Wirtschaft

prokon Duane Boisclair04.05.2014: Die erste Maßnahme des Insolvenzverwalters – sinniger Weise am Tag der Arbeit verkündet: Rund 150 von 450 Arbeitsplätzen werden beim insolventen Windkraft-Unternehmen Prokon in Itzehoe (Holstein) mal kurzerhand gestrichen. Rund 80 Arbeitnehmer würden das Unternehmen wegen auslaufender Verträge oder eigener Kündigung verlassen, für 70 weitere werde eine Transfergesellschaft vorbereitet. Wie es mit den anderen Arbeitsplätzen aussieht, werde sich im Fortgang des Insolvenzverfahrens herausstellen. Zu befürchten ist, dass im Zuge der Filetierung von Prokon weitere (wenn nicht alle) Arbeitsplätze auf der Strecke bleiben.

01.05.2014: Seit Wochen kommen die Belegschaften des Kraftwerksanlagenbauers ALSTOM in den deutschen Standorten nicht zur Ruhe. Zunächst ging es um die beabsichtigte Schließung des Kesselbaustandortes Neumark, die Halbierung des Kesselingenieurstandortes Stuttgart, den massiven Personalabbau in den Standorten Bexbach (Schaufelfabrik), Mainz-Kastell (CO2-Abscheidungstechnik) und des konzerninternen IT-Bereichs sowie um den Verkauf der der gesamten Sparte Wärmetauscher.

30.04.2014: Sie fliesen Terrassen, streichen Wände, reißen Häuser ab oder legen Laminat. Sie stehen an einigen Ecken im Bahnhofsviertel, warten auf Arbeit, schuften für ein paar Euro, um die manche am Ende noch gebracht werden. Ihre Auftraggeber sind Baufirmen oder selbstständige Handwerker. Im Schritttempo fahren die Unternehmer an den Arbeitern vorbei, mustern sie. „Einmal hupen heißt, sie brauchen einen Arbeiter, zweimal hupen heißt zwei Arbeiter“, erzählt ein Insider. »Arbeiterstrich« wird diese Form des »flexiblen Arbeitsmarktes« umgangssprachlich genannt.

erlangen tarifrunde oed WLutz25.04.2014: Erster Warnstreiktag in Erlangen, es ist der 19. März 2014: Am Mikrofon bei der Kundgebung am Rathausplatz spricht neben vielen anderen auch ein Kollege vom städtischen Theater. Er schildert eindrucksvoll die Arbeitsbedingungen dort, und wie die Erlanger Theaterleitung am Vortag erfolglos versucht hat, die Bühnentechniker von der Teilnahme am Streik abzuhalten.

DTAG mami 322819.04.2014: Noch vor zwei Monaten ging es der Deutschen Telekom nach den Worten ihres Vorstandschefs Timotheus Höttges blendend. Alle Zahlen im grünen Bereich, da könnten die Aktionäre wieder wie langjährig üblich mit 50 Cent Dividende pro Aktie rechnen statt wie letztes Jahr mit 20 Cent. Das wären über drei Milliarden in diesem Jahr. Bei der Tarifrunde für rund 70.000 Beschäftigte der Telekom hörte sich das anders an. Das Lamento der Manager war groß, die Klage über die angeblich ausufernden Personal- und sonstigen Kosten unüberhörbar.

verdi tarifkampf2014 Chris Grabert09.04.2014: Es gibt Kritiker des Tarifabschlusses für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes des Bundes und der Kommunen, die der Auffassung sind, dass es mal wieder einen Verrat der Gewerkschaftsspitze gegeben hat und die Frage stellen: „Und dafür haben die Beschäftigten gestreikt?“ (s. Kommentar auf RedGlobe, abgedruckt auf news.dkp.de). Die Darstellung des Ergebnisses zeugt dann allerdings davon, dass mal wieder ein reflexartiger Beißreflex die Feder beim Kommentieren geführt hat. Olaf Harms meint auf der gleichen Onlineseite, dass in dieser Runde mehr drin gewesen sei. Immerhin stellt er fest, dass der Abschluss im Prinzip ein  ganz guter sei.

verdi oed 2014 VMetzroth 120203.04.2014: Mittwochmorgen, kurz nach sechs Uhr, ich stand mit Kolleginnen und Kollegen der EVG und des DGB mit einem Flugblatt zur Nahverkehrssituation vor unserem Bahnhof. Da kam einer auf uns zu. Besen in der Hand, in der Arbeitskleidung der Stadtreinigung, meinte, das sei doch ein guter Abschluss, die 90 Euro brächten ihm wirklich etwas, und dann auch noch wieder 30 Tage Urlaub für alle. Seine Meinung steht für viele an dem Tag. In der dritten Verhandlungsrunde hatte ver.di am Vortag mit den Vertretern des Bundes und der Kommunen einen Tarifvertrag abgeschlossen, der Lohnerhöhungen von 3% ab März 2014, mindestens aber 90 Euro, und weitere 2,4% ab März 2015 vorsieht.

kiel tarifrunde oed gst 483028.03.2014: In der Tarifrunde für die rund 2,1 Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen beteiligten sich in dieser Woche nach Gewerkschaftsangaben insgesamt über 200.000 Beschäftigte an den Arbeitsniederlegungen.

Am Donnerstag fanden eindrucksvolle landesweite Warnstreiks in Schleswig-Holstein unter Beteiligung von über 10.000 Kollegen_innen statt.  Der Schwerpunkt der Proteste war Kiel. Nachdem am Morgen zuerst die Stadtwerke ihre Arbeit niederlegten, zogen um die Mittagszeit zwei Demonstrationszüge mit insgesamt 7.000 Teilnehmern durch die Landeshauptstadt. Ziel war eine Kundgebung am Hauptbahnhof. Von den Warnstreiks waren neben den Stadtwerken vor allem Kindertagesstätten, die Müllabfuhr, kommunale Krankenhäuser, das Marinearsenal, die Wasser- und Schifffahrtsämter und die allgemeine Verwaltung betroffen.

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