26.01.2026: Öffentliche Hinrichtung durch Agenten der Einwanderungsbehörde ICE in Minneapolis ++ Videos belegen, dass Alex Pretti entgegen den Behauptungen der Bundesbehörden keine Waffe zog ++ Lemkin Institute: "Die Vereinigten Staaten stehen an einem Scheideweg" ++ US-Justizministerin fordert Zugriff auf Wählerunterlagen Minnesotas ++ Trump heizt die Spannungen in Minneapolis an ++ Generalstreik in Minnesota vereint Arbeiter und Bevölkerung gegen ICE
In den USA eskaliert die Gewalt der Agenten der Einwanderungsbehörde und der Grenzpolizei. Im ganzen Land werden Menschen zusammengetrieben, in Gefängnisse geworfen, aus ihren Familien gerissen und mit unbekanntem Ziel verschleppt. Tausende maskierte Agenten in nicht gekennzeichneten Autos – ausgerüstet mit militärischen Waffen und der neuesten Überwachungstechnologie – behandeln Städte wie Kriegsgebiete, während sie Razzien in Stadtteilen, an Arbeitsplätzen, in Kirchen und Schulen durchführen. Sowohl US-Bürger als auch Nicht-Bürger werden aufgrund ihrer ethnischen Zugehörigkeit profiliert und ohne Haftbefehl oder hinreichenden Verdacht auf offener Straße entführt.
Am Samstag haben Agenten der Einwanderungsbehörde (ICE) in Minneapolis, der größten Stadt des Bundesstaates Minnesota, den 37-jährigen US-Staatsbürger Alex Jeffrey Pretti öffentlich hingerichtet - der zweite tödliche Schusswaffengebrauch durch einen Bundesbeamten in dieser Stadt in diesem Monat. Anfang Januar hatte ein ICE-Agent die 37-jährige Renee Good in ihrem Auto erschossen. (siehe kommunisten.de, 14.1.2026: "Like a military occupation" - wie eine militärische Besetzung)
Präsident Trump und Regierungsbeamte erklärten ohne Beweise, dass Alex Pretti die Absicht hatte, Bundesbeamte anzugreifen. Die Ministerin für Innere Sicherheit, Kristi Noem, erklärte gegenüber Reportern, Pretti habe Beamte angegriffen. "Er war nicht dort, um friedlich zu protestieren. Er war dort, um Gewalt auszuüben", sagte Noem auf einer Pressekonferenz.
Befehlshaber der US Border Patrol, Gregory Bovino
Der im Nazi-Wehrmachts-Outfit auftretende Kommandant der Zoll- und Grenzschutzbehörde Border Patrol (CBP), Gregory Bovino, sagte, Pretti habe "maximalen Schaden anrichten und die Strafverfolgungsbehörden massakrieren" wollen. Er veröffentlichte ein Bild der Waffe, die er seiner Aussage nach zum Zeitpunkt der Schießerei bei sich getragen habe. Trumps stellvertretender Stabschef Stephen Miller bezeichnete das Opfer als "angehenden Attentäter".
Ihre Darstellungen stehen in direktem Widerspruch zu den Videoaufnahmen des Vorfalls, die in den sozialen Medien gepostet und von Reuters und der New York Times überprüft wurden. Sie zeigen, dass Pretti ein Mobiltelefon in der Hand hielt und keine Waffe, als er versuchte, anderen Demonstranten zu helfen, die von den Bundesbeamten mit Pfefferspray besprüht und zu Boden gedrückt worden waren.
In diesen Videos gibt es keine Anzeichen dafür, dass Alex Pretti seine Waffe gezogen hätte oder dass die Beamten überhaupt wussten, dass er eine hatte, bis er bereits auf dem Bürgersteig niedergedrückt war.
Videos der Hinrichtung
https://x.com/EoinHiggins_/status/2015231579174440967
Alternativer Blickwinkel … zeigt, dass der ICE-Agent mit der legalen und im Holster steckenden Waffe des Opfers weggeht – bevor sie ihn erschossen.
https://x.com/GoodPizzaPie/status/2015258906507801060
Zu Beginn der Videos ist zu sehen, wie Pretti filmt, während ein ICE-Agent eine Frau wegstößt und eine andere zu Boden drückt. Alex Pretti stellt sich zwischen eine Frau und einen ICE-Agenten, der sie mit Pfefferspray besprüht. Andere Agenten besprühen dann Pretti, der in einer Hand ein Telefon und in der anderen nichts hält, mit Pfefferspray. Er hebt dann seinen linken Arm, um sich zu schützen.
