch gegenüberstehe. Er wollte wohl vor allem aus taktischen Gründen eine Vertagung der Entscheidung in der Knesset bis nach seinem Treffen mit dem neugewählten US?Staatspräsidenten Trump am 15. Februar in Washington erreichen.

Schließlich fand die mehrmals verschobene dritte Lesung nun aber doch vor diesem Termin statt. In israelischen Medien wird der Eindruck vermittelt, dass der Druck der rechtsextremen Siedler in letzter Zeit so zugenommen hat, dass auch der Regierungschef ihm nicht länger widerstehen wollte, weil er den Bruch seiner Regierungskoalition befürchtete. In manchen israelischen Medien knüpfte sich daran die Frage, ob der Regierungschef "die Kontrolle verloren" und zum "Gefangenen" seiner Koalitionspartner geworden sei, zu einer "Marionette", bei der die Rechtsextremisten die Fäden ziehen.

PLO: rassistische Regierungskoalition legitimiert Diebstahl und zerstört Grundlage für Zwei-Staatenlösung

Israel Hanan-AshrawiUnmittelbar nach der Abstimmung erklärte die Palästinensische Befreiungsorganisation (PLO), dass mit diesem Gesetz der "Diebstahl legitimiert" wird und die israelische Regierung demonstriere, dass sie jede Chance für eine politische Lösung zerstören wolle. "Alle israelischen Siedlungen auf besetztem Gebiet sind illegal und ein Kriegsverbrechen ... Der israelische Siedlungsbau zerstört die Möglichkeit der Zwei-Staaten-Lösung", heißt es in der Erklärung der PLO. Für Hanan Ashrawi, Mitglied des PLO-Exekutivkomitees, wird mit diesem Gesetz "das Signal für die endgültige Annektion der Westbank gegeben". Premierminister Netanyahu und seine extremistische, rassistische Regierungskoalition zerstören die Grundlagen der Zwei-Staaten-Lösung und die Chancen für Frieden und Stabilität, sagte sie.

Israels Rechtsextremisten erhalten Auftrieb durch Trump

Die Wahl von Trump in den USA und dessen Andeutungen, dass er sich im israelisch-palästinensischen Konflikt deutlich von Obamas Haltung distanzieren werde, hat unter den israelischen Rechtsextremisten und Siedleraktivisten offenbar eine wahre "Euphorie" hervorgerufen, dass nun die "Gunst der Stunde" ergriffen werden müsse, um die Zwei-Staaten-Lösung endgültig zu begraben und das historische "Groß-Israel" wiederherzustellen.

Seit Trumps Amtsübernahme hat Israel den Bau von mehr als 6.000 neuen Wohnungen in Siedlungen im Westjordanland und in Israel RechtsextremeOst-Jerusalem angekündigt, berichtete die "Times of Israel" am 3. Februar. Schon seit 2013 verkündete der Siedler-Chef Naftali Bennett, Netanjahus Koalitionspartner und Bildungsminister offen, dass er gegen alle weiteren Verhandlungen und gegen eine Zwei-Staaten-Lösung mit den Palästinensern ist. Er befürwortet stattdessen die direkte Einverleibung von mehr als 60 Prozent des Westjordanlands, nämlich der gesamten "Zone C" des von der israelischen Armee besetzten Palästinenserlandes, in das israelische Staatsgebiet. Nur einige "arabische Städte" wie Ramallah, Nablus und Jenin sollen eine "Selbstverwaltung" bekommen, aber untereinander isoliert, ohne zusammenhängendes Staatsgebiet und nur unter israelischer Oberhoheit. Doch auch andere israelische Regierungssprecher schließen sich dem offenbar an, indem sie dazu übergingen, generell nicht mehr von besetzten palästinensischen Gebieten, sondern nur noch von den "Provinzen Judäa und Samaria" zu reden, die "zu Israel gehören", wenn sie die palästinensischen Gebiete westlich des Jordan meinen.

Jetzt Palästina anerkennen

Damit droht in der nächsten Zeit eine weitere gefährliche Zuspitzung des israelisch-palästinensischen Konflikts, die die ganze Nahost-Region Palestina Flaggein Mitleidenschaft ziehen könnte. Das könnte aber auch im globalen Maßstab zu einer weiteren Zuspitzung der Spannungen führen. Deshalb ist es im Licht der jüngsten Ereignisse zugleich aber auch unerlässlich, den internationalen Druck für eine friedliche Regelung des Konflikts mit friedlicher Koexistenz eines souveränen Staates Palästina neben dem Staat Israel zu verstärken. Ein wirksames Mittel dafür wäre, dass alle Staaten, die Israel anerkennen, jetzt auch die offizielle Anerkennung des Staates Palästina bekannt geben, wie es Palästina-Präsident Abbas und die PLO-Führung vorgeschlagen haben. Entsprechende Forderungen sollten alle, die sich eine friedliche Beilegung des Konflikts im Nahen Osten wollen, sowohl an die EU wie an den demnächst zur Wahl anstehenden deutschen Bundesspräsidenten Frank-Walter Steinmeier, an Kanzlerin Merkel und den deutschen Außenminister Gabriel richten.

