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17.09.2026: Am 6. September begann das neue Schuljahr in Gaza. ++ Palästinensisches Mädchen am ersten Schultag in Gaza von Israel getötet ++ Soliaktion: Schulranzen und Schreibmaterial

 

Am 6. September begann das neue Schuljahr in Gaza. Der reguläre Schulbetrieb in Gaza soll im Laufe des Septembers wieder aufgenommen werden.

UNICEF startete im Januar 2026 ein Programm namens "Back to Learning", um 336.000 Kinder zu erreichen. Trotz dieser Initiativen gibt es weiterhin massive Herausforderungen, darunter fehlende Schulmaterialien und unsichere Bedingungen.

Gaza Back to school 2


Mehr als 660.000 Kinder im schulfähigen Alter hätten gar keinen Schulunterricht, heißt es von Save the Children. Viele Kinder suchen in den Trümmern nach Kleidung, Essen oder Brennholz, statt zum Unterricht zu gehen. "Anstatt zur Schule zu gehen, leben wir nun in den kaputten Schulen. Wir tragen Tüten mit gesammelter Kleidung dorthin statt unserer Schultaschen. Wir lernen und spielen nicht. Es gibt keinen Unterricht mehr. Als Flüchtlinge essen und schlafen wir nur noch dort", sagt ein Mädchen.

"Gaza leidet unter einer Bildungskrise, die es so noch nie gegeben hat. Den Kindern wird ihr Grundrecht auf Bildung genommen", klagt Dan Stewart an, der für die Kinderhilfsorganisation Save the Children in Gaza ist. "Langfristig zerstört das die soziale, kulturelle und finanzielle Lebensgrundlage der palästinensischen Gesellschaft", warnt Stewart. "Die Folgen wird eine ganze Generation tragen."

Die Zerstörung von Schulen und Krankenhäusern sowie die gezielte Verknappung lebensnotwendiger Güter für die palästinensische Bevölkerung im Gazastreifen war und ist eine der Säulen der israelischen Kriegsführung und des Völkermordes an den Palästinensern, um den Widerstand der Palästinenser zu brechen und die Menschen zum Verlassen des Gebiets zu drängen, sie notfalls verhungern oder an Krankheiten zugrunde gehen zu lassen. Minister, Abgeordnete, hochrangige Offiziere und sogar Premierminister Netanjahu sprechen ganz offen über das Projekt der Auslöschung der Palästinenser.

 "Die israelischen Besatzer wollen, dass wir dumm bleiben und nichts lernen."
Nigad Abdelfatah Badriyeh, Schuldirektor der Al-Awda Zeltschule und ehemaliger Fakultätsleiter an der palästinensischen Universität in Gaza

Der Unterricht findet unter extrem schwierigen Bedingungen statt: Etwa 95 Prozent der Schulen wurden vom israelischen Militär zerstört oder beschädigt, weshalb Unterricht oft in Zelten oder provisorischen Räumen stattfindet. Dennoch kehren die Kinder mutig in den Unterricht zurück, unterstützt von Hilfsorganisationen.

Der zwölfjährige Murad freut sich, dass die Schule wieder beginnt: "Es kann hier jederzeit gefährlich werden, sie könnten die Schule angreifen. Aber ich komme, weil es schön ist, meine Freunde zu sehen", sagt er. "Wir sind traurig, weil es keine Stühle gibt, und es zu heiß ist im Zelt. Aber ich lerne gern." Sein Traum sei es, Arzt zu werden. "Ich wünsche mir, dass der Krieg endet und ich draußen spielen, im Meer schwimmen und mein Leben leben kann", sagt Murad.

Palästinensisches Mädchen am ersten Schultag in Gaza von Israel getötet

Für die achtjährige Wafaa Yousef Nabil Akila dauerte die Rückkehr in die Schule nur wenige Stunden. Sie wurde in Gaza-Stadt auf dem Weg nach Hause durch einen israelischen Drohnenangriff zusammen mit ihrem Vater ermordet.

Fotos, die vor dem Angriff geteilt wurden, zeigten Wafaa, wie sie in ihrer blauen Schuluniform lächelte und an ihrem ersten Schultag den Daumen hochhielt. Bilder nach dem Drohnenangriff zeigten ihre Schulbücher und Schulsachen, verstreut in den Trümmern.

