Wirtschaft

Warnstreik_Stgt_070312_065_30020.03.2012: Die DKP Bad Kreuznach hat eine Extra-Ausgabe ihrer Kleinzeitung „Der Funke“ vorbereitet, um sie zu verteilen, wenn es vor Ort zu Streiks der Kolleginnen und Kollegen von ver.di kommt. Wobei die Zielpersonen weniger die Streikenden selbst sein werden, - die wissen, wofür sie kämpfen -, sondern jene Menschen, die oft - von den Medien nicht ganz unbeeinflußt, völlig verständnislos sind, wenn z.B. morgens mal kein Bus fährt. Ein gutes Beispiel, das auch von anderen Gruppen aufgegriffen werden sollte.

Warnstreik_Stgt._070312_009_30009.03.2012: Laut ver.di beteiligten sich im Bezirk Stuttgart über 7.000 am Streik. Mehr als 5.000 demonstrierten in der Stuttgarter Innenstadt und beteiligten sich an der Abschlußkundgebung auf dem Stuttgarter Marktplatz. Busse und Bahnen blieben auch in Stuttgart in den Depots. Die streikenden Kolleg/innen der SSB blieben in den Betriebshöfen und versammelten sich dort. Ca. 85 % der Stuttgarter Kitas blieben geschlossen. Auch in den Arbeiterämtern war die Streikbeteiligung sehr gut, ebenso überdurchschnittlich im Schulverwaltungsamt und weiteren Ämtern der Stadt.

muenchen_verdi_streik_080312_wl_003008.03.2012: Statt der erwarteten eintausend kamen über dreitausend Kolleginnen und Kollegen des öffentlichen Dienstes am 8. März in München zur Demonstration und Kundgebung, zu der die Gewerkschaft verdi aufgerufen hat. Erzieherinnen, Kollegen der Versorgungsbetriebe, viele Kolleginnen und Kollegen der GEW, Azubis aus der städt. Lehrwerkstatt, Beschäftigte städt. Krankenhäuser und aus vielen anderen Bereichen erlebten einen kämpferischen ersten Warnstreiktag für ihre Forderung nach 6,5% mehr Lohn, mindestens aber 200.-€ und Übernahme aller Azubis. Allein von den Münchner Stadtwerken war eine Streikabordnung von 600 Kolleginnen und Kollegen gekommen, um gemeinsam und lautstark klar zu machen: Wir sind mehr wert!

duiesseldorf_warnstreik_sana_klinik_070312_koopmann121026907.03.2012: Auch in Düsseldorf rief ver.di an diesem Mittwoch als Antwort der Beschäftigen auf das ignorante Verhalten der Arbeitgeber Bund und Kommunen in der ersten Verhandlungsrunde zu Warnstreiks auf. Am vergangenen Donnerstag hatten die Arbeitgeber die Chance vertan, zum Verhandlungsbeginn ein Angebot zu unterbreiten. „Ihre Sturheit von Postdam deuten wir so, den Druck aus den Betrieben möglichst rasch zu erhöhen, damit wir zu einem Ergebnis gelangen“, erläutert Gustav Wilden, Geschäftsführer von ver.di Düsseldorf, als Schlussfolgerung.

VW_wolfsburg_roger4336_05.03.2012: Und profitiert und profitiert und profitiert... Im vergangenen Geschäftsjahr schaltete der VW-Konzern den Rendite-Turbo ein und raste zum größten Profit aller Zeiten: 15,8 Milliarden Euro Nettoprofit (nach Steuern), mehr als doppelt soviel wie im Jahr davor mit 7,2 Milliarden Euro (+ 119%). Soviel hat bisher noch nie ein Dax-Konzern in dem viertel Jahrhundert seit Bestehen des Aktienindex´ erzielt. Weit abgeschlagen im Dax-Profit-Ranking der letzten Jahrzehnte folgen Siemens als zweiter mit 8,9 Milliarden Euro (im Jahr 2000), Allianz 8,7 (2007), Eon 8,6 (2009). Das VW-Ergebnis enthält einige Sondereffekte, aber selbst im operativen Geschäft kam der Konzern auf einen Nettogewinn von 11,3 Milliarden Euro. Außerdem: Profit ist Profit, egal wie er zustande kam.

29.02.2012: Mehrere Tausend Beschäftigte von Nokia Siemens Networks (NSN) versammelten sich am Dienstag vor der Zentrale des Siemens Konzerns. Neben den Münchner NSN-Beschäftigten waren Delegationen aus NSN-Betrieben in allen Teilen der Republik zu der Kundgebung gekommen. Dies sei nur das erste "Vorstellungsgespräch" bei Konzernchef Peter Löscher, kündigte Michael Leppek von der IG Metall an. Weitere würden folgen. So lange bis sich Siemens bewege und einen Beitrag zur Sicherung der Arbeitsplätze bei NSN leiste. Löscher hatte der Presse gegenüber mitgeteilt, dass sich die NSN-Mitarbeiter bei Siemens auf freie Arbeitsplätze bewerben könnten. Wenn sie geeignet wären, dann würden sie auch zu Vorstellungsgesprächen eingeladen werden. Das ist den KollegInnen aber entschieden zu wenig. Sie ließen Tausende Luftballons gleichzeitig platzen - weil so auch die Entlassungspläne von NSN platzen würden.

muenchen_290212_wl_00529.02.2012: Etwa 500 Kolleginnen und Kollegen des öffentlichen Dienstes in München kamen am 29. Februar mittags auf den Münchner Marienplatz zu einem kämpferischen Auftakt für die bevorstehenden Tarifrund im öffentlichen Dienst. Kollegen von der Straßenreinigung und der Abfallwirtschaft in ihren orangen Jacken, Kolleginnen der Verkehrsleittechnik oder der städtischen Bestattung und vielen weiteren städtischen Betrieben mit Trillerpfeifen und Transparenten demonstrierten ihre Kampf- und Streikbereitschaft für die bevorstehende Tarifrunde.

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