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28.01.2026: China hat sich am Dienstag (27.1.) verpflichtet, Kuba angesichts der wiederholten Drohungen der Vereinigten Staaten "Unterstützung und Hilfe” zu leisten, und verurteilte den Druck Washingtons, der "den Frieden und die Stabilität in der Region gefährdet”.

 

Am 19. Januar kam die erste Lieferung von Reis im Rahmen des chinesischen Notfall-Nahrungsmittelhilfeprogramms für Kuba in Havanna an. Das Gesamtvolumen der Reis-Hilfe im Rahmen dieses Programms beläuft sich auf 30.000 Tonnen. Die zweite Lieferung ist bereits im Hafen von Santiago de Cuba angekommen, und die folgenden Lieferungen sollen laut dem Bericht von Xinhua in Kürze verschifft werden.

Neben der Nahrungsmittelhilfe haben beide Seiten eine umfassende Zusammenarbeit in Bereichen wie Energie vereinbart und dabei schnelle und effektive Fortschritte erzielt.

"China äußert seine tiefe Besorgnis und Ablehnung gegenüber den Maßnahmen der Vereinigten Staaten" in Bezug auf Kuba, erklärte der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Guo Jiakun, während einer regulären Pressekonferenz am Dienstag (27.1.).

"Wir fordern die Vereinigten Staaten […] auf, den Frieden und die regionale Stabilität nicht länger zu gefährden", fuhr er fort und forderte Washington auf, "die Blockade und die Sanktionen gegen Kuba unverzüglich aufzuheben".

China werde Kuba weiterhin jede mögliche Unterstützung und Hilfe zukommen lassen", betonte der Sprecher. China werde starken Widerstand gegen eine mögliche Blockade der Ölversorgung Kubas leisten.

US-Präsident Trump hat seine Drohungen gegen Kuba nach dem Überfall auf Caracas, der am 3. Januar zur Entführung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro führte, verstärkt. Venezuela war einer der wichtigsten Verbündeten Havannas und sein wichtigster Energieversorger.

Trump hatte Mitte Dezember 2025 eine "vollständige und totale Blockade” aller sanktionierten Öltanker angeordnet, die nach Venezuela ein- und auslaufen. US-Energieminister Chris Wright sagte Anfang dieses Monats, dass die Vereinigten Staaten nicht nur die in Venezuela gelagerten Ölvorräte vermarkten, sondern auch den Verkauf der Ölproduktion des Landes auf unbestimmte Zeit kontrollieren werden.

Nach dem Ausfall venezolanischer ‌Lieferungen ist Mexiko der wichtigste Ölversorger für den Karibikstaat, der unter Energieknappheit und massiven Stromausfällen leidet. Trump setzt Mexiko massiv unter Druck, die Öllieferungen einzustellen.

Der Verlust der venezolanischen Öllieferungen – und der Weiterverkauf eines Teils dieser Ladungen, mit denen Havanna Devisen erzielte – führen zu starken Beeinträchtigungen der kubanische Wirtschaft. Durch eine vollständige Blockade der Ölimporte nach Kuba will Washington eine humanitäre Krise auslösen und damit einen Regimewechsel erzwingen.

Das Wall Street Journal berichtete am 22. Januar, dass Trump "aktiv einen Regimewechsel in Kuba bis zum Jahresende" anstrebt (WSJ, 22.1.2026: The U.S. Is Actively Seeking Regime Change in Cuba by the End of the Year). Beamte des Weißen Hauses seien der Meinung, dass die Wirtschaft des Landes "kurz vor dem Zusammenbruch steht und die Regierung nach dem Verlust eines wichtigen Wohltäters in Maduro noch nie so schwach war wie heute".

Trump forderte Kuba auf, "bevor es zu spät ist" ein "Abkommen" zu akzeptieren. "Es wird kein Öl und kein Geld mehr für Kuba geben, nichts!", drohte Trump auf seiner Plattform Truth Social. Worin genau eine Vereinbarung bestehen sollte oder was passiert, falls sich Kuba nicht auf einen Deal einlässt, schrieb Trump nicht.

Der stellvertretende Außenminister Kubas, Carlos Fernández de Cossío, bezeichnete dieses Vorhaben als brutalen Angriff auf eine friedliche Nation, die keinerlei Bedrohung für die Vereinigten Staaten darstellt.

Bislang sei noch keine endgültige Entscheidung getroffen worden, aber innerhalb der Trump-Regierung würden entsprechende Debatten geführt, heißt es in einem Bericht von Politico.

Kuba und Russland verstärken Zusammenarbeit

Am 21. Januar war der russische Innenminister Wladimir Kolokolzew zu einem offiziellen Besuch in Kuba. In der Hauptstadt Havanna kam er mit den Spitzenpolitikern und -beamten des Karibikstaates zusammen. Vor dem Hintergrund des Überfalls der USA auf Venezuela und der Entführung von Präsident Maduro erklärte Kolokolzew, dass Moskau gegen jegliche Einmischung in die inneren Angelegenheiten von anderen Staaten sei. Kuba und Russland würden ihre Zusammenarbeit weiterentwicklen.

Der kubanische Präsident Miguel Díaz-Canel verteidigte am Samstag die militärische Vorbereitung des Landes als Mittel zur Abschreckung vor einer möglichen Aggression der Vereinigten Staaten nach den Drohungen aus Washington. Beim Überfall der USA auf Venezuela waren 32 kubanische Soldaten ums Leben gekommen, von denen einige zum Sicherheitsteam von Maduro gehörten.

Foto oben: Ein Arbeiter in Havanna stapelt Säcke mit Reis, die am 19. Januar als erste Lieferung im Rahmen des chinesischen Notfall-Nahrungsmittelhilfeprogramms in Kuba ankamen. Foto: Xinhua

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