Der Kommentar

07.06.2023: Bundesweit fehlen Tausende Beschäftigte in der Pflege. Nachdem Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) im Februar in Westafrika auf Anwerbe-Tour war, wirbt er jetzt zusammen mit Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) in Südamerika um Pflegekräfte. In klassisch neo-kolonialer Manier wollen sie aus den Ländern des Globalen Südens nicht nur Rohstoffe sondern auch Fachkräfte absaugen. Derzeit würden in Brasilien "vermehrt Möglichkeiten geschaffen, die zukünftige Pflegende besonders für den deutschen Arbeitsmarkt ausbilden", heißt es vom Bundesarbeitsministerium. Sevim Dagdelen (MdB, DIE LINKE) kommentiert:

 

In der Pflege fehlen allerorten Fachkräfte. Viele Beschäftigte sind ausgebrannt, hören frustriert auf angesichts schlechter Arbeitsbedingungen bei bescheidenen Löhnen oder reduzieren die Arbeitszeit, auch wenn das Geld knapp ist. Statt die Probleme in Deutschland zu lösen, statt die Arbeitsbedingungen zu verbessern und die Löhne zu erhöhen, sucht die Ampel ihr Heil im Ausland. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil von der SPD und Grünen-Außenministerin Annalena Baerbock sind nach Brasilien geflogen, um im Rahmen einer sogenannten "Anwerbestrategie" Pflegekräfte für Deutschland abzuwerben. Absprachen dazu gibt es auch mit Indonesien und Mexiko.

Was für ein neoliberaler Irrsinn. Als ob ein paar hundert zusätzliche Pflegerinnen und Pfleger aus Südamerika oder Asien das Problem in Deutschlands Krankenhäusern, stationären Pflegeeinrichtungen und ambulanten Pflegediensten lösen werden. Die Ampel zeigt hier nichts als blinden Aktionismus, statt ein vernünftiges Programm aufzulegen. Schon jetzt ist klar, dass in den nächsten zehn Jahren 500.000 Pflegefachkräfte in Rente gehen werden.

Umfragen zeigen, die Hälfte der Teilzeitbeschäftigten und sogar 60 Prozent der Ausgestiegenen könnten sich eine Rückkehr in den Beruf vorstellen oder ein Aufstocken der Stunden, wenn denn die Bedingungen stimmen. Mindestens 300.000 Fachkräfte stünden damit zusätzlich zur Verfügung, sagen Pflegeexperten. Die Ampel-Regierung müsste einfach schleunigst mal für eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen sorgen. Dazu gehören planbare Arbeitszeiten statt spontaner Sonder- und Zusatzschichten wegen permanenter Mangelbesetzung. Das hat im Übrigen auch etwas mit Wertschätzung zu tun, die schon bei der Corona-Pandemie auf der Strecke geblieben ist, wo es häufig nur beim Applaus auf dem Balkon geblieben ist.

Quelle: Facebook, Sevim Dagdelen, 5.6.2023

Wir sprechen über Palästina

Gazakrieg Grafik Totoe 2024 04 07

mit Rihm Miriam Hamdan von "Palästina spricht"

Wir unterhalten uns über den israelischen Vernichtungskrieg, die Rolle Deutschlands (am 8. und 9. April findet beim Internationalen Gerichtshof in Den Haag die Anhörung über die Klage Nicaraguas gegen Deutschland wegen Beihilfe zum Völkermord statt), die Situation in Gaza und dem Westjordanland und den "Tag danach".

Onlineveranstaltung der marxistischen linken
Donnerstag, 18. April, 19 Uhr

https://us02web.zoom.us/j/82064720080
Meeting-ID: 820 6472 0080


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Logo Ratschlag marxistische Politik

Ratschlag marxistische Politik:

Gewerkschaften zwischen Integration und Klassenkampf

Samstag, 20. April 2024, 11:00 Uhr bis 16:30 Uhr
in Frankfurt am Main

Es referieren:
Nicole Mayer-Ahuja, Professorin für Soziologie, Uni Göttingen
Frank Deppe, emer. Professor für Politikwissenschaft, Marburg

Zu diesem Ratschlag laden ein:
Bettina Jürgensen, Frank Deppe, Heinz Bierbaum, Heinz Stehr, Ingar Solty

Anmeldung aufgrund begrenzter Raumkapazität bis spätestens 13.04.24 erforderlich unter:
marxlink-muc@t-online.de


 

Farkha2023 21 Buehnentranspi

Farkha-Festival 2024 abgesagt.
Wegen Völkermord in Gaza und Staatsterror und Siedlergewalt im Westjordanland.
hier geht es weiter zum Text


 

 

UNRWA Gazakrieg Essenausgabe

UNRWA Nothilfeaufruf für Gaza
Vereint in Menschlichkeit, vereint in Aktion

Mehr als 2 Millionen Menschen, darunter 1,7 Millionen Palästina-Flüchtlinge, zahlen den verheerenden Preis für die Eskalation im Gazastreifen.
Zivilisten sterben, während die Welt zusieht. Die Luftangriffe gehen weiter. Familien werden massenweise vertrieben. Lebensrettende Hilfsgüter gehen zur Neige. Der Zugang für humanitäre Hilfe wird nach wie vor verweigert.
Unter diesen Umständen sind Hunderttausende von Vertriebenen in UNRWA-Schulen untergebracht. Tausende unserer humanitären Helfer sind vor Ort, um Hilfe zu leisten, aber Nahrungsmittel, Wasser und andere lebenswichtige Güter werden bald aufgebraucht sein.
Das UNRWA fordert den sofortigen Zugang zu humanitärer Hilfe und die Bereitstellung von Nahrungsmitteln und anderen Hilfsgütern für bedürftige Palästina-Flüchtlinge.
Dies ist ein Moment, der zum Handeln auffordert. Lassen Sie uns gemeinsam für die Menschlichkeit eintreten und denjenigen, die es am meisten brauchen, die dringend benötigte Hilfe bringen.

Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge

Spenden: https://donate.unrwa.org/gaza/~my-donation


 

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