Sinistra Italiana orange oder eine einheitliche Linke?
30.12.2015: Entgegen den Hoffnungen hat die Linke in Italien auch 2015 ihre Zersplitterung nicht überwinden können. Mitte Dezember ist eine Sitzung des Runden Tisches der italienischen Linken mit einem Riss zu Ende gegangen. Die Gründung von Sinistra Italiana führt zu neuen Spaltungslinien. Auch der offene Brief von Oskar Lafontaine hat nicht gerade zur Einigung beigetragen. Mitte Januar wird erneut versucht, die Linke zusammenzuführen. Ein dringendes Unterfangen, angesichts der wachsenden Krisenzeichen.
20.11.2015: In diesem Jahr feiert das isw sein 25. Jubiläum. Dieser report 103 soll als Jubiläumsreport verstanden werden, in dem eine Vielzahl von WissenschaftlerInnen und AktivistInnen sich der Frage widmen, wie und wo es aus dem Kapitalismus herausgeht.
21.10.2015: Am 16. Oktober fand in Brüssel die "
12.10.15: Mehr als 100 Menschen wurden am vergangenen Samstag bei einem Anschlag auf eine Friedensdemonstration in Ankara getötet, mehr als 500 verletzt. Aufgerufen zu der Friedensaktion hatten die fortschrittlichen Gewerkschaften DISK und KESK, sowie die Ärztekammer TBB und die Ingenieurskammer TMMOB. Am gleichen Tag verkündete die PKK einen einseitigen Waffenstillstand für den Zeitraum der Wahlen. Der Anschlag hat das Land erschüttert, doch wem nützen diese Anschläge? Eine Analyse von Kerem Schamberger:
09.09.2015: Zum 16. Mai 2015 , unmittelbar vor dem G7-Gipfel auf Elamau, hatte das Institut für sozial-ökologische Wirtschaftsforschung, isw e.V., zum mittlerweile 23. isw-forum eingeladen. Über die Fragestellung „Der Aufstieg des Südens – Umbruch in der globalen Machtverteilung?“ diskutierten 90 TeilnehmerInnen mit einem hoch-qualifizierten Podium. Nicht nur das Motto, sondern auch die ReferentInnen waren dabei von internationalem Charakter. In ihrer Begrüßungsrede ordnete Sonja Schmid das 23. isw-forum in die nun beginnenden Aktionen gegen den kommenden G7-Gipfel auf Schloss Elmau Anfang Juni ein. Das Forum sieht sich als inhaltlichen Beitrag und „Teil der Proteste gegen den G7-Gipfel“, so Schmid. Jetzt hat das isw die Dokumentation über die Veranstaltung veröffentlicht.
03.07.2015:Die SYRIZA-Regierung hat sich von ihren ursprünglichen Standpunkten wegbewegt und ist den internationalen Gläubigern weit entgegengekommen. Zähneknirschend haben Tsipras und Varoufakis z.B. Mehrwertsteuererhöhungen und Rente mit 67 zugestimmt, um einen Kompromiss hinzubekommen. Entsprechend waren die Vorschläge beider Seiten über Reformen und Sparmaßnahmen am Ende sehr nah beieinander. Warum also haben sie sich trotzdem nicht geeinigt? Thomas Sablowski analysiert den Verhandlungsverlauf und die unterschiedlichen Interessen. Er entwickelt, dass völlig unterschiedliche Grundvorstellungen aufeinanderprallen. Außerdem beschäftigt er sich mit der Frage, wie es in der Eurozone und EU weitergehen kann. Thomas Sablowski:
14.06.2015: Die Süddeutsche Zeitung bringt am Tag nach dem G7-Gipfel auf der ersten Seite ein großes Bild von Merkel in scheinbar intensiver Diskussion mit Obama vor der pittoresken Alpenkulisse in Elmau und dazu den Aufmacher „Abschied von Kohle, Öl und Gas. Der G7-Gipfel kündigt eine neue Ära an: Um die Erderwärmung zu stoppen, versprechen die Staaten für die nächsten Jahrzehnte einen Radikalumbau der Energiegewinnung.“
04.06.2015: Alfred Kosing ist ein alter Haudegen sowohl der marxistischen Philosophie wie auch des DDR-Wissenschaftsbetriebes. 1969 bis 1971 hatte er einen Lehrstuhl am Institut für Gesellschaftswissenschaften beim Zentralkomitee der SED inne. Bis 1990 war er dann Bereichsleiter für Dialektischen Materialismus des Institutes für marxistisch-leninistische Philosophie der Akademie für Gesellschaftswissenschaften. Entstehungsgeschichtlich ist das vorliegende Wörterbuch eine Überarbeitung eines 1985 erstmals erschienenen Lexikons. Kosing will damit einen Beitrag zur Erneuerung der marxistischen Theorie, besonders der Philosophie leisten. Hierzu gehört unweigerlich, das weiß Kosing wie jeder andere Marxist oder an Marxismus Interessierte, eine Auseinandersetzung mit der Zäsur von 1989.