Mehrere Agenten packen Pretti, der sich wehrt, und zwingen ihn, sich auf Hände und Knie zu begeben. Die Videoaufnahmen zeigen dann, wie einer der Agenten Pretti eine Waffe abnimmt und damit von der Gruppe weggeht.
Augenblicke später richtet ein ICE-Beamter seine Pistole auf Prettis Rücken und feuert vier Schüsse in schneller Folge auf ihn ab. Dann sind mehrere weitere Schüsse zu hören, als ein weiterer Beamter ebenfalls auf Pretti zu schießen scheint.
Zwei Zeugen, die sofort eidesstattliche Erklärungen vor dem US-Bezirksgericht von Minnesota abgaben, bestätigen, dass Pretti während des Vorfalls keine Waffe gezogen habe. Laut den Gerichtsunterlagen sagte einer der Zeugen, ein Arzt, dass Pretti mindestens drei Schusswunden im Rücken erlitten habe.
Der Polizeichef von Minneapolis, Brian O'Hara, sagte später, dass Pretti ein us-amerikanischer Staatsbürger ohne bekannte Vorstrafen war und einen Waffenschein besaß, der ihm das offene Tragen einer Waffe erlaubte.
Der Gouverneur von Minnesota, Tim Walz, verurteilte die Tötung von Pretti als Teil einer "Kampagne organisierter Brutalität”. Im Mai hatte Walz die ICE als "Trumps heutige Gestapo" (Trump's modern-day Gestapo) bezeichnet.
Der Bürgermeister von Minneapolis, Jacob Frey, forderte die Trump-Regierung dazu auf, ihre Einwanderungsrazzien zu beenden. Er warf der Trump-Regierung vor, seine Stadt zu terrorisieren. "Wie viele Amerikaner müssen noch sterben oder schwer verletzt werden, damit diese Operation beendet wird?", fragte er.
Gouverneur Tim Walz beorderte nach der Tötung des Intensivkrankenpflegers Alex Pretti die Minnesota Nationalgarde zur Unterstützung der örtlichen Polizei nach Minneapolis.
"Es sieht ganz nach einer Hinrichtung aus."
Kenneth Roth, ehemaliger Direktor von Human Right Watch, sagt: "Die Grenzschutzbeamten von Trump behaupten, dass sie einen US-Bürger ohne Vorstrafen in Notwehr getötet haben, aber das Video zeigt, dass sie ihn in den Rücken und als er am Boden lag erschossen haben. Es wurden mindestens 10 Schüsse abgefeuert, die ihn töteten. Es sieht ganz nach einer Hinrichtung aus." (https://x.com/KenRoth/status/2015317916728672651)
John Mitnick, Chefjurist im Heimatschutzministerium (United States Department of Homeland Security, DHS) der ersten Trump-Regierung, kritisierte am Samstagabend seine ehemalige Behörde. "Ich bin wütend und beschämt über die Gesetzlosigkeit, den Faschismus und die Grausamkeit des DHS", schrieb er in den sozialen Medien. (NYT, 24. Januar 2026)
"Die Vereinigten Staaten stehen an einem Scheideweg"
Lemkin Institute for Genocide Prevention
Das renomierte Lemkin Institute for Genocide Prevention sieht die USA an einem "Scheideweg":
"ICE und die Zoll- und Grenzschutzbehörde (CBP) sind loyale Handlanger von Nazis und weißen Rassisten innerhalb der Republikanischen Partei. Sie verhalten sich wie Feinde sowohl der Verfassung als auch des amerikanischen Volkes und müssen als solche behandelt werden.
Die Vereinigten Staaten stehen an einem Scheideweg: Entweder gelingt es dem amerikanischen Volk, den derzeitigen faschistischen Führern die Macht zu entreißen, oder diese Führer werden sich weiter radikalisieren und mit Gewalt und Terror die Demokratie demontieren und noch größere Massenverbrechen begehen.
Die Geschichte ist diesbezüglich eindeutig.
Das amerikanische Volk kämpft derzeit allein im Kampf für Freiheit und Unabhängigkeit. Das Lemkin-Institut zur Verhütung von Völkermord bewundert seinen Mut und bekundet seine Solidarität.
Wir fordern die mächtigen Institutionen der USA, einschließlich der Nationalgarde und des Militärs, dringend auf, ihren Verfassungseid einzuhalten und dem Volk unverzüglich zu Hilfe zu kommen."
