Literatur und Kunst
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Heinrich Mann Grabmal27.03.2021: Das Bild von Heinrich Mann ist geteilt wie Deutschland geteilt war. In Westdeutschland galt Heinrich Mann wie alle Emigrant*innen bis weit in die 50er Jahre als Vaterlandsverräter. In der DDR wurde Heinrich Mann so etwas wie ein Klassiker, "Der Untertan" war Pflichtlektüre an den Schulen. In der BRD war die großartige Verfilmung von "Der Untertan" durch Wolfgang Staudte bis 1957 verboten, dann wurde eine gekürzte Fassung freigegeben. In der BRD hat man Heinrich Mann seine Zusammenarbeit mit Kommunist*innen zur Schaffung einer Volksfront gegen den deutschen Faschismus und sein späteres Bekenntnis zur DDR nie verziehen. 1987 schrieb Marcel Reich-Ranicki, es sei "wohl Zeit, sich von Heinrich Mann zu verabschieden". Dieser habe, wenn er es denn jemals war, aufgehört, ein Schriftsteller zu sein, der für die Gegenwart noch irgendwie wichtig sein könnte. Doch 150 Jahre nach seinem Geburtstag zeigt sich die Aktualität des Schaffens von Heinrich Mann. Günther Stamer zum Leben und Wirken von Heinrich Mann:

Als Heinrich Mann am 27. März 1871 in Lübeck geboren wird, war zwei Monate zuvor im knapp Tausend Kilometer entfernten Versailles bei Paris das Deutsche Reich mit dem preußischen König Wilhelm I als Kaiser proklamiert worden. Heinrich Manns Leben wird ziemlich genau mit dieser Epoche der deutschen Geschichte verknüpft sein. Seine Kindheit in Lübeck fällt in den verspäteten Aufschwung des Kapitalismus in Deutschland, den sog. "Gründerjahren", finanziell befeuert durch die Reparationszahlungen, die Frankreich an das Deutsche Reich nach dem Deutsch-Französischen Krieg zu zahlen hat. Seine Jugend fällt in die Zeit des Übergangs zum Monopolkapitalismus preußischer Prägung. Gegen Ende seines Lebens erlebt er den "Kapitalismus in seiner verworfensten Gestalt, bankrott und gewalttätig." [1] Sein Tod fällt zusammen mit der Gründung zweier deutscher Staaten.

 

"Wenn man auch nicht an den Kapitalismus rührt, kann man sehr wohl die Kapitalisten verantwortlich für die verursachten Schäden machen, und das sowohl rechtlich wie wirtschaftlich. Ich glaube, man wird diese Dinge erleben. Wir werden uns dann in einer radikalisierten Demokratie befinden"
Heinrich Mann an Maxim Gorki, März 1931

Heinrich Mann zählt zu den herausragenden deutschen Schriftstellern des 20. Jahrhunderts. Doch sein Werk steht im übermächtigen Schatten seines jüngeren Bruders Thomas. Während Thomas Mann in beiden deutschen Staaten gefeiert wurde, galt dies für Heinrich Mann nicht. In der DDR geehrt und viel gelesen, blieb ihm in der Bundesrepublik die Anerkennung lange Zeit versagt. Er war nach dem Zweiten Weltkrieg in der Bundesrepublik ein nahezu unbekannter Autor, seine Werke erschienen bis Ende der 50er Jahre überhaupt nicht. Der Autor und sein Werk passten einfach nicht in die Restaurationsphase der Adenauer-Ära. Hinzu kamen im antikommunistischen Klima des Kalten Krieges pauschale Verdächtigungen, weil der Autor sich für eine vom sozialistischen Humanismus geprägte Gesellschaft eingesetzt hatte. Erst ab Ende der 60er Jahre wurde sein Werk auch in der Bundesrepublik verstärkt wahrgenommen.

Heinrich Mann Luebeck 2021

Doch auch für den gegenwärtigen deutschen Literaturbetrieb muss leider festgestellt werden, dass das umfangreiche Werk Heinrich Manns nach wie vor ein Schattendasein fristet. Der Besuch einer beliebigen Buchhandlung wird dies leider bestätigen – die größte Buchhandlung Kiels z.B. hatte Mitte März kein Buch von ihm vorrätig.