txt: Georg Polikeit

Internationales

Biden stoppt Keystone XL-Ölpipeline

Biden stoppt Keystone XL-Ölpipeline

25.01.2021: Im Protest gegen das Pipeline-Projekte Keystone XL, über das aus Teersand gewonnenes Öl vom kanadischen Alberta in die Raffinerien und Häfen am Golf von Mexiko transportiert werden soll, ist in den USA eine der größten Umweltbewegungen der 2000er-Jahre entstanden. Im November 2015 stoppte US-Präsident Barack Obama den Bau der Keystone XL; sein Amtsnachfolger Donald Trump genehmigte am 24. März 2017 erneut ihren Weiterbau, bevor dessen Nachfolger, Joe Biden, die Genehmigung am ersten Tag seiner Amtszeit wiederum zurückzog. Die US-Gewerkschaften sind in dieser Frage gespalten.

weiterlesen

Europa

Julian Assange bleibt im britischen Guantanamo in Haft

Julian Assange bleibt im britischen Guantanamo in Haft

12.01.2021: Am 4. Januar 2021 urteilte ein Londoner Gericht, dass der Wikileaks-Gründer Julian Assange nicht in die USA ausgeliefert werden soll. Dennoch bleibt Assange im Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh, bekannt als britisches Guantanamo, weiter inhaftiert. Ein Anschlag auf das Leben und die Gesundheit von Julian Assange.

weiterlesen

Linke / Wahlen in Europa

"Wir feiern den 100. Geburtstag einer Partei, die schon seit 30 Jahren tot ist"

22.01.2021: Vor 100 Jahren, am 21. Januar 1921 wurde in Livorno die Kommunistische Partei Italiens gegründet. Sie wurde zur größten Kommunistischen Partei im Westen. ++ Medien in der ganzen Welt würdigen diesen Jahrestag. "Ich denke, das allein sagt schon eine Menge über diese Partei aus", schreibt Luciana Castellina ++ 100 Jahre nach der Geburt der Kommunistischen Partei ist der Sozialismus aktueller denn je, meint der Ex-Vorsitzende von Rifondazione Comunista, Paolo Ferrero.

weiterlesen

Deutschland

Zweierlei Maß

Zweierlei Maß

19.01.2021: Bundesaußenminister Heiko Maas zu Besuch in Ankara ++ Maas setzt sich für Verbesserung der Beziehungen ein ++ Menschenrechtslage in der Türkei kein Thema, obwohl Türkei Oppositionelle verfolgt und Urteile des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte ignoriert ++ Maas fordert Freilassung des zu 30 Tagen Haft wegen Verstoß gegen Kautionsauflagen verurteilten Alexej Nawalny ++ Julian Assange seit 21 Monaten wegen Verstoß gegen Meldeauflagen in Haft: Maas schweigt.

weiterlesen

Kapital & Arbeit

BlackRock so mächtig wie nie

BlackRock so mächtig wie nie

26.01.2021: Zwar konnte sich BlackRock-Mann Friedrich Merz nicht als CDU-Vorsitzender durchsetzen, aber das ficht den größten Vermögensverwalter der Welt wenig an. Zum Einen ist der politische Einfluss auch so enorm und vor allem konnte BlackRock im Krisenjahr 2020 seine Anlagen auf den Rekordwert von fast 8,7 Billionen US-Dollar steigern. Im Jahr davor verwaltete BlackRock für Anleger noch rund 7,43 Billionen Dollar. Zum Vergleich: Das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands lag 2020 mit 3,329 Billionen Euro (4,04 Billionen USD) um 5,0% unter dem Vorjahreswert.

weiterlesen

Aus Bewegungen und Parteien

"Tiere haben mehr Rechte als wir"

08.01.2021: Mit Verspätung veröffentlichen wir einem Weihnachtsbrief, den Flüchtlingsgruppen aus dem Lager Kara Tepe auf der griechischen Insel Lesbos an Europas Bürger*innen und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen geschrieben haben.

weiterlesen

Analysen

Das chinesische Jahrhundert?

