Internationales

08.08.2026: Die verheerendsten Angriffe seit Wochen erfolgten, nachdem die Hamas am 31. Juli einer Entwaffnung zugestimmt hat ++ Israelische Minister fordern Netanjahu auf, Trumps Friedensplan offiziell abzulehnen und den Völkermord in Gaza fortzusetzen ++ Bibi befiehlt, Mladenov führt aus: Der Friedensrat ändert den Plan für Gaza ++ Trumps Friedensrat vergibt seinen ersten Auftrag für Gaza – nicht für den Wiederaufbau, sondern für einen Militärstützpunkt

 

Trotz angeblicher Fortschritte bei Verhandlungen in Kairo verstärkt das israelische Apartheidregime seine Angriffe. Obwohl Donald Trump auf Truth Social das "historische Abkommen" als "monumentalen Schritt hin zu dauerhaftem Frieden und Sicherheit" präsentiert hatte, widerlegen die anhaltenden israelischen Angriffe kontinuierlich die Worte des US-Präsidenten.

Am vergangenen Wochenende hat die israelische Luftwaffe zwei große Medikamentenlager in Deir al-Balah, im Zentrum Gazas, zerstört – der jüngste israelische Angriff auf das zusammenbrechende Gesundheitssystem in Gaza.

Die Angriffe fanden am Samstag und am Sonntag (1. und 2.8.) statt, wenige Tage nachdem die Hamas und andere palästinensische Fraktionen ein Entwaffnungsabkommen unterzeichnet hatten, das die Vereinigten Staaten als Durchbruch auf dem Weg zur Beendigung des Krieges bezeichnet haben.

Gazakrieg Medikamentenlager Deir al Balah 2026 08 01Video: https://www.aljazeera.com/news/2026/8/1/israeli-strikes-kill-four-across-gaza-destroy-medical-supply-warehouse

Am Sonntag, dem 2. August, noch vor Tagesanbruch, griff das israelische Militär ein Arzneimittellager neben dem al-Aqsa-Märtyrer-Krankenhaus in Deir al-Balah im Zentrum des Gazastreifens an – ein Angriff, den palästinensische Gesundheitsbehörden als jüngsten Schritt in einer systematischen Kampagne zur Zerschlagung des Gesundheitssystems im Gazastreifen bezeichneten.

Der Angriff verursachte weitreichende Schäden, die über die angegriffene Einrichtung hinausgingen. Zwei der vier Medikamentenlager des Krankenhauses wurden vollständig zerstört, während die beiden übrigen schwere bauliche Schäden davontrugen, teilte das Gesundheitsministerium von Gaza in einer Erklärung mit. Die Explosion riss zudem Dutzende Zelte nieder, in denen vertriebene Familien untergebracht waren, die nach dem Verlust ihrer Häuser auf dem Krankenhausgelände Zuflucht gesucht hatten.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums verursachte der Angriff zudem erhebliche Schäden an einem nahegelegenen Gebäude einer Ambulanz und zerstörte die ohnehin schon kritisch geringen Vorräte an Medikamenten und medizinischem Material.

Das ist kein Krieg. Das ist geplante Ausrottung.

Seit Beginn des Völkermords durch Israel in Gaza wurde das Gesundheitssystem im Gazastreifen von sich überschneidenden Krisen heimgesucht. Medizinische Einrichtungen wurden wiederholt angegriffen, wobei Krankenhäuser und Kliniken im gesamten Gazastreifen beschädigt oder zerstört wurden. Von den Krankenhäusern, die einst die Bevölkerung Gazas versorgten, sind nur noch wenige in Betrieb und nehmen weiterhin Patienten auf.

