02.03.2026: Angriff, nachdem Friedensabkommen in greifbarer Nähe war ++ USA nutzte Verhandlungen nur, um Krieg vorzubereiten ++ Enthauptungsschlag, aber überraschend starke Verteidigung durch Iran ++ Angriffe auf US-Militäranlagen in ganzer Golfregion + Amazon-Rechenzentren außer Betrieb ++ Merz schließt Kriegseintritt Deutschlands nicht aus
Am Freitagabend sagte der Außenminister des Oman, Badr bin Hamad Al Busaidi, der als Vermittler zwischen den USA und Iran fungierte, ein Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran sei in greifbarer Nähe.
"Die wichtigste Errungenschaft ist meiner Meinung nach die Vereinbarung, dass der Iran niemals über nukleares Material verfügen wird, mit dem eine Bombe hergestellt werden kann", sagte er in einem Interview mit CBS und wies darauf hin, dass eine solche Zusage in dem 2015 geschlossenen Abkommen mit dem damaligen Präsidenten Barack Obama nicht enthalten war.
"Das ist etwas völlig Neues. Es macht die Debatte um die Anreicherung wirklich weniger relevant, denn jetzt sprechen wir von einer Null-Lagerhaltung. Und das ist sehr, sehr wichtig, denn wenn man kein angereichertes Material lagern kann, gibt es keine Möglichkeit, tatsächlich eine Bombe zu bauen, egal ob man anreichert oder nicht."
Auf die Frage, ob der Iran zugestimmt habe, seine Aktivitäten zur Urananreicherung aufzugeben, antwortete der Minister, dass "sie diese aufgeben würden" und dass es "keine Lagerbestände" und eine "vollständige und umfassende Überprüfung" durch die Internationale Atomenergie-Organisation geben würde.
Er fügte hinzu, dass eine Vereinbarung getroffen worden sei, die derzeitigen Lagerbestände auf das niedrigstmögliche Niveau zu reduzieren und "in Brennstoff umzuwandeln, der nicht mehr rückgängig gemacht werden kann".
Zu Irans Raketenprogramm sagte al-Bussaidi: "Ich glaube, dass Iran offen ist, über alles zu diskutieren."
Für Israel eine Katastrophe. Drängt Netanjahu doch seit Langem auf den Angriff und die Zerstörung des Iran.
Wenige Stunden später begannen die USA und Israel mit ihren völkerrechtswidrigen Angriff.
"Aktive und ernsthafte Verhandlungen wurden erneut untergraben."
Badr bin Hamad Al Busaidi, Außenminister des Oman
"Ich bin bestürzt", schrieb Omans Außenminister Al Busaidi auf X. "Aktive und ernsthafte Verhandlungen wurden erneut untergraben."
Al Busaidi fügte hinzu, dass der Krieg nicht im Interesse der USA liege.
"Weder den Interessen der Vereinigten Staaten noch der Sache des Weltfriedens ist damit gedient. Und ich bete für die Unschuldigen, die leiden werden. Ich fordere die Vereinigten Staaten dringend auf, sich nicht weiter hineinziehen zu lassen. Dies ist nicht Ihr Krieg."
https://x.com/badralbusaidi/status/2027716606223388847
Trump begründete am Samstag den Angriff in einer ziemlich wirren Erklärung: Grund sei die US-iranische Geiselkrise vor einem halben Jahrhundert, das iranische Atomprogramm, das angeblich letzten Sommer zerstört wurde. Raketen, die angeblich bald die USA erreichen. Die Befreiung der Iraner, Regime-Change.
Der US-Botschafter bei den Vereinten Nationen setzte bei der Sondersitzung des UN-Sicherheitsrates dann noch hinzu, dass der Iran versucht habe, Trump zu ermorden. "Es [das iranische Regime] hat sogar versucht den US-Präsidenten, Präsident Trump, zu ermorden. … Irans bedrohliche Aktivitäten gefährden direkt die Vereinigten Staaten, unsere Truppen, unsere Stützpunkte im Ausland, unsere Partner und unsere Verbündeten auf der ganzen Welt."
Sprachregelung: Präventivschlag"
Die Medien schalteten schnell um.