Lemkin Institute, 25.1.2026, https://x.com/LemkinInstitute/status/2015200698221085041
Bundesbehörden behindern Ermittlungen
Drew Evans, Leiter des Minnesota Bureau of Criminal Apprehension, sagte, Bundesbeamte hätten staatliche Ermittler zunächst vom Tatort der Schießerei am Samstag ferngehalten. Evans sagte, seine Behörde habe den seltenen Schritt unternommen, einen Durchsuchungsbefehl für den Zugang zu einem öffentlichen Gehweg zu erwirken, sei aber dennoch blockiert worden.
Nachdem der Bundesstaat Minnesota eine Klage gegen Beamte des Heimatschutzministeriums und andere von Trump kontrollierte Behörden eingereicht hatte, traf Bundesrichter Eric Tostrud umgehend eine Entscheidung: Mit einer einstweiligen Verfügung wird die mögliche Vernichtung von Beweisen durch Bundesbeamte verboten. Die Verfügung umfasst alle "Beweise, die die Beklagten und die in ihrem Auftrag handelnden Personen vom Tatort entfernt haben, und/oder Beweise, die die Beklagten in ihre ausschließliche Verwahrung genommen haben”.
Im Gegensatz zu den Bundesbehörden, die bekanntgaben, dass das Heimatschutzministerium, zu dem auch die ICE und die Grenzpolizei gehören, unterstützt vom FBI die Ermittlungen zu den Schüssen leiten werde, erklärte Mary Moriarty, Staatsanwältin des Bezirks Hennepin (Minnesota), dass die Ermittlungen von ihrer Behörde geführt werden. "Unsere Behörde ist zuständig für die Überprüfung dieser Angelegenheit auf mögliches kriminelles Verhalten der beteiligten Bundesbeamten, und wir werden dies auch tun", sagte sie. Ihre Behörde ist als eine der Klägerinnen gegen Beamte des Heimatschutzministeriums aufgeführt.
"Die widerlichen Lügen, die die Regierung über unseren Sohn verbreitet, sind verwerflich und abscheulich. Alex hielt eindeutig keine Waffe in der Hand, als er von Trumps mörderischen und feigen ICE-Schlägern angegriffen wurde. Er hatte sein Handy in der rechten Hand und hob seine leere linke Hand über den Kopf, um die Frau zu schützen, die ICE gerade zu Boden gestoßen hatte – und das alles, während er mit Pfefferspray besprüht wurde."
25.1.2026, aus einer Erklärung der Eltern von Alex Pretti,
https://x.com/RpsAgainstTrump/status/2015230067115180160
Am Samstagabend gab die Familie an, dass sie noch immer keine Informationen von einer Bundesbehörde über den Tod ihres Sohnes erhalten habe.
In ihrer Erklärung kritisierte die Familie scharf die Behauptung der Trump-Regierung, ihr Sohn habe die Beamten angegriffen, die ihn erschossen hatten. "Die widerwärtigen Lügen, die die Regierung über unseren Sohn verbreitet, sind verwerflich und ekelhaft", sagten sie.
Die Familie fügte hinzu, dass Videos zeigten, dass Pretti keine Waffe in der Hand hielt, als die Bundesbeamten ihn zu Boden warfen, sondern mit einer Hand sein Telefon hielt und mit der anderen eine Frau schützte, die mit Pfefferspray besprüht wurde.
"Bitte bringen Sie die Wahrheit über unseren Sohn ans Licht. Er war ein guter Mensch", sagten sie.
Trump heizt die Spannungen in Minneapolis an
US-Präsident Donald Trump, ein Republikaner, startete die Einwanderungsrazzien im letzten Jahr und richtete sie gegen die von den Demokraten regierten Bundesstaaten und Städte, darunter Chicago, Los Angeles und Portland. Er begründete dies damit, dass die militarisierten Operationen notwendig seien, um Kriminelle aus den USA zu entfernen. Vor dem Hintergrund der im November 2026 anstehenden Zwischenwahlen, für die alles darauf hindeutet, dass die Demokraten das Repräsentantenhaus mit deutlichem Vorsprung zurückerobern werden, will Trump in den von den Demkraten regierten Bundesstaten und Großstädten ein Chaos schaffen. Beobachter halten es nicht für ausgeschlossen, dass Trump versuchen könnte, mit Verweis auf dieses Chaos und auf bürgerkriegsähnliche Zustände, die Zwischenwahlen auszusetzen.
Die Razzia in Minneapolis ist laut Behördenangaben die größte jemals durchgeführte Einwanderungsrazzia des Bundes, an der rund 3.000 Beamte beteiligt sind. Es gibt Hinweise darauf, dass Mitglieder der faschistischen "Proud Boys", die nach Trumps verlorener Wahl im Januar 2021 versuchten das Kapitol zu stürmen, in die ICE aufgenommen wurden.