Das chinesische Jahrhundert?

von Wolfgang Müller *)       

21.01.2021: Als »neuen Kalten Krieg« in Anlehnung an die frühere Systemauseinandersetzung zwischen Ost und West bezeichnen Kommentatoren den Schlagabtausch zwischen den USA und China. In dem Konflikt geht es um Handel, Ressourcen, Einflusssphären und die Gestaltung eines globalen Umfeldes, das günstig für die jeweiligen nationalen Interessen ist. Es geht aber vor allem um die Technologien der Zukunft.

weiterlesen

Meinungen

Feminismus, Marxismus und Sozialismus - Eine Hommage an Rosa Luxemburg

Feminismus, Marxismus und Sozialismus - Eine Hommage an Rosa Luxemburg

Von Georgina Alfonso González, Direktorin des Kubanischen Instituts für Philosophie, Havanna  

18.01.2021: Die Verbindung zwischen feministischem, sozialistischem und marxistischem Gedankengut, ihre theoretischen, ideologischen und politischen Übereinstimmungen und Unterschiede sind eine Verpflichtung für das gesellschaftskritische Denken, schreibt Georgina Alfonso González in ihrem Text anläßlich des Jahrestages der Ermordung von Rosa Luxemburg am 15. Januar 1919.

weiterlesen

Literatur und Kunst

Mörderisches Finale - Der Todesmarsch von Hamburg nach Kiel im April 1945

Mörderisches Finale - Der Todesmarsch von Hamburg nach Kiel im April 1945

27.01.2021: Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee das Vernichtungslager Auschwitz. Seit 1996 ist dieses Datum ein gesetzlich verankerter Gedenktag, an dem der Millionen Opfer des Faschismus gedacht wird. Unlängst ist ein Buch erschienen, dass das Schicksal von KZ-Häftlingen in den Januartagen in Norddeutschland anhand von neun Biografien eindrucksvoll schildert.

weiterlesen

Der Kommentar

Was tun mit Twitter & Co? Die Tech-Giganten brauchen demokratisch legitimierte Regeln

Was tun mit Twitter & Co? Die Tech-Giganten brauchen demokratisch legitimierte Regeln

Von Katja Kipping

20.01.2021: Es begann mit einem Tweet, und zwar mit meinem. Nachdem Twitter und Facebook am Samstag die Accounts vom scheidenden US-Präsidenten Donald Trump sperrten, wollte ich mich der Freude um diese längst überfällige Reaktion nicht so recht anschließen. Ich twitterte, dass es nicht die Sache von Tech-Konzernen sei, darüber zu entscheiden, was gesellschaftlich vertretbar ist und was nicht und wer dementsprechend auf ihren Plattformen toleriert wird. Ich bin davon überzeugt, dass das auf demokratischem Wege geregelt werden müsse.

weiterlesen

marxistische linke - Partnerin der Europäischen Linken

Autobahn-Baustopp - der "Mietendeckel der Mobilität"?

Autobahn-Baustopp - der

Was der "Hambi" für den Kohleausstieg ist, kann der "Danni" für das Ende neuer Autobahnen sein     
von Sabine Leidig *)

Ich schreibe diesen Text am 21. November 2020, während Räumung und Rodung im Dannenröder Wald mit zunehmender Brutalität vorangetrieben werden. Heute früh ist zum dritten mal ein Mensch abgestürzt. Während ein offener Brief namhafter Akteur*innen unverzügliches Innehalten fordert, und die evangelischen Pröbste darum bitten, wenigstens am Sonntag den Polizeieinsatz zu unterbrechen, schweigt die schwarze und die grüne Landesspolitikprominenz dröhnend. Während Soliaktionen vor Parteizentralen oder Landtag abgeräumt werden, verkündet Robert Habeck beim Online-Parteitag zwar, dass der Bundesverkehrswegeplan gestoppt werden müsse, doch der grüne Landesverkehrsminister lässt im Einvernehmen mit dem CDU-Innenminister, den Bau der anachronistischen A49 vor...

weiterlesen

Videos

Chile: Nach der Revolte - ein Zwischenbericht

Chile: Nach der Revolte - ein Zwischenbericht

Ein Film von Gaby Weber

14.01.2020: Gaby Weber hat soeben ihren neuen Film über die Revolte in Chile fertiggestellt. Ihr Fazit: im Moment hat die Regierung Zeit gewonnen, aber die Ruhe ist trügerisch. Wenn die neue Verfassung nicht auf die Hauptforderungen der Bevölkerung eingeht, wird Nach-der-Revolte ein neues Vor-der-Revolte sein.

weiterlesen

Farkha Festival

Farkha Jugendfestival 2020 abgesagt

Farkha Jugendfestival 2020 abgesagt

Palästina braucht auch in den Zeiten von Corona unsere Unterstützung!