Am Samstagmorgen, 4:06 Uhr, hatte die Tagesschau noch geschrieben: "Iran verzichtet laut Oman auf Atombomben-Material. Der Vermittlerstaat Oman sieht in den Atomgesprächen zwischen den USA und Iran einen Durchbruch. Teheran habe wichtige Zugeständnisse bei Fragen der Urananreicherung und seines Raketenprogramms gemacht."
"Israel hat gemeinsam mit den USA einen Präventivschlag gegen Iran gestartet", hieß es dann um 8:55 Uhr. Die Umschreibung "Präventivschlag" für einen ungerechtfertigten, gegen UN-Charta und Völkerrecht verstoßenden Angriffskrieg, wurde von allen "Leitmedien" übernommen.
Merz schließt Kriegseintritt Deutschlands nicht aus
Während China, Russland, Saudi Arabien und die meisten Länder des globalen Südens den Angriff Israels und der USA auf Iran als Verletzung der Souveränität und der Sicherheit des Iran und als Bruch von internationalem Recht verurteilten, waren es in Europa nur Norwegen und Spanien, die sich dem Kriegsgeschrei nicht anschlossen.
"Man kann gegen ein hasserfülltes Regime und gleichzeitig gegen eine ungerechtfertigt, gefährliche und außerhalb der internationalen Legalität stehende Militärintervention sein. Man muss gegen einen Krieg sein, der ohne Genehmigung des US-Kongresse und des UN-Sicherheitsrates begonnen wurde und das internationale Recht verletzt", erklärte Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez.
Anders Friedrich Merz. Er wischt die Beteuerungen von der "regelbasierten Weltordnung" und dem Völkerrecht, die er bei der Münchner Sicherheitskonferenz vorgebracht hatte, schnell beiseite und stellte in Vasallentreue den Schulterschluss mit den USA her.
Merz, der schon den israelischen Angriff auf Iran im Juni 2025 nicht verurteilt, sondern ihn im Gegenteil als Übernahme der "Drecksarbeit für uns alle", begrüßt hatte, findet den jetzigen US-israelischen Angriff mit Enthauptungsschlägen und sonstigen Angriffen gegen Iran nicht nur gerechtfertigt, sondern auch notwendig. Ob sie den von ihm gewünschten Regime-Change herbeiführen, sei allerdings ungewiss. in völliger Umkehr der Tatsachen fordert er Teheran auf, seine Gegenangriffe auf militärische Stützpunkte der Aggressoren einzustellen.
"Völkerrechtliche Einordnungen werden dabei relativ wenig bewirken", sagte Merz und beklagte, "dass wir nicht bereit waren, grundlegende Interessen notfalls mit militärischer Gewalt durchzusetzen". "Deshalb ist jetzt nicht der Moment, unsere Partner und Verbündete zu belehren", setzte er hinzu. [https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/kanzler-statement-naher-osten-2409172]

In einer gemeinsamen Erklärung mit den Regierungschefs von Frankreich und dem Vereinten Königreich schließt Merz den Eintritt in den Krieg gegen Iran nicht aus.
"Wir werden die notwendigen Maßnahmen ergreifen, um unsere Interessen und die unserer Verbündeten in der Region zu verteidigen. Dies kann potentiell auch, falls notwendig, das Ermöglichen von verhältnismäßigen militärischen Defensivmaßnahmen einschließen, um die Fähigkeit des Iran, Raketen und Drohnen abzufeuern, an der Quelle zu zerstören", heißt es dort. [https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/e3-statement-on-indiscriminate-iranian-attacks-on-countries-in-the-region-2409178]
Iran: Existenzieller Krieg
Den USA und Israel ist es in einem ersten Enthauptungsschlag gelungen, den geistigen Führer Irans, Ali Chamenei, und Mitglieder der politischen und militärischen Führung Irans zu töten. Für Iran ist das ein schwerer Schlag, aber noch lange nicht die Niederlage. Iran war darauf vorbereitet und antwortete auf die Angriffe mit Schlägen gegen US-Militärbasen in der Region und Bombardements Israels.
