Nahles-Gesetz ein Schritt zur faktischen Abschaffung des Streikrechts
06.03.2015: Ein Vorstoß der CSU, „Für ein modernes Streikrecht“, die vbw (Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.) stand Pate, zielt weit über das hinaus, was derzeit bezüglich Tarifeinheit im Gesetzgebungsverfahren ist. Nach Vorstellungen dieser Unternehmer soll das Nahles-Gesetz nur ein Schritt in die richtige, sprich: ihre antigewerkschaftliche Richtung sein. Die erste Lesung des Tarifeinheitsgesetzes der Großen Koalition fand am 5. März statt. Am 23. März findet eine öffentliche Anhörung des Bundestagsausschusses für Arbeit und Soziales statt und am 26.3. ist die zweite und dritte Lesung mit der Verabschiedung durch den Bundestag. Danach würde es dem Bundesrat vorliegen, der aber am 6. Februar schon kundtat, keine Einwände zu haben.
25.02.2015: Starwood, mit Hauptsitz in Stamford (USA), ist eines der größten Hotel- und Freizeitunternehmen der Welt und tritt unter neun verschiedenen Marken auf. Die Sheraton Hotels gehören ebenso zur Starwood Group wie die Westin, St. Regins, Méridian, W Hotels, element und die Luxury Collection Hotels. Starwood sagt von sich, dass "ausgeprägter Lebensstil" ihr Markenzeichen sei. Zu diesem "ausgeprägten Lebensstil" zählt auch die brutale Verletzung von Gewerkschafts- und Menschenrechten. Der Internationale Gewerkschaftsverband
19.02.2015: Nachdem 60 von gut 300 Beschäftigten des Reisemobilherstellers Eura Mobil im rheinhessischen Sprendlingen in der ersten Februarwoche in einen Warnstreik getreten waren, sperrte sie die Firmenleitung für den Rest des Tages aus. Weil „wir die Reaktion des Arbeitgebers als eine Provokation empfanden“, die nach seiner Meinung auch verfassungswidrig war, so der Erste Bevollmächtigte der IGM in Bad Kreuznach, Edgar Brakhuis laut einer Pressemeldung, wurde Tage darauf erneut zum Warnstreik aufgerufen. Dieses mal mit einer Demonstration in der 4.000-Einwohner-Gemeinde.
13.02.2015: Die Unternehmen vom Gesamtmetall provozieren die Beschäftigten in der Metall – und Elektrobranche. Magere 2,2 % mehr Lohn sind ihr „Angebot“. Statt mehr, soll es um 50% weniger Möglichkeiten für Bedürftige zur Altersteilzeit geben. Nur noch maximal 2 % der Beschäftigten sollen diese Möglichkeit nutzen können. Die Forderung nach Bildungsteilzeit wird gänzlich abgelehnt. Gegen diese arrogante Provokation streikten 10 000 Metaller in Warnstreiks in Betrieben an der Küste, am Donnerstag den 12.2.
27.01.2015: Viel Aktionärskritik musst Siemens-Chef Joe Kaeser auf der heutigen Hauptversammlung in der Olympiahalle in München einstecken. Den Finanzinvestoren geht der Konzernumbau zu langsam. Zudem bringt sie der Gewinneinbruch in Rage. Andere Akzente setzten die Kritischen AktionärInnen: Sie prangerten die Verwicklung des Unternehmens in Menschenrechtsverletzungen in Brasilien, Honduras und Mexiko an.
19.01.2015: Die IG – Metall Küste teilt mit, dass die Tarifverhandlungen für die 140 000 Beschäftigten in der Metall – und Elektroindustrie am 16.01. in Hamburg ergebnislos vertagt wurden. Die IG- Metall Küste fordert 5,5 % mehr Geld für eine Laufzeit von 12 Monaten, eine Neuregelung der Altersteilzeit sowie tariflichen Anspruch auf Weiterbildung. Begleitet wurden die Verhandlungen von 1300 Kolleginnen und Kollegen aus dem Bezirk Küste. Lautstark wurden die Forderungen durch eine Demonstration und Kundgebung unterstützt.
13.01.2015: Die Regio-Kliniken, das sind die Akut-Krankenhäuser in Elmshorn, Pinneberg und Wedel. Das Unternehmen beschäftigt 2.070 Mitarbeiter. Jetzt sollen alle 340 Kollegen aus dem Servicebereich,-Küche, Handwerker, Technik, Empfang, Archiv, Pflege-, in Tochterunternehmen der Eigentümerin Sana Kliniken AG ausgegliedert werden. Sie sollen raus aus dem Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes rein in untere Lohngruppen und Werkverträge. Ein Koch muss dann mit rund 800 € Gehaltsverlust rechnen, eine Diätassistentin mit 1000 €. Kündigungen können derzeit nicht ausgeschlossen werden (so die Gewerkschaft ver.di, Bezirk Nord).
27.12.2014: Die Finanzminister der elf Euro-Staaten, die die Absicht verkündet hatten, ab 2016 eine Finanztransaktionssteuer (FTS) zu erheben, haben sich bei ihrer jüngsten Zusammenkunft am 9. Dezember in Brüssel erneut nicht auf konkrete Schritte einigen können und das Vorhaben weiter hinausgeschoben. Im Mai war angekündigt worden, dass spätestens im Dezember dieses Jahres die nötigen Beschlüsse gefasst werden, damit die Steuer am 1.1.2016 Wirklichkeit werden kann. Es sieht alles danach aus, dass damit ein Verschiebebahnhof bis zum Sankt-Nimmerleinstag installiert wird.