Gazakrieg AlShifa 2024 04 01 3Al Shifa Krankenhaus, 1. April 2024 (Foto: MEE/Mohammed al-Hajjar)

Dr. Khalil al-Daqran, Sprecher des al-Aqsa-Märtyrer-Krankenhauses, sagte, der Angriff vom Sonntag sei Teil dieses umfassenderen Angriffs auf den Gesundheitssektor in Gaza. "Die Besatzungsmacht strebt den vollständigen Zusammenbruch des Gesundheitssystems in Gaza an", sagte er. "Die Raketen haben das Lagerhaus vollständig zerstört, einen riesigen Krater hinterlassen und eine große Zahl von Patienten in große Gefahr gebracht."

"Krankheiten, die anderswo behandelbar sind, werden hier tödlich, weil die Menschen keinen Zugang zu medizinischer Grundversorgung haben."

Laut al-Daqran enthielten die zerstörten Lagerhäuser Medikamente für Patienten mit chronischen Erkrankungen, darunter Nierenerkrankungen. Da diese Vorräte nun zerstört seien, warnte er, seien viele Patienten einer unmittelbaren Lebensgefahr ausgesetzt. Krankheiten, die anderswo behandelbar sind, werden hier tödlich, weil die Menschen keinen Zugang zu medizinischer Grundversorgung haben.

Das Gesundheitsministerium von Gaza erklärte, dass israelische Beschränkungen weiterhin die Einfuhr von Medikamenten nach Gaza blockieren und stark einschränken, wobei die eingehenden Lieferungen weit unter dem medizinischen Mindestbedarf liegen. Die Engpässe betreffen mittlerweile fast jeden wichtigen Bereich des Gesundheitswesens. Bei Medikamenten für die Mutter-Kind-Gesundheit beträgt der Rückgang 56 %; bei Medikamenten für die medizinische Grundversorgung 55 %; bei Medikamenten für Nierenerkrankungen und Dialyse 46 %; bei psychiatrischen und neurologischen Medikamenten 35 %; bei Notfall- und Intensivmedikamenten 33 %; bei chirurgischem Verbrauchsmaterial 39 % und bei orthopädischem Material 48 %.

Dr. Khalil al-Daqran wies darauf hin, dass Medikamente, die die Krankenhäuser in Gaza erreichen, größtenteils von internationalen Organisationen wie der Weltgesundheitsorganisation bereitgestellt werden, dass Israel jedoch "keinerlei Rücksicht auf das Völkerrecht oder internationale Organisationen nimmt", und führte die Zerstörung des Lagers als Beweis dafür an.

"Diese Angriffe sind Teil einer umfassenden Politik, die darauf abzielt, die Lebensgrundlagen im Gazastreifen zu zerstören"

Neben den Angriffen auf die Medikamentenlager gehörten zu den zivilen Zielen der israelischen Kampfjets und Drohnen Wohnhäuser in Deir Al-Balah und Gaza-Stadt, mehrere Motorräder und Autos, die Zeltlager von Vertriebenen in Jabalija sowie in Khan Younis und mehrere Orte im Umfeld von Krankenhäusern.

Israel begründet die Angriffe auf die medizinische Infrastruktur und die zivilen Ziele wie üblich als Angriffe auf "Waffenlager der Hamas" und Verstecke für "Hamas-Terroristen".

Das Palästinensische Zentrum für Menschenrechte (PCHR) hat erklärt, die anhaltenden israelischen Angriffe im Gazastreifen, die sich gegen Wohnhäuser, Notunterkünfte, Schutzräume, Versammlungen von Zivilisten und zivile Fahrzeuge richten, seien "weit verbreitet und systematisch".

"Diese Angriffe sind Teil einer umfassenden Politik, die darauf abzielt, die Lebensgrundlagen im Gazastreifen durch Massenmorde, weitreichende Zerstörung, Aushungerung und Zwangsvertreibung im Rahmen des andauernden Völkermords an mehr als zwei Millionen Palästinensern zu zerstören", erklärte das Zentrum in einer Stellungnahme.

Gaza ist gerade einmal 40 km lang und 6–12 km breit. Vor dem Beginn des Völkermords waren 2,2 Millionen Menschen dort hineingepfercht – zwei Drittel davon bereits Flüchtlinge. Heute sind die Überlebenden in nur 35 % dieses schmalen Streifens zusammengedrängt.