Iran versucht, die gesamte Region in den Konflikt hineinzuziehen, damit die Kosten internationalen Druck auf den Gegner ausüben. Mit Raketen und Drohnen griff Iran 14 us-amerikanische Militärstützpunkte in sechs Ländern an (Israel nicht mitgerechnet): in Bahrain, Jordanien, Katar, Kuwait, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Saudi-Arabien. Zwei Satellitenterminalanlagen im Hauptquartier der Fünften US-Flotte in Manama, Bahrain, wurden zerstört. Es scheint, dass der Iran kurz vor dem Abschluss der Zerstörung der ersten Linie von Stützpunkten, Flughäfen, Radaranlagen, Führungs- und Kommunikationsausrüstung, Drohnen für die elektronische Kriegsführung, Luftbetankungsflugzeugen sowie Aufklärungs- und Unterstützungsflugzeugen steht.
In den Städten des arabischen Chic brennen Häfen, Wolkenkratzer, Fünf-Sterne-Hotels und internationale Flughäfen. Sogar das "Segel" Burj al Arab, das bekannte Wahrzeichen Dubais, wurde beschädigt.
Die Kapitalmarktbehörde der Vereingten Arabischen Emirate hat sowohl die Abu Dhabi Securities Exchange als auch den Dubai Financial Market für Montag und Dienstag geschlossen. Die Aufsichtsbehörde ordnete die Schließung ausdrücklich an, um Panikverkäufe zu verhindern, nachdem innerhalb von 48 Stunden 165 ballistische Raketen, 541 Drohnen und zwei Marschflugkörper das Land getroffen hatten.
Dubai baute eine 4-Billionen-Dollar-Wirtschaft auf einem einzigen Prinzip auf: Stabilität. Während der Rest des Nahen Ostens in Flammen stand, war Dubai ein sicherer Hafen. Ein neutraler Ort, an dem iranische Geschäftsleute, israelische Tech-Gründer, saudische Royals und amerikanische Hedgefonds-Manager ihr Kapital unter derselben Skyline parken konnten, ohne sich Gedanken darüber machen zu müssen, wohin die Raketen gerichtet waren. Dieses Prinzip zog Börsengänge, Staatsfonds, globale Bankzentralen und Luxusimmobilien an, die ein Fischerdorf innerhalb einer Generation zur Finanzhauptstadt des Golfs machten.
Diese Story wurde jetzt von 165 ballistischen Raketen zerstört.
Amazon-Cloud-Dienste nach Angriff auf Rechenzentrum unterbrochen

Nachdem das Amazon-Rechenzentrum in Dubai am Sonntagnachmittag "von Gegenständen getroffen wurde, die auf das Rechenzentrum prallten”, in dessen Folge das Rechenzentrum abgeschaltet wurde, musste 12 Stunden später ein zweites Amazon-Rechenzentrum, diesmal in Bahrain, wegen "lokaler Stromprobleme" außer Betrieb genommen werden. "Verlassen Sie sich derzeit nicht auf die Infrastruktur im Nahen Osten", teilte Amazon Web Services (AWS), die Cloud-Sparte von Amazon, mit.
AWS wählte, wie auch Microsoft, Oracle, etc., die Vereinigte Arabischen Emirate für seine Nahostregion, weil Dubai und Abu Dhabi Stabilität, Konnektivität, niedrige Strompreise und Nähe zu Unternehmenskunden am Golf boten. Jetzt befindet sich die Cloud-Infrastruktur der Welt mitten in einem Krisenherd.
Die Cloud Dienste werden nicht nur von allen großen Institutionen, Konzernen, Banken, Transport-Konglomerate etc. genutzt, sondern auch vom israelischen und us-amerikanischen Militär, was sie zu einem strategischen Ziel macht.
Das US-Militär nutzte das KI-System Claude des von Amazon finanzierten KI-Unternehmens Anthropic, um den Angriff auf den Iran zu planen. Der Iran rächt sich an Claude, oder besser gesagt an der Cloud-Infrastruktur von Amazon, auf der Claude läuft, indem sie durch Raketenangriffe außer Gefecht gesetzt werden. Claude ist derzeit für Verbraucher, darunter auch in Europa, offline.
