Hartz-IV-Beziehern droht Internet-Beobachtung durch Jobcenter
12.12.2013: Vielleicht erinnert sich der eine oder andere noch: Im Juli des Jahres wurde gemeldet, daß die Arbeitsagentur Pinneberg (Schleswig-Holstein) ihren "Kunden" innovative Spartips als Handreichung gegeben hatte. Hartz-IV-Bezieher sollten Vegetarier werden, Steine in Spülkästen legen, Duschen statt ein Vollbad zu nehmen oder Möbel vom Dachboden holen und im Internet versteigern. Das öde ziellose Rumgesurfe im Internet sollte ein Ende haben. Aktives Handeln im Internet sei angesagt. "So verkaufen die Fischers einfach zwei elf Jahre alte Möbelstücke für 350 Euro. Die passten ohnehin nicht mehr in die kleinere Wohnung rein", heißt es in der Broschüre. Der Erlös der Auktion sei zudem unschädlich, d.h. er wird nicht einmal auf die Bezüge angerechnet.
10.12.2013: Einer der längsten Tarifkämpfe der jüngsten Zeit geht seinem Ende entgegen. Mit dem Abschluss zwischen ver.di und dem Handelsverband Baden-Württemberg wurde das wichtigste Ziel erkämpft: der Manteltarifvertrag wurde unverändert wieder in Kraft gesetzt. Zudem wurden Lohnerhöhungen rückwirkend zum 1. Juli 2013 um 3% und ab 1. April 2014 um weitere 2,1% vereinbart. Die Ausbildungsvergütungen steigen auf 720, 800 und 920 Euro. Es wird erwartet, daß das Ergebnis in den anderen Tarifgebieten übernommen werden wird, aber es zeichnen sich noch Widerstände von Unternehmern in einigen Bundesländern ab. Ver.di und die betroffenen Kolleginnen und Kollegen werden deshalb ihre Kampfbereitschaft aufrechterhalten, bis auch anderswo die Tinte unter Verträgen, die nicht schlechter als in Baden-Württemberg sein dürfen, trocken sein wird.
06.12.2013: 1.500 Postbeschäftigte demonstrierten am Freitag vor dem Bonner Posttower gegen den gegenwärtigen Kurs des Vorstandes der DP AG. Beschäftigte aus fast allen Teilen Deutschlands, vor allem viele junge Postbeschäftigte, waren nach Bonn gekommen, um die Kampfansage des Postvorstandes zu beantworten. Hunderte Kolleginnen und Kollegen vor allem aus Norddeutschland wurden durch die Auswirkungen des Sturmes 'Xaver' daran gehindert, nach Bonn zu kommen und ihre KollegInnen zu unterstützen.
04.12.2013: Auf Initiative der Gewerkschaften Cgil, Cisl und Uil wird heute in den Fabriken der Toskana die Arbeit unterbrochen; eine symbolische Geste zum Gedenken der sieben chinesischen ArbeiterInnen, die bei einem Brand in einer Textilfabrik in Prato, nahe Florenz, ums Leben gekommen sind. Die Parallelen zu den Bränden in Textilfabriken in Bangladesh sind offensichtlich, erklärt die »Kampagne für Saubere Kleidung«. Auch in Prato – und nicht nur dort – werde für die großen Modemarken nationale und internationale Mode in illegaler Arbeit und unter menschenunwürdigen Bedingungen produziert. Für die Gewerkschaften ist der Tod dieser ArbeiterInnen ein Fanal, das zu einem verstärkten Kampf gegen das von Lega Nord und der Alleanza Nazionale durchgesetzte Immigrationsgesetz herausfordert.
28.11.2013: In einer Bildungsveranstaltung der DKP Schleswig-Holstein ging es am Sonnabend um die Frage „Kommunisten und Einheitsgewerkschaften“. Uwe Fritsch, Mitglied des Parteivorstands der DKP und Betriebsratsvorsitzender bei VW in Braunschweig, ging in seinem Referat auf die verschiedene Aspekte der Arbeit von Kommunist_innen in Betrieb und Gewerkschaft ein. Zu Beginn stellte er fest, dass eine der Grundfragen kommunistischer Identität die Klärung des Verhältnisses zur Einheitsgewerkschaft ist. Sie sei nicht nur von historischer Bedeutung, gewachsen aus den bitteren Erfahrungen der faschistischen Konzentrationslager, sondern eine Grundlage für die aktive und erfolgreiche Interessenvertretung im Betrieb, in der Auseinandersetzung zwischen Kapital und Arbeit, so Uwe Fritsch.
27.11.2013: Arme Menschen in Deutschland haben haben eine weit niedrigere Lebenserwartung. Wie Dr. Roland Habich vom Wissenschaftszentrum Berlin (WZB) bei der Pressekonferenz '
21.11.2013: Max-Bahr-Mitarbeiter_innen wehren sich gegen das drohende Aus für die Baumarktkette und den Verlust ihrer Arbeitsplätze. In Reinbek in Schleswig-Holstein haben am Dienstag rund 400 Beschäftigte für den Erhalt ihrer bundesweit 3.600 Arbeitsplätze demonstriert; anschließend zogen sie zwei Stunden durch die Hamburger Innenstadt und machten mit Trommeln, Pfeifen und Transparenten lautstark und sichtbar auf sich aufmerksam.



