Dresden - Mobilisierung gegen Nazis geht weiter

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block_dresden_2012_30008.02.2011: Am 13. Februar treffen sich die Mitglieder und FreundInnen der DKP  um 17.00 Uhr an der Synagoge neben der Carolabrücke. (siehe unten)
Aber auch die Mobilisierung des Bündnisses "Nazifrei - Dresden stellt sich quer!" für den
18. Februar nach Dresden geht entgegen anders lautender Gerüchte unvermindert weiter. Zwar hat die Stadt Dresden Meldungen bestätigt, dass für den 18. Februar in Dresden keine Anmeldungen der Neonazis für Versammlungen vorliegen, dass die Junge Landsmannschaft Ostdeutschland (JLO) ihre Demo-Anmeldung für den 11., den 13. und den 18. Februar offiziell zurückgezogen habe. Das Bündnis aber mobilisiert weiter. In einem INDYMEDIA-Interview mit Martin Glück von Nazifrei Dresden stellt sich quer  heisst es:

 

Interview mit Martin Glück von Nazifrei Dresden stellt sich quer.

In der letzten Zeit kursieren ja viele Informationen zu dem Aufmarsch der Nazis in Dresden. Viele Menschen sind irritiert über die Unklarheit in der Mobilisierung, könntest du uns sagen, was es damit auf sich hat?

Martin: Die erfolgreichen Blockaden der letzten beiden Jahre zeigen Wirkung. 2010 kamen noch 7000 Nazis nach Dresden, im letzten Jahr machte sich nur noch die Hälfte auf den Weg, um von uns blockiert zu werden. In diesem Jahr gibt es eine erkennbare Frustration und Mobilisierungsschwäche der Nazis für den 18. Februar. Die lokalen Akteure aus JLO, NPD und Freien Kameradschaften betreiben keine erkennbare Mobilisierung für den Sonnabend. Die Angst vor einer weiteren Niederlage ist offensichtlich zu groß und die internen Konflikte um die dilletssantische Organisation der Aufmärsche durch die JLO führen zu einer weiteren Schwächung.

Nicht schlecht, es ist also nicht damit zu rechnen, dass die Nazis einen Aufmarsch am 18.2. machen?

Martin: Naja, bundesweit ist der 18.2. im Demonstrationskalender der Nazis freigehalten worden und viele aktionsorientierte Nazis wollen unbedingt nach Dresden, haben bloß noch keinen Ausrichter gefunden. Deshalb ist es durchaus denkbar, dass in den nächsten Wochen noch einiges geschieht. Für uns ist deshalb klar, dass wir weiterhn zu den Blockaden nach Dresden mobilisieren, um einen Aufmaschversuch der Nazis zu verhindern. Deshalb wollen wir auch, dass die Busse zeitig genug in der Stadt sind und werden auch die Organisationsstrukturen für Blockaden bereithalten. Wir haben jetzt bereits einst Europas größten Naziaufmarsch so empfindlich geschwächt, jetzt im Februar 2012 machen wir den Sack zu und machen den Aufmarsch zu Geschichte.

Und was passiert, wenn die Nazis doch nicht nach Dresden kommen?

Martin: Für diesen Fall haben wir eine bundesweite antifaschistische Demonstration für 12 Uhr am Hauptbahhof in Dresden angemeldet, dort wo die Nazis im vergangenen Jahr von uns gestoppt wurden. Wir werden in diesem Fall eine Demonstration durch Dresden veranstalten. Wir wenden uns ja auch in unserem Aufruf massiv gegen die "sächsische Demokratie", die ungeheuerliche Kriminalisierung von BlockiererInnen und AntifaschistInnen durch die sächsische Polizei und Behörden. Längst ist uns allen klar, dass "Dresden" ein wichtiges Terrain eines gesellschaftspolitischen Konflikts geworden ist. Auf unserer Seite Menschen die Naziterror und Naziaufmärsche nicht länger hinnehmen wollen und denen einige wenige Worte dagegen nicht genug sind. Auf der anderen Seite ein entfesselter Obrigkeitsstaat, der immer noch so tut, als ob Zwickau nicht in Sachsen sei, und der seine moralisch lädierte Autorität mit aller Gewalt wiederherstellen will und dazu mündige Bürgerinnen und Bürger mit absurden Prozessen überzieht. Es gibt also viele Gründe am 18.2. nach Dresden zu fahren und wir rufen unsere bundesweiten und internationalen Freundinnen und Freunde dazu auf!