Das Palästinensische Zentrum für Menschenrechte "fordert die internationale Gemeinschaft auf, ihren rechtlichen und moralischen Verpflichtungen nachzukommen und dringend Maßnahmen zu ergreifen, um das Verbrechen des Völkermords und andere internationale Verbrechen, die im Gazastreifen begangen werden, zu stoppen."


Israels Eskalation zielt darauf ab, die erzielten Vereinbarungen zu torpedieren

Die verheerendsten Angriffe seit Wochen erfolgten, nachdem die Hamas am Freitag (31.7.) einer Entwaffnung zugestimmt hatte.

Die Hamas erklärte am Sonntag, Israels "vorsätzliche Eskalation" der Angriffe ziele darauf ab, "die mit den Vermittlern, darunter der US-Regierung, erzielten Vereinbarungen zu behindern und die vollständige Umsetzung des Waffenruheabkommens zu verhindern".

US-Präsident Donald Trump hatte zuvor am Donnerstagabend überraschend verkündet, sein "Board of Peace für Gaza" (BOP) habe mit der Hamas eine entsprechende Vereinbarung erzielt. Den Vorsitz des "Board of Peace" (Friedensrat) hat US-Präsident Donald Trump inne, und die Leitung liegt bei einem Team, zu dem sein Schwiegersohn Jared Kushner und sein Mitarbeiter Steve Witkoff gehören.

"Zum ersten Mal hat sich die Hamas offiziell zu einem umsetzbaren Plan zur Abgabe all ihrer Waffen verpflichtet", hieß es vom "Friedensrat".

Der von den Vereinten Nationen unterstützte "Friedensrat" hat am 31. Juli die vollständige, aus 15 Punkten bestehende "Roadmap" für den Gazastreifen veröffentlicht. (https://x.com/BoardOfPeace/status/2083156702250115118)

Die Hamas und die anderen Widerstandsfraktionen sollen demnach ihre schwere Waffen zunächst an ein technokratisches "Nationalkomitee" übergeben, das Gaza verwalten soll. Deren Vertreter, eine Art Technokratenverwaltung, sind benannt und auch mit Israel abgestimmt. Doch Israel verhindert bisher deren Einreise nach Gaza.

Die Stilllegung und Lagerung schwerer Waffen unter der Kontrolle des "Nationalen Komitees für die Verwaltung des Gazastreifens" NCAG wird allerdings daran geknüpft, dass Israel zunächst seine verbleibenden Verpflichtungen aus dem Waffenstillstand erfüllt und sich anschließend schrittweise aus dem Gazastreifen zurückzieht. Die Hamas erklärt, die leichten Waffen zur Selbstverteidigung zu behalten.

Laut dem "Friedensrat" ist zudem vorgesehen, dass Waffenproduktionsstätten, Waffenlager und Tunnel stillgelegt werden.

Vermittelt haben Ägypten, Katar und die Türkei.


Hamas-Vertreter: Gaza-Abkommen ist ein "umfassendes Paket", bei dem es nicht nur um Waffen geht

Ghazi Hamad, ein Mitglied der Verhandlungsdelegation der Hamas, beschrieb das Abkommen als ein umfassendes Paket und nicht als eine eng gefasste Vereinbarung über Waffen. Es umfasst die Beendigung der Invasion, den vollständigen Rückzug der Besatzungstruppen aus dem Gazastreifen, den Einzug des Nationalen Komitees für die Verwaltung des Gazastreifens, die Entsendung einer internationalen Stabilisierungstruppe sowie den Wiederaufbau.

"Wir sprechen über die Lagerung der Waffen unter der Verantwortung des Nationalen Palästinensischen Komitees."