Vom Sohn einer Lübecker Kaufmannsfamilie zum Präsidenten der Deutschen Akademie der Künste in Ost-Berlin

Als ältester Sohn des Lübecker Kaufmanns und Senators Johann Heinrich Mann (1891 verstorben) war Heinrich Mann eigentlich dazu bestimmt, das Erbe der alteingesessenen Handelsfirma anzutreten – und das in durchaus herausfordernden Zeiten.

Mit der Reichsgründung hatte die Industrialisierung auch Einzug in die alte bisher fast ausschließlich handelsorientierte Hansestadt Lübeck mit seinen etwa 50.000 Einwohnern gehalten. Gleichzeitig erlebte der Hafen, der Wachstumsmotor des Lübecker Handels, einen entscheidenden Bedeutungsverlust. Der Bau des Nord-Ostsee-Kanals (1887-1895) verschaffte dem traditionellen Handelskonkurrenten Hamburg einen direkten Zugang zur Ostsee und damit endgültig ein Übergewicht, dem die Lübecker Wirtschaft nicht mehr gewachsen war.

Heinrich Thomas MannDoch diese kaufmännischen Herausforderungen interessierten weder Heinrich Mann noch seinen jüngeren Bruder Thomas. Dem Wunsch, die Leitung der Firma zu Übernehmen, entzog Heinrich sich schon früh und führte seit 1893 (ausgestattet mit einer kleinen Rente aus dem Vermögen des verstorbenen Vaters) eine "Reiseexistenz", die ihn vor allem nach Frankreich und Italien führte. In rascher Folge veröffentlichte er fortan Romane und Erzählungen, in denen er der kapitalistischen Gesellschaft – oft in satirisch zugespitzter Form – den Spiegel vorhält. Die moralische Entrüstung über die, wie er empfand, "heuchlerische Wohlanständigkeit" seiner Zeit- und Standesgenossen, ihren "dumpfen Nationalismus" und ihre "rücksichtslose Ausbeutung" der arbeitenden Bevölkerung war das Thema, dem er sich verschrieben hatte und ihn zu einem Repräsentanten einer "radikalen Demokratie" in der Weimarer Republik machte.

1931 wurde Heinrich Mann Präsident der Sektion Dichtkunst der Preußischen Akademie der Künste. Nach einem 1933 gemeinsam mit Albert Einstein und Käthe Kollwitz unterzeichneten Aufruf zur Aktionseinheit von SPD und KPD gegen die drohende faschistische Gefahr wurde er aus der Akademie ausgeschlossen. Auf dem Opernplatz in Berlin brannten am 10. Mai 1933 auch Heinrich Manns Werke; die Zeit seines Exils war angebrochen. Er floh nach Frankreich und 1940 über Spanien und Portugal in die USA (Santa Monica / Kalifornien).

"Die Emigration allein darf Tatsachen und Zusammenhänge aussprechen. Sie ist die Stimme ihres stumm gewordenen Volkes, sie sollte es sein vor aller Welt. [...] Die Emigration wird darauf bestehen, daß mit ihr die größten Deutschen waren und sind, und das heißt zugleich: das beste Deutschland."
Heinrich Mann, Aufgaben der Emigration, 1933

1949 von Wilhelm Pieck, dem Präsidenten der DDR, zur Rückkehr nach Berlin und zur Präsidentschaft der neu gegründeten Akademie der Künste aufgefordert, starb Heinrich Mann kurz vor der Überfahrt. 1961 wurde seine Urne nach Deutschland überführt und auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin (DDR) beigesetzt. (Foto ganz oben)

Diederich Heßling und Professor Unrat als Prototypen der wilhelminischen Gesellschaft

Mit "Professor Unrat" (1905) und "Der Untertan" (1914/18) hat Heinrich Mann Meisterwerke des in Deutschland seltenen gesellschaftskritisch-satirischen Romans verfasst. In beiden wird in satirisch-zugespitzter Form Kritik an den gesellschaftlichen, politischen und "sittlichen" Verhältnissen im preußisch-wilhelminischen Deutschland geübt.