Aufnahmen, die von Drop Site News veröffentlicht wurden, zeigten Männer am Tatort, die Haarsträhnen des Kindes in den Händen hielten. "Das ist alles, was übrig geblieben ist“, sagte ein Mann in den Aufnahmen. "Es gibt keinen Waffenstillstand. Jeden Tag gibt es Massaker. Jeden Tag wird getötet. Jeden Tag sterben Kinder. Der Völkermord hat nie aufgehört."

"Überall auf der Welt kehren Kinder in die Schule zurück, mit neuen Schulranzen, Büchern und Plänen für das kommende Jahr. Auch Wafaa hatte solche Pläne. Ihr blieb nur ein Tag. Schaut nicht weg."

Wafaa war eine von mehreren Palästinenser:innen, die am selben Tag bei israelischen Angriffen im gesamten Gazastreifen getötet wurden, trotz eines von den USA unterstützten Waffenstillstands, der im Oktober 2025 in Kraft getreten war. Im Zentrum von Gaza wurde der siebenjährige Saadi Ghaliya getötet, als israelische Artillerie die Sakina-Schule traf, in der östlich von Deir al-Balah vertriebene Familien Zuflucht gesucht hatten. Bei dem Angriff wurden weitere Menschen verletzt.

Israel hat in seinem Vernichtungskrieg gegen die Palästinenser mehr als 20.000 Kinder getötet, die eigentlich jetzt das neue Schuljahr hätten beginnen sollen. (siehe kommunisten.de, 26.6.2026: "UN: Israel setzt Völkermord fort, wobei es gezielt palästinensische Kinder ins Visier nimmt")

Solidaritätsaktion: Schulranzen für die Kinder

Gaza Soliprojekt 2026 09 02

Die Genossinnen und Genossen der Jugendorganisation der Palästinensischen Volkspartei haben im Rahmen ihrer Solidaritätsaktion zur Unterstützung der Widerstandsfähigkeit des palästinensischen Volkes zum Schuljahresbeginn 100 Schulranzen in der Stadt Gaza an Schülerinnen und Schüler verteilt.

Gaza Soliprojekt 2026 09 03 Gaza Soliprojekt 2026 09 06

 

Vor wenigen Tagen wurden weitere Schultaschen und Schreibwaren verteilt. Eine weitere Verteilaktion wird demnächst stattfinden.

Die Genoss:innen erklären: "Wir betonen, dass die Hilfsaktion für die Vertriebenen im Gazastreifen weitergeht, und weisen darauf hin, dass wir aufgrund der israelischen Blockade einige Schwierigkeiten haben, die Gelder in den Gazastreifen zu bringen – aber wir geben unser Bestes, um die Gelder auf verschiedenen Wegen dorthin zu bringen."

Die marxistische linke konnte die Solidaritätskampagne der Palästinensischen Volkspartei kürzlich wieder mit 5.500 Euro unterstützen. Wir bedanken uns bei den Spenderinnen und Spendern.

 

Gazakrieg Kind streckt Arme

Gaza wird nicht vergessen. Die Spendenkampagne geht nach wie vor weiter.

Gaza-Solidaritätskampagne mit der Palästinensischen Volkspartei

Spenden über:
Leonhard Mayer
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Betreff: Peace for Palestine
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Das sozialistische Kuba unter Druck – Folgen der US Blockade, Widerstand und Solidarität

Kuba erlebt derzeit eine extreme Krise: Stromausfälle, Treibstoffmangel und wachsende Versorgungslücken bringen Energie- und Lebensmittelversorgung an den Rand des Kollapses. Die angehäuften Effekte der seit 1960 andauernden US-Blockade und Subversionen sind dafür der destruktive Hintergrund. Und extrem verschärft wird diese Lage durch die aggressive Eskalation der Trump-Regierung, durch welche die Bevölkerung besonders hart getroffen wird und zermürbt werden soll. Das System Kuba soll zerstört und dem US-Imperialismus gefügig gemacht werden.

Online-Veranstaltung mit
Edgar Göll, Vorstand des Netzwerks Cuba
Mittwoch, 16. September, 19:00 Uhr
An ZOOM- Meeting teilnehmen: https://us02web.zoom.us/j/82465536143

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Neues von der Solidaritätskampagne: Abdeckplanen zum Schutz vor Regen. Gaza wird nicht vergessen!

Gaza Soliaktion Regenplanen 2025 12 2
zum Text hier
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