Zur Frage der schweren Waffen erklärte Hamad, die Gruppe habe sich klar dazu geäußert, ihr Waffenarsenal unter die Verantwortung und Aufsicht des künftigen palästinensischen technokratischen Komitees zu stellen. Er sagte, dies sei an die Erfüllung einer Reihe von Verpflichtungen durch Israel geknüpft, darunter vor allem die vollständige Umsetzung der ersten Phase, den Beginn eines schrittweisen Rückzugs aus dem Gazastreifen, den Einzug des Nationalen Komitees für die Verwaltung des Gazastreifens – den Israel bisher verhindert -, die Entsendung internationaler Streitkräfte sowie die Auflösung der bewaffneten Banden und Milizen, die Israel innerhalb des Gazastreifens gebildet hat.


Währen die Hamas positiv auf Trumps Gaza-Abkommen reagiert, lehnt die israelische extreme Rechte es ab

Israels ultrarechte, faschistische Minister lehnten den Plan umgehend ab. Sie fordern den Krieg fortzusetzen, den Gazastreifen dauerhaft zu besetzen, die Siedlungen wieder aufzubauen und die sogenannte "freiwillige Auswanderung" von über zwei Millionen Palästinensern aus dem Gazastreifen zu fördern, die unter katastrophalen humanitären Bedingungen gehalten werden, gerade um sie dazu zu drängen, ihr Land zu verlassen.

Der Minister für nationale Sicherheit, Itamar Ben-Gvir, bezeichnete die von Trumps "Friedensrat" vorgeschlagene Vereinbarung als für Israel inakzeptabel und behauptete, jede Vereinbarung zur Beendigung der Tötungen von Hamas-Mitgliedern käme einer Erlaubnis gleich, der Gruppe die Neuformierung zu ermöglichen. Er schrieb auf X, dass die Tötungen im Gazastreifen fortgesetzt werden müssten und dass das, was er als "Förderung der Auswanderung" bezeichnete, vorangetrieben werden müsse. Er forderte, dass die weitgehend von der Rechten kontrollierte Knesset darüber entscheiden solle.

Ben Gvir zu BOP Vorschlag 2026 07 31 https://x.com/itamarbengvir/status/2083182525539655729

Israles Kriegsminister Katz trat öffentlich im Fernsehen auf, um mit seinen ethnischen Säuberungen in Gaza und im Libanon zu prahlen und drohte damit, dasselbe in der Westbank zu tun. "In Gaza setzen wir unsere Politik um, zerstören alle Häuser in einem Gebiet von 60 %, wie im Süden des Libanon, wo wir 24 Dörfer zerstört haben und die Libanesen nirgendwohin zurückkehren können, weil sie keine Häuser mehr haben. In der Westbank, wenn es eine Intifada gibt, werden wir dasselbe tun."


Israelische Minister fordern Netanjahu auf, Trumps Friedensplan offiziell abzulehnen und den Völkermord im Gazastreifen fortzusetzen

Israels ultrarechte Minister QNN

Eine Gruppe israelischer Minister hat laut israelischen Medien gefordert, dass Israel seinen Völkermord in Gaza wieder aufnimmt und den Fahrplan für die zweite Phase des Waffenstillstandsplans von US-Präsident Donald Trump offiziell ablehnt. Die Forderungen wurden während einer Sitzung des Sicherheitskabinetts unter dem Vorsitz von Benjamin Netanjahu gestellt, die am Donnerstagabend (6.8.) stattfand, um die nächste Phase des Plans zu besprechen.

Laut der Zeitung "Israel Hayom" nutzten die Minister Ze’ev Elkin, Bezalel Smotrich, Orit Strook und Avi Dichter die Sitzung, um auf eine Rückkehr zu groß angelegten Militärangriffen auf den Gazastreifen zu drängen. "Die Hamas darf nicht bestehen bleiben. Sie muss ausgelöscht werden", forderte Smotrich dem Bericht zufolge – eine Formulierung, die einer offenen Forderung nach Fortsetzung des Vernichtungskrieges gleichkommt, dem bereits Zehntausende Palästinenser im Gazastreifen zum Opfer gefallen sind.

