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Marwan Barghouti painting wikimedia25.10.2014: Marwan Barghouti (56) ist seit 2002 eingesperrt, einer von Tausenden arabischen politischen Gefangenen in Israel. Uri Avnery schrieb über ihn u.a.: „Die israelische Regierung strich Marwan sofort von der Liste und blieb unnachgiebig. Als Shalit schließlich entlassen wurde, blieb Marwan im Gefängnis. Offensichtlich wurde er als gefährlicher angesehen als Hunderte von Hamas-Terroristen mit „Blut an ihren Händen“. Warum?
Zyniker würden sagen: weil er Frieden wünscht. Weil er an der Zwei-Staaten-Lösung festhält. Weil er das palästinensische Volk zu diesem Zwecke einigen könnte. Alles gute Gründe dafür, daß Netanjahu ihn im Gefängnis festhält.“

Bei der ManiFiesta der PTB am 20. September 2014 konnten wir bei der Hauptkundgebung den mitreißenden Auftritt von Fatwa Barghouti, der Ehefrau von Marwan Barghouti, miterleben.

Ansage der Moderatorin:
Bitte, einen donnernden Applaus für den nächsten Gast, der Fatwa  Barghouti heißt. Fatwa Barghouti ist Anwältin und die Ehefrau von Marwan Barghouti, der seit 2002 im israelischen Gefängnis eingesperrt ist. Er wird der „palästinensische Mandela“ genannt und ist zum Symbol des palästinensischen Widerstandes gegen den israelische Terror und Besatzung geworden.

Bitte, Fatwa!

Fatwa (auf Französisch): Danke.

Weiter auf Arabisch:
Wenn die Freiheit meines Volkes, meines Landes um den Preis des Verlusts meiner eigenen Freiheit zu erlangen ist, bin ich bereit, diesen Preis zu zahlen – das sagte Marwan Barghouti, als das israelische Tribunal über ihn richtete. Er sagte das auf Arabisch, auf Englisch und auf Hebräisch. Das palästinensische Volk ist bereit, den Preis der Freiheit zu zahlen, das palästinensische Volk hat diesen Preis bereits gezahlt: mit den Tränen, mit dem Blut von Kindern, von Frauen Palästinas während der ganzen Jahre der Besatzung. Die Palästinenser, sowohl in Gaza als auch im Westjordanland, in Jerusalem, überall in der Welt, dort, wo es palästinensische Gemeinschaften gibt, zahlen jeden Tag den Preis der Freiheit, jenen Preis der Freiheit, der von den Völkern bezahlt wurde, die im Laufe der gesamten Geschichte der Menschheit eine Okkupation erlitten haben, weil die Freiheit ein sehr wertvolles Gut ist und diesen Kampf wert ist.

Netanjahu will gleichzeitig Besatzung, Kolonisierung, Frieden und Sicherheit. Er will, daß die ganze Welt ihm dabei hilft, dieses Gleichung zu lösen. Marwan Barghouti erwidert darauf: wenn Sie Frieden und Sicherheit wollen, müssen Sie unweigerlich Schluß mit der Besatzung und der Kolonisierung machen. Marwan Barghouti fährt fort in Bezug auf Netanjahu: die Völker, die Leid erfahren haben, die Unterdrückung und Okkupation erlitten haben, sind genau die Völker, die am stärksten an ihrem Recht und ihrer Freiheit hängen.

Die Völker der ganzen Welt, die sich auf die Seite Südafrikas gestellt haben, die Nelson Mandela beigestanden haben, als er im Gefängnis war, die Völker, die gegen die Apartheid waren, waren dann stolz, als der Sieg errungen und als Mandela befreit wurde. Und ich sage nun, daß diese Völker, die heute auf der Seite des palästinensischen Volkes sind, an der Seite von Marwan Barghouti, für seine Freiheit, für die Freiheit aller Eingekerkerten, für die Befreiung Palästinas – daß diese Volker, sobald dieser Sieg errungen werden wird, ebenfalls auf ihre würdige Haltung stolz sein werden.

Abschließend will ich sagen, daß ich die PTB zu ihrem Fest beglückwünsche und daß ich die Gesamtheit der Bewegungen für die Solidarität mit dem palästinensischen Volk grüßen will, die auf der Seite der Gerechtigkeit, auf der Seite des Kampfes des palästinensischen Volkes für seine Freiheit sind. Ich möchte auch Angela Davis grüßen, die heute unter uns ist, die uns die Ehre erwiesen hat, Mitglied des Kommitees für die internationale Kampagne für die Freilassung von Marwan Barghouti und allen anderen politischen Gefangenen aus Palästina zu werden. Und ich möchte Euch sagen: Wir werden uns wiedersehen bei dem Sieg der Freiheit für Palästinas. Ich danke Euch!

(Der Übersetzung liegt kein schriftlicher Text, sondern eine Videoaufnahme der französischen Übersetzung während der Veranstaltung zugrunde)

Text/Foto: Julia Monossowa / Volker Metzroth     Foto Wandbild: Ben Siesta, wikimedia

siehe auch: Angela Davis bei der ManiFiesta der PTB

Cuba Lets help Matanzas

Am 5. August schlug ein Blitz in einen Öltank in Matanzas - eines der größten Treibstoffdepots Kubas - und verursachte einen riesigen Brand, bei dem Menschen ums Leben kamen, Dutzende mit schweren Verbrennungen verletzt und Hunderte aus ihren Häusern evakuiert wurden. Diese Tragödie hat auch unmittelbare Auswirkungen auf die gesamte Bevölkerung in dieser Provinz, da die Stromversorgung und die Gesundheitseinrichtungen betroffen sind.

Die Partei der Europäischen Linken ruft auf, unseren Schwestern und Brüdern in Kuba zu helfen. Das kubanische Ministerium für Außenhandel und Investitionen (Mincex) hat zwei Konten für Spenden als Reaktion auf die durch die Brände verursachte Katastrophe eröffnet:
- Banco Financiero Internacional (BFI), Kto-Nummer 0300 0000 0533 6242, Swift-Code: BFICCUHHXXX
- Internationale Handelsbank (Bicsa), Konto DONACIONES-CUBA mit der Nummer 0407 6100 8187 0041, Swift-Code: BIDCCUHHXXX

Sollte wegen der Blockade gegen Kuba die Spende über die obigen Konten nicht möglich sein, dann kann über https://www.codepink.org/cubafirerelief wegen des Brandes in Matanza gespendet werden.

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Der Kommentar

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