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Syrien Afrin Leopard vor Rathaus 2018 03 1819.03.2018: türkische Truppen in Afrin Stadt ++ Leopard-Panzer vor dem Rathaus ++ demokratische Autonomieverwaltung evakuierte Zivilbevölkerung ++ YPG/YPJ: kein Rückzug, sondern Übergang zu Guerillakrieg ++ Erdogan will Kalifat in Afrin erreichten ++ Russland und Türkei "zufrieden" über Entwicklung in Syrien

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Am Sonntag (18.3.) sind türkische Truppen und ihre dschihadistischen Söldner in Afrin Stadt eingedrungen. Sie besetzten die Stadtteile Mahmudiyah, Ashrafiyah, Kawa-Platz und die Bezirke um die Verwaltung von Afrin. Vor dem Rathaus fuhren Leopard-Panzer auf. (Foto oben) Der Focus schreibt "Panzer mit türkischen Fahnen fahren durch Afrins Straßen" und vergißt, dass es deutsche Panzer sind.

Syrien Afrin Dshihadisten im Rathaus 18 3 18

Der offizielle Twitter-Account der türkischen Armee hat dieses Foto veröffentlicht. Es zeigt das Rathaus von Afrin. Darauf zu sehen links ein türkischer Soldat und rechts ganz offen die Dschihadisten, die nun in dieser Gegend ihre islamistische Diktatur aufbauen werden.

 

 

Dschihadisten wollen kurdische Kultur auslöschen

Auf dem Kawa-Platz zerstörten die Dschihadisten die Statue des Schmiedes Kawa, ein Symbol des kurdischen Widerstandes gegen die Diktatur. Bereits zu Beginn des Überfalls der Türkei auf Nordsyrien/Afrin hat die türkische Luftwaffe archäologische Stätten und einen Großteil des antiken Tempels von Ain Dara gezielt dem Erdboden gleich gemacht. Diese Stätten gehen auf eine Zeit von mehr als 700 Jahren vor unserer Zeitrechnung zurück und wurden 2011 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Syrien Afrin Statue Kawa 18 3 18

Wie die Taliban in Afghanistan oder der IS in Irak und Syrien Kulturgüter aus vor-islamischer Zeit zerstörten, so wollen Erdogan und die Dschihadisten die kurdische Kultur zerstören und die Erinnerung daran auslöschen, die Kurd*innen, Jezid*innen, Christ*innen aus Afrin vertreiben und ein Kalifat errichten. Deutschland und die anderen Nato-Länder liefern dafür die Waffen.

Syrien Afrin Leopard Rathaus Gabriel


Demokratische Autonomieverwaltung evakuiert Zivilbevölkerung

Bereits am Samstag hatte die demokratische Autonomieverwaltung von Afrin über Megafon die Zivilbevölkerung aufgefordert, die Stadt zu verlassen, um eine humanitäre Katastrophe zu verhindern. In langen Kolonnen flohen Hunderttausende, ständig von türkischen Kampfflugzeugen und Artillerie attackiert. Allein bei einem einzigen türkischen Luftangriff auf einen Flüchtlingskonvoi kamen über 200 Menschen zu Tode.

Die ganzen Kleinkinder, sie sind alle unter den Trümmern

Cemila Heme"Ich möchte mich auch bei den Verletzten entschuldigen. Wir hatten nicht die Möglichkeit, sie aus den Trümmern herauszuholen. Wir wurden selbst als Hilfspersonen bombardiert. Ich bin fassungslos. Ich bin Zeuge. Wir wollten sie aus den Trümmern ziehen. (Pause) Sie haben uns bombardiert, sie haben uns nicht gelassen. Die ganzen Kleinkinder, sie sind alle unter den Trümmern. Die sind verwundet, die sind verletzt und an ihren Verletzungen verstorben. Sie sind verblutet. Wir möchten uns bei den Verletzten, bei den Verstorbenen, denen wir nicht zu Hilfe eilten, eilen konnten, weil wir selbst von den Kampfjets bombardiert wurden, entschuldigen. (weint)"

