Der Kommentar

Logo AntikriegsbildVon Robert Zion   

14.07.2022: Derzeit verteidigt die Ukraine im Donbass mit ca. 20.000 Mann, bei Ausfällen von ca. 600 Mann am Tag. Per Pressemitteilung gibt die Ukraine nun bekannt, dass eine Armee von einer Million Mann aufgestellt werden und mit westlichen Waffen ausgerüstet werden soll, um die Russen im Süden zurückzudrängen.

 

Das Land ist völkerrechtswidrig überfallen worden und hat das Recht sich zu verteidigen – leider wird es von einem Fernsehkomiker regiert, für den die eigene Nation offensichtlich gleich die ganze Welt ist und folglich dieser Krieg bereits ein Weltkrieg. Denn nichts anderes würde die Umsetzung solch eines Plans bedeuten.

Frieden schließt man nicht mit Freunden, sondern mit Feinden. Kompromisse macht man nicht, wenn man gleiche Interessen hat, sondern entgegengesetzte. Überfallen worden zu sein, entbindet einen nicht von der Verantwortung für das Leben und die Zukunft derjenigen, die man regiert. Macht ist nicht aus der Welt, wenn sie illegal ausgeübt wird. Die Gegenmacht, die man organisiert, die Opfer, die dabei zu erbringen sind, müssen in einem verantwortbaren Verhältnis zu den Zielen stehen, die man erreichen kann. Und man sollte nur das wollen, was man auch kann. Ja, diese Ziele müssen überhaupt erst einmal klar definiert sein.

Im Grunde genommen geht es in der Ukraine auch darum, ob wir Europäer uns noch selbst so viel Wert sind, ja überhaupt noch so autonom und selbstbestimmt sind, um uns nicht zum Vorhof, Spielball und Schlachtfeld von nationalem und imperialem Größen- und Herrschaftswahn machen zu lassen. Und wir dürfen nie vergessen: Noch jeder substanzielle Friedensschluß in der Geschichte Europas, der nicht nach einer Kapitulation erfolgte, beruhte auf einem Abtreten eigener Interessen.

Der Frieden ist nicht der Naturzustand unter Menschen und Staaten, er muss immer "gestiftet" werden, sagt Kant. In der Moderne wird dies zu unserer Pflicht, da der moderne Krieg immer Massenmord, Dezivilisation und – im atomaren Zeitalter – in letzter Konsequenz Auslöschung beinhaltet.

Wir werden aus diesem Krieg mitten in Europa nur herauskommen, wenn wir eine europäische Perspektive auf ihn entwickeln. Darum ist Westeuropa in der Pflicht, den Staaten Osteuropas Sicherheit zu gewährleisten und die Ukraine ist in der Pflicht, einen Interessenausgleich nach den realen Machtverhältnissen anzustreben und sich nicht zu Stellvertretern globaler Machtaufteilungen machen zu lassen (und dabei auch noch die Existenz ganz Europas aufs Spiel zu setzen).

Das eigentliche Drama ist, dass die Russen uns als Europäer garnicht mehr ernst nehmen. Und wer seinen Selbsterhalt von jemand anderem abhängig macht, der ist auch im Grunde nicht mehr ernst zu nehmen.


 zum Thema

Einladungmarxli 10Jahre 1

Wir laden alle Genossinnen und Genossen, Freundinnen und Freunde der marxistischen linken ein, gemeinsam 10 Jahre marxistische linke zu feiern - und mit Ingar Solty über das Ergebnis der EU-Wahl und die Herausforderungen für marxistische Kräfte zu diskutieren.
Damit wir besser planen können, bitten wir um baldige Anmeldung: marxistischelinke.sh@t-online.de
zum Text hier
++++++++++++++++++++++++++++++++

 

Farkha Festival Komitee ruft zu Spenden für die Solidaritätsarbeit in Gaza auf

CfD communist solidarity dt
zum Text hier
++++++++++++++++++++++++++++++++

Farkha2023 21 Buehnentranspi

Farkha-Festival 2024 abgesagt.
Wegen Völkermord in Gaza und Staatsterror und Siedlergewalt im Westjordanland.
hier geht es weiter zum Text


 

UNRWA Gazakrieg Essenausgabe

UNRWA Nothilfeaufruf für Gaza
Vereint in Menschlichkeit, vereint in Aktion

Mehr als 2 Millionen Menschen, darunter 1,7 Millionen Palästina-Flüchtlinge, zahlen den verheerenden Preis für die Eskalation im Gazastreifen.
Zivilisten sterben, während die Welt zusieht. Die Luftangriffe gehen weiter. Familien werden massenweise vertrieben. Lebensrettende Hilfsgüter gehen zur Neige. Der Zugang für humanitäre Hilfe wird nach wie vor verweigert.
Unter diesen Umständen sind Hunderttausende von Vertriebenen in UNRWA-Schulen untergebracht. Tausende unserer humanitären Helfer sind vor Ort, um Hilfe zu leisten, aber Nahrungsmittel, Wasser und andere lebenswichtige Güter werden bald aufgebraucht sein.
Das UNRWA fordert den sofortigen Zugang zu humanitärer Hilfe und die Bereitstellung von Nahrungsmitteln und anderen Hilfsgütern für bedürftige Palästina-Flüchtlinge.
Dies ist ein Moment, der zum Handeln auffordert. Lassen Sie uns gemeinsam für die Menschlichkeit eintreten und denjenigen, die es am meisten brauchen, die dringend benötigte Hilfe bringen.

Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge

Spenden: https://donate.unrwa.org/gaza/~my-donation


 

EL Star 150

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.