"Weil Du arm bist, musst Du früher sterben!"
27.11.2013: Arme Menschen in Deutschland haben haben eine weit niedrigere Lebenserwartung. Wie Dr. Roland Habich vom Wissenschaftszentrum Berlin (WZB) bei der Pressekonferenz 'Datenreport 2013' ausführte, sterben Männer in den niedrigsten Einkommensgruppen 11 Jahre früher als Männer in hohen Einkommensgruppen; bei Frauen beträgt der Unterschied 8 Jahre. Auch das Risiko eines schlechten Gesundheitszustands ist um den Faktor 3,2 (Männer) und 2,2 (Frauen) erhöht. Der neue Datenreport 'Leben in Deutschland' wurde vom Statistischen Bundesamt am Dienstag (26.11.) vorgestellt. Danach hat die Armut in der Krise seit 2007 zugenommen:
21.11.2013: Max-Bahr-Mitarbeiter_innen wehren sich gegen das drohende Aus für die Baumarktkette und den Verlust ihrer Arbeitsplätze. In Reinbek in Schleswig-Holstein haben am Dienstag rund 400 Beschäftigte für den Erhalt ihrer bundesweit 3.600 Arbeitsplätze demonstriert; anschließend zogen sie zwei Stunden durch die Hamburger Innenstadt und machten mit Trommeln, Pfeifen und Transparenten lautstark und sichtbar auf sich aufmerksam.
12.11.2013: Deutschland erlebt zur Zeit einen Höhepunkt der Bereicherung auf der einen und der Verarmung auf der anderen Seite. Die Wirtschaft wächst nur noch für die Reichen; der Mittelstand erodiert und der untere Teil der Bevölkerung gerät immer mehr unter die Räder. Das reichste Land der EU hat zugleich die meisten Armen. 2012 gab es in Deutschland erstmals mehr als eine Million Dollar-Millionäre: ihre Zahl war von 826.000 vor der Krise (2007) auf 1.015.000 im Jahr 2012 gestiegen: + 22,9% (Capgemini, World Wealth Report). Auf der Schattenseite war im Jahr 2011 jeder sechste Deutsche arm, wie aus der jüngsten Erhebung des Statistischen Bundesamtes „LEBEN IN EUROPA“ (EU-SILC) hervorgeht (destatis, 25.10.13). Insgesamt sind es 13 Millionen Menschen, 16,1% der Bevölkerung, 0,3% Prozentpunkte mehr als im Vorjahr, die mit 980 Euro und weniger im Monat auskommen müssen.
äftigte des Münchner XXXLutz Möbelhauses vor dem XXXL Möbelhaus in Aschheim, einem Vorort von München. "Die Gewerkschaft ver.di wünscht Ihnen einen nachdenkenswerten Einkauf bei XXXLutz", heißt es auf dem Flugblatt, das an die KundInnen verteilt wurde. Denn: "Die vermeintlichen Schrumpfangebote von XXXLutz werden seit Jahren von den Beschäftigten durch Tarifverzicht finanziert." Anlass für die Aktion war die
31.10.2013: Die Beschäftigten der Firma Norgren in Großbettlingen, einem kleinen Dorf am Rande der schwäbischen Alb, schreiben Geschichte. Am 5. Oktober traten sie rund um die Uhr in einen Warnstreik – ohne Streikgeld. Nach einer erfolgreichen Urabstimmung, 97 Prozent der Metaller_innen haben sich dafür ausgesprochen, traten sie am 14. Oktober in einen unbefristeten Streik. „Die komplette Belegschaft steht rund um die Uhr vor dem Tor“, so Jürgen Groß Zweiter Bevollmächtigter der IG Metall Esslingen. Norgren, früher Herion, gehört zum britischen IMI Konzern und ist führender Hersteller von Pneumatik und Hydraulikprodukten vorrangig für Nutzfahrzeuge.
28.10.2013: Im Rahmen des bundesweiten Arbeitskampfes der Karstadt-Mitarbeiter_innen beteiligten sich am Freitag und Samstag auch zahlreicher Karstadt-Beschäftigte in Schleswig-Holstein an den bundesweiten Streikaktionen, um vor der nächsten Verhandlungsrunde mit der Karstadt-Geschäftsführung Mitte November ihren Forderungen nach dem Abschluss eines Tarifvertrags über Standort- und Beschäftigungssicherung und die Rückkehr in die Tarifbindung Nachdruck zu verleihen.
22.10.2013: Der Europäische Gerichtshof hat heute die Klage der EU-Kommission gegen das VW-Gesetz zurückgewiesen. Uwe Fritsch, Mitglied des Weltbetriebsrates und des Aufsichtsrates bei VW, erklärte gegenüber kommunisten.de, dass diese Gerichtsentscheidung auch auf den 11 Jahre langen Kampf der Belegschaft und der IG Metall für die Verteidigung des VW-Gesetzes zurückzuführen sei. Fritsch: „Jahrelang haben wir für den Fortbestand des VW-Gesetzes gestritten, demonstriert, Unterschriften gesammelt und breite Bündnisse bis hinein in konservative Kreise geschaffen. Mit dem Urteil haben Belegschaft und Demokratie gegen die Finanzinvestoren und ihrem Anspruch auf Maximalprofit gewonnen. Jetzt muss der Kampf aufgenommen werden, um das VW-Gesetz auf alle Großunternehmen auszudehnen.“