Cemila Heme, stellvertretende Vorsitzende des Kurdischen Roten Halbmonds (Rotes Kreuz), ZDF, "Die Situation in Afrin … katastrophal", 18.03.2018 13:30 Uhr

   

 


DER SPIEGEL hetzt

Umso widerlicher die Hetze des SPIEGEL, der unter Berufung auf dubiose UN-Quellen behauptet, "Flucht ist ihnen kaum möglich. Sie werden von kurdischen Milizen aufgehalten." Gleichzeitig jedoch schreibt er jedoch, dass 150.000 Menschen in den letzten Tagen Afrin verlassen haben sollen. (SPIEGEL Online: Zivilisten im syrischen Afrin "Menschenleben zählen nichts") Nachdem Regierung und Medien den völkerrechtswirdrigen Angriffskrieg des Nato-Partners Türkei und die von Erdogan angekündigte ethnische Säuberung verschwiegen oder wohlwollend begleiteten, soll jetzt die Schuld für die von der türkischen Armee und den Dschihadisten verübten Massakern der Selbstverwaltung und den YPG/YPJ in die Schuhe geschoben werden. 


YGP/YPJ: Der Widerstand wird weitergehen

Am Sonntag erklärte der Ko-Vorsitzende des Exekutivrates von Afrin, Osman Şêx İsa, in Anwesenheit der YPG/YPJ-Sprecher*innen und weiteren Mitgliedern der Selbstverwaltung von Afrin (Efrîn ):

"Am 20. Januar haben die Angriffe auf Efrîn im Bündnis mit Russland und mit dem Schweigen der Kräfte in der Region begonnen. Russland hat die Bevölkerung Efrîns seinen Eigeninteressen geopfert und den Luftraum freigegeben, damit der türkische Staat einen Genozid an unserem Volk verüben kann.

Die internationalen Kräfte, die Koalition gegen den IS, die EU und der UN-Sicherheitsrat haben zu den Angriffen geschwiegen. In Efrîn finden ein Genozid und eine Zwangsvertreibung statt. Die Zivilbevölkerung ist jeder Art von Angriffen ausgesetzt. Das zeigt, dass die internationalen Kräfte ihrer Verantwortung unserem Volk und unseren Kämpfer*innen gegenüber hinsichtlich des IS und Erdoğans, der Terror in der ganzen Welt verbreitet, nicht nachgekommen sind.

Hevi Mistafa"Das Schweigen der internationalen Gemeinschaft ist verantwortlich für die wachsende Brutalität der Angriffe Erdogans. Er besetzte Cerablus, dann Bab, dann griff er Afrin an. Keine Stimme erhob sich dagegen. Das ist nicht nur eine Gefahr für Afrin, sondern für die ganze Welt."
Hevi Mistafa, Vorsitzende des Kantons Afrin
 

 

Der türkische IS-Staat benutzt Dschihadisten, um die demografische Struktur Efrîns zu verändern. Anstelle der Bevölkerung werden diese reaktionären Kräfte und ihre Familie angesiedelt. Hunderte Zivilisten, die vor den Angriffen des AKP-Regimes flüchten wollten, wurden getötet. Das Volk wird einem Genozid unterzogen.

58 Tage lang haben die Bevölkerung und unsere bewaffneten Kräfte Widerstand gegen die zweitgrößte NATO-Armee geleistet. Die Welt sollte wissen, dass dieser Widerstand mit einem festen Willen geführt wurde. Der türkische Staat hat jedoch die Zivilbevölkerung angegriffen und die Infrastruktur gezielt zerstört. Um eine humanitäre Katastrophe zu verhindern, haben wir den Beschluss gefasst, die Zivilbevölkerung aus der Stadt zu evakuieren.