Aber nach zwei Jahren und tausenden von Buskilometern gibt ist eine gewisse Müdigkeit bei einigen Leuten nicht zu verleugnen, oder?

Martin: Klar, zu aller erst bei uns selber, aber dennoch wäre es fatal, wenn wir uns auf den letzten Metern nochmal von den Nazis düpieren lassen würden. Dem Naziaufmarsch in Dresden den Rest geben, Solidarität mit allen Betroffenen von Hausdurchsuchungen, Prozessen und Geldstrafen zu zeigen, die sächsischen Behörden in die Schranken weisen und vielleicht ja auch gemeinsam das Ende von Europas einst größtem Naziaufmarsch zu feiern, das sind doch viele gute Gründe, um nochmal in die Busse zu steigen!

Wie ist denn die Situation zum 13.Februar? Was ist da von Naziseite geplant und was unternimmt das Bündnis?

Martin: Bei den Nazis gerät der Montag stärker in den Blickpunkt. NPD und JLO mobilisieren neben einigen Freien Kameradschaften zu einem "Fackelmarsch". Im letzten Jahr waren am Sonntag den 13.2. auch über 1500 Nazis auf der Straße. In diesem Jahr könnten es ähnlich viele werden, obwohl der Aufmasch an einem Montag stattfindet, da den Nazis vielleicht ja nichts anderes bleibt. Dresden Nazifrei ruft dazu auf diesem Aufmarsch entschieden entgegenzutreten, es wird kurzfristig vor dem 13.2. dazu mehr Informationen auf unserer Seite geben. Wir rufen lokal und regional dazu auf mit uns gemeinsam den Nazis auch diesen Tag zu vermiesen. Ein weiterer Grund nach Dresden zu fahren ist der "Täterspuren" Mahngang. Im letzten Jahr noch unter fadenscheinigen Gründen verboten, ist es durch den politischen Druck gelungen den Mahngang in diesem Jahr problemlos anzumelden. Wir treffen uns um 13 Uhr am Comeniusplatz und gehen dann exakt die Route, die im letzten Jahr verboten wurde, am Wohnort des NS-Gauleiters Mutschmann vorbei zu den Orten der NS-Verbrechen und NS-Täter und setzen damit einen Kontrapunkt zu der Sicht, die vor allem die Bombardierung Dresdens in den Fokus jeglicher Erinnerungspolitik nimmt.


 

Aktionen am 13. Februar 2012

Am 13. Februar finden zur Verhinderung des geplanten Naziaufmarsches die folgenden Aktionen in Dresden statt:

13 Uhr - Rundgang Täterspuren des Bündnisses Dresden Nazifrei
ab Comeniusplatz
Mehr Infos hier

ab 12 Uhr bis 22 Uhr - Schützenplatz Dresden
Angemeldete Demo des Bündnisses Dresden Nazifrei - für alle, die nicht laufen wollen, sich aufwärmen wollen oder einen Rückzugsraum brauchen

17 Uhr - Menschenkette der Stadt Dresden
Diese soll sich um 18 Uhr schließen

Die Mitglieder und FreundInnen der DKP treffen sich um 17.00 Uhr an der Synagoge neben der Carolabrücke.

ab 17:30 Uhr gibt es an verschiedenen Stellen im Stadtzentrum Informationen, wie es weitergeht. Es wird eine Demonstration in Sicht- und Hörweite des Naziaufmarsches stattfinden. Der genauen Ort wird bekannt gegeben, wenn die Stadtverwaltung die Route der Nazis transparent macht.
Fragt an der Menschenkette oder an den Infopunkten der Parteien (voraussichtlich Theaterplatz, Margonhaus und Postplatz nach).