Die bekannteste Romanperson ist zweifellos Diederich Heßling, der "Held" im "Untertan". Er symbolisiert ein ganzes Herrschaftssystem in einer "Durchschnittsfigur", in der sich alle Individualität in ihren manipulierten und selbst-manipulierenden Funktionen konzentriert. Kaum minder entlarvend wird der Professor Raat in dem Roman "Professor Unrat" als "Kathedertyrann" dargestellt.

Bei Heinrich Mann ist man in all seinen Romanen und Erzählungen mit dem ersten Satz mit seiner Hauptfigur sofort mitten drin in der Geschichte. "Da er Raat hieß, nannte die ganze Schule ihn Unrat. Nichts konnte einfacher und natürlicher sein." Und im "Untertan" heißt es: "Diederich Heßling war ein weiches Kind, das am liebsten träumte, sich vor allem fürchtete und viel an den Ohren litt."

Mit diesen Eingangssätzen kommt eine grundsätzliche Charakteristik im Erzählstil Heinrich Manns zum Ausdruck, die darin besteht, dass er der im Zentrum der Erzählung stehenden Person ein größeres Gewicht beimisst als der eigentlichen "Story". Was geschieht, ist nur wichtig in Hinblick darauf, durch wen es geschieht und mit welchen Folgen für andere.

"...und Unrat fühlte, wie ihm seine Wut zu Kopf schoß, seine von Angst durchjagte Tyrannenwut"

In Heinrich Manns "Professor Unrat oder Das Ende eines Tyrannen", dem 1905 veröffentlichten Roman betritt Lübeck - vier Jahre nach den "Buddenbrooks: Verfall einer Familie" des jüngeren Bruders Thomas - literarisch erneut die Bühne. Während Thomas Mann in seinem umfangreichen 800 Seiten umfassenden Gesellschaftsroman Auf- und Abstieg einer (seiner) alteingesessenen lübschen Kaufmannsfamilie zwischen 1835 bis 1877 darstellt, liefert Heinrich Mann in kleinerer Form ein Lübecker Sittengemälde an der Jahrhundertwende. Dieses Lokalkolorit kommt detailreich beschrieben insbesondere in den Kapiteln II und XV zum Ausdruck.

So nimmt es nicht Wunder, dass das Buch nach Erscheinen in Lübeck möglichst totgeschwiegen und - wenn das nichts half - negativ kritisiert wurde. Erst durch die 1930 erfolgte Verfilmung unter dem Titel "Der blaue Engel" (das Drehbuch verfasste Carl Zuckmayer) mit Marlene Dietrich und Emil Jannings in den Hauptrollen, erlangte das Buch dann auf Umwegen Weltruhm. Obwohl Zuckmayer sich mit Mann über das Drehbuch beriet, konnte dieser letztlich dem Film nicht viel abgewinnen – war aus seinem gesellschaftskritischen Roman doch ein "entgifteter Unrat, ein sinnenkitzelnder- rührseliger Reißer" geworden, wie Heinrich Mann rückblickend feststellte.

Der Inhalt des Romans ist kurz erzählt:

Heinrich Mann Der Blaue EngelDer welt- und lebensfremde 57-jährige Gymnasiallehrer ist ein wahrer Kathedertyrann, der die Schüler mit bewusst abseitigen Aufsatzthemen drangsaliert. Lernen und Lehren gelten ihm als Gehorchen und Befehlen. Seine Schüler sind seine Feinde, die es mit allen Mitteln zu bekämpfen gilt. "Was in der Schule vorging, hatte für Unrat Ernst und Wirklichkeit des Lebens. Lachen waren Widerstand gegen die Staatsgewalt, eine Knallerbse leitete Revolution ein."

Im 17-jährigen Sohn des Konsuls Lohmann hat Unrat in der Schule einen besonderen Gegenspieler. Als Raat ihn wegen der Verwendung des Spitznamens "Unrat" zur Strafe in ein finsteres Garderobenzimmer, das "Kabuff", verweist, bemerkt er im Aufsatzheft des Schülers ein Gedicht mit dem Titel "Huldigung an die hehre Künstlerin Fräulein Rosa Fröhlich". Um Lohmann endlich zu Fall zu bringen, macht sich Raat auf die Suche nach diesem "Fräulein Rosa Fröhlich". Er findet sie als "Barfußtänzerin" in dem Etablissement "Zum Blauen Engel" und gerät daraufhin mit ihr in erotische Verstrickungen, die ihn schließlich seinen Beruf und seine bürgerliche Reputation kosten.

