Die nächste Million bitte… - Wassertag 2013
20.03.2013: Es gibt ein nettes satirisches Liedchen von Wolf Brannasky aus den 80ern, wo eine revolutionär gestimmte Menge in München einen DKP-Infostand hinweg trägt zur Theresienwiese, auf der das Volk schon ungeduldig wartet (weil die DKP leider nicht gemerkt hat, dass schon Revolution ist?). Nein, so weit ist es nicht, keine Angst. – Aber es hat sich bewußtseinsmäßig doch etwas getan in Deutschland. Und zwar nicht beim Nichtraucher- oder Tierschutz, sondern bei der zentralen Profitscheffelstelle des vorherrschenden Neoliberalismus, der Privatisierung der Öffentlichen Daseinsvorsorge. Beim Wasser merken es die Menschen nämlich am sensibelsten. Bereits seit vielen Jahren wehren sich in deutschen Städten Bürgerinnen und Bürger gemeinsam mit ver.di und anderen Organisationen wie Attac gegen geplante Privatisierungsmaßnahmen ihrer Wasserversorgung oder ihrer Abwasserentsorgung. – Nein, nicht immer und überall, aber immer öfter. Und mit immer größerem Erfolg.
19.03.2013: Die laut Eigenwerbung immer noch "weltgrößte Computermesse" CeBIT in Hannover fand diesmal unter dem Leitmotto "Shareconomy" stattt. Hauptanliegen der IT-Konzerne auf der Messe: Nutzer sollen Programme, Musik, Fotos und Datenbanken auf riesige Rechnerfarmen weniger Anbieter auslagern und auf diese Daten über das Internet zugreifen. Bei der Eröffnungsfeier der Messe wurde das Teilen ("share") intensiv beworben. Ressourcen, Infrastruktur, Informationen, aber auch jede Menge persönlicher Daten - die Nutzer sollen alles modernen Datenkraken wie beispielsweise Facebook anvertrauen. Mit dem vermeintlich sozialen Begriff vom Teilen soll der Run auf die digitalen Goldadern verschleiert und "Big Data" gefüttert werden.
17.03.2013: Bundeskanzlerin Merkel hat beim EU-Gipfel Mitte März in Brüssel die Öffentlichkeit darauf vorbereitet, dass auch Deutschland demnächst der offiziellen Lieferung von Waffen aus der EU an die syrische Opposition zustimmen könnte. Das soll dann der Fall sein, "wenn sich veränderte Blickwinkel einzelner Mitgliedstaaten ergeben haben", ließ sich die Kanzlerin in den Medien zitieren. Zuvor hatte Frankreichs Präsident Hollande angekündigt, auch im Alleingang die Waffenlieferungen aufzunehmen. Großbritannien bezieht eine ähnliche Position. In Berlin macht man sich offenbar Sorgen, beim geplanten Regime-Wechsel in Damaskus ins Hintertreffen gegenüber Paris und London zu geraten.
06.03.2013: Der alte ist auch der neue. Bei einer Wahlbeteiligung von 38,9% wurde Heinz Peter Becker, Kandidat von SPD und Grünen, im ersten Wahlgang mit 55,6% der abgegebenen Stimmen als Bürgermeister wiedergewählt. Die Kandidatin der CDU kam auf 32,7%. Gerd Schulmeyer, der Bürgermeisterkandidat der DKP/Linke Liste, bekam 11,7%.
18.02.2013: Als Versagen in einem zentralen umweltpolitischen Bereich bezeichnet der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) die unzureichenden Aussagen zum Thema „Fracking“ im Koalitionsvertrag von SPD und GRÜNEN in Niedersachsen. So enthält der Vertrag trotz der bekannten Gefahren bei der Ausbeutung unkonventioneller Erdgasvorkommen kein Bekenntnis für Initiativen der Landesregierung zu einem Fracking-Verbot. Selbst eine klare Aussage zu einem Fracking-Moratorium in Niedersachsen, wie es in Nordrhein-Westfalen existiert, fehlt. Mit beliebig interpretierbaren Formulierungen kann der von der letzten Landesregierung forcierte Einstieg in die Gewinnung des unkonventionellen Erdgases hingegen problemlos weiter betrieben werden.
31.01.2013: Anlässlich der Debatte über den deutschen Rüstungsexport im Bundestag erklären die Sprecher des Bundesausschusses Friedensratschlag in einer ersten Stellungnahme:
30.01.2013: Anlässlich des 80. Jahrestages der Machtübernahme durch die NSDAP hat der Studienkreis Deutscher Widerstand sein neuestes Projekt vorgestellt: Ein Internetportal zu Gedenkorten in Europa. Unter
29.01.2013: Vor achtzig Jahren schrieb ein Dorf im Steinlachtal, 15 km südlich von Reutlingen und Tübingen am Rande der Schwäbischen Alb, mit einem Generalstreik gegen Hitler Geschichte. Am 30. Januar 1933 übertrug im Auftrag der Groß– und Rüstungsmonopole, des Finanzkapitals und der Stahlbarone, Reichspräsident Hindenburg die Reichskanzlerschaft an Adolf Hitler. Die Warnung der KPD bei der Reichspräsidentenwahl vom März 1932 „Wer Hindenburg wählt, wählt Hitler“ wurde damit bestätigt. Der zweite Teil der Warnung. „Wer Hitler wählt, wählt den Krieg!“ wurde wenige Jahre später bittere Wirklichkeit. Noch am gleichen Tag rief die KPD-Zentrale dazu auf, die Machtübergabe mit einem Massenstreik zu beantworten. Dieser Aufruf wurde in Mössingen am 31. Januar befolgt. Die Beschäftigten legten die Arbeit nieder und demonstrierten mit 800 Menschen durch den Ort, in dem es mehrere Textilbetriebe gab.