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Unser Kampf gegen die türkische Besatzung geht weiter. Um die Ermordung weiterer Zivilisten zu verhindern und gegen die Dschihadisten vorgehen zu können, ist der Krieg mit einer neuen Taktik in eine neue Phase getreten. Unsere Kräfte sind überall in Efrîn und werden weiter gegen die türkische Besatzungsarmee und die Dschihadisten vorgehen. Die Siegeserklärung Erdoğans und seiner Partner hat nicht den geringsten Wert. Unsere Kräfte werden ganz Efrîn zu einem Alptraum für sie machen. Der Kampf um Efrîn wird andauern, bis der gesamte Kanton befreit ist und die Bevölkerung in ihre Heimat zurückkehren kann.

Nicht nur die Bevölkerung Efrîns, auch die Völker Nordsyriens und die Menschen aus Kurdistan sind für Efrîn auf den Beinen. Die demokratischen Kräfte weltweit haben Efrîn nicht im Stich gelassen. Im Namen unseres Volkes grüßen wir alle, die sich für den Widerstand von Efrîn einsetzen. Wir rufen sie auf, ihre Unterstützung fortzusetzen und Druck aufzubauen, damit die Menschen in ihre Heimat zurückkehren können und die türkischen Besatzer aus Efrîn verschwinden.

Zuletzt rufen wir auch den UN-Sicherheitsrat dazu auf, den physischen, kulturellen und politischen Genozid zu stoppen und den türkischen Staat unter Druck zu setzen. Der UN-Sicherheitsrat muss seine Scheinheiligkeit aufgeben und die notwendigen Beschlüsse treffen, damit das Blutvergießen in Efrîn und Ghouta ein Ende findet.

Durch den faschistischen türkischen Staat sind seit Beginn der Militärinvasion 500 Zivilist*innen ums Leben gekommen. 1030 Zivilist*innen wurden verletzt. Außerdem sind 820 QSD-Kämpfer*innen gefallen. Wir geben unserem Volk, den Gefallenen und Verletzten unser Wort, dass der Kampf weitergeht. Unser Ziel ist der Sieg."

Salih Muslim: ab jetzt Guerillakrieg

Der kurdische Politiker Salih Muslim erklärte, dass eine neue Phase des Widerstands in Efrîn beginne: "Die Bevölkerung ist aus Sicherheitsgründen evakuiert worden. Ab jetzt werden die YPG und YPJ einen Guerillakrieg führen."

Salih Muslim YPG aranews"Der Rückzug aus einem Kampf bedeutet nicht die Niederlage im Krieg und das Aufgeben des Widerstandes. Der Widerstand wird weiter gehen und die Kurden werden weiterhin gegen den Genozid verteidigen, der für sie geplant wurde. Der Sieg wird der Sieg der Völker Nordsyriens sein."
Salih Muslim auf Twitter
 

 

Muslim wies auf den Krieg im Mittleren Osten hin und sagte: "Mit diesem Krieg wurde die Entscheidung zur Vernichtung der Kurd*innen getroffen. Sie wollen Efrîn einnehmen und dann die Kurd*innen in Kobanê, Qamişlo, Kerkûk bis nach Şengal angreifen. Zuerst sollte die Umsetzung über Gruppen wie den IS und al-Nusra erfolgen. Da dies nicht erfolgreich war, machen sie es nun selber. Die Menschen in allen vier Teilen Kurdistans sollten wachsam sein und die Pläne durchschauen. Unsere Befreiung geht nur gemeinsam. Wenn wir keine Einheit schaffen, keine nationale Einheit verwirklichen, werden wir in ganz Kurdistan ähnlichen Angriffen gegenüberstehen. Deshalb dürfen wir keine Zeit verlieren, die kurdischen Organisationen müssen zusammenkommen und mit einer nationalen Haltung gegen diese Angriffe kämpfen."

Salih Muslim prangerte auch die Rolle der internationalen Mächte bei den Angriffen auf Efrîn an: "Die internationalen Kräfte, die Staaten der Welt, haben uns alleine gelassen. Mit diesem Schweigen wurde den Angriffen der Türkei eine Basis gegeben und diese unterstützt."