"Wir greifen nicht unsere Brüder im Persischen Golf an. Wir greifen nicht unsere Nachbarn an, sondern amerikanische Ziele."
Abbas Araghchi, iranischer Außenminister
"Das ist nicht unsere Entscheidung. Dieser Krieg wurde uns von den Vereinigten Staaten und Israel aufgezwungen", erklärte der iranische Außenminister Abbas Araghchi. In einem Interview mit dem katarischen Sender Al Jazeera wandte sich an die Golfstaaten: "Wir haben kein Problem mit den Ländern auf der anderen Seite des Persischen Golfs. Wir unterhalten freundschaftliche Beziehungen und gute nachbarschaftliche Beziehungen zu allen von ihnen, und wir sind entschlossen, diese Beziehungen fortzusetzen. Was wir tun, ist in Wirklichkeit ein Akt der Selbstverteidigung und Vergeltung für die amerikanische Aggression gegen uns. Wir greifen nicht unsere Brüder im Persischen Golf an. Wir greifen nicht unsere Nachbarn an, sondern amerikanische Ziele."
Iran bekräftigte, dass er keine Ölanlagen der Golfstaaten angreifen werde. Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtet: "Der Angriff auf die Raffinerie von Saudi Aramco wurde von Israel durchgeführt, und der Iran hat keine Ölanlagen in Saudi-Arabien angegriffen.“
Bomben auf Mädchenschule.
Von Gaza bis Minab werden Unschuldige kaltblütig ermordet.
165 Leichen, überwiegend Mädchen im Alter zwischen 7 und 12 Jahren, wurden aus den Trümmern der bombardierten Grundschule für Mädchen in der Stadt Minab geborgen. Die UNESCO, die UN-Bildungsorganisation, erklärt, dieses von den USA und Israel verursachte Massaker stelle einen schweren Verstoß gegen das humanitäre Völkerrecht dar.
https://x.com/Partisangirl/status/2027748034323636252/video/2
Nach Angaben der israelischen Tageszeitung Yedioth Ahronoth übersteigt die Anzahl der Bomben, die die israelischen und US-amerikanischen Luftstreitkräfte in zwei Tagen auf den Iran abgeworfen haben, die Gesamtmenge, die während des gesamten 12-tägigen Krieges im vergangenen Juni eingesetzt wurde.
In einem Interview mit CNN erklärte US-Präsident Donald Trump, die "große Welle" komme erst noch.
Er räumte zwar ein, die Reaktion Irans habe ihn überrascht, aber dennoch werde es nicht allzu lange dauern: "Ich habe immer gedacht, das werden vier Wochen. Und wir liegen etwas vor dem Plan."
Aber nach den heftigen Verteidigungsmaßnahmen Irans und den ersten toten und verletzten US-Soldaten wird deutlich, dass der Krieg nicht so läuft wie geplant. Das ursprünglich erklärte Ziel des Regimewechsels scheint in weite Ferne zu rücken, da unklar ist, wie man einen Regimewechsel aus der Luft ohne Einsatz von Bodentruppen bewerkstelligen kann.
Trump hat ein zunehmendes Problem, eine Rechtfertigung zu finden, die seine Anhängerschaft für den Krieg überzeugt, den nur jeder vierte US-Amerikaner für richtig hält. US-Kriegsminister Hegseth verspricht zwar, dass es kein "endloser Krieg" werden würde, aber Trump spricht jetzt schon von vier Wochen, in denen noch weitere US-Soldaten sterben würden.
Drehbuch Gaza
Dies ist der Ferdowsi-Platz im Zentrum von Teheran. Menschen vor Ort berichten, dass die Bombardierungen alles bisher Dagewesene übertreffen und scheinbar wahllos erfolgen. Israel und die USA scheinen zunehmend dem Drehbuch für Gaza zu folgen, nachdem sie eine schnelle Implosion des Regimes nicht erreichen konnten.
https://x.com/tparsi/status/2028491108804682023
Foto oben: Bahrain, 28.2.2026: Drohnenangriff auf eine Radarstation der US-Basis