Der Vorstoß, das Abkommen zu torpedieren, reichte über den Kabinettssaal hinaus. Finanzminister Smotrich und Siedlungsministerin Orit Strook sandten Netanjahu ein formelles Schreiben, in dem sie ihn drängten, unverzüglich das Sicherheitskabinett einzuberufen und den Einzug der internationalen Stabilisierungstruppe in den Gazastreifen zu verhindern

Energieminister Eli Cohen, ein Mitglied des Sicherheitskabinetts, erklärte offen, es gebe kein Abkommen zur Einstellung der Angriffe auf den Gazastreifen, und Israel, das bereits rund 70 Prozent des Gazastreifens besetze, müsse die vollständige Kontrolle darüber übernehmen.

Netanjahu habe den Berichten zufolge die Forderungen der Minister wiederholt und erklärt, Israel habe dem Plan des Friedensrats nicht zugestimmt und werde seine Truppen nicht aus dem Gazastreifen abziehen, bis die Hamas vollständig entwaffnet sei. Er betonte, die Besatzungsarmee werde so lange wie nötig in den von ihm als Sicherheitszonen bezeichneten Gebieten verbleiben.


Bibi befiehlt, Mladenov führt aus. Der Friedensrat ändert den Plan für den Gazastreifen

Es ist ein regelrechter Rückzieher, den das Board of Peace für Gaza (BOP) vollzogen hat. Und er bricht das fragile Gleichgewicht, auf dem der Fahrplan für die zweite Phase des Waffenstillstands zwischen Israel und der Hamas beruhte. Nur wenige Tage nach der Bekanntgabe des in Kairo mit der Hamas-Führung erzielten Abkommens, wonach diese im Gegenzug für den Beginn des israelischen Rückzugs zugestimmt hatte, einen Großteil ihrer Waffen an das palästinensische Technische Komitee zu übergeben, das den Gazastreifen verwalten wird, hat das BOP den Kernpunkt der Vereinbarung geändert. Dieser Schritt erfolgte nach dem Treffen am Montag in Jerusalem zwischen den wichtigsten Vertretern des BOP, Nickolay Mladenov und Aryeh Lightstone, und dem israelischen Ministerpräsidenten Netanjahu.

In der ursprünglichen Fassung sollten die Entwaffnung der Hamas und der Rückzug der Besatzungstruppen parallel erfolgen. Nun erklärt das Board of Peace jedoch, dass der israelische Rückzug über die "gelbe Linie" hinaus, die das besetzte Gebiet des Gazastreifens begrenzt (offiziell 53 %, tatsächlich jedoch 70 %), erst nach der Entwaffnung der Hamas und anderer palästinensischer bewaffneter Organisationen erfolgen wird.

Tel Aviv entscheidet, mit der faktischen Zustimmung der Vereinigten Staaten und der Europäischen Union.

Diese Kehrtwende ist das Ergebnis des von Tel Aviv ausgeübten Drucks. Netanjahu erklärte gegenüber Mladenov und Lightstone, dass Israel seine militärischen Angriffe auf den Gazastreifen trotz des Waffenstillstands nicht einstellen und nicht zurückweichen werde, solange die Hamas nicht alle ihre Waffen, einschließlich der Handfeuerwaffen, aushändige.

Netanjahu äußerte zudem eine lange Reihe von Vorbehalten gegenüber der Vereinbarung und beanstandete sowohl die vorgesehene Rolle Katars und der Türkei – Länder, die er als feindlich betrachtet – im internationalen Mechanismus zur Überprüfung der Entwaffnung als auch die Annahme, dass die Waffen der Hamas gelagert und nicht vernichtet werden sollen.

Unmittelbar nach dem Treffen kam Mladenov diesen "Forderungen" nach. Bezeichnend war die Korrektur der offiziellen Erklärung der vergangenen Woche selbst: Der Satz "vollständiger Rückzug der israelischen Verteidigungskräfte" wurde gestrichen und durch eine neue Formulierung ersetzt, die es Israel erlaubt, seine Truppen auf unbestimmte Zeit in den besetzten Gebieten zu belassen.