Die Razzien begannen im November, wobei die Bundesbehörden sie teilweise mit Betrugsvorwürfen gegen Einwohner somalischer Herkunft in Verbindung brachten. Die Verhaftungswelle hat Stadt- und Staatsbeamte gegen die Bundesregierung aufgebracht, zu täglichen Zusammenstößen zwischen Aktivisten und Einwanderungsbeamten geführt und nun zum Tod mehrerer US-Bürger geführt. Inmitten der Spannungen trauen sich Kinder nicht mehr in die Schule oder lernen aus der Ferne, Familien meiden Gottesdienste, und viele Geschäfte, insbesondere in Einwanderervierteln, haben laut Medienberichten vorübergehend geschlossen.
Pretti ist laut AP mindestens die sechste Person, die seit letztem Jahr bei ICE-Razzien im ganzen Land ums Leben gekommen ist, und der Vorfall war laut Reuters einer von mindestens fünf Schießereien im Januar, an denen Bundesbeamte beteiligt waren, die Anti-Einwanderungsmaßnahmen durchführten.
Seit Beginn des Jahres 2026 sind laut Reuters mindestens sechs Menschen in ICE-Haftanstalten ums Leben gekommen, nachdem es im letzten Jahr zu mindestens 30 Todesfällen in ICE-Gewahrsam gekommen war, was einen Höchststand seit zwei Jahrzehnten darstellt.
US-Justizministerin fordert Zugriff auf Wählerunterlagen Minnesotas
US-Justizministerin Pam Bondi schickte am Samstag einen Brief an Gouverneur Tim Walz von Minnesota, in dem sie ihm und anderen demokratischen Mandatsträgern vorwarf, "Gesetzlosigkeit" zuzulassen.
In dem Brief forderte Bondi, dass die staatlichen Behörden die Unterlagen von Sozialhilfeempfängern herausgeben, dass die lokalen Behörden "die Sanctuary-Politik aufheben" (Schutz von Migranten) und dass der Bundesstaat dem Bundesjustizministerium Zugriff auf die Wählerunterlagen gibt, um "faire und frei Wahlen zu garantieren" (im kommenden November stehen in den USA die Midterm-Wahlen an, und alles deutet darauf hin, dass die Demokraten das Repräsentantenhaus mit deutlichem Vorsprung zurückerobern werden). Dann könnte die ICE aus Minnesota abgezogen werden.
"Es ist an der Zeit, dass die staatlichen und lokalen Behörden in Ihrem Bundesstaat ihren Kurs ändern", schrieb sie.
Hier ist der gesamte Brief: https://x.com/MichaelBonvalot/status/2015364611596275749
Proteste in den gesamten Vereinigten Staaten

Die Tötung von Alex Pretti löste eine weitere Welle der Empörung aus, und staatliche und lokale Beamte forderten erneut ein Ende der Einwanderungskontrollen. In den gesamten Vereinigten Staaten - von Chicago bis Los Angeles - fanden am Samstag und Sonntag Proteste statt.
Demo in Minneapolis
ICE-Agenten werden durch Einwohner von Minneapolis vertrieben
https://www.facebook.com/reel/1303912571771195
Während sich ein heftiger Wintersturm New York City näherte und die Temperaturen unter null Grad lagen, versammelten sich am späten Samstagnachmittag mehrere tausend Demonstranten spontan am Union Square, um gegen die US-Einwanderungs- und Zollbehörde zu protestieren. Die Demonstration zog zur 26 Federal Plaza, dem Hauptsitz der ICE in der Stadt.

Auf ihren Plakaten stand "Protest gegen die ICE ist kein Verbrechen!", "Stoppt den Terror der ICE", "Die ICE ist Trumps Gestapo" und "Keine Könige".
"Wir stehen vor etwas, das wir in unserem Land noch nie erlebt haben – diesem Ausmaß an Gesetzlosigkeit seitens einer Bundesvollzugsbehörde", sagte Zack Weinstein, ein über 60-jähriger Einwohner Manhattans, der als Filmemacher arbeitet.

Chicago, 25.1.2026
Generalstreik in Minnesota vereint Arbeiter und Bevölkerung gegen ICE
Bereits am Freitag, einen Tag vor der Ermordung von Alex Pretti, trotzten Hunderttausend Einwohner Minnesotas den brutalen Temperaturen von −25 Grad Celsius und strömten in die Innenstadt von Minneapolis, um im Rahmen eines mächtigen landesweiten Generalstreiks den Abzug der ICE zu fordern.