Alle Informationen unter http://www.dresden-nazifrei.com/

 

Marseille-Forum

Am 10. und 11. November treffen sich die progressiven Kräfte Europas in Marseille zum Marseille-Forum, um eine Alternative Zukunft für Europa zu diskutieren. Die Europäische Linke unterstützt dieses Treffen.
Pierre Laurent, Nationalsekretär der Französischen Kommunistischen Partei (PCF):

EL Marseille-Forum PierreLaurent


 

100 Jahre Oktoberrevolution

marxistische linke lädt ein

Logo-Revolution-Gegenrevolution

Das 20. Jahrhundert war eines der Revolutionen: in Russland, Ungarn, Deutschland, Spanien, China, Mexico, Chile, Cuba und vielen anderen Staaten. Daraus ragen die Oktoberrevolution und Maos Langer Marsch mit dem Sieg der Kommunisten 1949 als epocheprägende Ereignisse heraus. Diese Revolutionen sind Teil des langen Zyklus von Revolution und Gegenrevolution, der mit der französischen Revolution 1789 eröffnet wurde. Ging dieser lange Revolutionszyklus mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion zu Ende?  Was kann Revolution in den Ländern des entwickelten Kapitalismus heute noch heißen?
Wir diskutieren mit

Frank Deppe
Autor des Buches: 1917 | 2017 - Revolution & Gegenrevolution

Sa., 25. November 2017, 15:00 Uhr
Frankfurt a.M.
Gewerkschaftshaus, Wilhelm-Leuschner-Str. 69-71


 

Tödliche Agri Kultur - Wie Monsanto die Welt vergiftet

Monsanto-Glifosato

Demnächst entscheidet die EU über die Verlängerung der Zulassung von Glyphosat. Die EU will, dass Monsanto seinen Bestseller weitere zehn Jahre verkaufen darf.

Seit 20 Jahren werden in Argentinien riesige Flächen mit gentechnisch veränderter Soja bepflanzt. In Monokultur. Anfangs war das für die Landwirte, die Saatgutverkäufer und die Chemie-Konzerne ein Freudenfest. Allen voran: Monsanto. Heute ist das Modell Monsanto gescheitert. Nicht für die Investmentfonds, aber für die Landwirte vor Ort und für die Verbraucher in den Städten.

Tödliche Agri Kultur - Wie Monsanto die Welt vergiftet
Ein Film von Gaby Weber

siehe auch


 

wenn die umstaende 300p

marxistische linke: Jetzt Mitglied werden


Wohin geht's nach Jamaika?

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23.11.2017: Christian Lindner (FDP) hat die Jamaika-Verhandlungen platzen lassen. Offen ist im Moment wie es weitergeht. Eine Minderheitenregierung wäre ein interessantes Projekt: Sie müsste Mehrheiten suchen. Der Bundestag würde dadurch massiv an Einfluss gewinnen. Und möglicherweise dadurch auch die gesellschaftlichen Bewegungen. Ob CDU/CSU und SPD das wollen? Aber unabhängig davon zeigt sich, wie weit die Republik nach rechts gerutscht ist.

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Kommentar von Leo Mayer
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Walter Baier: "Forum in Marseille ist ein erster Schritt"

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Frage: Am 10. und 11. November beraten in Marseille Parteien, Initiativen und Organisationen über neue Formen der Zusammenarbeit . Es gibt bereits verschiedene linke Foren und Denkfabriken, transform! ist eine davon. Warum muss jetzt noch ein weiteres Forum entstehen?

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Dossier "Linke Strategien"

Im Dossier "Linke Strategien" sind Artikel zusammengestellt, die auf kommunisten.de in verschiedenen Rubriken erschienen sind und sich mit Fragen linker Strategie, Neuformierung der Linken, etc. befassen.

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