Bunte Protest- und Kulturmeile fordert Aus für AKW Brokdorf
22.04.2013: Gut 1.000 Atomkraftgegner haben sich am Sonntag vor dem AKW Brokdorf auf einer bunten Protest- und Kulturmeile für die sofortige Abschaltung des Meilers an der Unterelbe ausgesprochen. Bei strahlendem Sonnenschein demonstrierten sie anlässlich des Jahrestags der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl und warnten unter dem Motto „fünf vor zwölf“ vor einer möglichen Wiederholung eines GAU. Vor dem Brokdorfer Meiler verbreiteten Kleinkünstler, Straßenmusikanten, Rapper und Chöre sowie atomkritische Infostände und Mitmach-Angebote sowohl Protest- als auch Volksfest-Stimmung.
18.04.2013: Zur Ankündigung des Verteidigungsministers, auch nach dem 'Abzug' aus Afghanistan 600 bis 800 Bundeswehrsoldaten in Afghanistan zu lassen, erklärte der Sprecher des Bundesausschusses Friedensratschlag:
17.04.2013: Am Montag, den 15. April, eilt OB Jürgen Roters pünktlich beim dreizehnten Schlag – als wenn die Regie es so vorgesehen hätte – aus dem Renaissance-Portikus des alten Rathauses und wird von den Aktivisten von „UmFAIRteilen statt Kaputtkürzen“ gestellt. Sie weisen auf seine Verantwortung für die Kürzungen im sozialen und kulturellen Bereich der Stadt Köln hin: Bürgerzentren, Kürzungen bei Museen und beim Tanz, Übermittagsbetreuung der Kinder, Mittagessen, Einschulungshilfen. Kürzungen bei den Senioren, den Kosten für die Unterkunft von SGB-II-Leistungsempfängern, bei den Zeiten für Schwimmvereine in den Bädern. Kürzungen bei den Trägern der Wohlfahrtspflege. Täglich soll der riesige Gong vor dem Rathaus wummern, bis zum 30. April, wenn der Kürzungshaushalt beschlossen werden soll.
17.04.2013: Bei der diesjährigen Veranstaltung zum Gedenken an die Massaker der Nazi-Wehrmacht 1944 in Cumiana (Italien), nahm erstmals auch Bayerns Innenminister Herrmann teil. Für das Erlanger Friedensbündnis, das ebenfalls Teil der deutschen Delegation war, brachte Isa Paape in ihrem Redebeitrag zum Ausdruck: Mahnung und Gedenken sind bei solchen Anlässen für Deutsche heute nicht mehr möglich, ohne auch die Morde des NSU zu erwähnen und Konsequenzen daraus zu ziehen.
15.04.2013: Es war eine gelungene Mitmachaktion. In einer Menschenkette vom Spielcasino am Marlene-Dietrich-Platz zum Potsdamer Platz wurde symbolisch Reichtum umFAIRteilt. Geldsäcke wurden von Hand zu Hand weitergegeben, überdimensionale Euro weggerollt, um sie am Potsdamer Platz symbolisch für die Gemeinschaftsaufgaben umzuschichten, wo das Geld fehlt. Allein an der Menschenkette beteiligten sich über 500 Teilnehmer mit sichtlichem Vergnügen, immer wieder motiviert von Martin Matz vom Diakonischen Werk Berlin. Eine symbolische Aktion, die zeigt, dass Geld vorhanden ist im Spielcasino des Finanzkapitalismus, dass es nur anders verteilt werden muss.
15.04.2013: "Wir sind noch immer fassungslos", sagte die die Witwe des griechischen Schlüsselhändlers Theodoros Boulgarides und meint damit nicht nur den Schock über den Tod ihres Mannes, dem die Nazimörder des NSU dreimal in den Kopf geschossen hatten. Auch die jahrelangen Verdächtigungen, denen die Angehörigen der Opfer ausgesetzt waren, sind Grund für diese Fassungslosigkeit. Acht Jahre ist es her, nun tritt sie in der Öffentlichkeit auf. Zu sehen ist sie nicht, aus Angst verbirgt sie sich hinter einem Transparent. Nur ihre Stimme ist auf dem Stachus zu hören. Dort hatten sich am Samstag, den 13. April, Tausende, überwiegend junge Menschen versammelt, um gegen Naziterror, staatlichen und alltäglichen Rassismus und für die Auflösung des Verfassungsschutzes zu demonstrieren.
14.04.2013: Rund um die Eigelsteintorburg schlecken die Müßiggänger ihr unverdientes Eis, schlürfen Milchkaffee, schwade und recken das Gesicht in die Frühlingssonne. Im Schatten des ehrwürdigen Gemäuers (außen weist es eine Steckdose auf) bereitet die Kölner Abteilung von „umFAIRteilen“ ihre Kundgebung vor: Ein Pavillon ersteht, Infostände, die Musikanlage und Lautsprecher werden installiert. Preußische Trauermärsche und Flagellantenaufzüge wie in Nocera Tecinese sind in Köln eher selten. Indessen können sich gesellige Ereignisse außerhalb der Session nur schwer dem optischen und rhythmischen Einfluss des Karnevals entziehen. So ist um 12.00 Uhr Schluss mit der Beschaulichkeit.
14.04.2013: In Freiburg haben über dreihundert Menschen am bunten Umzug des Bündnises "Umfairteilen" durch die Innenstadt teilgenommen. Sie forderten lautstark und kreativ den gesellschftlichen Reichtum gerechter zu verteilen.


