Wirtschaft

koeln 130615 verdi demo VMetzroth 3050 s14.06.2015: Dem Aufruf zu vier DGB-Demonstrationen am Samstag zur Unterstützung der Kolleginnen und Kollegen der Sozial- und Erziehungsberufe folgten rund 26.000. Alleine in Köln waren 15.000 mit Fahnen, roten Schals, gedruckten und selbst gemalten Plakaten unterwegs, um nicht nur den Herrschaften des Kommunalen Arbeitgeberverbands zu signalisieren: unsere Forderungen nach der Aufwertung unserer Arbeit stehen auf der Tagesordnung, auch wenn wir momentan wegen der Schlichtung nicht streiken. Redner*innen von DGB, IGM, ver.di und GEW unterstrichen ihre Solidarität und Kampfbereitschaft.

30 stunden woche03.06.2015: Auf dem letzten ver.di Bundeskongress wurden eine Reihe von Anträgen behandelt, die sich mit dem Thema Arbeitszeitverkürzung befasst haben. Darunter auch Anträge, die eine weitere Verkürzung der Wochenarbeitszeit auf 35 bzw. 30 Stunden gefordert haben.  In der auf dem Kongress angenommenen Arbeitszeitpolitischen Entschließung „Arbeitszeitverlängerung stoppen und die Tür für Arbeitszeitverkürzungen öffnen“ wurde formuliert: „Die Verkürzung der Arbeitszeit und deren humane Gestaltung sind zentrale tarif- und gesellschaftspolitische Handlungsfelder der ver.di. ver.di hält daran fest, Arbeitszeitverkürzungen mit vollem Lohnausgleich und Personalausgleich durchzusetzen. Sie sind ein wichtiger Beitrag, um Arbeit menschlicher zu machen und Arbeit gerecht zu verteilen, sie sind erforderlich, um Beschäftigung zu sichern und Arbeitslosigkeit abzubauen…. ver.di lehnt die arbeitszeitpolitische Rollback-Strategie der Arbeitgeber, die auf eine Verlängerung der Arbeitszeit, angefangen bei der Wochenarbeitszeit bis hin zur Lebensarbeitszeit, abzielt, entschieden ab. ver.di wird sich diesen Angriffen der Arbeitgeberseite betriebs- und tarifpolitisch entschieden entgegenstellen.“

freiburg poststreik wsiebler 265121.05.2015: Vor der nächsten Verhandlungsrunde am 20./21. Mai in Königswinter bei Bonn hat ver.di die Streikmaßnahmen fortgesetzt. Erneut wurden bundesweit rund 5.000 Beschäftigte in Brief- und Paketzustellung, der stationären Bearbeitung, des Fahrdienstes und des Kundentelefons in den zeitlich befristeten Ausstand gerufen. ver.di fordert für die rund 140.000 Tarifkräfte des Unternehmens eine Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit von 38,5 auf 36 Stunden bei vollem Lohnausgleich, um den von der Deutschen Post AG durch den Aufbau von 49 Regionalgesellschaften gebrochenen Vertrag zum Schutz vor Fremdvergabe zu kompensieren. In die seit Mitte März laufenden Verhandlungen hat die Gewerkschaft inzwischen auch die Forderung nach einer Entgelterhöhung von 5,5 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten eingebracht. Die entsprechenden Regelungen aus dem Entgelttarifvertrag sind zum 31. Mai gekündigt.

berlin 010515 uwe hiksch15.05.2015: ver.di hatte zum 31. Dezember 2014 die Eingruppierungsvorschriften und die Entgeltordnungen für den Bereich Sozial- und Erziehungsdienst gegenüber der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) gekündigt. ver.di fordert für die rund 240.000 Beschäftigten im kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst eine höhere Eingruppierung, die zu Einkommensverbesserungen von durchschnittlich zehn Prozent führen würde.

belgien greve generale 220415 acod01.05.2015: Streikende und demonstrierende Arbeiter und Angestellte in Europa passen nicht ins Bild der hiesigen Medien. Nach der weitgehenden Unterschlagung des landesweiten Gewerkschaftsaktionstags in Frankreich mit 300 000 Beteiligten in 86 Städten am 9. April erlitt auch der 24-stündige Generalstreik der Beschäftigten der Öffentlichen Dienste in Belgien am 22. April dieses Schicksal. Dabei hatte der Aufruf der Gewerkschaftszentrale der Öffentlichen Dienste (CGSP) im belgischen Allgemeinen Gewerkschaftsbund (FTGB) dazu geführt, dass Nahverkehr und Eisenbahn, Post, Schulen, Müllabfuhr, Schleusen für die Schifffahrt, öffentliche Dienststellen und Ämter, Kinderkrippen und Gesundheitseinrichtungen in öffentlicher Hand in Brüssel, Antwerpen, Lüttich, Charleroi und anderen Städten weitgehend lahmgelegt waren.

28.04.2015: Meinungsverschiedenheiten und Streit in einer Angelegenheit sind in einer Organisation nicht ungewöhnlich. Entscheidend ist allerdings, ob im Ergebnis Gemeinsamkeiten erreicht werden. Der Umgang miteinander entscheidet über den Erfolg in der Sache. Im Deutschen Gewerkschaftsbund wird die Zusammenarbeit zwischen den acht Einzelgewerkschaften immer problematischer. Es gibt insbesondere bei der Mitgliederwerbung wiederholt Streit. Nun dokumentiert eine Kooperations-vereinbarung (Anlage) die Konkurrenzsituation im DGB. Von Franz Kersjes:

verdi postreik lahr WSiebler 266518.04.2015: Bei den Tarifverhandlungen über die Arbeitszeit der 140.000 Tarifkräfte der Deutschen Post AG mit die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) mit weiteren bundesweiten Warnstreiks am Donnerstag und Freitag den Druck erhöht. Der Schwerpunkt der Streikmaßnahmen lag bei der Paketbearbeitung. Es würden jedoch auch Teile der Briefbearbeitung und Bereiche aus der Zustellung in den Ausstand einbezogen. Die organisierten flächendeckenden sorgten für empfindliche Störungen bei der Postbearbeitung. Hintergrund des Tarifkonfliktes bei der Deutschen Post AG ist der Bruch des Vertrages zum Schutz vor Fremdvergabe in der Zustellung durch die Deutsche Post AG und ihre Flucht aus dem bestehenden Haustarifvertrag durch den Aufbau eines flächendeckenden Netzes für die Paketzustellung in den hierfür zum Jahresanfang gegründeten 49 Regionalgesellschaften. Mit der Forderung nach einer Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit von 38,5 auf 36 Stunden bei vollem Lohnausgleich soll dieser Vertragsbruch nach dem Willen von ver.di kompensiert werden.

13.04.2015: Mit Spannung erwartet ver.di die zweite Verhandlungsrunde am 14.und 15.April. Über 10.000 Zustellerinnen und Zusteller legten am 1. und 2. April bei eintägigen Warnstreiks die Arbeit nieder. Millionen Postkunden erhielten dadurch die Osterpost verspätet. Obwohl die Führungskräfte bei der Post in bisher nicht bekanntem Ausmaß versuchten die Poststreiks zu unterlaufen, beteiligten sich viele an den Warnstreiks. Allerdings blieben auch die Drohungen und die Demagogie des Managments nicht wirkungslos.

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Gaza Soliaktion Regenplanen 2025 12 2
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