Gegen Ende des Romans lässt Mann einen Arbeiter sagen: "Gegen so `n Namen kann auf Dauer keiner an: er is nu mal `n rechter alter Unrat."

In der sozialpsychologisch grundierten Satire heißt es über Unrat: "Er ging unansehnlich, sogar verlacht unter diesem Volk umher – aber er gehörte, seinem Bewusstsein nach, zu den Herrschenden. Er ereiferte sich für alle Autoritäten, wütete in der Heimlichkeit seines Studierzimmers gegen die Arbeiter. Er ist der Tyrann, der lieber untergeht, als eine Beschränkung duldet. Und der Tyrann, von Panik erfaßt, ruft den Pöbel in den Palast, führt ihn zum Mordbrennen an."
Diese Charakteristik weist bereits auf einen weiteren von Mann beschriebenen Tyrannen wilhelminischer Prägung hin, auf Diederich Heßling.

"Der Untertan"

Erste Kapitel des Romans "Der Untertan" waren bereits in den Jahren 1911/1912 in der satirischen Zeitschrift "Simplicissimus" erschienen. Am 1.1.1914 wurde mit dem Abdruck in der Zeitschrift "Zeit im Bild" begonnen, im Sommer aber eingestellt, weil "im gegenwärtigen Augenblick nicht in satirischer Form Kritik an deutschen Verhältnissen geübt werden könne", wie der Verlag mitteilen ließ. Die erste Buchausgabe erschien 1916 in Russland. Novemberrevolution und Ende des deutschen Kaiserreichs im Herbst 1918 machten den "Untertan" dann "über Nacht" zu einem Bestseller: Innerhalb von vier Wochen gingen 80.000 Exemplare über den Ladentisch.

Seinen Protagonisten Diederich Heßling zeichnet Heinrich Mann als obrigkeitshörigen Mitläufer und Opportunist, der nach oben buckelt und nach unten tritt. Aufgewachsen als Sohn eines Papierfabrikanten, von Natur aus eher schwächlich und feige, empfindet er seine Umgebung als ständige Bedrohung. Doch schon bald lernt Diederich, wie man sich für erlittene Demütigungen durch Anbiederung an die Autoritäten rächen kann. Opfer seiner Gegenschläge sind dabei immer die Schwächsten.

Heinrich Mann Der UntertanHeßling steht im letzten Kapitel des Romans auf dem Höhepunkt seiner Macht. Er hat seinen Betrieb, ja die ganze Stadt "auf Vordermann gebracht" – ganz im Zeichen des Kaisers, der Deutschland samt seinen Kolonien "herrlichen Zeiten" entgegenführen will. Heßling ist "Haupt der Partei des Kaisers" in der Stadt und Vorsitzender eines Komitees, das ein Denkmal für Wilhelm I. errichten will. Am Tag der Enthüllung des Denkmals beendet ein Gewittersturm den ganzen nationalistischen Spuk. Doch Heßling lässt sich selbst von dem Naturereignis nicht aus der Bahn werfen: "'Und wenn es Dynamit regnet!' Der Umsturz der Macht von seiten der Natur war ein Versuch mit unzulänglichen Mitteln gewesen. Diederich zeigte dem Himmel seinen Wilhelms-Orden und sagte 'Ätsch!'" Und auf die angetretene militärische Fahnenkompanie weisend: "Das sind die Säulen unserer Macht! Solange wir solche Herren haben, werden wir der Schrecken der ganzen Welt sein!"

Rückblickend betrachtet stellt Heinrich Mann fest, dass der Krieg "in dem Buch nahe und unausweichlich erscheint. Auch die deutsche Niederlage. Der Faschismus gleichfalls schon: wenn man die Gestalt des ‚Untertan‘ nachträglich betrachtet. Als ich sie aufstellte, fehlte mir von dem ungeborenen Faschismus der Begriff, und nur die Anschauung nicht." [2]

Heinrich Mann übertrug die Filmrechte der DEFA, starb aber, bevor der Film gedreht wurde. Unter der Regie von Wolfgang Staudte gilt der 1951 uraufgeführte Film "Der Untertan" als Musterbeispiel einer sowohl werkgetreuen als auch eigenständigen Literaturverfilmung.

