Der Kommentar

20.022026: Gaza wird als der Moment in Erinnerung bleiben, in dem die Welt wegsah. Kuba wird zeigen, ob die Menschheit daraus etwas gelernt hat.
von Arnaud Bertrand

 

Gaza wird als der Moment in Erinnerung bleiben, in dem die Welt wegsah. Kuba wird zeigen, ob die Menschheit daraus etwas gelernt hat.

Beide Situationen weisen erschreckende Ähnlichkeiten auf, und es besteht kaum ein Zweifel daran, dass die US-Maßnahmen auf Kuba durch das Fehlen einer konkreten Reaktion der Welt auf Gaza ermöglicht werden.

In beiden Fällen handelt es sich um eine Kollektivstrafe: eine Belagerung, die die Versorgung eines ganzen Volkes mit lebenswichtigen Gütern unterbricht.

In beiden Fällen ist sich der Täter der Konsequenzen seines Handelns vollkommen bewusst.

Israels Kriegsminister Yoav Gallant, der, wohlgemerkt, vom Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag wegen Kriegsverbrechen gesucht wird, sagte: "Es wird keinen Strom, keine Lebensmittel, kein Gas geben, alles ist geschlossen. Wir kämpfen gegen menschliche Tiere, und wir handeln entsprechend".

Yoav Gallant menschliche Tiere

Und hier sagt eine amtierende US-Kongressabgeordnete Rep. María Elvira Salazar: "Kein Strom, kein Essen, keine Medikamente, nur Blackout und Hunger."

Cuba There is no electricityhttps://x.com/RepMariaSalazar/status/2020978786125381876

US-Präsident Donald Trump wählt die gleichen Worte: "Es gibt ein Embargo. Es gibt kein Öl. Es gibt kein Geld. Es gibt gar nichts."

Cuba Trump kein Oel kein Geld
https://x.com/MaxBlumenthal/status/2023586107909189930

Exakt dieselben Formulierungen, fast wortwörtlich. In beiden Fällen wird das Leid der Bevölkerung zynischerweise den Opfern angelastet, als ob es gerechtfertigt wäre, ein ganzes Volk aushungern zu lassen, nur weil man mit dessen Führern unzufrieden ist.

Hier machen Trump und Salazar das kubanische "Regime" verantwortlich, im Gazastreifen die Hamas.

In beiden Fällen handelt es sich um ein jahrzehntealtes Projekt: Das Kuba-Embargo begann 1962 und die Blockade und Besetzung Palästinas geht auf das Jahr 1967 zurück.

In beiden Fällen geschieht dies gegen den Willen nahezu der gesamten Welt:

Es handelt sich um einen Pakt zum gegenseitigen Schutz, der die Kollektivbestrafung eines kleinen, belagerten Volkes zur Folge hat.

Israel ist das einzige Land, das im UN-Sicherheitsrat konsequent mit den USA für die Aufrechterhaltung des Kuba-Embargos stimmt.

Die USA waren das einzige Land, das im UN-Sicherheitsrat stets ein Veto gegen Waffenstillstandsresolutionen zum Schutz Israels einlegte.

Es handelt sich um einen Pakt zum gegenseitigen Schutz, der die Kollektivbestrafung eines kleinen, belagerten Volkes zur Folge hat.

In beiden Fällen erleben wir eine erschreckende Eskalation der Brutalität im Vergleich zu einer ohnehin schon sehr brutalen Vergangenheit: Hungersnot und die Herbeiführung einer humanitären Katastrophe über ein ganzes Volk als Kriegsmethode.

Die Strategie ist dieselbe, die Rhetorik dieselbe, die Absicht dieselbe.

Das Einzige, was diesmal anders sein kann, ist die Reaktion der Welt. Andernfalls bestätigen wir damit faktisch, dass die USA eine Lizenz zum Völkermord an jeder Nation haben, die sich ihnen nicht unterwirft.

Neues von der Solidaritätskampagne: Abdeckplanen zum Schutz vor Regen. Gaza wird nicht vergessen!

Gaza Soliaktion Regenplanen 2025 12 2
zum Text hier
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