23.1.2026: Generalstreik gegen ICE in Minnesota
Hunderte von Gewerkschaften, Bürgerrechtsgruppen, Organisationen wie Black Lives Matter und Indivisible, Friedensgruppen wie Veterans for Peace und Jewish Voice for Peace sowie politische Organisationen wie die Kommunistische Partei der USA und die Democratic Socialists of America forderten gemeinsam den vollständigen Abzug der ICE aus Minnesota und ein Ende der Razzien in ihren Gemeinden, Schulen und Arbeitsstätten.
"Unser Ziel ist es, die Unternehmen und Politiker dort zu treffen, wo es ihnen am meisten wehtut – in ihren Geldbörsen", sagte ein Organisator des Minnesota Immigrant Rights Action Committee (MIRAC), das eine wichtige Rolle bei den Demonstrationen spielte.
23.1.2026, Generalstreik gegen ICE in Minneapolis
"Es geht um Einschüchterung, nicht um Einwanderung"
Randi Weingarten, Präsidentin der American Federation of Teachers (AFT), erklärte, dass alle 1,8 Millionen AFT-Mitglieder von Küste zu Küste solidarisch zusammenstehen. "Wir sind heute alle Minnesota!", sagte sie. "Donald Trump nutzt die ICE, um Gewalt in Gemeinden zu provozieren, die historisch gesehen offen und sicher waren", fügte sie hinzu und bezeichnete dies als einen Versuch, amerikanische Städte zu militarisieren und "staatlich sanktionierte Gewalt" auszuüben.
"Hier geht es nicht um Einwanderung, hier geht es um Einschüchterung", erklärte Weingarten. "Es geht nicht um Recht und Ordnung, es geht darum, Gemeinden zu terrorisieren und uns unserer verfassungsmäßigen Rechte zu berauben."
Claude Cummings Jr., Präsident der Communication Workers of America (CWA), sagte der Menge, dass das Land vereint gegen "maskierte, bewaffnete Männer, die Arbeiter und ihre Kinder entführen und terrorisieren" sei.
"In unserer Arbeiterbewegung haben wir ein Sprichwort: »Eine Verletzung eines Einzelnen ist eine Verletzung aller«", sagte Cummings. »Und wenn ich mich hier umschaue, sehe ich die Arbeiter, die Menschen, die dieses Land am Laufen halten – Schwarze, Weiße, Braune, Indigene, LGBTQ und Behinderte – diejenigen, die hier geboren wurden, und diejenigen, die hierher gekommen sind, um ein besseres Leben zu führen. Und ich sehe, dass wir alle vereint sind für Fairness, Gerechtigkeit und Freiheit.«"
"Wir werden uns gegen Trump, einen Möchtegern-Diktator, und all seine milliardenschweren Freunde und Unternehmen, die ihn stillschweigend finanzieren, um die Verfassung zu zerreißen, zur Wehr setzen", sagte Cummings und erinnerte daran, dass die Gewerkschaften die Pflicht haben, sich gegen den Faschismus und "die Unternehmen, die den Faschismus ermöglichen" zu wehren.

April Verrett, Präsidentin der Dienstleistungsgewerkschaft SEIU, sagte,
"Diese Kämpfe gegen Korruption, Gier, Rassismus, weiße Vorherrschaft und staatlich sanktionierte Gewalt sind alle miteinander verbunden", sagte sie, "und wir müssen uns erheben und uns organisieren. Von nun an bleiben wir engagiert, wir bleiben organisiert, wir bleiben vereint und wir machen weiter."
Einige Stunden vor der Hauptdemonstration führten mehrere Gewerkschaften – darunter Unite Here Local 17, SEIU Local 26 und Airport Workers United – zusammen mit Hunderten von Arbeitern, Gemeinschaftsorganisationen und Geistlichen eine Aktion zivilen Ungehorsams im Delta-Airline-Terminal des Minneapolis-St. Paul International Airport durch. Sie forderten die Fluggesellschaft auf, ihre Komplizenschaft bei den Abschiebungsflügen der ICE zu beenden.
"Es ist leicht zu sagen, dass dies nur ein Problem von Minneapolis ist, aber das ist es nicht. Dies ist ein Problem Amerikas ... Der Rest Amerikas muss auf Minneapolis schauen und verstehen, dass sie die Nächsten sind."
Inside Trump’s War on Minneapolis — What We Saw on the Ground
Zeteo, 21.1.2026
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