Russland, Türkei und Iran "zufrieden" mit der Entwicklung in Syrien

Syrien Afrin Opfer12Bei einem Treffen der Außenminister Russlands, der Türkei und des Iran am Freitag (16.3.) in Astana hatten diese erklärt, man sei "zufrieden" mit der Entwicklung in Syrien.

In ihrer Erklärung bekräftigten Sergey Lavrov, Mevlut Cavusoglu und Mohammad Javad Zarif, dass ihre Länder auch in Zukunft im Krieg gegen den Terrorismus zusammen arbeiten werden. Sie "begrüßten die Resolution 2410 des UN-Sicherheitsrats in Antwort auf schlimme humanitäre Situation in ganz Syrien, einschließlich in Ost-Ghouta, Yarmuk, Foua und Kefraya, Idlib, Nord Hama, Rukhban und Raqqa." (Tass: http://tass.com/world/994448) Afrin wird ausdrücklich nicht erwähnt und wird damit nach Auffassung dieser drei Regierungen nicht vom Waffenstillstand erfasst.

Lavrow hob die auf lange Frist angelegte wirtschaftliche Zusammenarbeit mit der Türkei hervor. Er verwies auf die geplante Pipeline »Turkish Stream «, mit der russisches Gas durch die Türkei nach Europa transportiert werden soll. Außerdem wird Russland in der Türkei ein Atomkraftwerk bauen. Für den Kauf des russischen Luftabwehrsystems S-400 sei eine Anzahlung getätigt worden, erklärte der türkische Präsident Erdogan. (Tass, http://tass.com/world/993718)

Unmittelbar nach dem Treffen der Außenminister erklärte Erdogan, dass der Endkampf um Afrin bevorstehe und die Stadt in den nächsten Stunden eingenommen werde. Ununterbrochene Bombardierungen der Satdt und ihrer Zivilbevölkerung bereiteten den Angriff vor.

Wegbereiter des nächsten Kalifats

Nelli Tügel meint im nd:

"Sollte Afrin endgültig fallen, hätte dies furchtbare Konsequenzen: Erdoğan wird innenpolitisch gestärkt, in Afrin wird das türkische Militär mit seinen Verbündeten ein islamistisches Regime errichten, Anspruch auf weitere Gebiete in Nordsyrien anmelden und versuchen, in der Türkei lebende arabische Flüchtlinge umzusiedeln.

Nicht nur die NATO-Partner der Türkei - darunter die deutsche und die US-Regierung - schweigen dazu. Auch Assad und seine Schutzmacht Russland haben die türkische Armee letztlich gewähren lassen. Sie alle begründen ihr Vorgehen in Syrien immerzu mit dem Kampf gegen islamistische Terroristen, für Assad und Russland das zentrale Argument, mit dem die Bomben auf Ost-Ghuta legitimiert werden sollen.

Nun zeigt sich erneut: Wenn es ihren Interessen dient, akzeptieren die sonst zerstrittenen Großmächte, dass Kräfte wie die YPG/YPJ in Afrin, die ein Garant für Frauenrechte sowie Religionsfreiheit sind, vertrieben und umgebracht werden. Und der Weg frei wird für das nächste Kalifat."
(nd, Wegbereiter des nächsten Kalifats)

Rückschlag für einen besseren Nahen Osten

Rainer Hermann, Redakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. schrieb:

"Außenpolitisch kontrolliert die Türkei nun mit Afrin und der östlich davon gelegenen Region Dscharabulus einen Teil Nordsyriens. Ankara hat zu verstehen gegeben, dass es diese Position nun nicht mehr abgeben werde. Über Rathäusern weht bereits die türkische Flagge. In der kurdischen Region sollen syrische Flüchtlinge angesiedelt werden, die sich in der Türkei aufhalten.

Vor zwei Jahren hat Erdogan erstmals den Vertrag von Lausanne 1923 in Frage gestellt, der die heutigen Grenzen der Türkei festlegt. Seither drucken türkische Zeitungen die Landkarte der türkischen Unabhängigkeitsbewegung, auf welcher der Korridor von Aleppo bis Mossul ebenso als Teil der Türkei eingezeichnet ist, wie die Inseln in der Ägäis, die vor dem türkischen Festland liegen, und zu Griechenland gehören.

