Der Kampf um 1.100 Prinovis-Arbeitsplätze hat begonnen
11.02.2013: Vor den Werkstoren versammelten sich am Sonnabend rund 300 Beschäftigte und Angehörige der von Schließung bedrohten Druckerei der Bertelsmann-Tochter Prinovis im holsteinischen Itzehoe zu einer ersten Protestaktion. Mit Fahnen, Fanfaren und einem als Tod verkleideten Kollegen brachten sie ihren Protest gegen die Mitte der Woche angekündigte Werksschließung zu Ausdruck. Auf Plakaten war zu lesen: "Bertelsmann - Der Sensenmann" oder "1100 Arbeitsplätze weg wegen Profitgier." Die eindeutige Botschaft lautete: Wir werden nicht kampflos die Vernichtung der Arbeitsplätze hinnehmen.
10.02.2013: Der Arbeitskreis Betrieb und Gewerkschaft des DKP-Parteivorstandes traf sich am 2. und 3. Februar zu seiner Klausurtagung in der Karl-Liebknecht-Schule in Leverkusen. 23 Genossinnen und Genossen aus den Betrieben, Verwaltungen und Versicherungen nahmen an der Beratung teil, die sich mit den Hauptthemen „
22.01.2013: Die Beschäftigten von Subitec wehren sich gegen die drohende Standortschließung. Die Ankündigungen der Konzernspitze der TBS Group, die in Italien residiert, bezüglich des saarländischen Standortes in Sulzbach stoßen auf Widerstand. Die Gewerkschaft ver.di erklärt, die drohende Schließung nicht hinnehmen zu wollen. Als Protest hatte sie am 18. Januar zu einer „aktiven Mittagspause“ an den Werkstoren des Sulzbacher Standortes aufgerufen. Neben den Kolleginnen und Kollegen des Medizintechnik-Unternehmens Subitec kamen viele, die ihre Solidarität zum Ausdruck brachten. Darunter auch die DKP.
17.01.2013: In mehreren Betrieben des Energieversorgers e.on in Norddeutschland kam es am Montag zu Warnstreiks. Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) haben mit ganztägigen Aktionen an mehreren Standorten im Norden ihre Forderung nach deutlich mehr Geld für die Beschäftigten untermauert. Auch die dritte Verhandlungsrunde zwischen den Gewerkschaften ver.di / Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) und dem Energiekonzern e.on war am 15.1.2013 ohne Ergenbis geblieben. Daraufhin hatte die Große Tarifkommission einstimmig das Scheitern der Verhandlungen beschlossen. "Wir werden jetzt umgehend mit der Vorbereitung der Urabstimmung beginnen. Sollten die Arbeitgeber in dieser Zeit kein verhandlungsfähiges Angebot vorlegen, droht zum ersten Mal überhaupt ein unbefristeter Streik in der privaten Energiewirtschaft", so ver.di-Verhandlungsführer Volker Stüber.
16.01.2013: Kai Degenhardt und Rolf Becker sangen und zitierten im Streikzelt in Hamburg-Stellingen. Die Solidaritätsveranstaltung war ein weiterer kultureller und politischer Höhepunkt im bisherigen dreimonatigen Kampf der 200-köpfigen Belegschaft. Seit dem 1. November kämpfen die Kolleginnen und Kollegen für gerechtere Löhne, gleiches Geld für gleiche Arbeit und für einen Haustarifvertrag in Hamburg und Rotenburg a. d. Wümme. Die IG BCE unterstützt den Kampf. Gewerkschaften, linke Bündnisse und Bewegungen, SPD, PDL und DKP-Gliederungen solidarisieren sich auch durch Aktionen, Besuche, Unterstützungen, durch Solipräsente und Geld. Die Veranstaltung am 11. Januar ist Teil vielfältiger Aktionen der Belegschaft und des Betriebsrates zur Durchsetzung der berechtigten Forderungen.
10.01.2013: Alle Räder standen still, als die IG Metall am 9. Januar 2013 rund 300 Beschäftigte von Delphi Automotive Systems in Langenlonsheim bei Bad Kreuznach zum Warnstreik aufrief. Damit ging der Kampf um die Erhaltung von ca. 350 Arbeitsplätzen bei dem Automobilzulieferer in die nächste Runde. Anlass war, dass die Geschäftsführer montags zuvor bei den Tarifverhandlungen um einen Sozialtarifvertrag wohl auf Weisung der Konzernzentrale in den USA kein Angebot machten. "Don´t cross the picket line" stand auf einem Transparent, dessen Foto den Herrschaften gemailt wurde, damit sie auch ohne Dolmetscher verstünden, daß in Langenlonsheim gekämpft werde. Der Wille der Beschäftigten, ihre Arbeitsplätze zu verteidigen, zeigt sich auch im Organisationsgrad von jetzt 93%.
19.12.2012: Fast 1000 Menschen folgten am 13.12.2012 dem Aufruf der IG Metall und des Betriebsrates von Nokia Siemens Networks und protestierten gegen die Werksschließungen in Bruchsal und in den anderen Standorten in Deutschland. „Opel ist überall“ – so Ernst Färber, Betriebsratsvorsitzenden bei NSN. Und er erinnerte an die Werksschließung von Nokia in Bochum. „NOKIA hat damals in Bochum nicht gerade durch soziale Verantwortung geglänzt.“ In Bruchsal wirft NSN 700 Menschen auf die Straße, dabei sind auch 50 Jugendliche, die ebenfalls ihren Ausbildungsplatz verlieren sollen. Das alles trotz der vor zwei Jahren zugesicherten Arbeitsplatzgarantie bis Ende 2014. Und nicht nur in Bruchsal: Auch der Standort Berlin wird „zerfleddert“. Weitere 1000 Mitarbeiter von NSN sollen beim Service Mannheim ihre Arbeit verlieren, weil NSN und die Telekom keine Einigung erzielten. Die Service-Abteilung wurde vor drei Jahren von der Telekom an NSN verkauft.