Die Heinrich Mann-Gesellschaft in Lübeck

Seit 1996, dem 125. Geburtstag Heinrich Manns, existiert im Buddenbrookhaus in Lübeck eine Heinrich-Mann-Gesellschaft. Sie ging aus dem Arbeitskreis Heinrich Mann hervor, der sich 1971 konstituiert hatte. Zum Zeitpunkt der Gründung des Arbeitskreises stand die Heinrich Mann-Forschung innerhalb der Germanistik der damaligen Bundesrepublik noch am Beginn, ein Umstand, der in gleichem Maße für die Erforschung der Exilliteratur insgesamt galt.

Kaum ein Seminar zu Heinrich Mann fand in diesen Jahren an einer Universität der Bundesrepublik statt, folglich blieben auch größere Arbeiten zum Autor und seinem Werk aus, erst Mitte der sechziger Jahre – im Vorfeld der 68er Bewegung – entstanden die ersten Dissertationen an bundesdeutschen Universitäten.

Besondere Verdienste erwarb sich dabei der Germanist Peter-Paul Schneider (1949-2014) als Herausgeber der Studienausgabe der Werke Heinrich Manns im Fischer Verlag und als Präsident der Heinrich-Mann Gesellschaft.

Durch Veranstaltungen und Publikationen fördert die Gesellschaft den wissenschaftlichen Austausch über Heinrich Mann und sein Werk. Der wissenschaftlichen Kommunikation dient das seit 1983 erscheinende Heinrich Mann-Jahrbuch, das nicht nur Beiträge der engeren Forschung zum Autor versammelt, sondern sich als ein Forum zur Literatur der Moderne überhaupt versteht.
Des weiteren veranstaltet die Heinrich Mann-Gesellschaft jährlich Jahrestagungen, die das Werk des Autors in seinem lebens- und geistesgeschichtlichen Kontext in multimedialer Vielfalt – mit Vorträgen, Ausstellungen, szenischen Lesungen und Filmen – näherbringen.

Die Heinrich Mann-Gesellschaft wollte in Kooperation mit der Akademie der Künste zu Berlin seinen 150. Geburtstag mit einer großen Tagung unter dem Titel "Heinrich Mann: Boheme – Republik – Exil" begehen. Die aktuellen Kontaktbeschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie machen es jedoch nötig, das geplante Kolloquium nun ins kommende Jahr zu verschieben.(https://heinrich-mann-gesellschaft.de)

Aktuelles

Die Stadt Lübeck hatte sich einiges vorgenommen, um den etwas ungeliebten Sohn aus Anlass seines Geburtstages etwas aus dem übermächtigen Schatten seines Bruders Thomas heraus zu holen. So wollte das Stadttheater z.B. eine Bühnenfassung des "Untertans" in seinen Spielplan aufnehmen. Das ist nun pandemiebedingt gestrichen; ebenso wie eine Reihe angedachter öffentlicher Veranstaltungen.

Heinrich Mann Luebeck 2021 2

Das Buddenbrookhaus, mit dem Heinrich und Thomas Mann-Zentrum, kann leider auch nicht besucht werden, da das Gebäude bis 2024 hinein wegen umfangreicher Umbaumaßnahmen geschlossen ist.

Wer sich in Lübeck aufhält, sollte zumindest das Tourismuszentrum am Rathaus aufsuchen, das gegenwärtig ganz auf Heinrich Mann zugeschnitten ist und in dem viele aktuellen Bücher von und über Heinrich Mann präsentiert sind und dort auch erworben werden können.

Aus Anlass des 150. Geburtstages hat der Insel-Verlag "Professor Unrat" und "Der Untertan" in preisgünstigen Taschenbuchausgaben neu aufgelegt. Und der Reclam Verlag hat eine schöne illustrierte und kommentierte Ausgabe des "Untertan" zum stolzen Preis von 36 Euro herausgegeben.

txt: Günther Stamer, Kiel

 

Fußnoten

[1] Heinrich Mann, Verteidigung der Kultur. Antifaschistische Streitschriften und Essays. Berlin (DDR) 1971, S. 236
[2] Heinrich Mann. Ein Zeitalter wird besichtigt. Erinnerungen. Frankfurt/Main 1988, S. 206

 

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