Mit der türkischen Eroberung von Afrin droht ein verheißungsvolles politisches Modell zu fallen. Denn in Afrin sind alle ethnischen und konfessionellen Gruppen in die Selbstverwaltung einbezogen, die Gleichheit von Mann und Frau wird umgesetzt. Anstelle des früheren arabischen Zentralstaats und anstelle eines angeblich "Islamischen Staats" wurde in Afrin seit 2013 eine pluralistische und dezentralisierte Demokratie praktiziert. Der bevorstehende Fall von Afrin ist daher ein Rückschlag im Kampf für einen besseren Nahen Osten."
(DW, Gastkommentar: Was mit dem Fall von Afrin verloren geht)


"Die Invasion von Afrin ist eine Schande für die Menschheit"

Das Demokratische Gesellschaftszentrum der KurdInnen in Deutschland – NAV-DEM fordert ein Ende der Invasion und der ethnischen Säuberung in Afrin durch den türkischen Staat.

Der türkische Staat ist dabei die Massaker gegen die Zivilbevölkerung in Afrin zu intensivieren. Er hat die ethnische Säuberung in der kurdischen Stadt Afrin beschleunigt. Dabei nutzt der türkische Staat die Gelegenheit, die sich aus dem Rückzug der Demokratischen Kräfte Syriens (SDF) und der kurdischen Selbstverteidigungseinheiten YPJ und YPG ergab. Der Rückzug fand statt, um noch größere Massaker an den Zivilisten zu verhindern.

Das wahre Ziel des türkischen Staates ist es, die kurdische Gesellschaft gänzlich auszulöschen und jeden politischen Status für sie zu verhindern. Afrin zeigt klar und deutlich, dass der türkische Staat diese Politik der ethnischen Säuberung mit seinen dschihadistischen Verbündeten fortsetzten wird.

Der türkische Staatsterror und die Barbarei der verbündeten Dschihadisten finden vor den Augen der ganzen Welt statt. Alle internationalen Akteure, vor allem die USA, Russland, die EU und UNO sind für diese Invasion und diese ethnischen Säuberungen verantwortlich.

Humanitäre Hilfe für Afrin

Hunderttausende Zivilisten, die aufgrund der Barbarei des türkischen Staates aus Afrin fliehen mussten, sind hilflos auf der Flucht. Eine große humanitäre Katastrophe droht. Die humanitären Bedürfnisse dieser Menschen finden bislang kein Gehör in der Welt.

Die internationalen Akteure, die angesichts der Massaker schweigen und die Invasion des türkischen Staates billigten, rühren nicht einmal einen Finger für die Unterstützung der zu Hunderttausenden geflüchteten Menschen. Die Invasion von Afrin ist eine Schande für die Menschheit. Die heldenhaften Kämpfer der YPG, YPJ und SDF verteidigen nicht nur Afrin, sondern auch die Demokratie, Freiheit, Werte und die Würde der Menschheit.

Dringender Aufruf an die Regierungen, an politische Parteien, Menschenrechtsorganisationen, Gewerkschaften, internationale Institutionen und die internationale Gemeinschaft:

  • Sich gegen den türkischen Staatsterror zu stellen, ist eine humanitäre Pflicht.

  • Die Gewährleistung der Hilfe für Hunderttausende von geflüchteten Menschen, liegt in der Verantwortung der internationalen Kräfte.

  • Die türkischen Invasionskräfte sollten sofort zum Rückzug gezwungen werden. Der türkische Staat sollte wegen seiner Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor Gericht gestellt werden.

  • Ende aller Waffengeschäfte und politischer Partnerschaften mit autoritären Regimen wie der Türkei im Nahen- und Mittleren Osten.

  • Unterstützung der demokratischen Kräfte in der Region und der Friedensbemühungen der Demokratischen Föderation Nordsyrien für ein freies und demokratisches Syrien.

Montag, 19 Mär 2018, 10:33,
Quelle: https://anfdeutsch.com/

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