Dieser Rückzieher beweist, dass ein Ende des Völkermordes, der Wiederaufbau Gazas und dessen Verwaltung durch die Palästinenser unter den gegenwärtigen Bedingungen nicht vom Ausgang der Verhandlungen abhängen und noch weniger von der Anwendung des Völkerrechts. Tel Aviv entscheidet, mit der faktischen Zustimmung der Vereinigten Staaten und der Europäischen Union.


Trumps Friedensrat vergibt seinen ersten Auftrag für den Gazastreifen – nicht für den Wiederaufbau, sondern für einen Militärstützpunkt

Inzwischen hat der von den USA geführte Friedensrat BOP hat seinen ersten Auftrag für den Gazastreifen vergeben – nicht für den Wiederaufbau der von Israel in Schutt und Asche gelegten Enklave, sondern für einen Militärstützpunkt zur Unterbringung ausländischer Truppen, wie "The Guardian" berichtet.

Die vorläufige Vereinbarung sieht den Bau eines einfachen Außenpostens zur Unterbringung von 150 marokkanischen Soldaten vor – dem ersten ausländischen Kontingent einer internationalen Truppe, die im Gazastreifen stationiert werden soll.

Der Auftrag, der noch nicht endgültig abgeschlossen ist, wurde an Arkel International vergeben, ein in Louisiana ansässiges Unternehmen, das zuvor bereits Aufträge für die US-Regierung in Ländern wie dem Irak ausgeführt hat.

Die Wahl einer militärischen Anlage als allererstes Projekt spricht Bände über den Charakter der gesamten Vereinbarung. "The Guardian" berichtete im Juli, dass die Wiederaufbaupläne des Gremiums für den Gazastreifen bereits drastisch geschrumpft seien – von einem ehrgeizigen Entwurf zum Wiederaufbau des gesamten Gebiets hin zu einem kleinen Pilotprojekt im Süden.

Während mehr als zwei Millionen Palästinenser unter einer anhaltenden Belagerung, hungersnotähnlichen Zuständen und täglichen israelischen Angriffen leiden und Zehntausende Leichen unter den Trümmern begraben bleiben, weil Israel den Zugang für schweres Gerät verweigert.

Nach offiziellen Angaben wurden seit Beginn der "Waffenruhe" am 11. Oktober vergangenen Jahres insgesamt mindestens 1.250 Menschen getötet und weitere 4.110 verletzt. Auch wurden seitdem über 800 Leichen aus den Trümmern geborgen. Die Gesamtzahlen seit Beginn des Völkermords vor knapp drei Jahren liegen offiziell bei 73.375 Toten und 174.220 Verletzten, wobei die Ergebnisse mehrerer Forschungseinrichtungen ein Vielfaches dieser Zahlen nahelegen.

Und der Völkermord geht stillschweigend unter den Augen der Weltöffentlichkeit weiter.

Bild oben: Screenshot https://www.aljazeera.com/news/2026/8/1/israeli-strikes-kill-four-across-gaza-destroy-medical-supply-warehouse

Geschafft: Auch Deutschland überspringt die Schwelle
Trotzdem weiter unterzeichnen

EBI Assoziierungsabkommen EU Israel klein

Europäische Bürgerinitiative "Gerechtigkeit für Palästina" erreicht mehr als 1 Million Unterschriften  ++ Schwelle in elf Ländern übersprungen, Deutschland schwach ++ Italien setzt Verlängerung des Verteidigungsabkommens mit Israel aus ++ EU will Sanktionen gegen Israel erörtern – neue Position der ungarischen Regierung steht noch aus
weiterlesen und unterzeichnen hier 

+++++++++++++++++++++++++++++++

Neues von der Solidaritätskampagne: Abdeckplanen zum Schutz vor Regen. Gaza wird nicht vergessen!

Gaza Soliaktion Regenplanen 2025 12 2
zum Text hier
+++++++++++++++++++++++++++++++

EL Star 150