Liebe Freund*innen, liebe Genoss*innen, liebe Internationalist*innen,
ich weiß, in letzter Zeit gab es hier eine Reihe von Spendenbitten für progressive Projekte in Zeiten von Corona - jetzt kommt noch eine, die von mir ausgeht und von Herzen kommt: es geht um das diesjährige Farkha-Jugendfestival und die Menschen in diesem kleinen widerständigen Dorf in der Westbank/Palästina.

weiterlesen

Im Land des Sandes. In der Westsahara

Westsahara: In den befreiten Gebieten

Westsahara: In den befreiten Gebieten

Bericht von Kerem Schamberger |

19.02.2019: Die letzten Tage in der Westsahara waren geprägt von Sand. Überall Sand, wie schon im ersten Blogeintrag beschrieben. In jeder Ritze, in jeder Pore. Warum? Weil wir in die von der Polisario befreiten Gebiete gefahren sind und dort noch mehr Wüste ist, als schon in den Flüchtlingslagern um Tindouf.

weiterlesen

marxistische linke Frankfurt und Rosenheim laden ein

USA Trump flickr IoSonoUnaFotoCameraDie USA nach Trump
Zoom-Online Diskussions-Forum mit
Mandy Tröger (isw )
Termin: 28.1. 2021, 19:00 Uhr

Anmeldung für den Zugangscode bitte über
marxistische_linke_rosenheim@gmx.de oder
falk.prahl@googlemail.com

++++++++++++++++++++++++++++++++

 

11 Jahre Institut Solidarische Moderne
ISM-Jubiläum am Sonntag, 31. Januar um 16 Uhr

ISM 11 Jahre

Vor 11 Jahren wurde das Institut Solidarische Moderne gegründet. Wir laden Euch herzliche ein, zusammen mit Gründer*innen und Vorstandsmitgliedern des Instituts Solidarische Moderne zu diskutieren.

Mit
Katja Kipping, Mitglied des Bundestages und Vorsitzende der Partei DIE LINKE, ISM-Vorstandsmitglied und Gründungsmitglied
Sven Giegold, Mitglied der Grünen im Europaparlament, Sprecher Europagruppe Grüne, ISM-Gründungsmitglied
Franziska Drohsel, ISM-Vorstandssprecherin
Thomas Seibert, ISM-Vorstandssprecher
Ceren Türkmen, ISM-Vorstandsmitglied
Andrea Ypsilanti, ISM-Vorstandsprecherin

Zugangslink und mehr Infos hier

++++++++++++++++++++++++++++++++

Der Kommentar

Was tun mit Twitter & Co? Die Tech-Giganten brauchen demokratisch legitimierte Regeln

Was tun mit Twitter & Co? Die Tech-Giganten brauchen demokratisch legitimierte Regeln

Von Katja Kipping

20.01.2021: Es begann mit einem Tweet, und zwar mit meinem. Nachdem Twitter und Facebook am Samstag die Accounts vom scheidenden US-Präsidenten Donald Trump sperrten, wollte ich mich der Freude um diese l...

weiterlesen

marxistische linke - Partnerin der Europäischen Linken

Autobahn-Baustopp - der "Mietendeckel der Mobilität"?

Autobahn-Baustopp - der

Was der "Hambi" für den Kohleausstieg ist, kann der "Danni" für das Ende neuer Autobahnen sein     
von Sabine Leidig *)

Ich schreibe diesen Text am 21. November 2020, während Räumung und Rodung im ...

weiterlesen

Videos

Chile: Nach der Revolte - ein Zwischenbericht

Chile: Nach der Revolte - ein Zwischenbericht

Ein Film von Gaby Weber

14.01.2020: Gaby Weber hat soeben ihren neuen Film über die Revolte in Chile fertiggestellt. Ihr Fazit: im Moment hat die Regierung Zeit gewonnen, aber die Ruhe ist trügerisch. Wenn die neue Verfas...

weiterlesen

++++++++++++++++++++++++++++++++

Zum Vormerken: 50 Jahre MSB Spartakus - 12. Juni 2021 in KölnMSB konstituiert

Liebe Freundinnen und Freunde, wir möchten Euch einladen:

Am 22. Mai 1971 wurde der Marxistische Studentenbund Spartakus (MSB) in Bonn gegründet. Er war in den 1970ern und 1980ern einer der einflussreichsten Studierendenverbände, in dem sich mehrere tausend Studentinnen und Studenten organisierten. Im Mai 2021 wird dieses Ereignis fünfzig Jahre her sein. Wir nehmen es zum Anlass, zu einer Wiederbegegnung einzuladen.
Weiterlesen

++++++++++++++++++++++++++++++++

Dossier "Linke Strategien"

Im Dossier "Linke Strategien" sind Artikel zusammengestellt, die auf kommunisten.de in verschiedenen Rubriken erschienen sind und sich mit Fragen linker Strategie, Neuformierung der Linken, etc. befassen.

Zum Dossier


EL Star 150

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.