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24.11.2015: Kaufen, wenn die Kanonen donnern, war Bankier Lord Rothschild´s Aktientipp. Heute müsste es genauer heißen: … wenn die Bomben knallen. Seien es die Sprengstoffgürtel der Terroristen oder die Bomben aus den Flugzeugen der Staatsterroristen über Syrien, Afghanistan und Jemen oder die Jahre davor Libyen und Irak. Aus jedem dieser Bombenkrater kriechen neue alQuaida- und IS-Kämpfer, die ihre mörderische Botschaft inzwischen bis in die westlichen Hauptstädte tragen. Dies wiederum forciert dann den „Krieg gegen Terror“, in den westliche Regierungschefs sofort ziehen. Eine endlose Spirale! Mit ihr drehen auch die Kurse der Rüstungsaktien nach oben.

Das Branchenbarometer Dow Jones US Defense Index stieg nach den Attentaten von Paris mit zwei Prozent plus deutlich stärker als der Marktdurchschnitt mit 0,4 Prozent. Der US-Defense legte in diesem Jahr schon um 16 Prozent zu, der S&P 500 im gleichen Zeitraum nur um ein Prozent (FAZ, 20.11.15). Vor allem die Öl-Staaten Saudi-Arabien und Katar, die einen unerbittlichen Krieg im Jemen führen und ein sehr zwielichtiges Verhältnis zu alQuaida und IS haben, melden neuen Bedarf an Waffen an, dem der Westen willfährig nachkommt. Drei Tage nach Paris ratifizierte das US-Außenministerium den Verkauf von computergesteuerten Bomben und anderen Waffen an Saudi-Arabien. Deutschland genehmigte bereits vor Wochen den Export von Kampfpanzern und Panzerhaubitzen an Katar. Heckler & Koch wurde vom Bundessicherheitsrat ein Millionendeal zur Ausfuhr von Kleinwaffen in den arabischen Raum genehmigt.

Auch  „Rheinmetall profitiert vom Krieg“ überschrieb die FAZ (6.11.15) einen Artikel über die Rüstungssparte des Konzerns. Nach den Anschlägen von Paris machte die Aktie einen Kurssprung von fast fünf Prozent. Insgesamt war der Rüstungsumsatz in den ersten drei Quartalen um 17 Prozent gestiegen und wird im vierten Quartal nochmal einen Satz nach oben machen.

Ein „nachhaltiges Momentum für Rüstungsaktien“ erwarten Analysten jedoch erst, wenn es auch zu einem Landkrieg, zum Einsatz von Bodentruppen im Kampf gegen ISIS käme (FAZ, 20.11.15). „Diesen Schritt haben wir noch nicht gemacht. Aber das wäre bedeutsam“, sagt Byron Callan, Analyst beim Wertpapierhaus Capital Alpha Securities.

Das „Geschäft mit dem Tod“ blüht auch in den westlichen Metropolen selbst. In der Woche nach den Terroranschlägen in Paris öffnete in der Seine-Stadt die Messe Milipol 2015, die Weltleitmesse für das Geschäft mit der inneren Sicherheit ihre Pforten. 934 Aussteller demonstrierten auf der Sicherheitsmesse, wie sich dem Terror mit immer mehr und ausgeklügelteren Waffen und Sicherheitssystemen angeblich beikommen lässt.  Es fand sich dort alles für Abwehr und Attacke.

Die Sicherheitsbranche hat mit die höchsten Wachstumsraten, die jüngsten Anschläge dürften für einen zusätzlichen Schub sorgen. Schreibt die SZ (20.11.15): „So zynisch es klingen mag: Die jüngsten Anschläge sind gut fürs Geschäft – es geht um einen 500-Milliarden-Markt“. Der Zusatzschub infolge der jüngsten Terrorattacken ist in dieser Zahl noch nicht berücksichtigt.

Fred Schmid, isw

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